Beiträge von b738

    Bei uns in Westfalen sollen demnächst bei Heimspielen die SR durch Vertreter der Heimmannschaft,die auf einem 4 -stündigen Lehrgang geschult wurden , beobachtet werden. Die Gastmannschaft darf ebenfalls einen Beobachter stellen. Jeder Bericht soll ohne Besprechung mit den SR frühestens 24 Stunden nach Spielende an den SR-Wart gesamdt werden. Pro Verein können bis zu drei Beobachter gemeldet werden, die abwechselnd beobachten können.
    Ziel dieser Maßnahme ist :
    "Bei mehreren unterdurchschnittlichen Bewertungen wird bei den betreffenden SR ein neutraler Beobachter eingesetzt; dies ist keine Bestrafung, sondern eine Lehrmaßnahme
    Ferner sollen die Ergebnisse insgesamt aufzeigen, in welchen Aufgabenbereichen (Vorteil, Strafen,…) Schwächen bestehen; dies ist Ausgangspunkt für unsere Lehrgänge
    Basisbeobachtungen haben keinen direkten Einfluss auf die „Karriere“ der SR".
    Ergebnisse werden den SR am Ende der Saison anonymisiert mitgeteilt
    Basisbeobachtungen sollen einen eventuellen Nachschulungsbedarf aufdecken" .

    (Inhalt aus dem Anschreiben an die Vereine)

    Wie ist eure Meinung dazu ?

    Bei einer Passkontrolle haben wir folgendes zu kontrollieren: Passbild des Spielers, Ab wann spielberechtigt, Vereinsstempel auf Passfoto, Unterschrift des Spielers, und Passnummer beim Spielprotokoll.


    Wenn du das ales wirklich kontrollierst, bist du bestimmt 2 Stunden vor Anpfiff in der Halle. Das Einzige , was mich interessiert,ist, ob der Spielername und die Passnummer übereinstimmen.Bei Jugendspielen achte ich noch darauf , ob der Pass unterschrieben ist, weil ich die Spieler dann schnell unterschreiben lassen kann, bevor sie am nächsten Spieltag von unserem Bezirks-Srwart gepfiffen werden und pro fehlender Unterschrift 5 € fällig werden. Gesichtskontrolle zum Abgleich Foto und realem Spieler brauchen wir in Westfalen Gott sei Dank nicht mehr machen.

    @ gummiball

    dann sind wir ja fast einer Meinung. Wenn man mir dumm kommt, lasse ich natürlich auch die volle formale Amts-
    autorität heraus.
    Was mir beim Pfeifen hilft, ist auch mal einen Fehler sofort zu zugeben. Ich entschuldige mich schon mal . bei einem Spieler, wenn ich zu früh gepfiffen habe und damit einen klaren Vorteil unterbunden habe.
    Unerreichbares Vorbild ist der italienische Fussball-Sr Collina, der allein durch kommunikation und Auftreten jedes Spiel im Griff hatte.

    gummiball Ich pfeife seit 40 Jahren selbst von der Ober- bis zur kreisliga. Ich werde zu 99,7 % in allen Hallen freundlich begrüßt, nach dem Spiel kommt der Handschlag von beiden gegenerischen Mannschaften zwar nicht jedesmal aber in 9 von 10 Spielen. Ich werde gefragt , ob ich etwas zu trinken möchte. Warum soll ich dann nicht dafür sorgen, das Mängel unbürokratisch abgestellt werden.
    Von Spielern wird mir meistenst mit Respekt begegnet, Zuschauer sind ein anderes Thema. Wenn es dir anders ergeht , solltest du mal darüber nachdenken.
    Wenn ich erlebe, das auf Kreisebene ein Spieler mit dem Besen bewaffnet zum durch die SR angeforderten Wischen die Spielfläche betritt und dafür regelkonform bestraft wird, kann ich nur noch den Kopf schütteln.

    @ Steamboat

    Es istunstrittig , das wir den Fehler begangen haben. Mir geht es darum, das man eine regelkonforme Lösung schaffen kann, ohne gleich formaljuristisch den Holzhammer zu nutzen.
    Ich bin der Meinung, das zu einem Handballspiel drei Parteien gehören, die aber Sportkamedraden sind und in allererster Linie das Interesse haben ein schönes Spiel durchzuführen. Ich sehe mich nicht als Gegner der Mannschaften. Und da, wo man respektvoll behandelt wird, kann man alle auch von michaelb geschilderten Probleme ohne Holzhammer mit zwei, drei Worten ohne Eintragung im Spielbericht lösen.
    Regeln müssen konsequent angewendet werden. Nur m. M. n. sollten SR, die Probleme nur mithilfe des Spielberichtes lösen können, lieber Parksünder aufschreiben.

