Dany, bin seit 31 Jahren Schiri, aber scheinbar bist du nicht auf dem Laufenden.Der Videobeweis ist im Handball meines Wissens nach bisher als Beweismittel nicht zugelassen.
Meine Frage war auch nicht,ob Schiris Fehler machen, sondern ob sie Fehler machen dürfen.
Ich gehe so gar soweit,zu behaupten, das Fehler abgesehen von echten Regelverstössen kaum Einfluss auf das Spielergebnis haben, weil sie auf beide Parteien den gleichen Einfluss haben.
Mir persönlich ist es lieber von einem Gespann gepfiffen zu werden, das eine klare Linie erkennen lässt und deren Entscheidungen in derselben Situation immer vorhersehbar sind auch wenn sie z. B. eine seltsame Auslegung für die Schrittregel haben, als von Kollegen bei denen ich für zwei gleiche Verstösse 3 verschiedene Strafen ausgesprochen werden.
Beiträge von b738
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In diesem Zusammenhang möchte ich mal abgesehen von einspruchsberechtigten Regelverstössen fragen, muss ich als Schiri fehlerlos sein, dürfen nur Spieler Fehler begehen ?
Ich als Schiri bin doch nicht Jesus und unfehlbar.
Ich nehme für mich das Recht in Anspruch, solange ich nicht jemanden absichtlich bevor- oder benachteilige, genausogut wie jeder Spieler auch einmal Fehler machen zu dürfen.Denn wenn der Perfektionismusanspruch gegenüber uns Schiris so weitergeht, wird bald niemand mehr Lust haben eine Pfeife in die Hand zu nehmen.
Kapiert doch endlich mal, das Schiris auch nur Menschen und keine Maschinen sind und behandelt sie auch so. -
Karl, willst du damit den Werfer verteidigen ?
Allein die Entschuldigung an den getroffenen Spieler " wollte den Schiri treffen", verbietet jede Interpretation oder würdest du mich auch nur wg. Körperverletzung verurteilen, wenn ich auf dich schiessen würde und deine Schulter statt des Herzens träfe und hinterher sagen würde, eigentlich wollte ich ihn töten ? -
Habe gestern abend mal das Mail-Diskussionsforum des betroffenen Verbandes genutzt, meine Meinung zu obigen Fall kundzutun.
Bin mal gespannt, ob man Antwort bekommt. -
Wird so ein Urteil zur Gewohnheit, werde ich persönlich dadurch reagieren, das ich Strafantrag wg. versuchter Körperverletzung stellen werde.Und ich würde mich garantiert nicht von Ordnern sondern von der Polizei zum Auto begleiten lassen.
Gott sei Dank habe ich so etwas noch nie erleben müssen und habe immer stolz erzählt, das wir Handball-SR doch etwas besser geschützt sind als unsere Fussballkollegen, die auch schon mal auf dem Platz angerempelt werden.
Ich würde mir auf jeden Fall die kleinste körperliche Berührung nicht einmal ein Zupfen amTrikot gefallen lassen.Den Vorschlag einer Mail-Aktion finde ich gut.
Vielleicht könnten wir hier eine gemeinsame Formulierung dafür entwickeln. -
Der Ball wurde vom Abwehrspieler vor Ausführung des 7-Wurfes angefeuchtet und war nicht geharzt.
Ich hätte das nicht als Joke empfunden, sondern als grobe Unsportlichkeit gewertet.
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Am Wochenende auf Bezirksebene als Zuschauer gesehen in einer Halle mit Harzverbot.
Nach 7_Meter_pfiff hat der Abwehrspieler als erstes den Ball in der Hand und reibt ihn deutlich erkennbar durch das nassgeschwitzte Trikot.Wie hättet ihr reagiert ?
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Folgende Situation:
Ihr betretet gerade die Halle und seht, wie der Kreisläufer ohne Ballbesitz oder gerade angespielt wird, dem Abwehrspieler mit angewinkeltem Ellenbogen ins Gesicht schlägt.
Jetzt eure Entscheidung, bitte nicht weiterlesen.Abends seht ihr das Video dieses Spieles.
