Beiträge von Karl

    Es sind in den letzten Tagen übrigens viele Anbieter von Antikörpertests aufgetaucht, durchaus auch z.B.von seriösen Laboren - klar, da könnte man Milliardär mit werden (und wenn es nix war, kann man sagen: musste sofort auf den Markt kommen wegen Dringlichkeit)

    Leider haben die bislang bekannten Tests nur alle eine erhebliche Fehlerquote, können also niemals irgendwie Grundlage für amtliche Dokumente sein.

    Das scheint mir im Moment ein trial- and error Markt zu sein

    Auf die Schnelle ein Link
    https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-deuts…news_id=1114815

    Ps. Schon gespenstisch fand ich das Todschweigen der Altenheimproblematik eben in den Hauptsendungen von ARD und ZDF (Eindruck konnte entstehen - in Deutschland geht es voran, aber die USA,,,,über New York gabs lange Bikldpassagen. Leider vermitteln die Lokalpresse, regionale Pressekonferenzen und auch die überregionalen Zeitungen eine ganz andere Lage...)

    Wirklich gespenstisch.....

    Der Spiegel (Eggers) beziffert in seiner morgigen Ausgabe das Nettogehalt von Sargosen mit 42 000€

    Ein Problem für den THW:

    Zitat

    Eine Preisklasse, die der Verein angesichts der Krise nur schwer wird stemmen können. Wahrscheinlich, so Geschäftsführer Szilágyi, müsse man dann mit Sagosen neu verhandeln: »Wir können nicht wegen eines Vertrags die Existenz des ganzen Klubs riskieren.

    Wenn europaweit nach gemeinsamen Kriterien die EHF die Plätze vergibt, wird da kaum einer gegen angehen...Es gab da m.W. doch auch noch nie Klagen wegen wild-cards oder so - im Frauenbereich ist das noch massiver gewesen auch mit teilweise sehr fragwürdigen Entscheidungen. Da wird dann zwar gejammert von sich als Opfern fühlenden Vereinen, aber von Klageeinreichung hab ich nix mitbekommen..

    Klar, da agieren jetzt Anwälte, die Klageanlässe aufzeigen wollen, aber...(allein schon, wenn am EHF-Gerichtsort geklagt werden müsste)

    Europacupplätze und CL könnte man ja einfach durch EHF vergeben lassen...(haben die nicht eh das allerletzte Wort?). Einfach weiterreichen das Problem...(und EHF wäre dann nicht deutsche Gerichtsbarkeit, schreckt auch ab, dann dagegen vorzugehen - falls jemand auf die Idee kommen sollte)

    Was hat man denn davon, wenn man Schule so durchführt, wie von Dir beschrieben? Das ist doch reinste Symbolik...

    Schule ist ja auch nicht so das Problem, ob die nun ein paar Wochen mehr oder weniger geschlossen sind...Völlig übersehen wird übrigens in der Diskussion, dass man durchaus auch Lehrer zum Schulbetrieb braucht und da gehören halt etliche zu Risikogruppen...(außerdem wohnen ja viele Schüler etwa mit ihren Großeltern unter einem Dach oder sind selbst Asthmathiker usw.)

    Obwohl, neulich mal die kluge Anmerkung gelesen, dass durch Corona eine wichtige Funktion der Schule entdeckt wurde; das Fernhalten der Kinder von den Eltern (z.b. zur Arbeitsermöglichung von denen) Aber 2 Stunden täglich wie in Deinem Vorschlag...

    Schwierig, schwierig - aber von dem Vorschlag, Schulen zuerst zu öffnen, halt ich gar nix...(und bin sehr erstaunt, dass Talkshowgäste , auftretende Wissenschaftler und Politiker nicht von selbst auf die Gegenargumente kommen, sondern den Vorschlag einfach daherplappern, da der Krankheitsverlauf von nicht vorbelasteten Kindern und Jugendlichen i,d,R. günstig ist)

    Alles Geprotze (mit deutlich nationalchauvinistischen Ton) mit einer Rekordanzahl von Intensivbetten hilft allerdings nicht weiter, wenn den Menschen dort nicht wirksam geholfen werden kann...

    Wenn man erstmal soweit ist, ist die Prognose nicht gut, beim Beatmungsgerät noch schlechter (man beachte auch die Folgeschädengefahr bei Überleben)..

    Man braucht sich da nix vorzumachen: die Medizin hat kein Mittel gegen den Virus - man kann allenfalls einige Symptome bekämpfen (immerhin)

    Nuja, das ist nach dem Konzept der Herdenimmunität ja auch nicht so tragisch...

