Beiträge von Karl

    Uihh, Thema THC und European League immer noch nicht beendet

    Jetzt wird es richtig dreist:

    Abschnitt: Zum Rückblick

    Der THC beklagt sich über die Wertung seiner Spiele, zu denen man nicht antreten wollte ('wollte' ist der korrekte Begriff, nicht 'konnte' - auch wenn das 'nicht Wollen' natürlich nicht grundlos gewesen ist - die Zuständigkeiten für Ein- und Ausreise liegen beim Bund, 'Empfehlungen' örtlicher Gesundheitsämter sind unverbindlich, so isses doch?)

    Man ist echt sprachlos - wie hätte die EHF denn die Auswärtsspiele des THCs werten sollen?

    Das Bild, dass vom laufenden Wettbewerb gezeichnet wird, ist übrigens auch grob falsch - da gab es weit überwiegend hervorragenden Sport hoch und höchst motivierter Mannschaften (der THC zeichnet ja allein für 3 der 10 kampflos gewerteten Partien der Gruppenphase verantwortlich, Astrachan gegen Storhamar wäre vermutlich auch gespielt worden, wenn nach der Absage des THC der Baia Mare Spiele es um irgendwas noch gegangen wäre...)

    Tja, so hat der THC also 0€ Reisekosten in der Gruppenphase gehabt, 3 Heimspiele mit mdr-Livestream absolviert (die Gäste aus Storhamar und Astrachan anreisen zu lassen ins damalige Hochinzidenzgebiet Thüringen war natürlich völlig unproblematisch)...

    Und dann beschwert man sich und stellt sich als Opfer sportlicher Unfairness dar...

    Ps. Eine (sicherlich absichtliche) missverständliche Formulierung ist auch noch drin: es verzichteten nicht 6 Mannschaften auf "die Qualifikation" zur Gruppenphase, sondern auf die Teilnahme an der Qualifikationsphase

    Es ist übrigens teilweise sogar umgekehrt - z.B. ist vielen älteren (prinzipiell) Handballinteressierten Dankersen ein Begriff, sie wissen aber nicht, dass GWD Minden = Grün-Weiss Dankersen ist (obwohl manche von GWD Minden auch schon mal gehört haben)

    Naja, Dutenhofen, Reinickendorfer Füchse und die Stammvereine der RNL waren ja nie richtige nationalweite 'Marken', um im Sprachgebrauch des Threadtitels zu bleiben)

    Edit: Ochjo, Lützellinden und untrennbar damit Doc Gerlach kennt doch 'jeder' heute noch.

    Okay, man kann es aber erweitern auf Frauenmannschaften, nicht so einfach: Bayer Leverkusen, Leipzig und Oldenburg gehören dazu. Da ist aber auch sehr vieles völlig verschwunden. Sind nicht sogar bis auf Leverkusen alle führenden Vereine der 1970er Jahre weitgehend verschwunden? (allen voran z.B. der 4fache Meister in den 1970er Jahren: Eintracht Minden)

    Oh, ich sehe gerade, dass der TVG seinen ersten Titel erst 1973 feierte (zudem den damals schon unbedeutenden Feldhandballtitel). Erste Meisterschaft war erst 1978...

    Okay, da habe ich mich ein wenig von Josef Karrer täuschen lassen, so richtig national stark wurde der TVG erst in den 1970er Jahren, hat so ein bisschen Göppingen abgelöst...

