Beiträge von Tobi75


    Gucke in die alte Heimat. Benno: "Es ist eine große Leere in mir"!
    Also ungefähr so wie bei dir als du vom Klo wiederkamst, bei Benno halt nur in "unangenehm".
    Ein neuer Trainer wäre zwar prinzipiell nötig, aber ich wollte mich nur mit Sachen befassen, die sich noch vor dem Ereignishorizont abspielen. Bye, bye Benno liegt weit hinterm Ereignishorizont.

    Die "große Lehre" wäre mir lieber.

    Erschreckend auch, dass Bennet Wiegert nicht in der Lage war, der Niederlage gegenzusteuern.


    weniger erschreckend als vielmehr die Bestätigung der vergangenen Spielzeiten. Wenn es nicht läuft gibt es keinen Plan B, keine Impulse von der Bank keine Reaktion. Hinzu kommt jetzt, dass auch der Impuls des Publikums fehlt und dann verliert man halt gegen BHC, TVB und auch Coburg dürfte sich schon mal Hoffnungen machen - hat man die Schwächen doch offensichtlich gesehen. Ich bin ob der aktuellen Verläufe nicht wirklich erschrocken - eher enttäuscht.

    „Jeder Spieler, der in den vergangenen Jahren gekommen ist, hat gezeigt, dass er hierher passt. Deshalb wird der Verein auch wieder gute Entscheidungen treffen.“

    Das kann man aber durchaus auch anders sehen, Herr Musa. :D

    Ich gehe stark davon aus, dass diese formal strengen Regeln, im Ergebnis der Corona-Situation zum Jahresende nicht durchzuhalten sind. Das Insolvenzrecht wurde nicht ohne Grund aufgeweicht/gelockert weil man eine Insolvenzwelle in der aktuellen Situation vermeiden wollte. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Und alle die Unternehmen, denen es dann an die Existenz geht, werden nach Staatshilfen rufen(oder haben das auch schon getan). Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Politik, dies ungehört an sich vorbeistreichen lässt. Und der Sport ist nun mal Bestandteil dessen. Die ersten Aussagen der Fußballklubs waren immer, dass es auch und in erster Linie Wirtschaftsunternehmen seien. In unserem Lokalblatt war gleiches zum Handball zu lesen. Insofern wird man Wege suchen und finden, wie das Geld in die Unternehmen fließen kann und wird und das ist dann eben keine Sportförderung mehr sondern Unternehmenshilfe, Konjunkturhilfe oder Corona-Sonderfond. Da bin ich mir ganz sicher. Woher dieses Geld dann kommen soll, steht auf einem ganz anderen Blatt und ist die tatsächlich entscheidende Frage.

    Warum soll das das Land nicht können? Natürlich ist das Wettbewerbsverzerrung, aber wohl dem Verein, der in einem BL angesiedelt ist, in dem der Handball eine wichtige Rolle spielt. Flensburg und Kiel scheinen da Glück zu haben. Andere Vereine sind vielleicht anders privilegiert, z.B über Zuschauer. Selbst die HBL steht regionalen Vorteilen unkritisch gegenüber: „Wir werden nicht aus einem Solidaritätsgedanken heraus sagen, dass nur, weil mehrere Standorte nicht vor Zuschauern spielen dürfen, das für alle gilt“. Alles kein Problem. Ob es fair ist, steht auf einem anderen Blatt.

    @Lord: das liegt daran, dass Übersterblichkeit und Todesfälle unterschiedliche Dinge sind. Die Übersterblichkeit zielt auf saisonale/zeitliche Verteilungen ab. Das ist auch in den Jahren zuvor immer schon sehr volatil. Mal gibt es peaks im Januar, mal im März, oder irgendwann anders - je nachdem. Legt man die Kurven der Jahre übereinander, sieht man das ganz gut. Wie Du selber schon schon schreibst, ist die Übersterblichkeit eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt. Will man ableiten, ob Schweden (jetzt drastisch formuliert) seine Leute sterben lässt, weil keine Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, muss man ganzheitlich schauen, über den Betrachtungszeitraum. Das ist deshalb erforderlich, weil unterschiedliche Strategien auch zeitlich unterschiedliche Verläufe nehmen. Sehr intensiv ist das übrigens im Strategiepapier des BMI aus dem März besprochen worden. Und in der Gesamtbetrachtung liegt Schweden eben auf dem Niveau der Vorjahre, genau wie Deutschland - trotz unterschiedlicher Strategien.
    Deine letzten beiden Absätze beziehen sich offensichtlich nicht auf meine Aussagen, insofern werde ich diese auch nicht kommentieren. Hierzu hatte ich mich schon vor Wochen positioniert.

