heiner Brandt: Klar, auf die Immunität basiert ja auch die Herdenimmunitätshypothese, die können ja auch nicht permanent völlige Kehrtwendungen machen. So wie ich das mitbekommen habe, wurde das weithin als Königsweg der Epidemiologie angesehen. Nuja, die machen halt primär Modelle und Modellannahmen (wenn sich aber die Variablen ändern...). Aber ich will jetzt keinstenwegs sagen, dass man nicht durchgehend immun nach überstandener Krankheit wird.....man muss aber auch nachdenken, darüber, was, wenn nicht? (natürlich nicht bei jeder absurden Annahme, aber für so absurd halt ich das nicht)
Gemeingut scheint neuerdings (!!) auch zu sein, dass bei Genesenden 'irgendwelche' Rückstände in der Lunge bleiben können - Auswirkungen völlig unklar..
Das Modell mit der Herdenimmunität ist sicher ganz nett und nicht unplausibel, nur leider politisch in reiner Form nicht umsetzbar.... (übrigens gibt es durchaus unterschiedliche Perspektiven von Virologen und Epidemiologen, das ist ja nicht diesselbe Disziplin, auch wenn das in der Öffentlichkeit so wirkt - in letzter Zeit tauchten auch Sozialmediziner auf, wieder eine andere disziplinäre Perspektive)
Das Ziel ist klar (Nichtüberlastung des Gesundheitssystem) - der Weg dahin leider gezwungenermaßen ein ziemlicher Blindflug...Übrigens ist mir auch unklar, was denn eigentlich das Gesundheitssystem so groß für schwer Erkrankte machen kann (wenn man erstmal an so einem Beamtungsgerät hängt, scheint die Prognose ja schon nicht so dolle zu sein...)