Beiträge von b738

    Wir hatten in der letzten Saison das "Vergnügen" wg. Harz einmal zwei und einmal vier Wochen Hallenverbot und 1500 Euro Reinigungskosten zu tragen.
    Deshalb wird ab sofort jeder Spieler , der mit Harz erwischt wird, während des noch laufendenSpieles per Hausrecht der Halle verwiesen werden, zudem trägt er dann noch die Reinigungskosten.
    Ich bin gespannt, wie ein solches Spiel dann vor der Spruchkammer bei zu erwartendem Einspruch gewertet werden wird.

    Meiner Meinung ist das Problem auch ein Altersproblem. Die Ausbildung setzt zu spät ein. Bei uns im Verein haben wir jetzt - anfänglich dur Glück- vier junge Gespanne.
    Unser jüngstes Gespann ist erst 13 und 14 Jahre alt, pfeift aber schon seit 2 Jahren.
    Es kam dadurch das ein engagierterTrainer die Übungsspiele am Ende der Trainingseinheiten grundsätzlich von Spielern pfeifen lässt und paralell Regelkunde vermittelt.
    Diese beiden Jungs stellten sich in kürzester Zeit als Naturtalente heraus. Als sie einmal bei einem D-Jugendspiel mit Einverständnis des gegnerischen Coachs einsprangen, ernteten sie nur Lob.
    Durch vereinsinterne Förderung und Forderung wurden sie immer besser und werden in der nächsten Saison offiziell Schieri. Auf Grund ihrer Leistung gewannen sie auch die vereinsinterne Auszeichnung als Sportler des Jahres. Darauf aufbauend war es relativ einfach drei weitere Gespanne zu bilden, die sich aus Eigeninitiative gemeldet haben und mit Begeisterung dabei sind.
    Sie werden zu den Auswärtsspielen von Mentoren aus unserem Verein - entweder selbst Schieris oder erfahrene Spieler - gefahren. Deren Funktion ist sowohl als Schutz als auch als fördernde Kritiker gedacht.
    Dieser Weg ist zumindest für uns wesentlich besser als 16-18 Jährige auszubilden, die selbst die Pfeiferei als lästiges Übel betreiben. Vor allem haben wir gesehen, das die Begeisterung anhält, wenn man so früh anfängt und Erfolg hat. Ich bin der Meinung, das man als Schieri gar nicht zu früh anfangen kann. Niemandem käme es in den Sinn als Spieler erst mit 16 anzufangen.

    Wir hatten am Karnevalssamstag ein Spiel zu pfeifen. Einer der Spieler war eindeutig alkoholisiert, erkennbar an Fahne und Bewegung. Da der Mannschaftsführer diesen Spieler trotz Hinweises unsererseits einsetzte, sahen wir keine rechtliche Möglichkeit, das zu verhindern. Dummerweise war für ihn das Spiel nach 10 Minuten wg. drei mal 2 Minuten beendet.
    Kennt jemand Möglichkeiten so etwas von vornherein zu unterbinden, da dieser Spieler wg. unkoordinierter Bewegungen eine echte Gefahr war ?

    Theoitetos
    zu 3.)
    Selbstverständlich werden die SR bei uns auch im Kreis ausgebildet

    Aber wir machen vereinsintern bereits etwas, bevor wir sie dorthin schicken. Einmal bekommt jeder Jung-SR von uns den Handball-SR.
    Dann dürfen bei uns in Absprache mit dem Ansetzer die Anwärter schon D-Jugend ohne Schein pfeifen. Diese Spiele beobachten wir dann und sprechen in der Halbzeit und nach dem Spiel mit den Jungs. Zusätzlich nehmen wir die Spiele auf Video auf und arbeiten diese Spiele noch einmal mit dem Regelheft in der Hand durch. Zusätzlich schauen wir uns auch Spiele unserer Landesligamannschaft zusammen an und analysieren auch davon Videos.
    Was wir nicht mehr machen, ist, das wir als erfahrene SR Spiele im Gespann mit Anwärtern pfeifen. Erstens fehlt die Absprache, zweitens traut sich der Anfänger weniger zu als wenn er mit seinem normalen Partner pfeift. Bei uns pfeifen von Ausnahmen abgesehen alle sofort im Gespann.

    zu 5.) die Anforderungen laufen selbstverständlich über den Ansetzer.Da aber bei uns die Ansetzungen für die Hinrunde bzw. Rückrunde bereits im August bzw. Dezember feststehen, kann es schon mal sein, das ein unerfahrenes Gespann für ein Spitzenspiel eingeplant wurde.Ich pfeife nur noch bis Landesliga.
    Bei uns gibt es auf Kreisebene noch die Möglichkeit wg. SR-Mangel nur 8 Ansetzungen zu pfeifen. Man wird dann aber auch nur als halber SR auf das SR-Soll seines Vereines angerechnet.

    Wichtig für mich als SR ist in dieser Situation, ob der Abwehrspieler versucht, den Ball sauber herauszuspielen. Wenn ich das erkenne und er begeht ein Foul, gibst es zwar auch den Freistoß oder Siebenmeter, aber nicht die Progressionsreihe.

