Beiträge von b738

    Kieler Jung, ich gebe dir bei einzelnen Gespannen Recht. Als Trend, den ich als Beobachter im Bezirk bei vielen Spielen in dieser Saison beobachtet habe, läßt der Respekt gegenüber den Sr deutlich nach.
    Hier nur 4 Beispiele vom letzten Spieltag in der Bezirksliga : Spieler bekommt 2 Minuten, daraufhin rennt er auf den Sr zu und schubt ihn mit der Brust so heftig, das er drei Schritte rückwärts läuft, bis er wieder zum Stand kommt.
    Zeitungsbericht desselben Vereins nach zwei verlorenen Spielen: im ersten Spiel waren die Sr zu alt und konnten dem Tempo nicht mehr folgen, im nächsten Spiel waren die Sr zu jung und bewerteten die Aktionen vollkommen falsch und überzogen, weil ihnen die Erfahrung fehlte.
    Im nächsten Spiel zeigt ein Spieler dem Sr nach einer 2 Minutenstrafe den Vogel. Trainer bekommt die gelbe Karte, motzt weiter und erbettelt sich die 2 Minuten direkt vor der Halbzeit. Nach 10 Minuten der 2. Halbzeit sitzt er mit Rot und Bericht wg. unflätiger Bemerkung auf der Tribüne.
    Wie gesagt, das alles habe ich in 4 Spielen am letzten Wochenende als Zuschauer gesehen.

    Ich kenne zwar die konkreten Folgen dieser Aktion nicht, aber nach meiner Kenntnis dürfte der Kollege die Fahrtkosten der Gastmannschaft zahlen, selbst eine Ordnungsstrafe und Sperre erhalten.


    Ich finde die Aktion zwar nicht besonders clever, aber nach dem was ich selbst in den letzten Wochen hinnehmen mußte und bei anderen Kollegen gesehen habe, wäre ich bei einem Generalstreik für ein Wochenende sofort dabei. Am letzten Wochenende wurde ein 17jähriger Kollege bei einem Bezirksligaspiel mit der Brust weggeschubt, der Trainer hat solange gebettelt bis er Rot wg. Meckerns sah.

    Ich sehe das durchaus als unsportliches Verhalten an, da es dem Spielgedanken widerspricht. Wenn derartige "Tricks" erlaubt sind, baut der nächste Spieler sich Sprungfedern unter die Schuhe. Zudem sehe ich eine erhebliche Verletzungsgefahr sowohl für den Werfer als auch für den "Bock". Der von dir als Vergleich angeführte Kempatrick unterscheidet sich ausser der Ballannahme durch den Werfer in der Luft durch nichts von einem normalen Sprungwurf und ist somit absolut nicht vergleichbar.

    Ich habe aus recht zuverlässiger Quelle gehört, dass die Verträge mit gatecom zumindest seitens des WHV gekündigt sein sollen. Ein komplett neues System soll in den Startlöchern stehen. Termine und Namen sind mir leider noch nicht genannt worden.

    Ellob, du sprichst mir aus dem Herzen. Zudem sind auch nicht alle alten Säcke beratungsresistent. Obwohl ich seit über 40 Jahren pfeife, bitte ich um eine Kopie, wenn das Spiel auf Video aufgenommen wurde.
    Ich war jetzt am Wochenende bei der VBEO-Schulung und bin von dem Konzept angetan.
    Ziel ist es auf Grund aller Beobachtungen Defizite aller SR zu erkennen, um die Ausbildungsschwerpunkte richtig setzen zu können. Zweites Ziel ist es individuelle Schwächen einzelner Gespanne zu erkennen und dementsprechend nach Verifizierung durch einen neutralen Beobachter Hilfestellung zur Verbesserung aufzuzeigen.
    Sehr gut finde ich auch, das es nur 8 Beobachtungskriterien gibt, wobei die Kriterien Vorteilsgedanke, Progression, Siebenmeterentscheidungen und Auftreten der SR mit 75 % den Schwerpunkt der Bewertung ausmacht.
    Die Bewertungen der VBEO haben keine Auswirkung auf die Karriere der SR.

