Beiträge von Karl

    Wieso Ungarn? Da sind gegenwärtig alle Handballspiele abgesagt (hat zumindest Germanicus eben geschrieben)

    Ich glaub auch nicht, dass der DHB z.B. an so einer Spontanausrichtung interessiert ist - okay, vll. kommt Hanning auf die Idee, das von den Ägyptern zu übernehmen, wäre konsequent (und Halleninfrastruktur, die weitgehend leer steht vorhanden). Ach nee, wohl doch nicht... ;)

    Edit: TCLIP: ooochh, ich hab schon so oft für dich gegoogelt :( (bei einfacher zu erstellenden Suchbegriffen bei einer Abfrage)

    Nuja, dem Aktienkurs von Biontech taten solche Äußerungen/Ankündigungen zunächst einmal zumindest sehr gut..

    Soweit ich das verstanden habe, entziehen sich diese ganzen Angaben der firmenexternen völligen Überprüfung (vll. wissen sie es selbst auch noch nicht so ganz genau) - was jetzt nicht heißen muss, dass sie übertrieben oder unwahr sein müssen. Das Politiker darauf einsteigen, würde ich wirklich nicht überbewerten...

    Nordhesse 12.10: (Absage durch ägyptische Regierung): Das wäre eine Möglichkeit - und das dann die ägyptische Regierung die IHF dafür entschädigt (die Summen, um die es ginge, wären für einen Staatshaushalt sicherlich irrelevant)

    Das wäre elegant (zudem die Durchführung des Turniers absehbar für Agypten keinen Reputationsgewinn bringt).....keine Ahnung, wie realistisch solche Überlegungen sind.

    Es würden dann aber noch evtl. unzufriedene Verbände bleiben, deren Nationalmannschaften das Turnier weggenommen wurde - okay, damit könnte man aber vll. leben.

    International gibt es eine Freigabeverpflichtung für den Heimatverband, die wird auch hoch wahrscheinlich in den Arbeitsverträgen festgehalten sein..

    An WM und EM sind die Vereine schlichtweg quasi unbeteiligt - es ist ein Wettbewerb der Verbände und deren internationalen Organisatoren, für welche die Vereine die Spieler abstellen müssen auf Anforderung des jeweiligen Verbandes.

    Jo, die Spieler haben bislang in der Coronakrise das Spielen für ihr Heimatland gewählt, das können die Vereine nicht einfach ignorieren. Die Spieler sind natürlich auch interessiert für ihr Heimatland zu spielen, schließlich liegt dort in aller Regel auch z.B. ihre berufliche Zukunft nach der Karriere (emotionale Bindungen usw kommen natürlich dazu). Ein 'Bruch' mit dem Heimatverband könnte schon einige Zukunftsperspektiven zerstören...

    Alles schwierig - die WM könnte aber nur von der IHF abgesagt werden (oder faktisch von Verbänden, die auf eine Teilnahme verzichten - aus Hannings Äußerungen die letzten Tage wird aber deutlich, dass z.B. der DHB daran noch nicht mal im Traume denkt).

    Die Vereine können keine Veranstaltung absagen, an der sie eigentlich formal unbeteiligt sind. Ihre eigenen Veranstaltungen wollen die Vereine ja auch nicht absagen - nur diejenigen der anderen Ebenen im Handball

    Achja, ich bin auch dafür, dass man das mit der WM im Januar sein lassen sollte - aber es ist echt eine schwierige Situation (vll. auch dramatisch für die internationalen Verbände, ich weiß es nicht)

    Nordhesse. die Olympiade ist bekanntlich einen andere Baustelle, die liegt in der Gestaltungsgewalt des IOCs.

    TCLIP: Jo - und was passiert, wenn die Spieler des jeweiligen Clubs für ihre auswärtige Nationalmannschaft spielen wollen? Also, jetzt bei der Quali ist mir kein Spieler bekannt, der nicht für sein Heimatland spielen wollte (gab es Einen?)

    Sollen sich die HBL-Vereine zusammentun und sagen: wer für sein Natiteam spielt, der kriegt keinen HBL-Vertrag mehr? (um mal ein überspitztes Beispel anzuführen)

    Außerdem ist häufig die Bindung an das Herkunftsland und dessen Verband sicherlich bei sehr vielen, sehr viel stärker als an seinen jeweils wechselnden HBL-Vereinen

    TCLIP: Die Vereine haben wenig Grund, Kriege zu führen gegen internationale Verbände. Das könnte auch mal danebengehen, Auseinandersetzungen mit Heimatverbänden der Spieler können sehr hinderlich sein...Außerdem sind international ja Klagen vor ordentlichen Gerichten in der Handballszene absolut unüblich...

