Nuja, dann scheint der Handballsport auf Frauenebene in Deutschland aber doch noch stärker ausdifferenziert zu sein.
Westfalen hat ungefähr soviel Einwohner wie Ungarn (ca. 8,2 Millionen), aber der Spielbetrieb ist mindestens 8 gliedrig strukturiert - davon 2 auf DHB-Ebene, eine Klasse auf westdeutscher Ebene, 3 auf Verbandsebene und 3 auf Bezirks bzw. Kreisebene (früher waren es tw. noch mehr Gliederungen auf Kreisebene)
Hmja, an der fehlenden Breite (man kann auch sagen: Popularität) liegt es nicht beim deutschen Frauenhandball, die scheint immer noch weltweit einzigartig zu sein (auch wenn da ein dramtischer Schwund z.B. gegenüber den 1980er Jahren zu beobachten ist)
Eliteförderung scheint wirklich entscheidend zu sein (Glück sicherlich auch, obwohl die Ungarn schon sehr viel auffälliges 'Glück' haben)
Es stellt sich dann die Frage, wo der deutsche Frauenhandball landen wird, wenn die Basis weiter so schwindet wie in den letzten Jahrzehnten....(das ist übrigens die eigentliche Herausforderung, der Leistungssport und Abschneiden auf Jugendturnieren gar nicht so wichtig - hängt natürlich auch miteinander zusammen).
Bei den beiden jüngsten EM-Siegermannschaften aus Ungarn imponierte die Ausgeglichenheit, die scheinen auch einen ziemlichen Spielerpool auf hohem Niveau in den jeweiligen Altersklassen zu haben - nuja, hat der deutsche Handball auch was davon, ist ja absehbar, das ungarische Spielerinnen verstärkt in der deutschen Bundesliga irgendwann auftauchen werden 
Edit:
Hm, vielleicht ist es z.B. in Ungarn auch einfach nicht ganz so üblich, Handball im Erwachhsenenalter weiterzuspielen, wenn kein Sprung auf die Leistungssportebene gelingt? (so scheint mir das in anderen osteuropäischen Staaten zu sein - Deutschland scheint da vll. eine Ausnahme zu sein, wenngleich die Tendenz auch zunehmend zu beobachten ist)