Ich finde das IHF-Bashing wie z.B. im Kommentar von Jens Weinreich bei dieser Sicht der Dinge einfach zum größten Teil falsch und es zeugt von einer sehr deutschen Sicht auf die Dinge. Ich kann das Gefasel von GEZ-Gebühren und Staatsvertrag auch nicht so recht nachvollziehen. Die Rechte werden pro Land vergeben und wenn durch die nicht vorhandene Verschlüsselung eben eine Hintertür aufbleibt, mit welcher die Lizenzen in anderen Ländern weniger wert werden, so muss diese eben geschlossen werden, damit eine saubere Vertragsgrundlage wieder hergestellt wird.
Hm - was ist daran falsch, wenn man kritisiert, dass es eine unsaubere Rechteausschreibung und eine Abstimmung ohne Kenntnis der Vertragsdetails. Beides nachvollziehbare Punkte und beides sind Dinge, die der DHB durchaus mal hätte ansprechen müssen, bevor man nun rumjammerte, dass man nicht im nationalen TV zu sehen sein wird.
Zitat
„Der Vertrag wurde in den Grundzügen vorgestellt“, sagt Prause, „aber die Details handelt doch der Präsident aus.“ Auf die Frage, ob damals klar gewesen sei, was dieser Vertrag für die verschiedenen Märkte und Nationen bedeute, antwortete Prause kurz und entschieden: „Nein. Definitiv nicht.“
Da muss man schon fragen, was den IHF geritten hat, zu diesem Zeitpunkt über die Vergabe abzustimmen.
Ob die WM dann tatsächlich im frei empfangbaren ÖR laufen muss, da kann man gerne drüber streiten (IMHO muss sie es nicht), aber warum soll man deswegen die Rolle der IHF verschweigen und die Rolle des DHB, die intern scheinbar nichts gegen solche Geschäftsgebaren unternehmen, sie vielleicht sogar fördern, sich öffentlich aber über das Ergebnis beklagen?