    Und wie Gerichte das sehen, weiss ich nicht, wenn die Ligamannschaften im Zeitraum einer WM in heimatlichen Hauptrisikikogebieten weiterspielen, während den Spielern von den Vereinen untersagt wird, in einem evtl. nicht so coronabelasteten Agypten spielen dürfen. Und dann wird die WM bestimmt ein ganz, ganz dolles Hygienekonzept haben..

    Es ist ein Dilemma...

    Nuja, was heißt 'nur' finanzielle Gründe.

    Die gesamte Infrastruktur des internationalen Handballs wird natürlich durch ein Ausfallen der Wettbewerbe von IHF und EHFund der anderen Kontinentalverbände gefährdet. Um das Ausmaß einschätzen zu können, müsste man jetzt die Vertragsausgestaltungen kennen mit Sponsoren usw., aber...

    Die einzelnen Verbände profitieren natürlich auch stark von ihren Auswahlmannschaften..

    Übrigens ist ja auch letztendlich das Motivation vieler Vereine in der hier zur Diskussion stehenden Frage (auch/überwiegend) finanziell motiviert...

    Die Weiterführung der Frauen-CL ist jetzt eigentlich z.B. sportlich wenig sinnvoll, wird aber weder von Verbands- noch von Teilnehmervereinsseite m.W. infrage gestellt.

    Verbände und Ligen sind aber nicht nicht in jedem Land eine Einheit (z.B. in Deutschland: DHB und HBL). Von Einzelvereinen und Verbänden erst gar nicht zu reden...

    Wenn Vereine die Freigabe der Spieler verweigern, gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die Heimatverbände die Spieler sperren (ist doch bestimmt immer noch so?). Es gibt eine Freigabeverpflichtung der Vereine. WM ausfallen lassen und munter in den Ligen (trotz x-Coronafällen) einfach in der Zeit weiter zu spielen, diese Wunschvorstellung der Vereine wird nicht funktionieren.

    Eigentlich sind die Vereine bei EM und WM sogar unbeteiligt..., deren Organisation und Durchführung geht sie formal nichts an.

    Wombat: Ich meinte "betroffen" jetzt nicht im emotionalen Sinne ;) (mit "persönlich" meinte ich natürlich eigene Interessen)

    In der Logik von Hanning haben die infizierten Spieler halt die Konsequenzen zu tragen, dass sie Leistungssport gegenwärtig nicht für zu gefährlich halten, um diesen nicht auszuüben.

    Die bekannt gewordene Ausgestaltung der Länderspiele (Hotel/Tests) deutet darauf hin, dass der DHB sich in keinerlei Verantwortung sieht....

    Okay, scharf formuliert - aber im Kern isses doch so

    Och, ich sehe ihn von Knorrs anscheinend schwereren Krankheitsverlauf wenig persönlich und in seinen Amtsfunktionen (in Verband und Verein usw.) betroffen....

    Den Schaden haben andere (v.a. der betroffene Spieler)

    Na, wenn man sich die Zustände um die Natimannschaft so anschaut und Hannings Äußerungen, dann muss man schon die Frage aufwerfen, ob Hanning (der ist doch immer noch letztendlich für die Natimannschaft verantwortlich in Orgafragen usw.?) eine Durchseuchung der Nationalmannschaft anstrebt? (mit anschließendem Immunitätsstatus).

    Hier mal anschaulich ein vom Mindener Tageblatt publizierter Screenshot, wie beim DHB von mannschaftsärztlicher Seite her Coronatests vorgenommen werden:
    [Blockierte Grafik: https://ibb.co/WsbL5jR]

    Zitat

    Die entscheidende Szene aus dem ZDF-Beitrag über die deutsche Nationalmannschaft in den Heute-Nachrichten vom 3. November: DHB-Teamarzt Dr. Kurt Steuer entnimmt Uwe Gensheimer eine Speichelprobe. Dabei trägt der Mediziner lediglich eine Maske. Schutzbekleidung, Gesichtsvisier und Handschuhe sind nicht zu sehen. Screenshot: MT © Screenshot Marcus Riechmann

    Screenshot hier zu sehen:

    https://www.mt.de/lokalsport/han…h0xzrlIdL-htQ_c

    Ich denke, man braucht sich über irgendwelche Hygienekonzepte gar nicht mehr unterhalten....(die sind nur für die Öffentlichkeit und genehmigende Behörden da)

    Man muss feststellen, dass der DHB nicht in der Lage (oder willens) ist, elementarste Vorsichtsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz seiner Spieler vorzunehmen. Es ist gegenwärtig unverantwortlich, ihm Menschen/Spieler anzuvertrauen.

