tclip schreibt
Zitatund warum gwd da was versäumt hat, hab ich vorher sogar recht ausführlich geschildert-
Nur weil Du irgendetwas schilderst, trifft es ja nicht gleich zu ![]()
GWD Minden ist kein handlndes Subjekt in der ganzen Geschichte - es steht eher außen vor. Der Verein bzw, die Spielbetriebsgesellschaft ist natürlich heillos überfordert mit irgendeiner Organisation eines 35 Mio Bauprojektes, es wäre dies schon bei einem 5 Mio-Projekt (Organisation des Baus einers neuen Foyers in der Dankerser Sporthalle, das geht)
Die Idee der Multihalle kam von der Stadt Minden, als ihr ein interessantes Grundstück in der Nähe des Bahnhofs 'in die Hände fiel' und man dann städtbauliche Überlegungen anstellte, was man damit machen könnte. Handball spielte da zunächst nur eine untergeordnete Rolle, dafür umso mehr die Förderung des vernachlässigten rechten Weserufers (mit starken SPD-Ortsvereinen), Handlungsdruck durch den Niedergang der Innenstadt und vor allem die Schließung der Stadthalle und das Fehlen von Versammlungsräumen in der Stadt Minden (das ist bei der Größe der Stadt völlig absurd). Die Hauptintention des geplanten Baus ist die Stadtentwicklung.....(natürlich hatte man im Hinterkopf, dass man mit GWD einen Ankermieter in der Hinterhand hat).
Psychologisch spielte sicherlich eine Rolle, dass in Minden eine Reihe höchst erfolgreicher Open-Air-Konzerte durchgeführt wurden.
Die Haltung von GWD war zunächst "Wir fühlen uns in der Kampa-Halle wohl, wenn eine neue Halle käme, würden wir dann da natürlich spielen". In der Tat ist die Kampa-Halle in vielerlei Hinsicht keine schlechte Halle....GWD hat durchaus was zu verlieren (Hintergrund war natürlich z.B. vermutlich auch, dass der Verein Einfluss nehmen wollte auf das Konzept, dass z.B. ähnliche Trainingsmöglichkeiten wie in der Kampa-Halle vorhanden wären - keine Selbstverständlichkeit in einer Multi-Halle)
Die Mindener Großunternehmen stiegen dann (nach einigem Zögern) auf die Idee der Stadt ein, sie sind ja auch an einer attraktiven Stadt und Tagungs-usw. Möglichkeiten interessiert. Das die nunmal zugleich GWD-Gesellschafter sind ist klar, aber z.B. Jero Bentz als Melitta-Miteigentümer und Koordinator der Wirtschaft ist primär Chef der Melitta-Werke - das ist sein 'Hauptjob', dort trägt er die Verantwortung.
Durch das Engagement der Firmen von GWD-Gesellschaftern (in durchaus unterschiedlichem Ausmaße) entwickelte sich eine unbedingt bejahende Haltung von GWD zur neuen Halle, GWD (oder die Spielbetriebsgesellschaft) ist aber kein unmittelbar handelnder Akteur (kann es auch gar nicht sein).
GWD braucht die Multihalle nicht unbedingt (vll. mittlerweile schon, weil es Gesellschafter zu geben scheint, die recht ambitionierte Pläne mit GWD haben, ein Scheitern des Neubaus wäre bestimmt ein arger Motivationsverlust), was aber unbedingt erforderlich ist, das ist eine Spielstätte in MINDEN.
So war das alles auf jeden Fall der Presse im Zeitverlauf zu entnehmen (mit ein bißchen 'zwischen den Zeilen' lesen)