    P.S. Der Artikel ist übrigens vom 25.6; die Daten von Mitte Juni; Aktuell haben wir ein deutlich anderes Bild. Ein aktuellerer Artikel steht ja oben verlinkt.

    Bei der ganzen Diskussion zu Schweden - hat man diesen Weg nicht auch mit deutlicher mehr Toten als hierzulande bezahlt ? Ich meine, da war was...


    Das ist eine Betrachtung, die ohne Wert ist, weil eine kausale Kette fehlt. Sicher ist, dass es sowohl in Deutschland als auch in Schweden, bezogen auf die Jahre davor, keinen signifikanten Anstieg der Todesfälle durch Corona gegeben hat.
    Und warum der Vergleich D/S? Natürlich, weil man die Notwendigkeit der Maßnahmen darstellen will und Schweden sich in diesem Punkt unterscheidet - aber eben nicht nur in diesem Punkt. Genausogut kann ich ja den Togo mit Kirgisistan und Hongkong raussuchen und anhand eines beliebigen Merkmals (Vitamin D-Spiegel, Anzahl der Zähne oder Wasserstand) irgendwas korrelieren und dann kausal ableiten. Schweden hat einen Weg gewählt, der plausibel ist, weil er sich an den Erfahrungen und Erkenntnissen der Vergangenheit orientiert und scheint damit ganz gut dazustehen.
    Was mir in der Diskussion zu kurz kommt, ist die Frage, warum wir immer nur um die Maßnahmen diskutieren. Es gibt ganz viele Merkmale und Einflussfaktoren, die Einfluss auf das Virus und dessen Verbreitung bzw. Ausprägung haben. Die werden aber gar nicht betrachtet, weil man nur noch über Kontaktverbote, Masken, Abstandsregeln ....spricht. Wenn das die maßgeblichen Punkte wären, müssten ja bei gleichen Maßnahmen auch gleiche Ausprägungen erzielt werden. Das ist aber nicht der Fall. Länder, die sich gleich verhalten, stehen sehr unterschiedlich da. Länder die sehr unterschiedliche Maßnahmen erlassen, stehen vergleichbar dar. Der gesunde Menschenverstand würde jetzt fragen, ob man überhaupt man sich überhaupt an der richtigen Stellschraube abarbeitet was aber automatisch zu der Frage führt, die man nicht stellen darf.

    Und die falsch positiven Tests nicht vergessen!


    Da muss man etwas differenziert schauen. Letztlich wissen wir durch die fehlende Zertifizierung des Tests und damit der fehlenden Kennwerte nichts genaues über die Zuverlässigkeit. Die aktuell niedrigen Raten lassen es zu, dass wir zwischen 0 und 100% liegen und jede Aussage wäre gleichberechtigt. Die Behauptung alle positiven Tests sind falsch positiv ist genauso richtig, wie die Aussage dass alle korrekt sind. Ob die Wahrheit dazwischen liegt oder am Rand: unklar. Insofern würde ich dieses Argument wahrscheinlich nicht mehr vortragen. Warum der Test nicht zwischenzeitlich validiert wurde, wäre allerdings mal eine Frage wert.
    P.S.: ich glaube zwischenzeitlich, dass der Test sehr viel genauer ist als vermutet, allerdings im eingesetzten Szenario einfach untauglich - meine persönliche Meinung (aktuell) dazu.

    Es wird doch im Moment deutlich mehr getestet. Dass dann die Zahlen steigen ist doch logisch. Es wurden doch vorher bei weitem nicht alle "Positiven" überhaupt erkannt, siehe Heinsberg Studie. Die Dunkelziffer dürfte recht hoch sein.

    Was aber nach den eigenen Zahlen des RKI nicht steigt ist die prozentuale Anzahl der positiven Tests im Vergleich zu den Gesamtests. Die liegt danach immer zwischen 0,6 und 0,8%. Der "R Wert " lag Stand 06.08. bei 0,99, 7 Tages Wert 1,07. Regional ist das aber deutlich unterschiedlich, in BW lag er stets unter 1 ( zuletzt 0,89 ).


