Beiträge von chruschtschow

    ...und ich dachte immer Friesenheim ist ein Stadtteil von Ludwigshafen und knackt die 100.000 Einwohner locker....daß die Friedrich Ebert-Halle deswegen trotzdem nicht voll wird könnte sich ja nach dem Aufstieg ändern.....

    zur Grosstadtbetrachtung:

    Kiel, Mannheim, Berlin,Melsungen (Kassel), Magdeburg, Hannover,BHC, Friesenheim (Ludwigshafen);Erlangen - also ich bin bei 9 Grosstädten über 100.000.... .

    Genau! Und wie heißen die Mannschaften bei Auswärtsspielen: Ludwigshafen oder Friesenheim? Melsungen oder Kassel? (Welches KFZ-Kennzeichen hat denn Melsungen und welches Kassel). Und wer - außer Insidern - weiß welche Stadt/Städte sich hinter Bergischer HC verstecken? Ich tippe am häufigsten wird Bergisch Gladbach genannt werden. Bekannt durch Heidi Klum.

    In Hamburg haben sie extra mal auf einer Karte gezeigt wo der Gegner Delitzsch herkommt. Die haben ihre Heimspiele (auch) in Leipzig ausgetragen - und waren trotzdem nicht Leipzig.

    Und wie sollte das bitte nachhaltig geändert werden. Vereinen wie Wetzlar, Balingen, Melsungen oder Friesenheim die Lizenz zwangsentziehen und sie an künstliche Produkte oder Fußballtraditionsvereine in Metropolen verschachern. Das kann wohl auch nicht der Weg sein. Dann lieber weiter wie seither...............

    Sie fragen mich, wie man das nachhaltig ändern kann und beantworten dann die Frage. Das kann doch wohl nicht der Weg sein.

    Ich kenne einen möglichen Weg. Vielleicht werde ich ihn mal an entsprechender Stelle - gewiss nicht hier - zur Diskussion stellen.

    Übrigens haben wir vor 15 Jahren den Namen Hamburg noch nicht in Liga 1 gehabt...die Namen Mannheim, Hannover und Berlin allerdings auch nicht. Die Großstädte sind also da und es ist kein negativer Trend, denn auch in Liga 2 ist da so manch ein Verein in Lauerstellung der unter dieses Kriterium fallen würde.

    Also: ich war in den 80er schon beim Erstliga-Handball in Berlin. Auch in München. Ich habe auch Wallau-Massenheim in den 90ern mir in der Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim angesehen. Die Ballsporthalle in Frankfurt hat ja nicht funktioniert.

    Ach so: ich komme aus der Provinz, lebe wieder in der Provinz - und bin die letzten Jahre zum HSV-Handball gegangen.

    Na ja, aber die Stadtgröße alleine macht es doch auch nicht. Dass Großstadtvereine mehr bringen als Kleinstadtvereine, widerlegen Beispiele wie Düsseldorf - dort war zuschauermäßig gemessen an der Stadtgröße nun wirklich überhaupt nichts los, ähnlich war es früher auch in München bei Milbertshofen oder Schwabing. Ich denke, man muss einen Mittelweg gehen - natürlich sollte man versuchen, größere Städte als zumindest temporäre Spielorte zu gewinnen, aber es muss auch an anderen Stellen was getan werden, um Handball von seinem veraltet-provinziellen Image zu befreien. Dazu gehören größere, besser ausgestattete, moderne Hallen, die mit dem alten Vorurteil aufräumen, dass Handball noch immer in Turnhallen stattfindet, dazu gehört ein professionelles, gut wirtschaftendes Umfeld (gerade da war Hamburg ja auch eher kein Vorbild), eine bessere Vermarktungsarbeit von Vereinen, Ligen und Verbänden, usw.. Das alles ist aber auch mit kleineren Standorten machbar. In den 80ern und 90ern, als Handball auch noch mehr Stellenwert und Bekanntheit in der Bevölkerung besaß, kannten auch sehr viele Leute Gummersbach, Göppingen oder Minden; dass es sich um kleine Städte handelte, war da offenbar auch wurscht. Bis auf Essen gab es damals eigentlich gar keinen Großstadt-Verein, der dauerhaft erfolgreich war. Und Kiel ist jetzt auch nicht die Riesen-Metropole.