    Und das scheint ja das Konzept zu sein, welcher die Regierungen in den USA und Großbritannien zunächst vertrauten - übrigens auch die Nationen mit der am besten ausgebauten epidemiologischen Forschung, vor allem die USA hat da eine riesige Tradition und gilt als Mutterland und und hat weltweit führende Einrichtungen (in Deutschland hat die Epidemiologie gar nicht so eine große Tradition, wurde erst unter Seehofer als Bundesgesundheitsminster Mitte der 1990er Jahre stärker aufgebaut, ÖGD gabs natürlich schon immer In D - Virologie natürlich mit großer Tradition)

    Tja, da scheint auch ein 'Versagen' der wissenschaftlichen Politikberatung vorzuliegen - aber hinterher ist man immer schlauer. Nach dieser ganzen Geschichte werden sicher auch im deutschen Gesundheitssystem große Veränderungen anstehen.

    Mit großem Unbehagen sehe ich jetzt die Bestrebungen,von denen die (TV) Medien vollstehen, dass ab dem 20. April alles so ungefähr normal im Alltag ablaufen soll (kommt natürlich von Leuten, die nicht in der Verantwortung stehen, bzw. nicht in der GESAMTVERANTWORTUNG für die Bevölkerung)

    Da bleibt zu hoffen, dass die Autorität der Bundeskanzlerin davorsteht (wenn man ihrem 'Sprachrohr' Braun genau zuhört, ahnt man deren Position)....das wird aber heftigste innenpolitische Kämpfe geben

    ....es soll sich allerdings um eine amerikanische Firma handeln, die in China produziert....wie hätte wohl eine entsprechende deutsche Firma gehandelt? (bzw wäre von der Politik/Verwaltung dazu aufgefordert werden), Sowas scheint völlig üblich zu sein dieser Tage...(und ist eigentlich niemanden vorzuwerfen)

    301 Moved Permanently

    Überall 'angeblich' vordenken (ist ja nix bestätigt)

    PS. Spahn wurde gerade auf der PK befragt, kannte den Fall nicht - stuft das aber als international üblich ein

    HeinerBrandt: Nuja, der Ton der beispielhaften Meldung klingt schon besorgniserregend (Nachweis der höchsten Qualifikationsstufe reicht - egal "aus welchen Gründen auch immer, in anderen Bereichen arbeiten")

    Hm, ich befürchte, der Lockdown wird nachhaltige Wirkungen schon weit vor Mitte 2021 haben.

    Lösungsansätze nicht in Sicht:

    Zitat

    Ein Konzept, das unter anderem Helge Braun, der Chef des Bundeskanzleramts, aufgegriffen hat, drängt sich da derzeit besonders auf: Es sieht vor, den Fokus der Maßnahmen künftig auf Risikogruppen zu legen, statt auf die Gesamtbevölkerung. Vor allem Menschen in hohem Alter und mit problematischen Vorerkrankungen sollten demnach soziale Kontakte meiden. Die restliche Bevölkerung könnte einen relativ normalen Alltag leben, in Restaurants und zur Arbeit gehen....


    https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…xpPYDCQgO1dEMph
    Wie soll das gehen? Viele Ältere leben in häuslicher Gemeinschaft, Altersheime sind wegen des Personal nicht auf längere Zeit isolierbar...(am Besten den ganzen verlinkten Artikel lesen mit verschiedenen anderen Gegenargumenten - wirkt recht schlüssig)

    Es bleibt echt fast nur zu hoffen, dass an den 'Fakenews' a la schwererer Grippevirus wenigstens in der Tendenz (!!) was dran ist...

    Gottfried: Der Professor ist schon Immuntoxikologe, da kann man einen konstruktiven disziplinären Beitrag zum Thema schon leisten. Nuja, als 'Umweltwissenschaftler' akzentuiert er halt auch z.B. stark die Kosten der 'sozialen Isolation', Umweltbedingungen und der Hygiene (Epidemiologen rechnen halt gern, Virologen haben einen naturwissenschaftlichen Perspektivenschwerpunkt)

    Wenn man sich seine Ausführungen mal durchliest, dann verlieren sie sehr stark an Attraktivität für die Diskussion, begeisterter Zustimmung der 'Skeptiker' und heftigen Gegenreaktionen (in gewisser Weise ist es schon eine Relativierung, aber manches liest sich schon überprüfenswert an, manches erscheint unplausibel)

    301 Moved Permanently

    Nuja, man darf schon nicht verkennen, dass die ersten Warnungen von Aussenseitern kamen (z.B. Weidel im Bundestag) und manche Ö-R TEILWEISE mit Leuten aus dem Gesundheitsbereich 'antworteten', die jetzt mit derselben Position mittlerweile zu 'Fakenewsverbreitern' mutierten (ich spiele da auf Wodarg an). Okay, kann man sagen, 'blindes Huhn findet auch ein Korn' aber zuhören sollte man schon, bevor man urteilt....(das gilt natürlich insbesondere auch für 'Mainstreamskeptiker')

