Beiträge von b738

    Im Fall 2 bleibt nur Disqualifikation mit Bericht lt. DHB-Klarstellung:

    "Disqualifikation mit Bericht – Regel 8:10
    .....

    c: Disqualifikation gegen Spieler Nr. 9 Mus vom HC XY gem. 8.10c. Er verhinderte in der letzten Spielminute (Spielstand
    22-22) die Ausführung eines Freiwurf/Abwurf/Einwurf/Anwurf ODER er gab nach einer Entscheidung gegen ihn den Ball nicht sofort frei."


    Quelle :
    http://www.dhb.de/fileadmin/reda…ischeSperre.pdf

    Wie wäre es mit Jung-Alt-Gespannen, bei denen die Jung-SR in begleiteter Umgebung lernen können und nach 2-3 Saisons mit anderen Jung-SR auf die "freie Piste" gelassen werden?

    Von diesem Vorschlag kann ich aus eigener Erfahrung nur abraten. Ich habe es selbst erlebt, was dabei herauskommt:

    1.) Der Jungschieri fühlt sich unterlegen und überlässt mir die wichtigen Entscheidungen, weil er Angst vor Fehlern hat und erst einmal meine Reaktion abwartet

    2.) Jedes Gespann braucht m. M. nach ca. eine Saison, um sich zu finden und aufeinander abgestimmt zu sein.

    Wesentlich bessere Erfahrung habe ich damit gemacht, junge Gespanne zu ihren Spielen zu begleiten und vor dem Spiel Tips zu geben, in der Halbzeit korrigierend einzugreifen und nach dem Spiel eine gründliche Analyse zu machen.
    Ein weitere gute Möglichkeit ist es, sich gute,erfahrene Gespanne mit jungen Schieris von der Tribüne zu beobachten.

    Desweiteren finde ich, das die Ausbildung viel früheranfangen müsste. Wir haben z. Zeit zwei sehr viel versprechende 15jährige an der Pfeife, die bereits Bezirksligaspiele im Jugendbereich pfeifen. Sie pfeifen mittlerweile bereits ihre zweite Saison und werden von uns intensiv zu den spielen begleitet und betreut.

    In Video 1 sieht man deutlich den Versuch den Ball fair herauszuspielen. Da die Spielerin zu Fall kommt 2 Minuten. Wenn ich hier Rot geben würde, würde ich das Foul spielen nur stärken, da jeder Fehlversuch regelkonform zu spielen zum selben Ergebnis führt wie ein vorsätzliches Foul.

    Danke meba ideen,

    da ich die beiden Kameraden, die das Spiel geleitet haben, persönlich kenne und als erfahrene, integre, unparteiische Schiedsrichterfreunde kenne und schätze. Übrigens pfeift nur einer der Kollegen für Wettringen. Leider ist es so, das beide konsequent ihre Hauptaufgabe, die Gesundheit der Spieler zu schützen, konsequent durchziehen. Manche Trainer kapieren nicht, das ein Spieler/in auch dann bestraft wird, wenn der Gegner trotz Stossens oder Schuppens ein Tor erzielt.
    Zum o.g. Trainer sage ich nichts , außer das er sich durch sein Verhalten einen gewissen Ruf konsequent erarbeitet hat.

    @ Blueboy

    Ich habe mal in einen Bericht geschrieben: beleidigte mich mit dem politisch unkorrkten Begriff "schwarze Sau" .

    Politisch korrekt wäre "farbige Sau" gewesen.

    @ rrbth

    Wir haben nichts eingetragen wegen der fehlenden Trikots. Warum soll ich im absoluten Amateurbereich (Landesliga) den sowieso arg gebeutelten Vereinen wegen eines einmaligen, menschlichen Fehlers noch eine Strafe verpassen ?

    Wir hatten letztens ein Spiel bei dem der Gast seine Trikots vergessen hatte. da der Gastgeber nur farbige Leibchen ohne Nummern zur Verfügung stellen konnte, war die pragmatische Lösung, das jeder Spieler sich seine Nr. auf den Arm schreiben musste.
    Beim nächsten Mal bestehen wir aber darauf, dass er sie sich auf die Stirn schreibt. Auf Grund dieser Konstellation ging es mit einigen zusätzllichen Time-outs auch bei gelber Karte das Spiel durchzuführen.