    Zitat

    Original von HSC-Daisy

    Grundsätzlich ist es mir aber líeber, wenn engagierte Aktive ohne Schein pfeifen, als Scheintot, die vor 40 Jahren den Schein gemacht haben. Die Verlängerungstest haben die nämlich mit Glück und nicht durch Regelkenntnis bestanden.

    Hallo HSC_Daisy,

    da ich mich jetzt fast angesprochen fühlen muß, möchte ich dir mal als Grufti antworten.
    Ich habe meinen Schein vor 36 Jahren gemacht. Da du keinen Schein hast, könnte ich deine Begründungungen ihn nicht machen zu können,als fadenscheinigbezeichnen. Vielleicht hast du aus verständlichen Gründen auch nur Prüfungsangst.

    Im Gegensatz zu dir kann ich meine Qualifikation aber beweisen.
    1.) Wir haben jährlich mehrere Fortbildungsveranstaltungen
    2.) Ich arbeite jeweils während der Sommerpause den gesamten Handball-SR durch. Bei aktuellen Fragestellungen während der Saison ebenso.
    3.) Bilde ich jedes Jahr unsere vereinseigenen Jung-Sr aus
    4.) Gehe ich jede Woche auf http://www.schieris.de/ und arbeite mindestens 50 Fragen aus dem offiziellen IHF-Katalog durch
    5.) wurden mein Gespannpartner und ich in dieser Saison bereits extra in Absprache beider Vereine zu 8 Spielen zwischen dem Tabellenersten und- Zweiten angefordert.
    6.) bin ich körperlich durch regelmässiges Training immer noch fit. Können wir gern mal bei einem 10 Km Lauf gegeneinander testen

    Unterlasse also in Zukunft pauscUnterlasse also in Zukunft pauschale Diffamierungen älterer Kollegen

    Zu deiner Rechtfertigung gebe ich durchaus zu , das es Schieris gibt, die nicht selbstkritisch genug sind , um zu wissen, wann man aufhören sollte. Das sind aber durchaus Einzelfälle. Bei uns im Kreis ist zudem die Situation so, das über 60% der Sr 45Jahre und älter sind. Wenn sie aufhören würden, würden aber 75 % der Spiele ohne SR stattfinden, da die aktiven Spieler teilweise nur 8 Ansetzungen im Jahr pfeifen.

    Das Geschrei hier ist nicht groß, weil "schnell und unkompliziert " reagiertwurde, sondern weil schnell und simplifiziert entschieden wurde.
    Die Regelauslegung war m. M. überflüssig, da die Regeln jetzt bereits alles hergeben. Nur weil die Bundesligaschiries scheinbarangesichts des medialen Druckes keinen Arsch mehr in der Hose haben und eine Absicherung durch den "Papst" brauchen, um eine Entscheidung zu treffen, wurde doch so reagiert.

    Provozierend könnte ich ja jetzt den Angreifer, der frei stehend vor dem Tor, den Torwart abschießt, auch isqualifizieren, da er allein es in der Hand hat, das zu vermeiden.
    Ich habe vor kurzem noch genau den Fall gehabt, das ein Angriffsspieler den in der Luft befindlichen Torwart,durch bewußtes Unterlaufen gefoult hat und sich dabei verletzte. Soll ich jetzt wirklich dem Torwart rot zeigen ?
    Gerade in diesen Situationen kann es ohne Regeländerung ( Torwart darf 6 Meterraum nicht verlassen ) nur eine individuelle Fallentscheidung geben.

    Hallo Schwarze Zunft,
    die Definition habe ich dir eindeutig schon gegeben.
    Es geht nicht um Sekundn, sondern darum dass du geschrieben hast:

    Zitat:
    ergo briefe ich die Zeitnehmer vor dem Spiel genau auf solche taktischen TTO`s um denn ball nicht zu verlieren, und weise sie an den Ballbesitz nach pass abzuwarten, bevor sie pfeifen...
    Zitatende

    und amit gibst du die Anweisung das Team.time-out nicht umgehend zu gewähren, sondern bewußt zeitverzögernd zu handeln. Bei deiner Anweisung liegt eindeutig die Absicht vor , bewu0t nicht sofort zu pfeifen.. auch wenn es möglich wäre.

    Hallo schwarzeZunft,
    ich stimme zwar mit deinem Spielverständnis überein, aber nicht damit, das du eigenmächtig Regeln neu erfindest bzw. entgegen den klaren Erläuterungen anders auslegt. In der Regelerläuterung 3 steht eindeutig :..wird der Mannschaft das Team-Time-out umgehend gewährt. Das Wort umgehend ist eindeutig, im Sinne von ohne jede Verzögerung gemeint, also darf der Zeitnehmer nicht abwarten
    Genauso koche ich innerlich, wenn eine Mannschaft bei knappem Spielstand in den letzten 30 Sekunden das Team-Time-out beantragt, nur um vielleicht 5 Sekunden herauszuschinden. Auch wenn es dem Spielgedanken widerspricht, ist es regelkonform und legitim.