    Okay, Kiel, Magdeburg, Gummersbach, Göppingen, da ist nix kürzbar (Göppingen aber nicht wegen der letzten EC-Siege - hab so den Eindruck, als hätte die Halle einiges an ihrem Charme seit dem Umbau verloren, die Hohenstaufenhalle war früher wirklich berüchtigt, mit Spielern, wie der knochenharte Arzt Willi Weiß, war schon was Besonderes - und auswärts weniger als die Hälfte wert...aber das galt nach dem Beitritt in die Bundesrepublik ja für sehr lange Zeit auch für den SCM)

    Naja, THW könnte man auch ein bissel diskutieren, die haben sich ja schon sehr früh vom Feldhandball zurückgezogen (die Hallentitel von Göppingen und Kiel vor allem in den 1950er, aber auch noch 1960er Jahren sollte man auch nicht überbewerten) - aber nee, ist unstrittig

    Zitat

    Wenn das die persönliche Meinung des Autors ist,

    IIch glaub, dass der Autor nicht die Kompetenz hat, sich eine persönliche Meinung zu bilden! (hier geht es spezifische Kenntnisse der Personallage auf einer Spielerinnenposition): das wird ihm schon jemand erzählt haben...(oder er hats falsch verstanden)

    Frank Heike ist zwar seit gefühlten Ewigkeiten dabei (als jemand, der in der FAZ über Handball schreibt, vorwiegend natürlich Männer), aber...nuja...man kann es so sagen: der frühere Ruf des FAZ-Sportteils ist nicht hauptursächlich auf ihn zurückzuführen...

    Naja, die Abwehr kann schon ganz gut sein...

    Alle Punkte, die jetzt tclip (vielleicht überpointiert) dargestellt hat, wären aber kein größeres Problem (man hat als Natitrainer einfach nur beschränkte Möglichkeiten), wenn die Mannschaft hinter einem stehen würde.

    Ein Rücktritt von Mannschaftführerin und Vize (die sind das ja auch nicht zufällig) ist natürlich schon ein Ding....Da kommt es jetzt echt drauf an, was der Rest der Mannschaft so denkt...

    Klar, eine neue Trainersuche wäre für den DHB höchst unangenehm. Einer, der nicht deutsch spricht, ist mit Vestergaard verbrannt (da fände ich Ryde interessant), ein Männertrainer irgendwie mit Biegler auch (na, wär der Schwalb nicht vielleicht einer?) und aus der HBF gibts auch nix unumstrittenes...

    Man braucht auch keine großes Visionäre, sondern einen Trainer, der den vorhandenen Spielerstamm (EM-Kader + Stolle) optimal ausschöpft....Man gucke sich doch mal die Konkurrenz an - okay, Norwegen (die hat man aber auch schon mal geschlagen) und Russland sind ein Stück weit weg - aber der Rest...Da ist doch Vertrösten auf 2025 Quatsch..

    Und es ist leider so, dass die großen Spiele der deutschen Damenmannschaft (incl. Heim-WM unter Biegler, der es personell aber auch etwas schwerer hatte als Groener) eher Anti-Werbung waren - zumindest für eher primär männerinteressierte Handballfans, die sich halt mal ein entscheidendes Spiel um Einzug ins Halbfinale angucken oder halt Heim-WM (und das ist das einfachste Potenzial, was zu erschließen ist)

    Löwenherz schreibt:

    Zitat

    Moderner erfolgreicher Handball geht nun mal nur über Kreativität und Eigenverantwortung der Spielerinnen]


    IIst das wirklich in Absolutheit so? (ich hab auch die Kroatinnen eher als strukturiert in Erinnerung - der durchaus dosierte Einsatz der langen Ćamila Mičijević erfolgte z.B. sehr überlegt und mit Spielsystemveränderung, der Trainer Nenad Šoštarić hatte auch ein absolut gutes Gefühl dafür, wann es ohne seine beste Torschützin besser läuft )

    Nicht vergessen darf man ja auch, dass in der deutschen Mannschaft keine echte Spielmacherin zur Verfügung steht! Und was macht man, wenn Kreativität und Eigenverantwortlichkeit nicht zu den Stärken der eigenen Mannschaft gehören? (und spielerisch ist die deutsche Mannschaft ja nun wirklich nicht allererste Sahne, wie wurftechnisch auch - die hat aber andere Qualitäten...)