    Da wir als Verein bereits einmal 1200 € zahlen mussten, haben wir generell das Harzverbot durchgesetzt. Wir haben komplett neue Bälle angeschafft.
    Obwohl angeboten wird den Ball zu wechseln, falls er zu feucht wird, wurde bisher in der Vorbereitung nicht ein einziges Mal Gebrauch davon gemacht. Es gab keine Probleme mit der neuesten Ballgeneration.
    Ich behaupte, das die ganze Problematik eher eine Kopfsache ist.Bis zumindest Regionalliga dürfte eseigentlich keine Probleme ohne Harz verschmierte Bälle geben.

    Bei einem so heftigen , rotwürdigem Foulspiel, ist es egal wer pfeift, da man nach dem notwendigen Time-out genügend Zeit zur Kommunikation mit dem Partner hat. Gut harmonierende und ehrfahrene Gespanne kriegen es auch hin, das niemand mitbekommt, das der eigentlich zuständige Partner nicht alles gesehen hat. Gute Gespanne haben eine Zeichensprache oder Blickkontakt reicht, um sich abzusprechen.
    Sollte mein Partner aber bei relativ harmlosen Sachen bei in meiner Kompetenz liegenden Entscheidungen reinpfeifen, gebe ich ihm meine Pfeife und gehe duschen.

    Regel 18:1
    ....
    Andere Aufgaben wie die Kontrolle der Zahl der Spieler und Mannschaftsoffiziellen im Auswechselraum sowie das Aus- und Eintreten von Auswechselspielern gelten als gemeinsame Verantwortungen.

    Der Zeitnehmer unterbricht lediglch das Spiel. Ein Wechselfehler kann aber von beiden als Regelwidrigkeit erkannt werden.

    Sollte der Zeitnehmer nicht das Spiel auf Zuruf des Sekretärs das Spiel unterbrechen, entbinde ich ihn sofort von seinen Aufgaben und schreibe zusätzlich einen Sonderbericht.

    Wir hatten in der letzten Saison das "Vergnügen" wg. Harz einmal zwei und einmal vier Wochen Hallenverbot und 1500 Euro Reinigungskosten zu tragen.
    Deshalb wird ab sofort jeder Spieler , der mit Harz erwischt wird, während des noch laufendenSpieles per Hausrecht der Halle verwiesen werden, zudem trägt er dann noch die Reinigungskosten.
    Ich bin gespannt, wie ein solches Spiel dann vor der Spruchkammer bei zu erwartendem Einspruch gewertet werden wird.

    Meiner Meinung ist das Problem auch ein Altersproblem. Die Ausbildung setzt zu spät ein. Bei uns im Verein haben wir jetzt - anfänglich dur Glück- vier junge Gespanne.
    Unser jüngstes Gespann ist erst 13 und 14 Jahre alt, pfeift aber schon seit 2 Jahren.
    Es kam dadurch das ein engagierterTrainer die Übungsspiele am Ende der Trainingseinheiten grundsätzlich von Spielern pfeifen lässt und paralell Regelkunde vermittelt.
    Diese beiden Jungs stellten sich in kürzester Zeit als Naturtalente heraus. Als sie einmal bei einem D-Jugendspiel mit Einverständnis des gegnerischen Coachs einsprangen, ernteten sie nur Lob.
    Durch vereinsinterne Förderung und Forderung wurden sie immer besser und werden in der nächsten Saison offiziell Schieri. Auf Grund ihrer Leistung gewannen sie auch die vereinsinterne Auszeichnung als Sportler des Jahres. Darauf aufbauend war es relativ einfach drei weitere Gespanne zu bilden, die sich aus Eigeninitiative gemeldet haben und mit Begeisterung dabei sind.
    Sie werden zu den Auswärtsspielen von Mentoren aus unserem Verein - entweder selbst Schieris oder erfahrene Spieler - gefahren. Deren Funktion ist sowohl als Schutz als auch als fördernde Kritiker gedacht.
    Dieser Weg ist zumindest für uns wesentlich besser als 16-18 Jährige auszubilden, die selbst die Pfeiferei als lästiges Übel betreiben. Vor allem haben wir gesehen, das die Begeisterung anhält, wenn man so früh anfängt und Erfolg hat. Ich bin der Meinung, das man als Schieri gar nicht zu früh anfangen kann. Niemandem käme es in den Sinn als Spieler erst mit 16 anzufangen.