Beiträge von Karl

    @Jagdfieber: Das steht doch gar nicht im Artikel, sondern (Kap. 2 - Eine gewöhnliche Grippe):

    Zitat

    Im Rahmen einer «gewöhnlichen» Influenza erwerben ca. 8% der Betreuenden ebenfalls eine Influenza, aber niemand stirbt daran. Bei COVID-19 werden 25% bis 30% der Betreuenden infiziert und das ist mit einer signifikanten Mortalität verbunden. Dutzende von Ärzten und Pflegepersonen, die COVID-19 Patienten betreut haben, sind an derselben Infektion verstorben.

    'Signifikant' bedeutet nur, dass es mit einer statistisch überduchschnittlichen Mortalität verbunden ist - und das ist doch völlig unbestreitbar, fast ein Allgemeinplatz

    Lektüre ist teilweise nicht leicht (man kann vll. auch vieles überfliegen ohne Verlust hinsichtlich des Argumentationsganges), aber...

    @Jagdfever: genau auf der Basis, dass keiner was wirklich genaues weiß, wendet sich der Autor ja entschieden gegen das Konzept der Herdenimmunität.

    Und eine genauere Kenntnis der chinesischen Verhältnisse (wo man durch härteste Maßnahmen das jetzt doch so halbwegs regional begrenzen konnte - die BEKÄMPFUNG scheint schon in Teilen eine Erfolgsgeschichte zu sein) ist bei dem schweizer Professor ja nun klar nachweisbar (siehe Ausführungen im ersten Teil des Artikels, habe ja nur einen kurzen Ausschnitt genommen, gerade den mit allerhöchster Aktualität)

    https://www.mittellaendische.ch/2020/04/08/cov…entscheidungen/

    Paul: die Konstellation scheint grob zu sein: Laschet/Spahn/Wirtschaft/vll. Günther versus Merkel(Braun)/Kretschmann/Söder/Dreyer

    Das ist aber sachbezogen - ich befürchte, da kommt ein halbgarer Kompromiss raus (über das prinzipielle Konzept der Herdenimmunität wird nicht diskutiert - m.E. eine diskussionswerte Überlegung wäre eine etwa dreiwöchige Verschärfung der Maßnahmen. politisch allerdings unwahrscheinlich. Diejenigen mit deutlicher Skepis gegenüber Herdenimmunität müssen froh sein, wenn das Jetzige so ungefähr bleibt)

    Bei weitgehenden Lockerungen ist auch nicht auszuschließen, dass einzelne Bundesländer einen Sonderweg machen werden

    Glaub ich nicht Paul, die ganze Angelegenheit ist von einer solchen Tragweite, dass innerhalb und zwischen der Regierungsparteien da personalstrategische Überlegungen nur eine untergeordnete Rolle spielen (die VORDERGRÜNDIGEN Heinsbergergebnisse werden natürlich von dem finanzierenden Laschet instrumentalisiert - aber nicht, weil er unbedingt Kanzlerkandidat werden will)

    Vor allem ist der bemerkenswerte Artikel als Plädoyer gegen jedwede Lockerung zu sehen und gegen das Konzept der Herdenimmunität!- man braucht sich nix vorzumachen, letztendlich impliziert das, dass sich Menschen anstecken sollen...

    Ich vermisse völlig eine Diskussion der massiven Verschärfung von Regeln in Deutschland als Alternative zum Herdenimmunitätskonzept (zu dem man immer noch überschwenken könnte)- nach dem Muster anderen Länder (und in China hat sie dann ja doch zu einem relativen Erfolg geführt)

    Die entscheidenste Stelle mit aktueller Relevanz (Abschnitt 8 im Artikel, dort näher ausgeführt):

    Ich halte die öffentliche Diskussion darüber, warum man die gestrigen Infektionszahlen nicht richtig einordnen kann, weil man von Feiertags- und Wochendsschwankungen der meldenden Gesundheitsämter und Landesverwaltungen ausgehen muss, für viel wichtiger!

    Wie kann so etwas kurzfristigst abgestellt werden? Okay, passt nicht in das Bild des sich selbst feiernden Deutschen...

    Achja, noch etwas:
    https://twitter.com/OlafGersemann/status/1248667397311127553

    Der Tweedersteller ist ein sehr anerkannter Journalist der Welt - der Twitteraccount bietet übrigens insgesamt hervorragendes Material: Wie kann die Anzahl der Testungen gesteigert werden, wie können in kürzester Zeit aussagekräftige Dunkelfelduntersuchungen erstellt und finanziert werden?