Folgende Situation:
35:03 Minute,der Kreisläufer läuft von der Mittelposition nach halblinks, wird angespielt, der Abwehrspieler klemmt seinen Arm ein und reisst den eingeklemmten Arm im Fallen noch hoch, Schirientscheidung Freiwurf
36;32 derselbe Angreifer springt von halbrechts in den Kreis und wird von hinten mit beiden Armen in den Rücken gestossen Schirientscheidung Freiwurf
36:42, dieser Spieler geht jetzt an den Kreis, der Abwehrspieler stösst ihn mit beiden Händen in den Rücken, er stolpert und beim Wiederaufstehen stösst ihn der Abwehrspieler noch einmal zu Boden,jetzt passiert das oben geschilderte Foul
Eure Beurteilung ?Diese Situation fand übrigens beim Spiel Deutschland - Russland bei der EM statt.
Ich war gerade nach Hause gekommen, als mir genau dieses Foul sah und habe auch sofort von Ausschluss gesprochen.
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@ HVS-SR
du hast den Knackpunkt der Schiri`s vollkommen richtig erkannt.
Die Situation in der Zeitz die Nr. 20 eingeklemmt hat, war der Knackpunkt, der die Härte zur Brutalität werden liess.
Die Spieler testen nur aus, was sie dürfen.Die Anzahl der Strafen gegen uns war ok, aber m. Meinung nach für die falschen Fouls.
Deine Beurteilung der Situation ist genau richtig.
Genauso wichtig wie Regelkenntnis ist es nämlich ein Spiel lesen zu können, d. h. zu erkennen, wann kann ich Vorteil laufen lassen und eine normale spiel- und situationsbedingte Härte tolerieren oder wann muss ich deutlich machen, das jetzt Schluss mit lustig ist.Wären die Beiden zu diesem Zeitpunkt runtergeflogen, wären die Rot- bzw. ausschlussverdächtigen Fouls nicht passiert.
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A-Jugendspiel,Alleinansetzung,und dementsprechend wenig Spielraum Feinheiten zu sehen, der kleinste Spieler bekommt reihenweise die härtesten, körperlichen Atteacken ab uns so fallen insgesamt 5 Zeitstrafen in einer Halbzeit gegen seine Gegenspieler.
In der Halbzeit bekomme ich den Hinweis, das dieser Giftzweg seine Gegenspieler anspuckt.Und richtig er hat nur noch eine Minute in der 2. Halbzeit gespielt.
Herrenspiel ca. 9 Minuten noch zu spielen, Heimmannschaft liegt mit 3 Toren hinten, der liebe Schirikollege,der als Vertreter der Heimmannschaft am Zeitnehmertisch sitzt, pfeift zufällig gerade jetzt bei Steilangriff der Gastmannschaft 2* Wechselfehler.
Da ich ihn und seine Einstellung seit langem kenne, unterstelle ich ihm Absicht.
Da es aber nicht gesehen habe, selbstverständlich das regelkonforme Procedere , ohne seine Entscheidung anzuzweifeln.Da auch kein Sekretär da war, hatte wir bei dem Spielstand und der zu erwartenden Schlusshektik auch keine Lust auch noch die Aufgaben mitzuerledigen.
Danach habe ich mich bei jedem Ballbesitz der Heimmannschaft direkt neben den Auswechselraum gestellt
Warum die ihren besten Rückraumschützen nicht mehr gewechselt haben, weiss ich auch nicht. -
In der Emsdettener Tagespresse wurde daraufhingewiesen, das der ZN eventuell kurz vor dem Spiel noch auf einer Karnevalssitzung gewesen sein soll.
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Je nach Brisanz des Spieles und je nachdem wie gut man die Spieler kennt, kann ein guter Spruch zur rechten Zeit die Atmosphäre deutlich entkrampfen.Bestes Beispiel ist doch unser glatzköpfiger Fussballschiri aus Italien ( Name fällt mir nicht ein).
Ich habe z.B. mir einmal vor einem entscheidenden Meisterschaftsspiel verbeten als "schwarze Sau" bezeichnet zu werden, sondern politisch korrekt als "farbige Sau", damit ich den entsprechenden Spieler wg. Schiribeleidigung und nicht wegen politisch falschen Verhalten die rote Karte geben könne.