    In einem Bezirksligajugendspiel haben uns "nette Kollegen" 25 € Strafe verpasst. Wir haben eine nagelneue Zeitmessanlage , die pro Mannschaft 3 Zeitstrafen speichern kann. Aus diesem Grund wird schon einmal vergessen, die Tischreiter für Zeitstrafen aufzustellen. Statt dieses vor Spielbeginn zu bemängeln, haben die freundlichen Kollegen lieber einen Mangel im Spielbericht vermerkt.
    Wenn ich vor Spielbeginn einen abstellbaren Mangel entdecke, versuche ich ihn mit Hilfe des Gastgebers abzustellen.
    Genausowenig pfeife ich ein Spiel mit 6 Feldspielern in der 2. Hz an, wenn noch eine Zeitstrafe offen ist.

    Es ist kein Gejammere, das in letzter Zeit die Sitten verrohen und mich das Benehmen an die Randsportart erinnert, in der man das Spielgerät mit dem Fuß tritt.
    Innerhalb von 4 Wochen wurden wir 2 Mal deutlich nach Spielende als bestochen bezeichnet. In vierzig Jahren, die ich mittlerweile pfeife, ist mir das nicht passiert. Bei einigermassen menschlich vorgetragener Kritik kann ich gut damit leben, solange es nicht beleidigend wird, auch durchaus die Ohren auf Durchzug stellen.
    Wenn ich aber w. o. beleidigt werde, sind eindeutig Grenzen überschritten. Das wir geduldig sind, kann man auch daran sehen, das wir das obige Geschehen nicht gemeldet haben, sondern direkt mit dem Spieler geklärt haben.

    Wenn ich Jung-Sr in bestimmte Hallen begleiten muß. um sie vor renitenten Trainern und Eltern zu schützen, kann ich das nicht mehr tolerieren.
    Wenn ich gegen eine ähnlich foulende Spielerin laut werde, weil fünf Minuten vorher ein durch ein Foul verletzte Spielerin auf der Vakuummatratze mit Verdacht auf Wirbelverletzung abtransportiert wurde und der Trainer mir sagt : "Wir spielen kein Volleyball" , sehe ich nur noch Respektlosigkeit gegenüber Mitspielern und Schiedsrichtern.

    Noch vor wenigen Jahren war das anders. Da haben wir ein Bezirksligaaufstiegsspiel gepfiffen. Die Heimmannschaft hat mit 1 Tor Differenz verloren. Ich hatte gerade zu meinem Partner gesagt, das der unterlegene Trainer absolute Narrenfreiheit in seinen ersten Kommentaren habe, da kam er schon zu uns und hat sich ausführlich für unsere Leistung, die garantiert nicht fehlerfrei war, bedankt.
    Ich bin durchaus kein Nostalgiker und sage früher war alles besser. Ich kenne auch nicht die Gründe für das veränderte Benehmen in den letzten 2 Jahren.
    So etwas erlebt man heute nicht mehr.

    DHB SPO


    § 78 Schadensregulierung bei Ausbleiben des Schiedsrichters


    (1) Wird ein Spiel wegen schuldhaften Ausbleibens des Schiedsrichters nicht ausgetragen

    oder wird aus diesem Grunde eine Wiederholung des Spiels nötig, hat die

    Verwaltungsinstanz, die für die Schiedsrichteransetzung zuständig ist, den nachweislich

    infolge des Nichterscheinens entstandenen Schaden (vgl. § 48) der Vereine

    zu tragen. Die Verbände können für ihren Bereich abweichende Regelungen

    treffen.


    Schiedsrichter, die nicht angesetzt sind, da es zu wenig ansetzbare SR gibt, können nicht ausbleiben, erst recht nicht schuldhaft.


    Am Sonntag soll ein Treffen aller Kreisvorsitzenden der betroffenen Bezirke stattfinden, um die Kuh vom Eis zu bekommen.