    Ich hatte dem HSV seiner Zeit (2006) eine Marketingstrategie (deren Umsetzung für absolut geringes Geld möglich gewesen wäre und für deren Erfolg ich garantiert hätte) präsentiert, die aber keine Beachtung fand, weil man davon ausging, das mit dem sportlichen Erfolg auch der wirtschaftliche kommen würde. Und den sportlichen Erfolg wollte man sich erkaufen. Wir - die damalige HSV-Geschäftsführung und ich - haben dann eine Vereinbarung zur Sponsorenakquisition getroffen und kaum war diese unterzeichnet, war die Geschäftsführung entlassen und die neue Geschäftsführung teilte mir, als ich um einen Termin zum persönlichen Kennenlernen bat, mit, dass sie -also er - daran kein Interesse habe, denn man wolle zukünftig mit einem führenden Sportvermarkter zusammenarbeiten und der würde ein Rundum-sorglos-Paket bieten. Ich bat dann um die Auflösung der Vereinbarung und meinte, dass er dann ja die halbe Geschäftsstellen-Mannschaft entlassen müsste. Mit dem Vermarkter hat es wohl nicht geklappt, dafür gehörte seine Ehefrau bald darauf zur HSV-Belegschaft.

    Eigentlich könnte ich das Scheitern des HSV mit Schadenfreude/Genugtuung zur Kenntnis nehmen. Zumal ich es glücklicherweise nicht nötig habe, zu arbeiten.

    Durch die Stadtvereinsbrille mag es düster aussehen, aber ich halte es für unglaublich arrogant aus der Einwohnerschaft in einer Großstadt ein größeres Recht auf professionellen Spitzensport abzuleiten.

    Ich bin der Meinung, dass der Profi-Handballsport und hauptsächlich seine Protagonisten, die Spieler, größere Beachtung und mehr Geld für ihre Leistung verdient haben. Und das dieser Sport in Arenen gehört. Nicht mehr, nicht weniger. Und das ist unheimlich arrogant.

    ich muss mich korrigieren: auch ohne den HSV spielen 7 HBL-Vereine in Städten ab 100.000 EW. Hatte Aufsteiger Erlangen nicht berücksichtigt.

    Foyer Des Arts: Wissenswertes Über Erlangen Lyrics

    "
    "Sagen Sie mal junger Mann, ich hätte mal ´ne Frage.
    Da rechts da steht doch so ´ne Kirche, wie heißt die denn?"

    Das ist ein netter junger Mann,
    was der sich alles merken kann.
    Es gibt ja so viel Wissenswertes über Erlangen.
    Wissenswertes, Wissenswertes über Erlangen...

    Merken Sie sich eines: Erlangen liegt nicht im Sauerland!
    Hier rechts das neue Schwimmzentrum,
    zum Schwimmen, Trimmen, Sonnenbaden.
    Diese Seite Erlangens ist weithin unbekannt.

    Das ist ein netter junger Mann,
    was der sich alles merken kann.
    Es gibt ja so viel Wissenswertes über Erlangen.
    Wissenswertes, Wissenswertes über Erlangen...

    Hier links ist eine Kirche, sie wurde erbaut in der Vergangenheit,
    von einem Baumeister aus dem Sauerland.
    Insbesondere Sonntags wird sie von gläubigen Erlangern gern besucht.
    Das religiöse Leben Erlangens ist breit gefächert und sehr interessant.

    Das ist ein netter junger Mann,
    was der sich alles merken kann.
    Es gibt ja so viel Wissenswertes über Erlangen.
    Wissenswertes, Wissenswertes über Erlangen...

    Jetzt kommen wir zum Marktplatz, im Volksmund auch das Stadtzentrum genannt.
    Hier steht das Alte Rathaus und das neue Shopping-Zentrum.
    Hier steh´n Vergangenheit und Gegenwart dicht beieinander.
    Diese Seite Erlangens nimmt sich imposant aus Und ist sehr interessant.

    Das ist ein netter junger Mann,
    was der sich alles merken kann.
    Es gibt ja so viel Wissenswertes über Erlangen.
    Wissenswertes, Wissenswertes über Erlangen...