    Das sind die Fragen! Und nicht, warum man seine Omi über Ostern nicht besuchen darf, oder so...(und die von mir genannten Fragen entscheiden auch mehr über zukünftige 'Freiheit' als die läppischen Sachen, die hier teilweise aufgeführt werden)

    Ronaldo: Ja die fehlerhafte und tendenziöse Berichterstattung zu den österreichischen Maßnahmen in großen Teile den Hauptprogrammen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist erschreckend- leider ist das jedoch nicht singulär in der Auslandsberichterstattung. Ganz schlimm übrigens auch, wie die Heinsbergstudie rezipiert wurde als Basis für eine Lockerung..(daran ist die Darstellung des Verfassers in Laschets Auftrag nicht unschuldig)

    Nichtdestotrotz bieten die deutschen ÖR hervorragende Informationsangebote an (v.a. im online-Bereich), die nur leider nicht annähernd so massenwirksam sind wie halt die Hauptsendungen.Und die Tendenz (v.a. im ZDF) in den massenwirksamten Medienangeboten zur Präferenz hin zur Fast-Aufhebung ist unübersehbar, auch durch Nichtberichterstattung in den Hauptnachrichtensendungen (wo gestern fast nur noch über wirtschaftliche Folgen und Finanzierungspakete geredet wurde - als ob die Sache erledigt sein und es jetzt nur noch ums Aufräumen ginge)

    Und klar, deutsche Herrenmenschen denken natürlich - alles Stümper im Lande der Tradition von Ignaz Semmelweis und der Wiener medizinischen Schule - 'wir Deutsche' haben Beatmungsgeräte, unter die man halb Deutschland legen könnte (...dabei ist man noch nicht mal in der Lage elementarste Hygieneartikel zu beschaffen - zudem ohne laufend Betrüger auf dem Leim zu gehen, diese Hygieneartikel erübrigen übrigens teilweise Beatmungsgeräte und Intensiv betten - ist kein Spaß, unter einem Beatmungsgerät zu hängen, Und am wichtigsten halt; wenig Kontakt, wenig Kontakt, wenig Kontakt....)

    Über die gesamte Organisation des deutschen Gesundheitssystems mit seiner stark fragmentierten Organisation wird nach der Krise zu reden sein, es ist eher zufällig, dass es im Intensivkrankenhausbereich noch keiner heftigsten Belastungsprobe unterzogen wurde....(mit einer weitgehenden Lockerung könnte man das aber ziemlich sicher schaffen)

    Die ganzen Freiheitsrechtdiskussion kapiere ich nicht - glaubt denn einer wirklich ernsthaft, dass Merkel und Co hier eine Diktatur mittels Corona aufbauen wollen? Und ja - ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen...

    Die Annahme, dass Corona und die Folgen (auch für die kommunale Finanzlage) auf unabsehbare Zeit eine Multihalle verunmöglichen und man deshalb auf politischer Ebene wegen der Kampahalle neu überlegt, ist also völlig abwegig und absurd?

    Ich bin echt gespannt auf das Mindener Tageblatt am Dienstag....(Landrat und Kreisverwaltung hätten schon einiges zu 'erklären' - okay, dem bald Ex-Landrat könnte es egal sein - ist der Ruf erst ruiniert, dann....)

    Neue Entwicklungen rund um die Kampahalle würden übrigens auch die ausgesprochen ruhige und zuversichtliche Reaktion der Geschäftsführung auf den Coronakomplex nachvollziehbar machen....(vgl.hier anklicken)

    Hm, Minaur Baia Mare hatte in den letzten 2 Jahren wirklich ein Händchen mit Neuverpflichtungen, in der Handballhochburg scheint wirklich auch geballte Sachkompetenz im Scouting zugange zu sein (auch im Männerbereich), Der Vorgängerverein HCM hat ja alles geholt, was so an großen Namen für die rumänische Provinz zu begeistern war (tragischerweise war nur nie eine RR dabei, so dass der Kreuzbandriss von Meli Geiger mit sehr langer Rekonvalenzzeit nicht kompensiert werden konnte)

    Das muss dem THC zu denken geben, wenn Mässing Baia Mare präferieren würde (die scheinen nicht mit relativ großen Geldsummen und internationalen Stareinkäufen zu operieren, wie einstmals der Vorgängerverein, sondern ein anderes Konzept zu fahren - Minaur ist Fortsetzung des HCMs (unter dem sehr traditionsreichen Männerlabel 'Minaur'), dierselbe Leitungskreis, Costica Buceschi wieder als Trainer, jetzt 3. in der rumänischen Liga Florilor. Das wäre die erste west-/nordeuropäische Spielerin, die wieder den Weg nach Baia Mare finden würde,

    mannheim

    1026 -
    da stimm ich dir absolut zu - es ist halt nur leider die agitation bestimmter personen aus bekannten kreisen....

    dazu dann stimmig dann in 1027 wieder der gewohnte anlauf für die sich steigernde einführung richtung rechts....
    -finanzstarke personenkreise / eliten -

    Das nimmt ja wahnhafte Züge an, Eliten ist übrigens eher ein linker Begriff...(und auch im allgemeinen sozialwissenschaftlichen Sprachgebrauch verankert)

    TCLIP; was macht denn eigentlich dein Corona-Immunisierungspass aus Bad Salzufflen, mit dem man sich frei bewegen darf?

