Beiträge von Tobi75

    Müsste jemand aus der jüngeren Vergangenheit sein, wir hatten ja früher nix, vor allem nicht so viele Tore. Weber hatte mal 12 oder 13 gegen die Füchse, glaube ich...reicht für alltime aber wahrscheinlich nicht, oder?

    Vielleicht liegt es daran, dass der Ton in der Börde noch ein wenig rauher ist als an der Küste: Für Aussenstehende (um die es ja in diesem Thread geht), war das ein Bashing, was es von keinem anderen Club an ihrem Trainer in diesem Forum jemals gegeben hat. Das war schon sehr auffällig. Isso....;-)

    Deine Wahrnehmung/Interpretation = Isso = Fakt ... ;)

    Ich glaube wir nähern uns des Pudels Kern. Mir persönlich ist übrigens der rauhe Ton, direkt, offen und mit dem Arsch ins Gesicht lieber als fein geschliffen, eloquent und hinten rum. Bisher dachte ich, dass das an der Küste ähnlich wäre und eher die südlichen Gefilde zur Bussi-Bussi-Mentalität neigen.

    So wie Magdeburger gerade über ihre Mannschaft und vor allem den Trainer sprechen, war das in der Vergangenheit nicht immer.

    Es gibt zahlreiche Meldungen von usern hier, die Wiegert das nicht zugetraut haben und nunmehr sehr happy mit der Entwicklung sind. Ist mehrfach hier kommuniziert und der eigene Standpunkt korrigiert worden. Und dass eine geänderte Situation zu einer anderen Einschätzung führt, ist doch das normalste der Welt. Alles andere wäre ja auch ziemlich doof. Vielleicht habe ich jetzt Deine Kritik aber auch richtig nicht verstanden, das mag sein... :?:Auch wenn das für den smarten und eloquenten Stadtmenschen (nicht auf Dich bezogen) nicht nachvollziehbar ist, so ist die mufflige und schnoddrige Art des Kartoffelbauern doch zuerst mal unter dem konstruktiven Ansatz zu sehen und falls das nicht passt vielleicht Ausdruck seines aktuellen Leidensempfinden. Nörgeln um des Nörgelns willen, weil man Spaß dran hat oder einfach gern dogmatisch die konträre Position einnehmen will, würde ich da nicht unterstellen. Einfach das Gegenteil vom amerikanischen .... oh Great, awesome ... dafür ehrlich und vom Herzen. <3

    Sicher nicht Tod und Teufel, aber es war schon immer fast amüsant mitzulesen, wenn ihr mal verloren habt und jeder einzelne Punkt der Mannschaft in Frage gestellt wurde. Das war schon ein kleines Hobby. Nach letzter Saison stellt sich die Frage nicht und dieses Jahr ebenfalls nicht. Solche Einstellungen haben eben schon viel damit zu tun wie es läuft.

    Das ist einfach Quatsch. Exemplarisch mal die Kritik an den Torhütern und das strukturelle Problem auf RL. Beides Themen, die auch in Phasen, als es exzellent lief, immer wieder thematisiert wurden. Und andersrum, gab es auch Lob für gute Leistungen oder Ansätze, als es nicht so lief. Natürlich ist es einfacher, den Finger in die Wunde zu legen, wenn diese grad etwas weiter klafft als nur das Haar in der Suppe zu suchen, wenn sonst alles paletti ist - aber so binär wie Du das darstellst ist es nun mal nicht und auch nicht gewesen.

    Manches hört sich so einfach an und ist es schon auf den zweiten Blick nicht, weil viel zu komplex. Der regelmäßige Vergleich mit der NFL hinkt m.E. ebenfalls gewaltig, weil American Football ohnehin ständig unterbrochen wird. Das schnelle Umschaltspiel ist aber beim Handball ein wesentliches Attraktivitätsmerkmal und mit einer Challenge könnte ich z.B. wunderbar den letzten und spielentscheidenden Gegenstoß vereiteln.

    korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber in der NFL gibt es in den letzten 2 Minuten auch keine challengemöglichkeit, oder? Das wäre also kein Argument. Und es soll ja auch kein Dauerzustand sein. Zwei Challengemöglichkeiten pro Spiel...da musst Du genau überlegen, ob Du die nutzt oder nicht. Ich hab da Situationen wie mit Oeverby im Kopf. Das hätte ich gechallenged und er wäre zu Recht duschen gegangen.

