VFL GUMMERSBACHSKI
Krämer will Mega-Deal mit Gazprom
Von ALEXANDER HAUBRICHS
VfL-Boss Hans-Peter Krämer buhlt um russische Gelder.
Foto: Bopp
Gummersbach – Hektische Betriebsamkeit bei den Oberbergischen. Nach dem Kreuzbandriss des russischen Talents Denis Zacharov will man noch vor Ende der Transferperiode Hamburgs Roman Pungartnik verpflichten.
Aber Zacharov ist nicht der einzige Russe, mit denen man in diesen Tagen spricht. Denn jetzt soll jener große Deal in trockene Tücher gebracht werden, von dem der EXPRESS am 18. Dezember bereits exklusiv berichtete. Gummersbachs Boss Hans-Peter Krämer will den WM-Boom nutzen und sich am Rosenmontag in Berlin mit Abgeordneten des russischen Energie-Riesen Gazprom treffen.
„Wir haben den Spatz in der Hand und sprechen mit der Taube auf dem Dach“, sagt der Ex-Kreissparkassen-Vorsitzende. Heißt: Ein großer Energiekonzern hat dem VfL bereits die Zusage für sein Engagement gegeben. Aber Krämer will Gazprom - als strategischen Partner. „Sie können 75 Prozent der Trägergesellschaft übernehmen und damit auch Einfluss nehmen.“ Der VfL Gummersbachski wäre geboren.
Dafür sollen die Russen was springen lassen. Rund 1,5 Millionen Euro Kapitalerhöhung, dazu hofft man auf eine jährliche Sponsorsumme in etwa der gleichen Höhe. Zudem will Krombacher für die Ausschank-Rechte in der geplanten Halle rund 600.000 Euro in den VfL stecken.
Doch der ganz große Befreiungsschlag würde nur mit Schalke-Sponsor Gazprom funktionieren – oder einem anderen russischen Oligarchen, der seinen Bekanntheitsgrad auf dem deutschen Markt steigern will. Krämer weiß, dass er ein Pfund hat, mit dem er wuchern kann. „Wir sind der bekannteste Handball-Verein der Welt, kommen aus dem Land des Weltmeisters. Es wird mehrere Gespräche geben.“