Beiträge von Tobi75

    in einer sendung von capitano wurde das thema behandelt und da hieß es der arbeitsvertrag von CZ sei nur von einer partei unterschrieben und deshalb jetzt die klage auf die unbefristung.

    Dann hat aber einer bei der Vertragsanzeige nach §§ 32,33 Spo falsche Angaben gemacht.

    Was wären die Folgen? Wenn nicht beide unterschrieben haben, ist der Vertrag dann insgesamt ungültig und hätte CZ dann die Spielgenehmigung gar nicht erhalten dürfen? Das DHB Formular schreibt die Schriftform vor, ein mündlicher Vertrag oder konkludentes Handeln reichen also nicht aus. Außerdem ist das Formular von beiden Parteien zu unterzeichnen. Kann das ggf. hilfsweise verwendet werden?

    Was wäre denn die Folge? Mal angenommen, CZ bekommt recht und der Vertrag gilt als unbefristetes Arbeitsverhältnis. Gelten dann nicht die gesetzlichen Kündigungsfristen? Mal angenommen ein Gericht würde dies schnell entscheiden, könnte der THW dann nicht mit Frist von z.B. 3 Monaten kündigen und wäre der Vertrag dann nicht u.U. Sogar kürzer?
    Und noch ein anderer Aspekt: im wissenschaftlichen Bereich werden Verträge immer wieder befristet erteilt. Oft ist nur der Lehrstuhlinhaber fest angestellt und alle anderen sind projektbezogen engagiert. Da Projekte nicht unendlich laufen, gilt das wohl als nicht sachgrundlos. Gleiche Argumentationen könnte man ja auch übertragen.

    Hört sich für mich so an, als ob Zeitzi vielleicht eine Klausel im Vertrag hat, die in Kraft tritt sobald er eine gewisse Anzahl von Spielen gespielt hat!?!


    Das klingt plausibel und mit dem Schritt ihn von den Spielen auszuschließen (oder ihn nicht zu berücksichtigen wie es heißt) geht man auf Nummer sicher, dass diese Option nicht greift. Man stelle sich vor, man müsse sich am Ende streiten ob "gespielt" heißt, im Kader gewesen zu sein, einsatzbereit auf der Bank gesessen zu haben, das Spielfeld betreten zu haben oder den Ball in der Hand gehabt zu haben. Mit der Begründung "daraus die sportliche Konsequenz gezogen" stellt man zudem klar, dass es keine Repressalie ist, sondern rein leistungsmäßige Gründe hat (die zu widerlegen schwer sein dürfte). Das alles passt ganz gut zusammen, so dass ich dieser Spekulation mal folgen würde.

    So, auch mit einem Tag Abstand ist es immer noch schwer, diese 10 Minuten von gestern zu akzeptieren. Als Handballfan taten diese 10min extrem weh und jeder dieser
    Ballverluste war nochmal ein Stich ins Herz.
    Was ich aber noch viel schlimmer finde als die Leistung der Deutschen Nationalmannschaft in den letzten zwei Wochen sind manche Kommentare (teilweise derart unter der Gürtellinie und von einem hohen Ross herunter). von vermeintlichen Experten und Besserwissern.

    Das kann man kaum besser sagen.

    Neben den ganzen Rechenkünsten und "was wäre wenn"-Betrachtungen, wäre doch die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten der wichtigere Aspekt. Nicht dass wir die Tabellenarithmetik zwar bis ins Detail kennen, aber sportlich dann doch gegen Spanien verlieren.

    Aufbauen kann man auf TW + Abwehr. Auch die wiederentdeckte Wurfgewalt aus dem Rückraum (Fäth, Kühn) hat mir gut gefallen. Was völlig fehlt sind die Abschlüsse über Kreis und Außen. Eine Option wäre Kohlbacher zu bringen. Vielleicht steigen die Chancen angespielt zu werden, wenn man nun extra und ausschließlich für den Angriff reinkommt. Wenn er nun schon mal da ist, kann er ja auch werfen. Ebenfalls nicht verstanden habe ich, warum die Außen kaum Bälle bekommen. Platz war da und wenn es denn mal soweit war, hat zumindest LA auch getroffen. Reichmann hat meiner Erinnerung gar nicht erst den Ball bekommen. Die Halben wäre hier in der Pflicht mal den freien Mann zu sehen und abzulegen. Disziplin im Angriff: diverse Stürmerfouls Weinhold. Mag ja sein, dass der Junge platt war und nicht anders konnte. Dann soll der BT wechseln. Häfner war doch gestern ganz solide. Und wenn man dann noch was verbessern will, dann den Gegenstoß. Wir spielen hinten gut und belohnen uns zu selten mit den einfachen Toren.

    Eine Reihe von Baustellen. Wenn man davon ein, zwei Punkte verbessert, steigert das unsere Chancen ausf Weiterkommen. Zeit ist ja noch ein bisschen. Auf gehts Jungs.

    Welchen Einfluss der Zeitpunkt einer Entscheidung doch auf die Wirkung hat. Hätte Prokop den Spieler Roscheck nicht mitgenommen, hätte man den erweiterten Nationalmannschaftskader-Gedanken gut verkaufen können (sowohl im Verein als auch für den Spieler selbst). Jetzt schickt er ihn nach 2 Spielen nachhause und der Junge ist komplett verbrannt. Für ihn tut es mir wirklich sehr leid.

    Bemerkenswerter Satz: „Wir haben einen Qualitätsverlust, deshalb gehören wir auch nicht zun den Top Drei der Liga.“
    Allein den Abgang Lemkes kann er wohl nicht meinen und damit schließt sich die Frage an: Warum eigentlich?

    ...Tatsache ist, dass er sehr schnell auf die Rolle "Defensivspezialist" festgelegt wurde, obwohl er für den Angriff erkennbar Talent hatte.

    Finn Lemke war eine knappe halbe Saison in Magdeburg, dabei in Teilen verletzt. Eine echte Rolle im Team hatte er bis dahin noch gar nicht gefunden - weder offensiv noc hdefensiv. Als er zur Nationalmannschaft für die EM im Januar 2016 nominiert wurde, war diese Entscheidung nicht unumstritten. Es gab auch Meinungen, die lieber Kühn direkt mitgenommen hätten - auch weil er erkennbar kompletter war. Lemke hat im Turnier mit Pekeler den dominierenden Mittelblock des Turniers gestellt und damit seinen "Durchbruch" und seine Rolle gefunden. Dass es da nicht mehr rausgekommen ist (oder auch wollte?), hat sicher viele Gründe. Seine offensiven Einsatzzeiten beim SCM (die er definitiv hatte) und die dann gezeigten Leistungen haben jedenfalls keinen Grund geliefert ihm mehr zu vertrauen - Potenzial hin oder her.

    Sofern Du also mit "festgelegt wurde" die Rolle in der Nati mit Anschlussverwendung im Club meinst, d'accord, andernfalls würde ich widersprechen.