Beiträge von Tobi75

    Tatsache ist, dass er 2x so unterschrieben hat und 2 Jahre kein Problem damit hatte.

    1 Jahr lang (22/23) hatte er kein Problem, oder? Wie hat er denn in Eisenach (23/24) unterschrieben- auch digital? Möglicherweise kam ihm die Erkenntnis mit dem Kontrakt in Eisennach dass eine digitale Unterschrift nicht gilt. Man lernt ja immer dazu. ;)

    Das ein Vertrag geschlossen wurde ist zweifelsfrei. Ob er gültig ist, wird von Spielerseite bestritten mit recht strittigen und zweifelhaften Begründungen. Hier kann nur eine Entscheidung in einer Hauptverhandlung des Arbeitsgerichtes endgültig Klarheit schaffen und das wird nach derzeitigem Stand erst in ein paar Monaten erfolgen. Das sind die Fakten. Da das Zehnder zu lange dauert, möchte er vorzeitig durch eine einstweilige Verfügung aus dem Vertrag raus, was das AG Nürnberg mangels eines echten Härtefalles abgelehnt hat und das ist nach meiner Meinung auch völlig korrekt.

    Danke für die Erläuterung und es mag haarspalterisch sein aber eben auch Kern des Problems: Wenn die Rechtsgültigkeit in Frage gestellt wird (hier wenn ich es richtig lese, wg. formaler Unzulänglichkeiten) dann ist der Vertrag eben nicht zweifelsfrei geschlossen. Vielleicht hatte man die Absicht dies zu tun, ev. sogar beiderseitig, aber eben nicht zweifeldfrei geschlossen - so jedenfalls meine laienhafte Bewertung und Interpretation.

    Nur zu meinem Verständnis und ganz unvoreingenommen gefragt: Du gehst davon aus, dass ein Vertrag geschlossen wurde. Ist es nicht gerade die Argumentation des Spielers, dass dieser Vertrag gar nicht gültig ist weil nicht rechtskonform abgeschlossen oder ist die Wirksamkeit der Vertragsverlängerung schon geklärt?

    Heymann: Rückraum rechts?

    Sagen wir es mal so, es ist schon merkwürdig, wenn der Spieler Sport macht und nicht seiner Frau bei der Geburt beisteht, die ihr erstes Kind gebärt.

    "Sport machen" klingt nach Freizeitgestaltung und wird der Sache wohl kaum gerecht. Dass ein Vater, der seinem Job nachgeht, nicht bei der Geburt dabei sein kann, dürfte hingegen schon ab und an vorkommen. Auch wenn es sicher das Ziel für jeden ist, lässt es sich eben mitunter nicht realisieren, weil das was dranhängt eben auch Gewicht hat, das sollte man nicht kleinreden.

    Aber genau das ist ja die Frage, ob die Nada das auch so sieht:

    Dass eine Kontaminierung durch Körperkontakt die wahrscheinlichere Variante ist.

    Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob Portner schlüssig darlegen konnte nicht wissentlich, vorsätzlich und leistungssteigernd gedopt zu haben. Ob die Körperkontaktübertragung da eine argumentative oder eine begleitende Rolle spielt, hat ja außerhalb dieses Forums gar keiner dargelegt, oder?

    Die Frage ist ehr nicht politisch und sehen wir das auch so. Und die Frage ist vor allem nicht glaube ich dieses oder jenes.

    Das was das HBL-Präsidium gemacht hat, ist die Anwendung des Nationalen Anti-Doping Codes 2021 und der dort aufgestellten und für alle gültigen Regeln. Artikel 3 "Dopingnachweis" regelt unter 3.1 die Beweislast und das Beweismaß. Die Beweislast für das Vergehen liegt bei der NADA oder dem nationalen Sportverband. Das erforderliche Beweismaß liegt oberhalb von 51% und muss 100 nicht erreichen, 99%, 98%, 97% ... all das reicht aus und ist vorliegend mit den zwei positiven Proben erbracht worden.