    Die Vorraussetzung für alle von dir genannten Punkte ist aber, dass SR angesetzt sind, diese aber nicht erscheinen. Ausbleiben der SR bedeutet für mich, es gibt es SR die angesetzt sind und diese erscheinen nicht.
    Der Fall wie mit Spielen zu verfahren ist, für die erst gar keine SR angesetzt sind ist zumindest für mich von den von dir zitierten Stellen nicht gedeckt.

    Genau auf dieser Aussage berief sich besagter Bezirks_SR-Wart auf unserer Kreisschiritagung am Montag. Sind keine SR angestzt , greift die SPO nicht.

    b738, dass war mir so nicht bekannt. Interessante Info!

    ..., wenn die angesetzten SR nicht erscheinen. Ist die Frage ob das auch gilt, wenn gar keine Angesetzt sind. Ich denke es wird auf SR aus den Kreisen hinauslaufen.


    Lt. Bezirks_SR-Wart greift hier nämlich wgen nicht angesetzter SR die SPO nicht. Sollten dennoch Spiele mit nicht angesetzten SR stattfinden, würden sie nicht gewertet werden.

    Ein weiterer Bericht:

    Handball: Eine Liga in Gefahr - Mnstersche Zeitung

    Der letzte Absatz stimmt so nicht. Ein SR muss keinen Sporttest machen um in der genannten Liga zu pfeifen.


    Der letzte Absatz stimmt durchaus. Der Bezirks-SR-Wart will trotz fehlenden Nachwuchses das Niveau erhöhen und akzeptiert nur noch neue Gespanne mit Sporttest. Desweiteren wurde trotz SR-Mangels zur Niveauerhöhung die bewährte Ansetzung von erfahrenen Kreisligagespannen bei Damenspielen der Bezirksliga generell abgeschafft. Erfahrene Kreisligagespanne, die sich angeboten haben, in den ersten Wochen in den Bezirksligen auszuhelfen , wurden vom Bzirks-Sr-Wart nicht akzeptiert.
    Es muss ganz schnell eine praktikable Übergangslösung her, wenn man nicht eine ganze Saison an die Wand fahren will, da die ausfallenden ersten drei Spieltage unmöglich aufholbar sind.
    So löblich es ist, das Niveau der SR-Gespanne heben zu wollen, so unmöglich ist es durchzuführen, wenn ich nur 98 Gespanne habe, aber mindestens 130 gebrauchte. Da man keine SR bei Aldi kaufen kann, muss ich vorübergehend das Niveau senken und mit den SR leben, die auf dem Markt zur Verfügung stehen. Die einzige Alternative wäre, eine ganze Saison für eine Bezirksligaklasse abzusagen.
    Das wir langfristig eine Lösung brauchen und erarbeiten müssen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    Ich kann deine Wut gut nachvolziehen. Mir geht es ähnlich mit einem sehr guten Nachwuchsgespann. Da die beiden bereits mit 16 Jahren überdurchschnittlich gut pfeifen, habe ich einen befreundeten Bundesliga-Sr gebeten, die beiden zu beobachten. Er hat meine Einschätzung bestätigt. Darauf habe ich mich an den Bezirks-Srwart gewannt und um Förderung gebeten. Ergebnis null.
    Mich würde wirklich interessieren, nach welchen Kriterien interessierte, willige und gute Leute in anderen Verbänden gefördert werden?

    Die rote Karte gab es wg. Schubsen in den Rücken nach dem Absprung bei einem Tempogegenstoss so, das der Angreifer die Körperkontrolle verlor und auf dem rücken landete und mit dem Hinterkopf aufschlug.

    In einem Bezirksligajugendspiel hatten wir folgende Situation:
    Vor Spielbeginn waren 14 Spieler und zwei Betreuer im Spielbericht eingetragen. Nach 45 Minuten gab es gegen diese Mannschaft eine unstrittige , direkte rote Karte. Jetzt stellte das Kampfgericht fest,das der Spieler nicht im Spielbericht eingetragen war. Dieser Spieler war erst nach Spielbeginn erschienen und hatte auf der bank Platz genommen.Da er nicht mehr nachgetragen werden konnte, stand also der Ausgang des Spieles bereits fest. Wir haben das Spiel zwar zum Ende weiterlaufen lassen,haben uns aber gefragt, ob wir es nicht bereits hätten abbrechen können. Der Rest der Spielzeit war nur noch eine Farce, da keine der Mannschaften mehr Interesse an dem Spiel hatte, da der Sieger bereits feststand.