    "Sagen Sie mal junger Mann, ich hätte mal ´ne Frage. Sind Sie ein echter Erlanger?"
    - "Ja ja, ich bin von Erlangen."
    " Ein waschechter Erlanger?"
    - "Ja, ich bin gerne in Erlangen."
    "Ich liebe den Humor der Erlanger."
    - "Das stimmt. Ha ha"
    "Dieser Mutterwitz."
    - "Ja, ja"
    "Und die Erlanger sind so gastfreundlich."
    - "Ja, ja"
    "Und die modernen Bauten..."
    - "Ja, ja"
    "... und dennoch traditionsbewußt."
    "Ja ja es stimmt. Die Erlanger sind wirklich gastfreundlich."
    - "Hm hm."
    "Aber hier liegen ja so viele Zigarettenkippen auf der Straße."
    - "Naja"
    "Martha, bei uns in Bielefeld ist das ja alles viel sauberer."
    - "Hören Sie mal zu. Die Bielefelder sind doch so mundfaul."
    "Also wenn ich auch einmal etwas sagen darf. Am gastfreundlichsten sind doch die Isarlohner.Und auch die jungen Leute in Isarlohn, sind immer so gepflegt. Sicher, Jeanshosen tragen sie ja heut´ alle. Da hat man ja nicht ´gegen. Aber sauber..."
    - "Alle jungen Leute in Erlangen sind auch sehr adrett und grüßen im Treppenhaus wenn man sie trifft."
    "Also ich hab´ mal ´ne Führung durchs Edelsteinmuseum. Sie wissen ja - Idaoberstein. Was sach ich, ein wunderbarer Führer. So ein Student.... lange Haare, aber eben sehr freundlich und hilfsbereit"
    - (Ja die Erlanger sind gastfreundlich.)
    "...Die Idaobersteiner sind ja überhaupt sehr hilfsbereit."
    - "Da mögen Sie aber noch Glück gehabt haben. Ich hab ja auch mal eine Führerin gehabt, im Marmelandenmuseum von Schwarthau. Ach, die zotteligen Haare hingen der so ins Gesicht und auch in den Mund wenn sie sprach. Widerlich."
    "Ja ja, die im Norden sind sowieso ein ganz anderer Menschenschlag."
    - "Die im Norden."
    "So humorlos!"
    - "Ja ganz humorlos, schrecklich..."
    - "...Ausgesprochen"
    "Bis die mal den Mund aufkriegen..."
    - "Ja, das kann man von den Erlangern nicht sagen."
    - (Ja die Erlanger sind gastfreundlich.)
    "Gott sei Dank. Die haben ja eine ganz besondere Herzlichkeit. Und wenn man mal ein Gasthaus geht. Da ist ein ganz besonderes Flair. Das gibt´s eben nur in Erlangen"
    - "Also ich komme aus Wolfsburch. Bei uns ist es doch auch sehr schön. Die Stadt hat auch so ein eigenes Flair. Man kann das gar nicht richtig beschreiben"
    - "Also haben Sie denn in Wolfsburg auch so nette ... wo man mal ´nen Kaffee trinken kann, schön mittags..."
    ""

    In Deutschland gibt es 76 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. 17 von 18 Vereinen der 1. Fußballbundesliga sind dort beheimatet. 10 von 18 Vereinen der BBL und 10 von 14 Teams der DEL.

    Ohne den HSV sind es 6 von 18 HBL Vereinen.

    In den 5 größten Städten Deutschlands spielen 5 Fußball-Bundesligisten, 3 Basketball-Erstligisten, 4 DEL-Vereine und 1Handball-Bundesligist - und der spielt im Gegensatz zur Konkurrenz nicht in der größten Halle Berlins und zieht auch nur etwas mehr als die Hälfte der Zuschauer von Eisbären und ALBA.

    Insofern ist das - ohne Zweifel selbst verschuldete - Scheitern des HSV ein schwerer Schlag für alle, die diese Sportart professionaliseren und von ihrem Provinzmief befreien woll(t)en.

    Ich fürchte, der Handball in Deutschland steht vor keiner guten Zukunft.

    Durch die Dorfvereinsbrille betrachtet, mag es anders aussehen.

    In jeder Krise liegt auch eine Chance!

    Die Chance ist, mit einem neuen wirtschaftlichen Träger in der dritten Liga das Ding von Grund auf neu aufzubauen und sich dabei wirklich und tatsächlich in Hamburg zu verwurzeln. Weg mit der Raute. Eine eigene, glaubwürdige Identität aufbauen. Schritt für Schritt und seriös die mittelfristige Rückkehr auf einem soliden Fundament angehen. Wie seinerzeit Berlin, nur beim Start eben eine Klasse tiefer. Das mag anfangs ein Ochsenritt sein, aber es gibt sicherlich genügend enthusiastische Fans und auch Gönner, die diesen Weg mitgehen, wenn sie denn mitgenommen werden und vielleicht auch in einzelnen Bereichen mitgestalten können. Vor allem weiß man ja jetzt, wo die Fallstricke liegen...

    Also: "Strg-Alt-Entf" drücken und neu starten! - Dann kann der Standort Hamburg mittelfristig wieder zum Leben erweckt werden. Diesmal dann dauerhaft.

    Und wovon träumen Sie nachts?