    Die Beweislast zur Widerlegung obliegt dem Athleten. Das erforderliche Beweismaß liegt allerdings deutlich niedriger, nämlich bei dieser "... leicht überwiegenden Wahrscheinlichkeit...", die im NADA-Kommentar mit 50%+1 beziffert ist. Ein echter Beweis, der zweifelsfrei und zu 100% schlüssig und konsistent ist, ist nicht erforderlich. Das war im übrigen die Anforderung, von der ich bisher fälschlicherweise ausgegangen bin.

    Portner hat durch ergänzende Analysen, Fachgutachter, Quervergleiche, Sachvortrag etc. schlüssig darlegen können, dass ein Verstoß weniger Wahrscheinlich ist, als kein Verstoß und das reicht. Ob er das mit 80%, 70%, 90% oder 51% Wahrscheinlichkeit darlegen konnte wissen wir nicht, da das Anforderungsniveau für den Athleten aber nur die 51%-Grenze hat, ist das auch egal. Damit hat das HBL-Präsidium genau das erfüllt, was der NADA Code als Anforderung vorgibt und die sperrigen Formulierungen mit "... leicht überwiegenden Wahrscheinlichkeit..." transportieren genau diese Regelungen. ALF hat das weiter vorn ja alles schon mal dargestellt.

    Wenn die NADA da jetzt reingrätschen will, müsste sie den Sachvortrag von Portner angreifen. Die Haaranalyse anzweifeln, die ergänzenden Tests als falsch bewerten, die Quervergleiche widerlegen... das dürfte schwierig werden, meinst Du nicht? Allein zu sagen, ich kassiere die Entscheidung weil sie nicht zu meiner Vorstellung oder Linie passt, reicht nicht, weil man dann dem eigenen Code in Frage stellt und fachlich/sachlich wird sich das HBL-Präsidium da auf ganz sichere Füße gestellt haben. Lothar Frohwein hat das ja in Bezug auf beteiligten Juristen schon mal eingeordnet.

    Ich hätte das nicht für möglich gehalten, aber ich glaube das Ding ist durch.

    interessante Details. Danke.

    Übrigens der Fritz Sörgel, welcher vor 4 Wochen noch forderte, dass eine Haarprobe notwendig ist, um zu beweisen, dass Nikola eine "normale Menge" konsumiert hat:

    "Weiter sprach Sörgel auch über das Magdeburger Statement. Der Verein behauptete, es sei ausgeschlossen, dass in den Wochen und Monaten vor dem relevanten Dopingtest jemals eine ‚normale‘ Konsummenge von Methamphetamin in Portners Körper gelangt sei. „Wenn das tatsächlich so ist, müssten sie eine Haar-Probe entnehmen, um das beweisen könnten“, stellte er klar." Quelle

    Was denn nun Herr Sörgel? Haarprobe gemacht - negativ. Und nun?

    das gefällt mir.

    Wenn eine entlastende Haarprobe, sowie Gutachten/Analysen von Experten den Schluss zulassen, dass bei dem positiv getesteten Wirkstoff eine leistungsfördernde Wirksamkeit definitiv nicht gegeben ist und ...

    wie gerade geschrieben: "...nicht gegeben ist und in der Langzeitbeobachtung (Haaranalyse) auch rückblickend nie gegeben war...) .... d'accord!

    Na das geht ja schon wieder heiß her hier. Ich bin tatsächlich irgendwie hin und her gerissen.

    Da wo ich klar bin, ist die Freude für den Menschen und Sportler Nikola Portner, dass er wieder das machen darf, was seine Profession ist. Sport machen, trainieren, soziale Kontakte, Mannschaft, Verein ... all das wird ihm gefehlt haben und das bekommt er jetzt zurück. Das ist gut so.