    Rapid Bucuresti ist keine No-Name-Truppe, sondern ehemaliger Europapokalsieger der Landesmeister usw. (okay, ein paar Jährchen her, in den letzten 10 Jahren pendelten sie zwischen 1. und 2. Liga)

    https://ro.wikipedia.org/wiki/CS_Rapid_…andbal_feminin))

    Jo, die haben schon Eliza Buceschi verpflichtet; Boljevic, Laura Popa, Constantinescu usw. Der neue Manager hat mit CSM die CL geholt. Gegenüber CSM haben die den Vorteil, auf die Anhängerschaft der traditionsreichen Fußballabteilung zurückgreifen zu können. Wenn die in den EC kämen, würde das auf der Tribüne ein völliges Spektakel geben.

    Traditionell ist Rapid die Mannschaft des Transportministeriums (bzw. Eisenbahn), die scheinen aber jetzt vermehrt finanzielle Ressourcen erschlossen zu haben. Bukarest ist groß, Frauenhandball populär - da ist locker Platz für 2 Mannschaften...(für den städtisch finanzierten Retorten- und Breitensportverein CSM könnte das Traditionslabel Rapid mit großem Fanpotenzial aber durchaus zum Problem werden).

    Sehr interessante Entwicklung bei dem Verein, durchaus plausible Entscheidung von Kassoma - Rumänien ist häufig (v.a. im Männerbereich) auch ein Handballland, dass Spieler(innen) aus außereuropäischen Ländern anzieht, die auch sehr häufig da gut klarkommen zu scheinen.

    Ähh, selbst zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Eckerle-Wechsels (9,03.2020) war überhaupt nicht abzusehen, ob Corona überhaupt mittelfistige Folgen hat - der HBF-Spielbetrieb wurde erst am 13.März ausgesetzt (damals dachte man für 5 Wochen....)

    Übrigens wird bei Siofok immer der Eindruck erweckt, dass der absolute Hauptfinanzier ein Privatmann ist...(das Hallenneubauten und so von der öffentlichen Hand finanziert werden, ist ja auch in Deutschland beim Frauenhandball üblich, zuletzt beim THC mit 9 Mio€).

    Tclip schreibt:

    Zitat

    ansonsten kann ich manchmal nicht so viel mitleid haben mit den spielern/ spielerinnen die in einer solchen situation
    ins ausland wechseln, dann noch in einen bereich, der nun schon häufig aufgefallen ist, finanziell nicht immer alles
    so einzuhalten bzw. glatt laufen zu lassen-


    Der Wechsel von Eckerle wurde übrigens Anfang März bekanntgegeben, ist also vor Corona klar gemacht worden. Da war Siofok über die ungarische Meisterschaft auch wahrscheinlich in der CL für diese Saison - Siofok ist übrigens bis dato nie wegen irgendwelcher Schwierigkeiten im finanziellen Bereich aufgefallen, ganz im Gegenteil...

    Nuja, bisher hat es für Bietigheim geklappt und bis auf letztes Jahr auch meist mit dem 2. deutschen Vertreter (wenn auch mit permanent sehr bescheidenen sportlichen Resultaten) und Meister kann Bietigheim ja auch gut werden. Die haben da zumindest nicht so ein strukturelles Problem wie Siofok mit FTC (der ja zudem personell stark aufgerüstet hat) und Györ.

    tclip schreibt:

    Zitat

    die den verein jetzt kurzfristig verlassen, gehen auch alle zu einem verein, wo sie cl spielen können....


    Nuja, bisher hat nur Snelder einen neuen Verein - Bietigheim in der CL (und die Gerüchte aus der rumänischen Quelle beziehen sich doch auch alle auf CL-Mannschaften). Und Bietigheim ist auch ziemlich sicher die nächsten Jahre in der CL (zumindest in der Quali)

    Okay, Kurzform: ich weiß nicht so recht, was dahinter steckt...

    tclip schreibt:

    Zitat

    die einfachste erkenntnis aus dem interview :

    siofok fehlt das geld und muss deswegen die spielerinnen ablösefrei ziehen lassen-

    Meine 'einfachste erkenntnis' ist erstmal, dass man die Angaben von Janos Fodor zumindest zur Kenntnis nehmen kann. In der Tat gibt es in Siofok einige 'Stressoren' (siehe letztes Posting von mir, dazu könnten noch Unstmmigkeiten etwa wegen der allerorten durchgeführten Gehaltsanpassungen wegen Corona kommen), die z einer Umstrukturierung aber nicht Auflösung führen könnten.