Die Stimmung entkrampfte schlagartig und die Botschaft kam durchaus an. -
Lasst euch nicht von aussen durch Äusserungen wie etwa du hast gut gepfiffen, aber dein Partner.. , auseinanderdividieren.Tragt alle Entscheidungen, auch wenn ihr intern unterschiedlicher Auffassung ward, gemeinsam.
Sprecht vor dem Spiel über zu erwartende Besonderheiten wie bekannte Foultaktiken bestimmter Spieler, Verhalten bei Manndeckung etc. ab,das heisst die Einstellung auf das Spiel beginnt nicht erst mit dem Anpfiff und man ist schneller im Spiel.
Pfeift nicht aus 20 Meter Entfernung, wenn euer Partner nur 5 Meter weg ist.Auch wenn es gut gemeint war, machst du damit deinen Partner angreifbar.
Sprecht euch noch einmal bei Gelegenheiten wie Time-out oder Siebenmeter ab.
Sucht den Blickkontakt zum Partner bei möglichst jedem Pfiff und übernehmt die Entscheidung desjenigen, der gepfiffen hat, falls es kein eklatanter Regelverstoss ist.
Legt euch eine kleine Zeichensprache für besondere Situationen zu.Benutzt immer die offiziellen IHF-Handzeichen, damit sowohl euer Partner als auch die Spieler wissen, was ihr gepfiffen habt.
Lasst euch möglichst nicht auf Diskussionen mit Spielern und Trainern ein.
Falls es Theater gibt, nehmt den Spielbericht mit in die Kabine, geht erst Duschen und füllt ihn dann in aller Ruhe und dem nötigen Abstand zum Spiel aus.
Nach dem Spiel solltet ihr das Ganze noch einmal reflektiern und vor allen Dingen, die eigenen Schwächen und Fehler gegenüber dem Partner zu geben.
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Wir fahrn bei uns im Verein mehrgleisig.Wir dürfen auf Kreisebene alle angesetzten Spiele aus unserem Vereinsschiripool umbesetzen.
Unser Vereinsschiriwart kann so noch Brisanz der Spiele umbesetzen.
Jungschiedsrichter werden grundsätzlich von einem erfahrenen Kollegen unentgeldlich je nach Bedarf betreut.
Probleme mit Eltern habe ich noch nie gehabt, weil ich meine Rolle in den unteren Jugendklassen anders interpretiere:Ich sehe mich mehr in der Rolle des Regellehrers als des Spielleiters, da gerade in diesen Klassen so gut wie keine Regelkenntnis sowohl auf Spieler als auch auf Elternseite gibt.
Das heisst für mich, des öfteren auch einmal das Spiel zu unterbrechen, um den Kids zu erklären, weshalb ich gepfiffen habe und das auch so laut das es die Eltern auch noch hören.
Bisher war das Feedback von Elternseite nur positiv.
Das Aha-Erlebnis bei den Spielern genauso. -
Wäre das schön,wenn das Niveau der sr sich genauso steigern würde wie die Fähigkeiten der Spieler.
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Ich habe das Saufen vor dem Spiel auf Kreisebene schon erlebt Diese just-for-fun-Truppe genehmigte sich vor dem Spiel regelmässig eine Kiste Bier und auch Schnaps.Folge war auf Grund fehlender Koordinationsföhigkeit wurde u. anderem einem Gegenspieler das Nasenbein gebrochen.
Das ganze war sogar Theme auf der Kreisschiriversammlung.Rechtlich gesehen so die Aussage dort,hat man keine Chance.
Als ich das nächste Mal dort pfeifen musste,habe ich die Hallle durch ihre Kabine betreten und konnte die erwähnten Alkoholica sehen.
Daraufhin habe ich den Mannschaftskapitän unter 4 Augen daraufhin gebeten, diese Getränke zum Kühlen bis nach dem Spiel in unserer Kabine unterzubringen mit einem diskreten Hinweis, das ich auch schon mal ein Spiel abgebrochen hätte,weil nur noch der Torwart und ein weiterer Feldspieler wg. Rotwut meinerseits spielberechtigt waren.
Meiner Bitte wurde selbstverständlich entsprochen.