Beiträge von BerndO

    Zunächst mal kannst Du nicht auf Freiwurf gegen den Torwart entscheiden, sondern lediglich korrigieren (Regel 12:1). Aber spätestens beim 3. Mal würde ich wohl Absicht und somit eine Unsportlichkeit unterstellen. Somit kannst Du den Torwart persönlich bestrafen (Ermahnung - V - 2 - 2 - D).

    Bei einem E-Jugend-Spiel halte ich das aber für etwas überzogen, da würde ich wohl eher mal den Trainer ansprechen und eifrig weiter korrigieren.

    Bei älteren Jugendmannschaften oder gar im Aktiven-Bereich würde ich aber durchaus bestrafen.

    Gruß
    Bernd

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    Original von Hans-Chrisitian
    Ich kann doch nicht wissen, dass er wegen SR-Beleidigung disqualifiziert worden ist!

    Bei uns (Badischer Handballverband) sind solche Disqualifikationen von den SR mit Regelbezug (16:6d) und dem Zusatz "Beleidigung" (oder Bedrohung) auf dem Spielbericht zu begründen. Nur dann tritt die automatische Sperre ein. Zudem wird seit dieser Saison (jedes Jahr was Neues) bei Vergehen gegen die SR der Spielausweis einbehalten und an die spielleitende Stelle geschickt.

    Von daher sollte ein MV durchaus in der Lage sein, zu erkennen, ob sein Spieler gesperrt ist oder nicht (natürlich eine gewisse Regelkenntnis vorausgesetzt).

    Gruß
    Bernd

    Zitat

    Original von Trapp

    Ja darum geht es hier ja gar nicht. Unser torwart hat gedacht es wurde auf "Kreis" entschieden und hat dann den Fuß auf die Kreislinie gestellt. Der Schiri hatte aber nicht Kreis sonder irgend etwas anderes gepfiffen und es dann als Regelwiedrig empfunden, dass unser torwart mit einem Fuß auf dem Kreis stand, bei der Ausführung.

    Also, meines Erachtens darf es hier auf keinen Fall Freiwurf dagegen geben, der Ausführende hatte ja keine korrekte Ausgangsstellung. Von daher: Korrektur und Anpfiff.

    Führst Du einen Freiwurf (ohne Anpfiff) auf der 9mLinie stehend aus, ist ja auch zu korrigieren.

    Gruß
    Bernd

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    Original von Elch
    Bernardo, zu Deiner Schilderung ist bis zum Aufstehen wahrscheinlich noch alles Korrekt, aber weiterlaufen und dann prellen ist dann doch zuviel (Aufstehen sind bestimmt zwei Schritte).

    Ich hatte ja nicht auf Schrittfehler sondern auf Prellfehler entschieden, denn unmittelbar nach dem Aufstehen hat er ja (das zweite Mal) geprellt, so dass es kein Schrittfehler sein konnte.

    isi: Bis jetzt war ich eigentlich fast immer mit unseren Beobachtern zufrieden, und keiner von ihnen hat den Anspruch allwissend bzw. allsehend zu sehen. Es kommt immer darauf an, wie der Beobachter im anschliessenden Gepsräch seine Bewertung verkauft.

    jfherden: Was die 120% angeht stimme ich Dir voll zu. Den Anspruch so pfeifen zu wollen habe ich ganz bestimmt nicht. Eher bemühe ich mich um eine angenehme Atmosphäre auf dem Spielfeld. :hi:

    Mir ging es hier auch primär um die Situation als solche. Und diesbezüglich ist der (reine) Regeltext eindeutig. Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass die Anweisung vom DHB schon ein wenig gegensätzlich zum Regelwerk ist. :pillepalle: Ich bin mal gespannt, was unser Lehrwart im Verband dazu sagt.

    isi: Nochmal, so eindeutig, wie Du es hier siehst, ist das Regelwerk nicht. Eher andersrum ;)

    Gruß
    Bernd

    In Regel 7:4b steht aber nicht dass der Ball die Hand verlassen muss, stattdessen beginnt der Prellvorgang wenn der Ball Richtung Boden gelenkt wird.
    Ich weiss, jetzt wird's spitzfindig. Das ist halt ne Entscheidung, die man in dem Moment auch aus dem Bauch heraus trifft.

    Gruß
    Bernd

    Also, wenn ich das erste Mal korrigiere, kann ich beim gleichen Vergehen später nicht bestrafen. Wie sagt man so schön: da bekommst Du dann "Standing Ovations" und es heisst "Der SR hatte keine klare Linie"

    Und da das Regelwerk nun mal in diesem Fall keine Korrektur zulässt, kann es nur eine Entscheidung geben.

    Weiterhin: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe (das mag jetzt nicht bei den Minis oder der E-Jugend gelten)

    Gruß
    Bernd

    Die Jugend wird auch immer "dreister" ;) In einem Oberligaspiel bei der männl. A-Jugend, welches ziemlich einseitig war, kreierte die haushoch führende Mannschaft eine neue Art der 7m-Ausführung.