    Entweder der HandballSportVerein Hamburg erhält eine Lizenz für die 1. Liga oder es wird ihn nicht mehr geben. Bei dem dem Projekt - ich weiß, jetzt kommt wieder einer mit der Bemerkung, dass Projekte zeitlich begrenzt sind - geht es darum, Handball als Spitzensport in Hamburg zu etablieren. Wer glaubt, dass es Interessenten, sei es Mäzene/Sponsoren oder Zuschauer, für 2. oder 3. Liga-Handball in Hamburg gibt, der kennt diese Stadt nicht.
    Aber die meisten hier würden ja das Verschwinden dieses "Retortenklubs" begrüßen, damit dieser Sport weiter in der Versenkung der provinziellen Turnhallen verschwindet.
    Klar wurden beim HSVH große Fehler gemacht und die Situation ist selbstverschuldet, aber wird euch noch fehlen - und das nicht nur als Feindbild.

    In der Klimek/Knüppel-Ära war das "Erfolgsgeheimnis": Toller Sport + tolle Arena = Publikumserfolg. (Das Ergebnis ist bekannt.)

    In der Rudoplh-Ära lautet(e) die "Erfolgsformel": Toller Sport + tolle Arena + sportlicher Erfolg = Publikumserfolg. (Ausgang offen.) jetzt bekannt

    Erfolg kommt zumeist nicht von allein, meistens muss man gut (systematisch) und hart dafür arbeiten. Nicht nur im Sport.

    Der Sportler erfährt die Wahrheit auf dem Platz. Der Kaufmann beim Blick in seine Kasse.

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    Immerhin muss A.R. wohl nicht wie Herr Klimek in den Knast.

    Kleine Anmerkung noch: In den ersten Jahren hat der der HandballSportVerein Hamburg 500.000 € jährlich für die Logo-Nutzung an die Fußballer abgedrückt. (Welcher Betrag heutzutage aufgerufen wird, weiß ich nicht. Denke aber, es wird sich nicht großartig geändert haben. Ich hatte ihnen seinerzeit einen Weg aufgezeigt, wie sie durch Umbennung/anderes Logo möglicherweise Geld hätten verdienen können.

    Umfrage/Diskussion im HSV-Forum 2007:
    http://forum.hsvhamburg.de/viewtopic.php?…der=asc&start=0

    Das Verbot, das Lied "In Hamburg sagt man Tschüss" bei 2-Min.-Strafen für die gegnerische Mannschaft zu spielen, das Herr Stemberg beim Spiel des HSV gegen Magdeburg aussprach, hat nun offensichtlich doch nichts damit zu tun, dass man seine Wichtigkeit als Funktionär am besten durch das Durchsetzen von völlig absurden Entscheidungen beweist, sondern vielmehr mit den Expansionsplänen der HBL in Richtung USA.

    Wie aus für gewöhnlich gut unterrichteter Quelle zu erfahren war, hatte Herr Stemberg vorab von den Expansionsplänen erfahren und erkannte sofort beim ersten Abspielen des Liedes beim o.g. Spiel den Sprengstoff den dieses Lied für diese Pläne bedeutet.

    "In Hamburg sagt man Tschüss" und Amerika. Da war doch was, dachte er sich. Und sofort fiel es ihm ein: hatte nicht ein Terrorpilot des 11. Septembers in Hamburg gelebt. Hätte es nicht sein können, dass dieser Pilot mit in "Hamburg sagt man Tschüss" auf den Lippen seine Maschine in das World Trade Center steuerte. Geistesgegenwärtig reagierte er.

    Herr Stemberg, der der Deutsche Handball muss Ihnen für die Entscheidung, das Abspielen von "In Hamburg sagt man Tschüss", mit der sie sich für Uninformierte, der Lächerlichkeit preisgegeben haben, danken.

    Bitte scheuen Sie sich nicht, auch alle Zuschauer, die dieses Lied singen, als Unterstützer einer terroristischen Vereinigung verhaften zu lassen.

    Zitat

    Original von Experte

    Jetzt das Beispiel HSV Hamburg: Aus Bad Schwartau nach Hamburg transferiert, weitere Mannschaften nicht vorhanden, kein Herz und keine Seele, eine halb volle ungemütliche Halle.

    M.W. gibt es eine weitere Mannschaft. Die AH-Mannschaft mit (u.a.)
    Rudolph, Schmäschke, Rastner, Krebs.

    Das erklärt auch die Einkaufspolitik überwiegend ältere Spieler zu verpflichten. Beim HSV wird nämlich langfristig geplant und die AH gezielt verstärkt.