    Bei uns in Westfalen sollen demnächst bei Heimspielen die SR durch Vertreter der Heimmannschaft,die auf einem 4 -stündigen Lehrgang geschult wurden , beobachtet werden. Die Gastmannschaft darf ebenfalls einen Beobachter stellen. Jeder Bericht soll ohne Besprechung mit den SR frühestens 24 Stunden nach Spielende an den SR-Wart gesamdt werden. Pro Verein können bis zu drei Beobachter gemeldet werden, die abwechselnd beobachten können.
    Ziel dieser Maßnahme ist :
    "Bei mehreren unterdurchschnittlichen Bewertungen wird bei den betreffenden SR ein neutraler Beobachter eingesetzt; dies ist keine Bestrafung, sondern eine Lehrmaßnahme
    Ferner sollen die Ergebnisse insgesamt aufzeigen, in welchen Aufgabenbereichen (Vorteil, Strafen,…) Schwächen bestehen; dies ist Ausgangspunkt für unsere Lehrgänge
    Basisbeobachtungen haben keinen direkten Einfluss auf die „Karriere“ der SR".
    Ergebnisse werden den SR am Ende der Saison anonymisiert mitgeteilt
    Basisbeobachtungen sollen einen eventuellen Nachschulungsbedarf aufdecken" .

    (Inhalt aus dem Anschreiben an die Vereine)

    Wie ist eure Meinung dazu ?

    Bei einer Passkontrolle haben wir folgendes zu kontrollieren: Passbild des Spielers, Ab wann spielberechtigt, Vereinsstempel auf Passfoto, Unterschrift des Spielers, und Passnummer beim Spielprotokoll.


    Wenn du das ales wirklich kontrollierst, bist du bestimmt 2 Stunden vor Anpfiff in der Halle. Das Einzige , was mich interessiert,ist, ob der Spielername und die Passnummer übereinstimmen.Bei Jugendspielen achte ich noch darauf , ob der Pass unterschrieben ist, weil ich die Spieler dann schnell unterschreiben lassen kann, bevor sie am nächsten Spieltag von unserem Bezirks-Srwart gepfiffen werden und pro fehlender Unterschrift 5 € fällig werden. Gesichtskontrolle zum Abgleich Foto und realem Spieler brauchen wir in Westfalen Gott sei Dank nicht mehr machen.

    @ gummiball

    dann sind wir ja fast einer Meinung. Wenn man mir dumm kommt, lasse ich natürlich auch die volle formale Amts-
    autorität heraus.
    Was mir beim Pfeifen hilft, ist auch mal einen Fehler sofort zu zugeben. Ich entschuldige mich schon mal . bei einem Spieler, wenn ich zu früh gepfiffen habe und damit einen klaren Vorteil unterbunden habe.
    Unerreichbares Vorbild ist der italienische Fussball-Sr Collina, der allein durch kommunikation und Auftreten jedes Spiel im Griff hatte.

    gummiball Ich pfeife seit 40 Jahren selbst von der Ober- bis zur kreisliga. Ich werde zu 99,7 % in allen Hallen freundlich begrüßt, nach dem Spiel kommt der Handschlag von beiden gegenerischen Mannschaften zwar nicht jedesmal aber in 9 von 10 Spielen. Ich werde gefragt , ob ich etwas zu trinken möchte. Warum soll ich dann nicht dafür sorgen, das Mängel unbürokratisch abgestellt werden.
    Von Spielern wird mir meistenst mit Respekt begegnet, Zuschauer sind ein anderes Thema. Wenn es dir anders ergeht , solltest du mal darüber nachdenken.
    Wenn ich erlebe, das auf Kreisebene ein Spieler mit dem Besen bewaffnet zum durch die SR angeforderten Wischen die Spielfläche betritt und dafür regelkonform bestraft wird, kann ich nur noch den Kopf schütteln.