    Das ist jetzt die Frage, worauf der Vergleich abstellt.
    Wir kommen aus Regionen mit 350k Tests/Woche und Positivraten von 9% und liegen aktuell bei 570k Tests/Woche und 1%. Zwischendurch lagen wir bei 500k mit 0,6%, Tendenz also kurzfristig betrachtet leicht steigend bei geringfügig erhöhten Testumfängen. Gesamtbetrachtet liegen wir auf hohem Testniveau mit niedrigen Positivraten.

    In diesem Zusammenhang würde mich auch mal sehr eine seriöse Gegenüberstellung mit Schweden interessieren.

    Die Sachverhalte sind ja bekannt und nachlesbar. Falls Du eine aktuelle und kompakte Zusammenfassung willst, dann versuche mal das hier: Focus online Ob Du das für seriös hältst, muss Du selber einschätzen.

    Sehr interessanter Artikel, aber Du siehst, alles Verschwörungstheorie.
    Drosten und Gates favorisieren also den DNA/ RNA- Impfstoff, auch sehr interessant. Ich schieb es schon, damit würde erstmalig des Genom des Menschen verändert.


    Ganz so ist es nicht. Schauen wir mal kurz drauf, was da eigentlich los ist.
    Ziel der Genimpfung ist es, direkt in die Proteinbiosynthese einzugreifen, in dem "Baupläne" (also mRNA) eingebracht wird, die hoffentlich zur Bildung von Antikörpern führt. Die Erbinformation ist jetzt nicht die mRNA sondern die DNA, die im Zellkern sitzt, dort über die Transkription ausgelesen, prozessiert und außerhalb des Kerns bzw. am Rand dessen zu Aminosäuren zusammengebaut wird. Da die mRNA nur eine kurze Haltbarkeit hat (Minuten bis Stunden), ist da eher die Frage, wie wirksam in dieser Zeit überhaupt etwas gebaut werden kann.
    Eine Veränderung der Erbinformation, also der DNA im Zellkern wäre dann ausgeschlossen, wenn das gelten würde, was man immer als Lehrmeinung in der Molekularbiologie angenommen hat: Die Informationsweitergabe läuft immer DNA->mRNA->Amino. Tut es aber nicht und nennt sich "Reverse Transkriptase" oder Reverse Transkription. Da kann es andersrum laufen: die mRNA verändert die DNA und das wäre dann tatsächlich eine Veränderung des Erbgutes. Jetzt kann man gedanklich 1975 stehen bleiben (da wurde es schon entdeckt und mit dem Nobelpreis belohnt) und das ignorieren, so wie mimikama, oder diesen Punkt bewerten. Die Beführworter sagen jetzt, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass eine reverse Transkrition stattfindet. Das mag sein. Allerdings ist es auch so, dass es keine Rückfallebene gibt. Während beim regulären Bau der Aminos über die Prozessierung eine Qualitätssicherung stattfindet, läuft die rev. Tr. ohne Kontrolle. Jeder Lesefehler geht ungeprüft durch und das im Wirkbetrieb - direkt in den Zellkern. Die Fehlerwahrscheinlichkeit ist da extrem hoch.

    Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Man forsch an diesen Stoffen seit mehr als 20 Jahren und noch keines hat die Hürden der Zulassung überwunden. Warum? Einerseits, weil sie nicht wirksam waren (der Körper bildet keine ausreichende Immunantwort) und andererseits weil die Nebenwirkungen einfach zu groß waren - Autoimmunreaktionen sind als Stichwort ja schon genannt. Dass man jetzt einfach die Messlatten niedriger legt und im Panikmodus hier einen Feldversuch startet, dürfte man durchaus kritisch sehen, wenn man denn wollte.

    Wenn man es bildlich machen wollte:
    Wir versuchen quasi mit einem neuartigen Flammenwerfer Unkraut zu vernichten, der vom TÜV nicht geprüft ist, bei dem nicht klar ist, ob das Unkraut hinterher weg ist und der kein Rückschlagventil hat. Das Gerät wird aktuell noch von den Spezialisten des Herstellers auf dem Firmengelände unter definierten Randbedingungen getestet und kommt morgen in Wald, Feld und Wiese zum Einsatz - selbstverständlich ohne Betriebsanleitung. Kann klappen, nur würde ich gern vorher drüber reden ob das der richtige Weg ist.