    Letztendlich zählt immer das Argument, nicht der Verbreitungsweg von Informationen und Positionen. Wenn im verlinkten Radio Bremenbeitrag auf die fragwürdige Expertise von Hockertz hingewiesen wird, ist das sehr berechtigt und gut belegt.... war auch einfach zu ergoogeln (der unterschwellige Unterton des Eigenlobs von Radio Bremen mag manchen stören - auch okay, aber es zählt die nachvollziehbare Argumentation in der Sache)

    heiner Brandt: Klar, auf die Immunität basiert ja auch die Herdenimmunitätshypothese, die können ja auch nicht permanent völlige Kehrtwendungen machen. So wie ich das mitbekommen habe, wurde das weithin als Königsweg der Epidemiologie angesehen. Nuja, die machen halt primär Modelle und Modellannahmen (wenn sich aber die Variablen ändern...). Aber ich will jetzt keinstenwegs sagen, dass man nicht durchgehend immun nach überstandener Krankheit wird.....man muss aber auch nachdenken, darüber, was, wenn nicht? (natürlich nicht bei jeder absurden Annahme, aber für so absurd halt ich das nicht)

    Gemeingut scheint neuerdings (!!) auch zu sein, dass bei Genesenden 'irgendwelche' Rückstände in der Lunge bleiben können - Auswirkungen völlig unklar..

    Das Modell mit der Herdenimmunität ist sicher ganz nett und nicht unplausibel, nur leider politisch in reiner Form nicht umsetzbar.... (übrigens gibt es durchaus unterschiedliche Perspektiven von Virologen und Epidemiologen, das ist ja nicht diesselbe Disziplin, auch wenn das in der Öffentlichkeit so wirkt - in letzter Zeit tauchten auch Sozialmediziner auf, wieder eine andere disziplinäre Perspektive)

    Das Ziel ist klar (Nichtüberlastung des Gesundheitssystem) - der Weg dahin leider gezwungenermaßen ein ziemlicher Blindflug...Übrigens ist mir auch unklar, was denn eigentlich das Gesundheitssystem so groß für schwer Erkrankte machen kann (wenn man erstmal an so einem Beamtungsgerät hängt, scheint die Prognose ja schon nicht so dolle zu sein...)

    Heiner Brandt

    Zitat

    Also dass man nach überstandener Infektion immun ist, gilt doch zu 99% als wahr. Ich weiß, dass auch 1% dazu anlässt zu sagen, dass es unklar ist


    Also z.B. der OB von Halle/Saale hat am Anfang der Woche in mehreren der täglichen PKs gesagt, das ihm das nicht so klar wäre.....Und der schaut nicht den ganzen Tag Fernsehen, sondern wird landesministeriale Einschätzungen haben....(ausserdem, sagt ja schon der 'gesunde Menschenverstand', woher soll man das sicher wissen? Selbst bei einer 'Gewissheit' von 90% ist es ungemein schwer Entscheidungen im Einzelfall von eventuell großer Tragweite fällen)

    Interessant finde ich übrigens, wie scherzhaft und teilweise wenig ernsthaft auf dem 'Eliten social media-Portal' Twitter gepostet wird, auch von Politikern und (Hauptstadt-) Journalisten. Da gibt es so Empörungen, dass es in Berlin teilweise durchgesetzt wird, dass man auf Parkbänken nicht sitzen sollte...(Berliner Öffentlichkeit scheint mir übrigens auch sehr 'speziell' zu sein) Dabei handelt es sich aber fast ausschließlich um Personen, die nicht in vorderster Front der Verantwortung stehen..

    Cherokke schreibt;

    Zitat

    Man kann auch den Politikern und dem Mainstream und deren Fakten glauben oder nicht.


    Nuja, die suggerieren ja nur zu weiten Teilen, dass 'Fakten' da sind, müssen sie auch. Wie gesagt, es ist sogar unklar, ob eine überstandene Ansteckung auch wirklich zur (dauerhaften) Immunisierung führt.

    Man darf auch die zeitliche Dynamik des Verlaufs nicht unterschätzen, die völlig jenseits von Zeiträumen ist, in der 'wissenschaftliches Wissen' üblicherweise generiert wird. Der Kampf gegen sogenannte Fakenews ist auch Ausdruck der Hilfslosigkeit, man empört sich halt über absolut krude Sachen und stellt sich implizit als Besitzer der 'Wahrheit' dar. Nur hat die leider niemand in wesentlichsten Teilen des gesamten Komplexes...(egal ob mit Professorentitel oder ohne, mit Amt oder ohne)

    Ich hab genug Vertrauen in die Öffentlichkeit, dass Absurditäten nicht wirkungsmächtig werden.

    Bonecrusher: Tja, das werden äußerst schwierige Fragen werden...

    Wann ist z.b. eine Schulöffnung wieder verantwortbar? In allen mir bekannten Diskussionen wird ja übersehen, dass für den Betrieb nicht nur Schüler notwendig sind (die nun im Normalfall nicht so zur Hauptrisikogruppe zählen, aber auch da sind Gefährdungen da), sondern auch Lehrkräfte im durchaus fortgeschrittenen Alter (und viele leben mit alten Menschen in häuslicher Gemeinschaft).

    Das sind ganz, ganz schwierige Abwägungsprozesse - und wer will die Verantwortung übernehmen, wenn es daneben geht...?

    Diese Diskussionen können in den kommenden Wochen zur (politischen) Zerreißprobe werden