Stimmt, einzelne Aktionen, die am Ende ein Spiel entscheiden, dürfen nicht über Wohl und Wehe des Trainers entscheiden (Kroatien-Spiel). Dennoch stellt sich die Frage, ob Prokop seinem Team die richtige Einstellung für alle Spiele des Turniers mit auf den Weg gegeben hat. Gegen Österreich hat es gepasst. Lettland war das Gegenteil. Dass man gegen Spanien verliert, ist auch nicht "undenkbar", nur das Wie sollte thematisiert werden. Phasenweise war das Spiel der deutschen Mannschaft nicht EM-reif.
Diese Frage stelle ich mir auch seit dem ersten Spiel. Mein Eindruck ist, dass die Mannschaft sehr viel Druck hat - entweder vom Management, sich selbst, der Öffentlichkeit, vom Trainer, wo auch immer her. Und mit diesem Druck nicht klar kam.
Wenn man jetzt mal die Parallele zum Fußball zieht. Jogi schafft es die Mannschaft zum WM Titel zu führen und 4 Jahre später scheidet er mit einer lustlos verkrampften Mannschaft in der Vorrunde aus. Schuld des Trainers? Des Teams?
Schwierig. Viele Entscheidungen die CP getroffen bzw. nicht getroffen hat und für die er kritisiert wird, lassen sich von außen immer leicht kritisieren. Wir kennen aber viele Hintergründe nicht. Winczeck scheint ja schon angeschlagen in die EM gegangen zu sein und fällt jetzt ganz aus. Über den wirklichen Fitness- und Gesundheitszustand des Teams wissen wir nichts und werden vermutlich so bald auch nichts erfahren.
Die Mannschaft scheint aber mit ihrem Trainer nicht unzufrieden zu sein. Zumindest war das Spiel gegen Österreich ein deutliches PRO Trainer Spiel und Peke stellt sich mit seinen Aussagen ja auch deutlich vor die Mannschaft und seinen Trainer.