    Die Entscheidung des HBL-Präsidiums hat bei mir trotz Fanbrille etwas Bauchgrummeln erzeugt - und da kann ich bspw. auch Arcosh ein Stück weit verstehen. Das mag aber auch mit meiner Unkenntnis des Regelwerkes zusammenhängen und der laienhaften Bewertung der Sache durch mich. Platt gesagt, war für mich immer klar, mit positiver B-Probe obliegt die Beweislast der Unschuld dem Athleten und unter Beweis habe ich auch immer 100% Beweis und keine schlüssige Darlegung verstanden - also Mathe Klasse 6, q.e.d., hieb- und stichfest. Das Exempel mit den verunreinigten Schmerztabletten war das Muster und Zahnpasta oder falsches Müsli reichen eben nicht.

    Das Regelwerk sieht das aber offensichtlich anders. Wahrscheinlichkeit des Sachvortrags von 50+1 reichen aus und das konnte Portner darlegen.

    Ich glaube im übrigen, dass das Thema Fremdkontakt und geringe Nachweismenge nur Sekundärargumente waren, um das wie plausibel zu machen. Maßgeblich für mich wäre gewesen, was die Haaranalysen und die weiteren Tests ergeben haben. Das müsste ja quasi wie ein Eisbohrkern zu sehen sein und Rückschlüsse auf das übliche Verhalten des Sportlers erlauben. Hätte er systematisch oder einmalig Stoffe in so hoher Dosis konsumiert, dass eine leistungssteigernde Wirkung erreichbar gewesen wäre, so hätte man da etwas gefunden. Damit wäre das Argument, er hätte vor dem Spiel konsumiert und man weist nach dem Spiel nur geringe Restmengen nach (weil schnell abbauend), die ursprüngliche Dosis wäre aber leistungssteigernd gewesen, weg. Vorausgesetzt, die leistungssteigernde Dosis ist in Haarproben auch nachweisbar. Das ist natürlich wieder nur meine laienhafte Interpretation. Das HBL-Präsidium wird das sicher auch nicht genauer wissen, sich von Experten aber erläutert haben lassen.

    Nur habe ich durchaus gelesen wie die Magdeburger Fans hier sich sehr gut mit dem Wolff-Transfer nach Magdeburg anfreunden konnten. Absolut verständlich im übrigen. Als es dann klar war, dass es nichts wird, wollte Magdeburg natürlich nicht wirklich und Kiel bekommt ihn nur deswegen (überspitzt gesagt).

    Genauso gab es aber auch die gegenteiligen Stimmen und nicht wenige. Das war im übrigen die Phase als Hernandez überperformt hat und das konstant. Auch die Floskeln "wenn ein Wolff auf dem Markt ist, muss man sich damit beschäftigen" oder so ähnlich und die Einschränkung "wenn der Transfer denn passt" bzw. "wenn er denn finanzierbar ist" nachgeschoben. Ein gewisser Teil hier im Forum war diesem Gerücht auch offen ablehnend gegenüber und ist jetzt wahrscheinlich froh. Ich meine, die Stimmungslage zum Wolff-Gerücht war doch in der Fanschaft sehr ambivalent. Da jetzt irgendwas draus zu konstruieren - wie von Dir überspitzt - ist subjektiv natürlich voll zulässig, trifft m.E. aber nicht zu.

    Ich denke Magdeburg ist gut beraten, da nicht die riesigen Transfers stemmen zu wollen mit dem Risiko sich zu überheben. Wir waren gut beraten, die genau passenden Transfers mit Perspektive einzutüten. Und auch wenn ich persönlich einen Wolff ganz gern im Tor des SCM gesehen hätte, besteht unser Handlungsbedarf vordringlich auf anderen Positionen.

    Dem THW gönne ich den Transfer komplett (auch wenn das absolut unerheblich ist) und denke angesichts der Baustelle im Tor, ist das als Sofortmaßnahme für 24/25 auch geboten. Was dann 25/26ff wird frage ich mich allerdings schon. Entweder hat man so viel Budget für Wolff und PdV bzw. das geht zu Lasten der Feldspieler bzw. PdV kommt doch nicht... in jedem Falle hätte man Stand heute weniger Freiheitsgrade.

