Ja, das ist auch so. Nur nicht alles. Regeln sind auch dafür da, gewisse Ziele zu erreichen. Wenn man bei der kritiklosen Anwendung von Regeln das Ziel aus den Augen verliert ist damit keinem geholfen.
Es ist sehr schwer, Regeln so zu formulieren, dass damit in jedem Fall, das damit erwünschte Ergebnis zu erzielen. Dies führt meistens zu recht komplexen Regeln mit vielen Ausnahmebestimmungen. Man kann vereinfacht sagen, dass je einfacher eine Regel formuliert ist, umso eher treten Ungerechtigkeiten auf, wenn man die Regel auf alle Situationen anwendet.
Vollkomen richtig. Das bedeutet aber auch, dass eine Regel die nicht zur Zielerreichung taugt, außer Kraft gesetzt oder angepasst werden muss - und zwar für alle.
Tue ich das nur für einen Einzelnen, ist das denen gegenüber unfair, die sich auf die Einhaltung eingestellt haben und dafür vielleicht sogar Geld ausgegeben haben, was sie genausogut auch in den Kader hätten investieren können und vlt. sportlich besser abgeschnitten hätten. Wer weiß?
Es muss doch ein Grundgedanke der Gleichbehandlung und Fairness sein, dass Regeln die für alle gelten, auch von allen eingehalten werden müssen.
Jeder ambitionierte Verein der zweiten Liga weiß doch, worauf er sich einlässt und neben der sportlichen Leistungsfähigkeit betrifft das auch die anderen Rahmenbedingungen. Sollte man zu dem Schluss kommen, dass die derzeitigen Anforderungen überzogen sind, sollte man diese reduzieren. Auch eine Übergangsfrist für Aufsteiger fände ich durchaus eine sinnvolle Regel, nur muss das auch vereinbart werden und nicht als Einzelfall und Ausnahme auf goodwill der HBL beruhen.