    Der Werfer rammte den Ball in den Boden (sollte aber wohl nach einem Versehen aussehen), so dass ein Mitspieler den prellenden Ball auf 6m aufnehmen konnte und nun per Sprungwurf aus 4m am verdutzten Torwart ins Tor warf. :baeh:

    Ich geb zu, ich 8o (und mein Partner) war auch ziemlich perplex und nach einer Ewigkeit (so schien es) kam der Pfiff zum Freiwurf dagegen. :verbot: Denn der 7m ist ja bekanntlich als Torworf auszuführen.

    Oder hätte hier jemand das Tor gegeben, da der Ball ja zumindest ein Stück weit Richtung Tor gespielt wurde?

    Jedenfalls hatte der Schütze :unschuldig: definitiv nicht die Absicht einen direkten Torwurf auszuführen.

    Gruß
    Bernd

    Korrigieren heißt hier jedoch: Freiwurf dagegen, denn:

    Regel 15:2
    Ausgenommen im Falle der Ausführung des Abwurfs muss der Werfer bei der Wurfausführung mit einem Teil eines Fußes ununterbrochen den Boden berühren (13:1a). Der andere Fuß darf wiederholt vom Boden abgehoben und wieder hingesetzt werden

    Und 13:1 sagt:
    Grundsätzlich unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel und lassen es durch einen Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufnehmen, wenn:
    a) die ballbesitzende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die zu einem Verlust des Ballbesitzes führen muss (4:2-3, 4:5-6, 5:6-11, 6:2a-b, 6:4, 6:7b, 7:2-4, 7:7-8, 7:10, 8:8, 10:3, 11:4, 12:3, 13:7-8, 14:4-7 und 15:2-5).

    Gruß
    Bernd

    Wie würdet Ihr entscheiden in folgender Situation:

    Spieler fängt den Ball im Lauf und rutscht beim nächsten Schritt aus, so dass er zu Boden fällt. Den Ball behält er unter Kontrolle. Während er jedoch den Ball mit einer Hand festhalten kann, berührt der Ball den Boden.
    Jetzt steht er auf, läuft einen Schritt, PRELLT und spielt ab.

    a) Freiwurf für die abwehrende Mannschaft
    b) weiterspielen

    Gruß
    Bernd

    Zitat

    Original von jfherden
    ...
    Das mit der separaten Strafenspalte ist nicht erlaubt, da der Bogen in der Struktur nicht verändert werden darf.
    ...

    Das wird wohl von Landesverband zu Landesverband unterschiedlich gehandhabt. Die SR im BHV werden jedenfalls angewiesen, diese Spalten für die Offiziellen und die Mannschaftsstrafen auf den alten Bögen handschriftlich hinzuzufügen. Wir hier im Süden haben sicherlich auch etwas andere Bögen als die Nordlichter. Z/S haben bei uns auch noch nie separat unterschrieben. Meistens allerdings doch, nach Spielschluss im Namen ihres Vereins zur Kenntnisnahme.


    Gruß
    Bernd

    Die 4. Strafe wird sehr wohl eingetragen und zwar mit der gleichen Zeit wie die 3. Zeitstrafe und die Disqualifikation. Auf den neuen Spielberichtsbögen gibt es auch eine entsprechende Rubrik für Mannschaftsstrafen. Auf den alten Bögen kann man (so wird das im BHV gemacht) ja im Bereich der Auszeiten eine separate Spalte handschriftlich machen.
    Für die 2-Min Strafe für die Offiziellen muss man da ja auch "kreativ" werden

    Gruß
    Bernd

    Die Regeltests sind auf jeden Fall eine gewöhnungsbedürftige Sache, da die Fragestellungen und die möglichen Antworten teilweise etwas verwirrend formuliert sind. Auf jeden Fall sollte man sich die Zeit nehmen, alles gründlich durch zu lesen, wenn nötig auch mehrmals.

    Am besten bereitet man sich wirklich mit alten Fragebogen vor. Das Studium des Regelwerks allein reicht meines Erachtens für das Bestehen der Tests nicht aus.

    Gruß
    Bernd

    Bei uns im Kreis (Mannheim) werden den Vereinen direkt keine Kosten auferlegt. Evtl. sind von den Lehrgangsteilnehmern Unterrichtsmaterialien wie z.B. der "Handball-SR" selbst zu zahlen (Lohnt sich aber auf jeden Fall). Der Kreis hat ja durchaus Interesse an einer regen Beteiligung und wird durch irgendwelche Kosten niemanden abschrecken wollen.

    Wir in unserem Verein haben es bislang so gehandhabt, dass wir den Neulingen die Erstausstattung SR-Kleidung bezahlt haben. Zudem wurde aktiven SR der Jahresbeitrag erlassen (aber unser Etat wird leider auch immer kleiner)

    Gruß
    Bernd