    Nicht vergessen darf man übrigens auch taktische Blamagen, wie etwa bei der vorletzten Europameisterschaft in Frankreich die haushohe Niederlage gegen Rumänien...(da wurde hier im Forum auch diskutiert, ob überhaupt eine taktische Spielvorbereitung der DHB-Auswahl durch den Trainer stattgefunden hat, die von Ambros Martin war auf jeden Fall von ganz anderem Kaliber). Übrigens: im Kroatienspiel wusste das deutsche Trainerteam und die Mannschaft schon ganz genau, was sie erwartet....(war ja nicht am Turnieranfang)

    Okay, man kann natürlich als Trainer sagen: seid kreativ und eigenverantwortlich....Und wenn ihr es nicht seid, seid ihr selbst schuld. Na, dann haben wir hier im Forum x-Kandidaten für die Groener-Nachfolge (ist jetzt natürlich überspitzt dargestellt)

    Ich finde die Forderung nach festeren Strukturen im Spiel und mehr Abläufen schon plausibel.

    Selbst eine Emily Bölk ist (bei allen Qualitäten) ja nun nicht gerade die welt-kreativste Spielerin. in Erinnerung hab ich schon, dass in kritischen Phasen die Spielerinnen nicht so richtig wussten, was sie spielen sollten...

    Kroatien erschien mir da ein krasses Gegenbeispiel (obwohl die ja riesige Vorbereitungshindernisse hatten und wegen dem Fehlen der Spielerinnen von Podravka praktisch das erste Mal zusammengespielt haben - da wirkte es aber immer so, dass die genau wussten, was sie tun sollten). Und wenn man die Einzelspielerinnen vergleicht....(und deren Vereine)

    Das hier finde ich ziemlich übel, neben der angeblichen Fast-Nichtnominierung von Naidkevicius aufgrund mangelnder Leistung (Kromer lässt hier Heike offensichtlich für sich sprechen - kann sich natürlich rausreden, dass das von Heike kommt):

    Zitat

    Zum wiederholten Male mangelte es an Charakteren, die in den entscheidenden Minuten kühlen Kopf bewahren. Das ging auch an Behnkes und Naidzinavicius’ Adresse.


    Nee, da macht es sich der DHB zu einfach und sowas sorgt einfach nur für böses Blut (dann lieber weiter schweigen...)

    Nuja, Frank Heike ganz DHB-treu...

    Zitat

    Naidzinavicius hatte ihr Ticket für Dänemark nach schwankenden Leistungen im Verein auch deswegen bekommen, weil sich andere Spielerinnen auf ihrer Position verletzt hatten.


    Stimmt das?

    Jo, jetzt greift Kromer die beiden Spielerinnen offen an (mit Frank Heike als offensichtliches Sprachrohr). Na, mal abwarten, ob Mitspielerinnen von Behnke und Naidkevicius jetzt reagieren..

    Kromer hat sich jetzt persönlich vor Groener gestellt (und vor allem gegen die Mannschaftsführerin, die eigentlich leistungsmäßig ja eh nicht in die Mannschaft gehört) - wird kaum mehr haltbar sein, falls Groener demissioniert..

    Na, Großwallstadt, Gummersbach, Göppingen und Magdeburg aber auf jeden Fall auch.

    Lemgo hat zu den genannten Vereinen schon einen großen zeitlichen Abstand (Kiel, GWD, Magdeburg, Großwallstadt waren alle schon in den 1960er Jahren dabei - gut, Leutershausen ist natürlich auch ein absoluter Traditionsverein, war von den genannten Vereinen aber am längsten weg bis in die Drittklassigkeit)
    Größte Traditionsmarke wäre natürlich der THW - wer sonst? Im ostdeutschen Bereich ganz klar der SCM.

    Aber für so ganz ergiebig halte ich das alles im Thread nicht (...aber wie Küstentanne bin ich schon der Meinung, dass man um irgendeine Definition geben zu können, das Wort Traditionsverein' mit einer exponierten Stellung im Feldhandball verbunden sein sollte).