    Aber was passiert wenn die Challenge ins Leere läuft? Wird am Ende ein Tor abgezogen oder darf man keine weitere Challenge nehmen oder …

    Das ist doch die Frage, wie man es gestalten will. Wie viele Challenges hat jedes Team? In welchen Situationen darf man die nehmen? Sind die einfach verbraucht oder soll es eine Sanktion geben, um wirklich nur offensichtliche Fehler prüfen zu lassen?

    Es stand ja hier zunächst die Frage im Raum, ob sowas im Handball überhaupt sinnvoll einsetzbar wäre. Da denke ich, dass man das schon machen könnte, wenn man will.

    Die Challenge im Handball sehe ich sehr kritisch. Im Tennis (Ball auf der Linie/nicht) mag das funktionieren, im Handball nicht. Die Challenge funktioniert nur, wenn mit dem Videobeweis eine eindeutige Entscheidung getroffen kann, bei der sich alle einig sind.

    Im Handball gibt es zu viele 70/30-Entscheidungen (ich sage bewusst nicht 50/50) und dann müssen die SR eine Entscheidung treffen, der aber sicher nicht alle zustimmen.

    Es ist die Frage was gechallenged wird. Soll auf der Basis eines Videobeweises erst eine Entscheidung ermittelt werden? Dann ist das problematisch. Gibt es aus dem Spiel heraus eine Entscheidung und diese soll überprüft werden, sieht die Welt anders aus. Analog zur NFL. Ist die Sache eindeutig, wird so entschieden, wie das Video zeigt. Ist sie uneindeutig, bleibt die Feldentscheidung. Das ginge schon.

    Vor drei Tagen hatte ich ein bald 21-jähriges Bübchen vor großer Kullisse gesehen. Aber Muffensausen hatte der nicht :hi:

    Und das kann er über eine Saison stabil halten? Dann her damit. Kaum macht einer mal ein herausragendes Spiel, ist der hier begehrt und in der Verlosung. Genau das würde ich nicht machen und wollen.

    Ja, bin auch wie betäubt. Gut für den Blutdruck wenigstens.

    Meine Kinder waren richtig sauer und traurig, schrieb ja schon gestern über Junior.

    Habe da auch keine Lösungsansätze irgendwie. Rausschmiss wäre schlimm, weiter so wäre schlimm,…

    Also nur weil weil der Junior traurig ist und nen SCM-Shirt will, musst Du ihn ja nicht gleich rausschmeißen. :cool:

    Spaß beiseite, tief durchatmen, runter kommen, was schönes machen, Abstand und dann kommen auch wieder bessere Tage. Wird schon. :hi:

    und das seit 2015, ich hab's nicht gelöscht, Checker

    Heine war der letzte richtig hochklassige. Bitter ist bei uns nicht konstant gut gewesen, da erinnere ich mich an viel HumiKo. Ein Problem, was auch Portner aktuell zu ereilen scheint.

    Und um auf die Frage, wer das Thema "Bälle (fast) ohne Abwehr halten?" bei uns besser lösen könnte, werfe ich den A-Wolff in den Ring. Endgültig in der Weltspitze angekommen

    An das Kaliber Wolff hatte ich ursprünglich auch gedacht. Ein abgezockter, kampferprobter "Drecksack", der das Ding auch mal zumachen kann und Präsenz ausstrahlt. Das wäre mir allemal lieber, als das nächste 19-jähre "Bübchen", das vor großen Kulissen schon mal Muffensausen bekommt. Manchmal reicht ja auch schon der mentale Rückhalt.

    Danke, auch wenn ich das nicht wirklich hören will, scheint es schon plausibel zu sein. Die (offensichtlich) größte Baustelle nicht anzugehen, weil es keinen Effekt hätte oder das Problem eben nur mit unverhältnismäßig hohem Ressourcenaufwand reduziert werden könnte, will man dann vielleicht auch nicht hören.

    Die Mannschaft spielt extrem erfolgreich - trotz allem. Sollte das mal nicht mehr so sein, naja, dann ist der (einkalkulierte) Sündenbock auch schon gefunden - sehr undankbar. Ob der Sergey das schon weiß?

    Freundschaft!

    Dann will ich mal.

    (1) Wieland Schmidt oder Arpad Sterbik.