    @ Steamboat

    Es istunstrittig , das wir den Fehler begangen haben. Mir geht es darum, das man eine regelkonforme Lösung schaffen kann, ohne gleich formaljuristisch den Holzhammer zu nutzen.
    Ich bin der Meinung, das zu einem Handballspiel drei Parteien gehören, die aber Sportkamedraden sind und in allererster Linie das Interesse haben ein schönes Spiel durchzuführen. Ich sehe mich nicht als Gegner der Mannschaften. Und da, wo man respektvoll behandelt wird, kann man alle auch von michaelb geschilderten Probleme ohne Holzhammer mit zwei, drei Worten ohne Eintragung im Spielbericht lösen.
    Regeln müssen konsequent angewendet werden. Nur m. M. n. sollten SR, die Probleme nur mithilfe des Spielberichtes lösen können, lieber Parksünder aufschreiben.

    In einem Bezirksligajugendspiel haben uns "nette Kollegen" 25 € Strafe verpasst. Wir haben eine nagelneue Zeitmessanlage , die pro Mannschaft 3 Zeitstrafen speichern kann. Aus diesem Grund wird schon einmal vergessen, die Tischreiter für Zeitstrafen aufzustellen. Statt dieses vor Spielbeginn zu bemängeln, haben die freundlichen Kollegen lieber einen Mangel im Spielbericht vermerkt.
    Wenn ich vor Spielbeginn einen abstellbaren Mangel entdecke, versuche ich ihn mit Hilfe des Gastgebers abzustellen.
    Genausowenig pfeife ich ein Spiel mit 6 Feldspielern in der 2. Hz an, wenn noch eine Zeitstrafe offen ist.

    Es ist kein Gejammere, das in letzter Zeit die Sitten verrohen und mich das Benehmen an die Randsportart erinnert, in der man das Spielgerät mit dem Fuß tritt.
    Innerhalb von 4 Wochen wurden wir 2 Mal deutlich nach Spielende als bestochen bezeichnet. In vierzig Jahren, die ich mittlerweile pfeife, ist mir das nicht passiert. Bei einigermassen menschlich vorgetragener Kritik kann ich gut damit leben, solange es nicht beleidigend wird, auch durchaus die Ohren auf Durchzug stellen.
    Wenn ich aber w. o. beleidigt werde, sind eindeutig Grenzen überschritten. Das wir geduldig sind, kann man auch daran sehen, das wir das obige Geschehen nicht gemeldet haben, sondern direkt mit dem Spieler geklärt haben.

    Wenn ich Jung-Sr in bestimmte Hallen begleiten muß. um sie vor renitenten Trainern und Eltern zu schützen, kann ich das nicht mehr tolerieren.
    Wenn ich gegen eine ähnlich foulende Spielerin laut werde, weil fünf Minuten vorher ein durch ein Foul verletzte Spielerin auf der Vakuummatratze mit Verdacht auf Wirbelverletzung abtransportiert wurde und der Trainer mir sagt : "Wir spielen kein Volleyball" , sehe ich nur noch Respektlosigkeit gegenüber Mitspielern und Schiedsrichtern.

    Noch vor wenigen Jahren war das anders. Da haben wir ein Bezirksligaaufstiegsspiel gepfiffen. Die Heimmannschaft hat mit 1 Tor Differenz verloren. Ich hatte gerade zu meinem Partner gesagt, das der unterlegene Trainer absolute Narrenfreiheit in seinen ersten Kommentaren habe, da kam er schon zu uns und hat sich ausführlich für unsere Leistung, die garantiert nicht fehlerfrei war, bedankt.
    Ich bin durchaus kein Nostalgiker und sage früher war alles besser. Ich kenne auch nicht die Gründe für das veränderte Benehmen in den letzten 2 Jahren.
    So etwas erlebt man heute nicht mehr.