    Tusem Essen hat seinen ersten Titel erst in den 1980er jahren gemacht, der TBV Lemgo tauchte gar erst in den 1980er Jahren aus den Niederungen des Handballs auf, die SG Flensburg-Handewitt auch...

    Was hier als Traditionsverein benannt wird, gilt in Kiel vielleicht bei manchen Handballfan heute noch als Emporkömmling (SG..)

    Küstentannes Vorschlag (Titel auf Feld- und Hallenebene) ist plausibel...

    Leipzig? Naja, die waren schon zwischendurch sehr lange weg...den Bezug zum einstigen SC Leipzig muss man schon konstruieren...(der ist ja auch aufgelöst worden)

    Es fällt in der Tat auf, dass in der BSV-Pressemitteilung kein Marktantell, steht, und vor allem dort nicht steht, wer die Daten erhoben hat! (das ist sonst obligatorisch)

    Handelt es sich hier überhaupt um die GfK-Daten - oder hat Eurosport oder so über den Daumen geschätzt...? (zusätzliche Zuschauer kann man z.B. ganz gut über die parallelen Internetübertragungen bei Sportdeutschland und Jojn/Eurosportstream genieren. Das wären dann Eigenangaben, die niemand kontrollieren könnte),

    Also wäre schon ganz gut, wenn man wissen würde, ob es sich bei den Zahlenangaben von Buxtehude wirklich um die GfK-Zahlen handeln würde! Nur dann wäre eine Vergleichbarkeit gegeben.

    Nee nee, ist schon nachvollziehbar....

    Aber so ein gewisses Geschmäckle hinterlässt es halt doch....(das örtliche Gesundheitsamt in Bad Langensalzua wird auch nicht gerade "dringend empfohlen" haben, die Heimspiele gegen Storhamar und Astrachan durchzuführen - die Gesundheitsämter in Storhamar und Astrachan auch nicht, nach Thüringen zu reisen...).

    Hoffentlich fällt sowas dem THC nicht mal auf die Füße, wenn es um einen Freiplatz etwa im EHF-Cup geht (...die EHF kriegt sowas ja auch mit - auch wenn sie es natürlich nicht öffentlich ansprechen)

    Ahhh, danke!

    Da ist also der THC einer "dringenden Empfehlung eines lokalen Gesundheitsamtes" gefolgt (keines Zwanges oder Quarantäneanordnung)

    Es stellen sich aber dann 2 Fragen:

    a) Wie konnte der THC denn dann den Gastmannschaften aus Astrachan und Storhamar zumuten, im (damaligen) Hochrisikogebiet (für deutsche Verhältnisse) Thüringen anzutreten? (für den THC selbst war das ja anscheinend kein Problem, daheim anzutreten);

    b) Warum bedurfte es eigentlich zu dieser Auskunft einer mdr-Nachfrage? (steht ja extra im Artikel: auf mdr-Nachfrage - gut denen kann man schlecht eine konkretere Auskunft 'verweigern, muss die ja warm halten).

    Tja, man muss als Resultat festhalten...der THC nahm in der Gruppenphase gerne die 2 bzw. 3 Heimspiele entgegen (incl. mdr-Livestream), sah sich aber nicht in der Lage, auswärts anzutreten..

    Ist jetzt nur eine Feststellung...(gar kein Vorwurf, dazu reicht die Infolage nicht)

    Zeitz ist jetzt in einer psycholgisch schwierigen Lage...

    Er kann sich durchaus Mann gegen Mann in der HBL durchsetzen und in gute Wurfpositionen gelangen (auch wenn die Bewegungsabläufe etwas 'eigenwillig' aussehen).

    Dann kommt noch ein bissel Pech hinzu (wie die SR-Entscheidung gegen Nordhorn). Sicherlich nicht unvorteilhaft für ihn, dass die Spiele ohne (Heim-)publikum stattfinden.

    Schwierig, einiges Potenzial ist vorhanden, ob er das ausschöpfen wird...tja, da hab ich meine Zweifel