    (2) Nein, überwiegend nicht. Ich habe irgendwann in den letzten Tagen hier gelesen, der SCM würde "gut verteidigen". Da bleibt die Frage, was man darunter versteht. Die Abwehr ist sicher gut im Unterbrechen. Sie ist auch sehr gut in der Balleroberung. Aber sie ist nicht gut in der Kanalsierung der Würfe. Und das lässt Torhüter tendenziell schlecht aussehen. Weil man so einen offensiven Ansatz der Verteidigung wählt, bleibt das dann eben auf der Strecke. Das ist eben die Folge aus diesem totale Nichtstandardansatz, den Wiegert - sehr konsequent - verfolgt. Man kann nicht alles haben (das gelingt Teams nur ganz selten mal, dem SCM 1983/84). Die Kernfrage ist, ob es sich in Summe für die Mannschaft auszahlt oder nicht. Wenn ich bei zehn Angriffen zwei Bälle erobere, dann ist im Prinzip schon egal, ob die eigenen Torhüter eine gute oder schlechte Quote haben. Ich verhindere zwei von zehn Würfen bereits vorher und habe selbst zwei freie Würfe. Dann habe ich als Mannschaft bereits profitiert. Das ist ein Teil des Wiegertschen Konzepts mit allen Stärken & Schwächen. Die Torhüter sehen dann trotzdem schlecht aus. Trotzdem gewinnt der SCM ja die meisten Spiele. Auch, weil die gegnerischen Torhüter konzeptbedingt ebenfalls in ihrerer Leistung minimiert werden. Den Rest muss man dann über das TRF-Duell erreichen. Unter dem Strich spielt der SCM einen torhütermordenden Handball. Ein echter Weltklassetorhüter würde trotzdem besser aussehen.

    (3) Auch bei Landin würde die Quote hinter dieser Deckung leiden. Aber prinzipiell wäre er schon die Art Torhüter, die mit dem SCM-Spiel am besten zurecht käme. Einmal weil er einfach stärker als (fast) alle anderen Torhüter und zum zweiten, weil er seine ganz enorme Stärke eben bei freien Bällen hat. So wie das noch extremer bei Wieland Schmidt der Fall war. Letztlich ist das heute fast eine eins-zu-eins Kopie zum SCM-Spiel Ende der 70er, Anfang der 80er. Nur hatte man da Wieland Schmidt und auch Gunar Schimrock. Dieses Qualität hat man heute nicht im Tor. Richtig Abwehr spielen lernte der SCM dann erst mit Peter Pysall.

    Wen würdest Du denn hinter dem von Wiegert favorisierten Abwehrkonzept zwischen den Pfosten wählen, wenn Du entscheiden müsstest. Birlehm ist genannt und Landin scheidet aus. Wer würde sonst noch die Eigenschaft mitbringen, die freien im eins gegen eins zu halten?

    Dass Dario gut halten kann, hat er auch schon gezeigt, nur nicht mit der Konstanz, die man sich als Fan wünscht :hi: Also weder beim SCM oder in Kiel und auch in Hannover (25 %) nicht wirklich.

    Portner jetzt bei 28 % und Mike bei 26 % sind nun wahrlich keine guten Quoten, auch für die heutige Zeit nicht. Und wenn man dann noch schaut, von welchen Positionen (RR fern und Außen) der Gegner gegen uns besonders gut trifft, dann wäre etwas mehr Torhüterleistung schon wünschenswert.

    Die Frage ist ja, warum das so ist - strukturell. Nach Bitter und Heine, kann man ggf. noch Eijlers mit Abstrichen nennen. Ansonsten waren die Torhütertransfers meist nicht von Erfolg gekrönt. Nicht weil die Jungs nix konnten, sondern weil es aus diversen Gründen irgendwie immer nicht richtig funktioniert hat. Ich habe den Eindruck, dass man da ggf. die falsche Transferphilosopie verfolgt? Junge, hoch veranlagte Spieler zu suchen, die sich dann hier entwickeln sollen? Müller, Gustavsson, Thulin, Portner, Hernandez sind ja quasi Investitionen oder Spekulationen auf die Zukunft. Wenn das regelmäßig nicht funktioniert, würde ich mal schauen, ob man dieses Anforderungsprofil nicht ändert und mal einen "erfahreneren" holt. Da gibt es sicher Möglichkeiten, die auch sofort funktionieren und helfen können.

    Erst mal Glückwunsch an Kronau. Mit harter Abwehrarbeit haben wir dieses Saison große Probleme und das haben die Löwen exzellent gemacht. Glück war auch mit dabei, macht Smits den 7m rein, ist alles erledigt. Pokalfinals sind halt nicht unser Ding. Egal, ich habe ein spannendes und würdiges Finale gesehen. Das konnten nicht mal die unsicheren und überforderten SR verhindern. Auch wenn Mike ordentlich gehalten hat, bleibt unsere größte Baustelle das Tor. Sollte der Sergey da nicht überperformen wird uns das noch diverse Punkte und ggf. auch Titel kosten. An eine Leistungsexplosion von Portner glaube ich leider nicht mehr. Nase putzen, Krone richten, weiter geht es...

