Ich hatte da ein anderes Verständnis der Datenerfassung.
Das RKI weist ausdrücklich das Erkrankungsdatum aus und pflegt diese Daten auch rückwirkend. Nur wenn das Erkrankungsdatum fehlt, wird das Meldedatum verwendet. Und ansonsten haben wir eine Inkubationszeit von 5-6 Tagen und ein serielles Intervall von 4 Tagen. Wie daraus jetzt 4 Wochen werden sollen, verstehe ich leider nicht.
Und zu den wirklich infizierten: Ja, das wusste man nie, zu keinem Zeitpunkt. Und es steht zu erwarten, dass viele Menschen das Virus schon hatten. Was im übrigen auch an der Testmethodik des RKI liegt. Es wurden nur Leute getestet, die bestimmte Kriterien erfüllen, also vorausgewählt waren. Daraus kann ich nicht auf die Grundgesamtheit schließen, zumal ja 80% der Infizierten symptomfrei bleiben. Hierzu hätte man tägliche, verdachtsunabhängige und repräsentative Stichproben veranlassen müssen. Gleichwohl waren die RKI-Zahlen ja gut genug, um Einschränkungen zu beschließen, warum dann nicht auch für die Lockerung.
Interessant wird jetzt übrigens zu beobachten, ob die Tests wirklich auf 4,5Mio/Woche hochgefahren werden. Werden dann weiterhin die Absolutzahlen verwendet?
Wir hätten im übrigen noch eine dritte Option. Antikörpertests. Sollte tatsächlich eine sehr große Anzahl an Menschen das Virus schon gehabt haben oder haben, könnte man auf die Impfungen verzichten...Immunität nach Covid bei nur sehr geringem Reinfektionsrisiko wird ja auch vom RKI bestätigt.