hier ein auszug dazu aus der magdeburger volksstimme:
Trainer Alfred Gislason bewies, das seine Ankündigung bei Amtsübernahme 1999 in Magdeburg ("Konsequenz soll mein Markenzeichen sein") keine Worthülse ist. "Wir wollen die Champions League gewinnen. Dem wird alles untergeordnet, auch ein Bundesligaspiel. Da mache ich keine Kompromisse. Alles andere wäre Schwachsinn."
Ohne Kervadec, Kuleschow, Liesegang, Stefansson, Perunicic (nur Abwehr) und Kretzschmar (Kurzeinsatz), nahm das Desaster seinen Lauf. "Ich bereue nichts. Ich stehe zu diesen Personalentscheidungen", meinte er nach dem Abpfiff. Auf die Frage, ob so ein Spiel nicht imageschädigend sei, entgegnete Gislason: "Das bestreite ich auf Grund der personellen Umstände." Dass 2500 zahlende Handball-Kunden enttäuscht waren, die Stars nicht sehen zu können, ließ den Coach kalt: "Wir spielen nicht für die Leute in Großwallstadt, sondern für unser Publikum. Für die reißen wir uns im Kampf um Europas Krone den Hintern auf."
Gislason verteidigte sein Konzept trotz der 23:38-Demütigung vehement: "Jeder Handballer wartet sein Leben lang darauf, einmal die Chance zu bekommen, die Champions League zu gewinnen. Wir haben sie. Ich wäre ein Vollidiot, wenn ich wenige Tage vor dem Hinspiel in Veszprem angeschlagene Spieler eingesetzt, zudem bei anderen Leistungsträgern Verletzungen riskiert hätte. Wenn was passiert wäre, hätten uns alle Experten zum blödesten Klub Europas ernannt."
im übrigen: in flense sind nach dem letzten BuLi-spiel gegen frisch auf (das gewonnen wurde) schröder und berge verletzt - schröder wird garantiert nicht in spanien spielen, berge höchstwahrscheinlich - kann man durchaus als pyrrhus-sieg bezeichnen