    Das ist plausibel.

    Ist bekannt, ob es bei Falschangaben dann seitens der HBL Sanktionen gibt? Falls nicht, wäre die Forderung nach einem schriftlichen Vertrag als Grundlage für die Erteilung der Spielgenehmigung ja völlig entbehrlich. Es prüft keiner nach und wenn gelogen wird (und es kommt zufällig raus), gibt es keine Strafe.

    Dann brauche ich auch keine Regelung.

    Beide Seiten haben die Öffentlichkeit (lange) nicht unbedingt gesucht.

    https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-107348.html

    Was ich an der Sache nie verstanden habe, ist die Erteilung der Spielgenehmigung durch die HBL. Hier wird ja die Schriftform gefordert und Zeitz spiel mehrere Jahre mit einem mündlichen Vertrag und der Absichtserklärung (mal irgendwann) einen Spielervertrag abschließen zu wollen. Ist das mal seitens der HBL erklärt worden oder hat man da auf Vertrauensbasis vorauseilend und ungeprüft der eigenen Vorgaben zugestimmt?

    Ich finde das juristisch spannend... Arbeitsrechtlich kann ein Vertrag mündlich geschlossen werden und es gibt plausible Anhaltspunkte, dass man auf Seiten des Spielers argumentieren kann, dass dies geschehen ist.

    Gleichzeitig hat der Spieler aber einen Arbeitsvertrag unterschrieben und der dürfte der MT vorliegen. Aus Sicht der MT kann also durchaus argumentiert werden, dass der Spieler neben der mündlichen Einigung auf einen Arbeitsvertrag auch mit den Bedingungen (inkl. Befristigung) einverstanden erklärte. Sofern die MT die mündliche Einigung doch noch anerkennt, könnte es mit dem unbefristeten Arbeitsvertrag schwierig werden.

    Ein weiterer Aspekt ist aber aus meiner Sicht wichtig - für die Spielberechtigung in der HBL ist eine von beiden Parteien unterschriebene Vertragsanzeige notwendig. Und in dieser Vertragsanzeige bestätigen beide Seiten, dass ein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde. Spieltechnisch wird also ein schriftlicher Vertrag benötigt. Als MT-Jurist würde ich diesen Sachverhalt verwenden, der dem Spieler aus früheren Spielberechtigungen bekannt ist und der auch dem Spielerberater bekannt sein muss.

    Wenn jetzt also ein Arbeitsrechtler mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag argumentiert, dann stellt sich für mich die Frage: zu welchen Konditionen, insbesondere Gehalt? Dafür müsste auch ein Arbeitsgericht den schriftlichen Vertrag heranziehen und hat damit auch die Befristung & Co. auf dem Papier. Ich weiß, auf Gericht und hoher See - aber spannend finde ich das schon.

    Ähnliche "Störgeräusche" gab es doch mal beim Wechsel von Nenad Perunicic (2001 von Kiel zum SCM). Seinerzeit hatte man sich mündlich in Kiel geeinigt, mit Sprudel angestoßen unter Zeugen und dann hat er doch in Magdeburg unterschrieben. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gab es keine Spielberechtigung (Argument war, dass bei Unterschrift in MD bereits ein mündlicher Vertrag in Kiel abgeschlossen wurde) - erst nach Geldfluss an die Förde. Man möge mich korrigieren, wenn ich das falsch in Erinnerung habe.

    Bei Gleb/MT wäre ich mir auch gar nicht so sicher, ob ein unbefristeter Vertrag für den Spieler so vorteilhaft wäre. Das würde doch bedeuten, dass die ganz normalen gesetzlichen Kündigungsfristen gelten müsste. Grund der Kündigung wäre dann das gestörte Vertrauensverhältnis und dann hat der Vertrag einen Wert von drei Monatsgehältern. Unbefristet heißt ja nicht unendlich. Bei einem befristeten Vertrag, wäre der Streitwert analog die Laufzeit (12, 24 Monate, was auch immer da im Papier steht). Das müsste sehr wahrscheinlich mehr sein. Am Ende geht es dem Spieler doch jetzt um die Zahlung einer maximalen Summe. Eine Weiterbeschäftigung dürfte ausgeschlossen sein.