    Schon jetzt weiß man, dass Siofok nächstes Jahr hochwahrscheinlich keine CL spielen wird (die CL-Perspektive für DIE JETZT LAUFENDE Saison war sicherlich für die jetzt wechselnden Spieler mit auschlaggebend überhaupt dahin zu wechseln). Für den Verein scheint der eingeschlagene Weg auch ohne Perspektive (wie für etliche Spielerinnen auch).

    Ablösen lassen sich übrigens eh im Moment kaum erzielen. Vielleicht hat Fodor auch einfach nur die 'Schnauze voll' (vielleicht auch von einigen Spielerinnen) und will keinen halten - er selbst hat im Artikel ja auch angedeutet, dass er die sportlichen Perspektiven nicht einhalten konnte (ohne Corona wäre Siofok halt in der CL, auf der Basis haben sich die Spielerinnen auch für Siofok entschieden).

    Also, da gibt es verschiedene Interpretationen, mal abwarten....(vielleicht ist es auch eine Mischung von allem). So wie ich das mitbekommen habe, kann sich Janos Fodor eine 'Pleite'von Siofok aus Reputationsgründen auch kaum leisten...(das ist schon alles sehr speziell dort, habe mal vor Jahren eine Doku gesehen, die leider nicht mehr im Netz zu sein scheint - die Spielerinnen scheinen da in einem großen neuen Hotel-/Trainingskomplex quasi fast WG-mäßig zusammengefasst zu sein - Janos Fodor wirkte da recht präsent in absoluter Cheffunktion)

    tcip schreibt:

    Zitat

    klar- ungarn müsste aufgrund dessen das es ungarn ist eigentlich wenn man es neutral sieht auf jeden
    fall midn 3 startplätze für die cl bekommen- alles andere wäre doch im prinzip ungerecht-sonst können sie sich doch nicht entwickeln... :hi:


    Nö, ich denke aber, das der amtierende EHF-Cupsieger in der CL des Folgejahres dabei sein sollte, egal welchem Verband er angehört. Siofok hat bekanntlich 2019 den EHF-Cup souverän gewonnen und wurde als 3. ungarische Mannschaft aber nicht für die CL zugelassen (und das Drama letztes Jahr mit dem umstrittenen Abbruch der ungarischen Meisterschaft ist ja noch in frischer Erinnerung)

    Seriensieger im EHF-Pokal zu werden, ist ja nun auch nicht so der Hit/die Perspektive

    Der Quasi-Clubeigentümer und Geschäftsmann Janos Fodor sieht das Ganze etwas anders:

    https://newsbeezer.com/hungaryeng/wom…fok-officially/

    Hmja, das Konstrukt mit einer sehr stark ausländisch geprägten Mannschaft wirkt ja schon etwas seltsam und kommt in Ungarn ganz bestimmt auch nicht überall gut an. Und dann die fehlende/unklare CL-Perspektive nach der umstrittenen Entscheidung pro FTC des ungarischen Verbandes in der letzten abgebrochenen Saison; EHF-Cup Semifinale fiel wegen Corona auch flach, nach den schon 3 Niederlagen in der Meisterschaft ist auch ein CL-Platz im nächsten Jahr in sehr weiter Ferne ...und wenn es dann in der Mannschaft zudem nicht stimmen sollte... (darauf spielt Fodor zumindest an)

    Mal gucken, mit dem Trainingszentrum ist da ja schon eine bemerkenswerte Infrastruktur mit einigem Aufwand entstanden....erstmal können alle Spielerinnen gehen, die möchten. Tja, Ende oder Wandel ist die Frage.

    Hm vielleicht sollte die EHF doch (in Ausnahmefällen) mehr als zwei Vereine in die CL pro Land zulassen (bei zwei arrivierten Mannschaften wie in Ungarn mit dem FTC und Györ isses doch schwierig, dass da Weiteres entsteht.

    Das ist übrigens auch für die rumänische Meisterschaft hoch interessant, Die wird dieses Jahr wegen Corona in Blocks an jeweils einem Ort ausgetragen (4 Spiele von Valcea in Sfântu Gheorghe als zentrale Halle für alle Spiele der Liga Florilor von Donnerstag bis Dienstag).

    Wer nicht antritt (egal warum), verliert mit 0-10. Irgendwie alles auch keine optimale Lösung...