    Das Szenario das Magdeburg nur nicht wollte, ist aber arg konstruiert. Manche Spieler kriegt man nicht. Das ist selbst bei Barca so.

    Angesichts der nicht bekannten Fakten ist das Szenario gleichberechtigt zu dem Szenarien, dass Wolff nicht wollte, der SCM nicht konnte oder Kielce das nicht wollte. "arg konstruiert" sehe ich da nicht.

    Wenn jemand im Bergischen sein Recht einfordert ist das für dich unrühmlich, wenn das jemand in Hamburg tut aber ok! Mal abwarten bis mal ein Rechtsthema den SCM betrifft 😉

    bitte nicht von einzelnen usern auf den ganzen Verein samt Anhängerschaft projizieren, das hilft nicht weiter.

    Fußball ist da Gottseidank deutlich professioneller, wenn man mal Spanien (Barcelona, Madrid) ausklammert. Und wenn die Geldgeber in Paris keine Lust mehr haben, ist dort auch schnell das Licht dunkler.

    Warum ist der Fußball professioneller? Weil er die Regeln auch für alle durchsetzt. Hätte die HBL das auch gemacht, gäbe es das ganze Theater nicht. Keine mediale Schlammschlacht, keine Klagen keine faulen Kompromisse.

    Beschissen? Man ist 17. Von 18 Mannschaften geworden, davor Teams mit schlechterem Kader und weniger Etat, was eben zeigt das Mehr Geld nicht gleich bessere Platzierung bedeutet. Zu behaupten ein HSV beispielsweise wäre mit schlechterem Kader automatisch 17. Geworden ist pure Theorie, es gibt genug Beispiele das man mit guter Taktik und gutem Trainer viel aus einer Mannschaft rausholen kann. Beschissen wurden die Fans von den Entscheidungsträgern des Vereins, wegen der vielen falschen Entscheidungen, von den Spielern bei den vielen schlechten Leistungen, man hat gegen genug Mannschaften verloren die keine bessere Ausgangsposition haben. Wacht endlich auf und geht aus der Opferposition, es steht eine harte Saison bevor, in der man der klare Favorit ist. Fragt in Minden nach, was da alles passieren kann. Ich wünsche dem BHC den Wiederaufstieg, man muss sich ihn aber sportlich verdienen. Die Außendarstellung des Vereins hat ein peinliches Bild abgegeben, da gibt es viel zu korrigieren. An die eigene Nase zu packen und wirkliche Reflexion der eigenen Leistung müsst ihr erst lernen.

    Du machst die Ausnahme zur Regel. Natürlich ist das möglich, dass der underdog mit weniger Etat und schlechteren Spielern besser performt. Die Regel ist aber, dass ein besserer Kader die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg erhöht. Anders argumentiert: Warum leistet sich ein HSVH denn einen Kader, der wissentlich nicht gegenfinanziert ist? Hätten sie doch Spieler verpflichten können, für die sie auch Geld hatten. Na klar, weil sie zum Erfolg verdammt sind und das nur mit Qualität funktioniert.

    Hätte der HSVH mit einem seinen Budget entsprechenden Kader schlechter geliefert? Ja. Hätte er gegen den Abstieg gespielt? Möglich. Wäre der BHC dann sportlich drin geblieben? Vielleicht. Der Fehler geht doch da los, dem HSVH die Lizenz überhaupt erteilt zu haben und jeder andere Verein, der sich da betrogen fühlt, tut das moralisch zu recht. Und ich habe den Eindruck, mit jedem weiteren Schritt macht es die HBL noch schlimmer. Das ändert aber nichts am Ausgangspunkt und Ursache der ganzen Misere und das ist der HSVH.