    @ Mannheim:
    a) habe ich das eigentlich gar nicht behauptet im Vorgängerposting,

    aber
    b) finde ich es nicht gut, wenn die einschränkenden Maßnahmen primär nicht so finanzstarke Personenkreise treffen - die Berliner Elite z.B. weicht einfach über Ostern auf ihr Ferienhäuschen in Meck-Pomm aus - wenn sowas in den Blickfeld der Öffentlichkeit gerät, gibt es Legitimationsprobleme für die Einhaltung der Regelungen bei den zwangsweise Zurückgebliebenen

    c) es ist zweckmäßig, klare Regelungen zu treffen die eindeutig und einfach sind - über Ostern wird nicht verreist. Punkt.

    20 statt 18 ginge aber wirklich (für 22 Mannschaften sehe ich jetzt keine plausible Argumentation, man kann ja nicht alle Mannschaften bedenken mit irgendwelchen Aufstiegschancen)

    Ps. zur Belastung; wenn man es irgendwie unbedingt halbwegs positiv sehen will, dann ist jetzt ja die Forderung einiger Spitzenspieler von CL-Mannschaften umgesetzt, nach einer längeren Erholungspause im Block (die sinnvoller sei als eine Entzerrung des Spielplans). Okay, die Pause ist jetzt natürlich auch zu lang, um regenerativ zu wirken...(bei fast 0 auf 100 birgt das eher Gefahren, falls man diese Saison doch irgendwie weiterspielen kann/will)

    jonas: Eine 20 oder sogar 22-Liga wäre für nicht CL (und EC)-Mannschaften kein größeres Problem.

    Die CL Kandidaten der HBL würden dann auch höhere Zuschauereinnahmen generieren - gerade beim THW und der SG Fl machen das ja erhebliche Summen aus und das sind 2 Vereine, die jetzt 'klagen' über die finanziellen Auswirkungen

    Ich glaube, er meinte mit 'Bereinigung' eher 'Normalsierung' des Marktes.

    Das würde zumindest in den Kontext vorheriger Äußerungen passen, als dass für einen doch etablierten Bundesligisten der aktuell unteren Tabellenhälfte (durchaus auch mit ordentlichen finanziellen Mitteln) kein Ersatz auf RL für Michalczik (der sicherlich einen guten Vertrag hat) in Sicht war (trotz monatelanger Bemühungen). Er hat mal im Mindener Tageblatt (ungefähr) berichtet, dass sich die bisherigen Kandidaten erst gar nicht ernsthaft mit ihm unterhielten

    Alf schreibt:

    Zitat

    Edit: es ist natürlich noch zu früh für Prognosen. Aber wenn es wieder losginge, würde der SCM relativ vielleicht sogar besser dastehen als heute. Die ganz großen Geldclubs dürften schrumpfen oder verschwinden, wären die "Volksclubs" mit einer in Jahrzehnten gewachsenen Basis mit starker emotionaler Bindung womöglich solider aufgestellt sind für die Nachkrisenzeit. Aber das ist Zukunftsmusik.

    So ähnlich wird (implizit) die Lage von GWD-Geschäftsführer Kalusche und von Behren gesehen (leider MT-pay-Artikel vongestern). Die sprechen von einem für Ihren Verein vergleichsweise (gegenüber anderen Vereinen) kleinen Problem. Fest machen sie das v.a. an ihrer geringen Angewiesenheit auf Zuschauereinnahmen und sehen sogar neue Möglichkeiten auf dem Transfermarkt hinsichtlich des noch ausstehenden Michalczik -Ersatzes (bzw. notfalls es sein zu lassen).

    Nur ein Großteil der Vereine sähe es übrigens so, dass diese Saison noch gespielt werden sollte (GWD sieht keinen Sinn darin). GWD hat übrigens die wohl personalmäßig kleinste Geschäftsstelle der HBL und die Kurzarbeit nicht aktiv kommuniziert (sondern auf Nachfrage des MTs schlicht bestätigt ohne irgendein Brimborium). Analog des Zitats von Alf formuliert Kalusche: "Traditionsvereine zeichnen sich in der Krise durch eine gewisse Stärke aus. Das merken wir auch gerade" - sagt aber auch, dass das festgezurrte Budget für die neue Saison kaum zu halten sei (GWD hat allerdings im Umfeld/von der Finanzierung her eine sehr große Kontinuität, ich glaube nicht, dass solche Aussagen für alle Vereine mit Tradition gelten)

    von Behren wird zitiert: "Die Gehälter werden sich reduzieren, das ist eine Bereinigung"

    Nun weiß man natürlich nicht, wie man betont gelassene oder aufgeregte Wortmeldungen so deuten soll...

    Ps. Sorry für den unpassenden Thread, aber es bot sich an, an Alfs Postings anzuschließen

    Tclip schreibt:

    Zitat

    ich gehe davon aus, dass jeder verein der hbl über 50 beschäftigte hat-


    Glaub ich nicht, GWD auf jeden Fall z.B. nicht...(und bei den 50 Beschäftigten zählen nur sozialversicherungspflichte Beschäftigte, oder?) Zudem muss man ja auch noch trennen zwischen Angestellten der Spielbetriebsgesellschaft und Hauptverein.