Beiträge von Arcosh

    Ich find's nach wie vor komisch, dass man dafür ausgerechnet die HBL nimmt.

    Zunächst einmal beschränkt sich die Auswahl für Dyn auf Sportrechte, die zwischen Start des Projektes und geplantem Senderstart neu ausgeschrieben werden.Mit den Bundesligen im Basketball, Handball, Volleyball und Tischtennis hat man bis auf Eishockey (und evtl. Hockey) alle relevanten Mannschaftssportarten in Deutschland abseits des Fußballs abgedeckt. Mit Fußball hat bislang in Deutschland noch kein Sender Gewinne erwirtschaften können und somit finde ich den Ansatz auf Fußball zu verzichten zwar riskant, aber nachvollziehbar - zumal es aktuell in der Gesellschaft und insbesondere unter den jüngeren Sportfans eine Distanzierung vom Fußball gibt.


    Bei allen Mannschaftssportarten abseits des Fußball ist das Zuschauerinteresse weniger von den Erfolgen einzelner Vereine als vielmehr dem Abschneiden der Nationalmannschaft abhängig. Ein Champions-League-Sieg des THW Kiel bringt keinen zusätzlichen Zuschauer in die Hallen oder vor die TV-Geräte, Laptops und Smartphones. Ein Titelgewinn der DHB-Auswahl bei einer EM, WM oder olympischen Spielen hingegen lässt auch das Interesse an der HBL wachsen. Insofern ist ein Vertrag für die Übertragungsrechte der HBL von 2023 bis 2029 ein cleverer Schachzug. Aktuell sind die Handballrechte wahrscheinlich zu einem angemessenen Preis zu bekommen, aber die nächsten Jahre bieten mit dem "Jahrzent des Handballs" (U21-WM 2023, Herren-EM 2024, Frauen-WM 2025, Herren-WM 2027) realistische Chancen, dass die Übertragungsrechte an Wert gewinnen.

    Gummersbach hat damit wohl schon jetzt den Klassenerhalt klar gemacht.


    Wirklich erfrischend wie der VFL auftritt!

    Man darf Gummibach quasi schon zum Klassenerhalt gratulieren und jetzt können sie mit Burgdorf und Erlangen die europäischen Plätze angreifen. FAG und Lemgo wollen ja nicht mehr, Melsungen wollte noch nie und Wetzlar spielt im Kay W.-Gedächtnis-Modus sowieso nur gegen den Abstieg.

    Mit 6;2-Punkten und vor allem einem überzeugenden Auftreten in allen vier Spielen stehen die Chancen gut auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern. Weiter in die Ferne würde ich jetzt noch nciht schauen. Neben der eigenen Leistung muss man aber auch sagen, dass der VfL Gummersbach einen idealen Spielplan hat um die Aufstiegseuphorie in Punkte umzumünzen und so gut in die Saiison zu starten. Je länger sie dieses Momentum bewahren können, umso besser. Aber es können auch Phasen in der Saison kommen, in denen vier oder fünf Spiele in Folge verloren gehen werden und dann zeigt sich wie gefestigt die Mannschaft ist und welche Impulse der Trainer geben kann.

    Füchse Berlin - ASV Hamm-Westfalen

    VfL Gummersbach - TVB 1898 Stuttgart

    Handball Sport Verein Hamburg - Bergischer HC

    Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt

    HSG Wetzlar - Frisch Auf! Göppingen

    TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel

    SC Magdeburg - GWD Minden

    TBV Lemgo Lippe - SC DHfK Leipzig

    HC Erlangen - MT Melsungen


    Im oberen Tabellendrittel steht ein echter Gradmesser für die bislang furios spielenden Rhein-Neckar Löwen an und ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Berlin, Kiel und Magdeburg sollten keine Probleme haben, Erlangen und Gummersbach können ihre guten Saisonstarts hoffentlich weiter ausbauen.

    Keine Ahnung wie der VfL Gummersbach dieses Spiel noch als Sieger beenden konnte. Die komplette zweite Halbzeit verdient zurückgelegen, reihenweise einfache Fehler im Angriff gemacht und Bälle weggeworfen und plötzlich bringt der letzte Wurf den Sieg.


    Die letzten 15 Sekunden der HSG waren dann symptomatisch für eine Mannschaft die bei Null punkten steht und gerade das nächste Spiel aus den Händen gegeben hat.

    Sehr guter Start ins Spiel vom VfL Gummersbach, aber je länger die erste Halbzeit andauert, umso mehr kam das Angriffsspiel des VfL ins Stocken. Hinten fehlt es beim VfL noch an der notwendigen Torhüterleistung und das Experimentieren mit der 3:3-Abwehr hat leider auch nicht geklappt. Ich hoffe der VfL kommt mit neuen Impulsen aus der Kabine.


    Ich bin mal gespannt, ob der Mann mit der hohen Vereinsidentifikation heute dem Derby gg Gummersbach seinen Stempel aufdrücken kann.

    Welche Kriterien hast Du, bei Wetzlar gegen Gummersbach von einem "Derby" zu schreiben?

    SG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin

    Bergischer HC - TBV Lemgo Lippe

    ASV Hamm-Westfalen - HC Erlangen

    TVB 1898 Stuttgart - Rhein-Neckar Löwen

    Frisch Auf! Göppingen - SC Magdeburg

    MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf

    SC DHfK Leipzig - Handball Sport Verein Hamburg

    HSG Wetzlar - VfL Gummersbach

    GWD Minden - THW Kiel


    An diesem Spieltag sind einige vielversprechende Partien dabei. Flensburg gegen Berlin ist das erste Bundesliga-Topspiel der Saison; beim Verlierer des Spiels zwischen dem BHC und dem TBV wird die Stimmung über den Saisonstart nicht gut sein; die MT hat die letzten beiden "Derbys" gegen Hannover in eigener Halle jeweils deutlich (22:29, 20:28) verloren; Leipzig wartet ebenso noch auf die ersten Saisonpunkte wie die HSG Wetzlar, so dass trotz Favoritenstellung schon Druck auf den Gastgebern liegt.


    Ich freue mich auf diesen Spieltag.

    Puuuuhh ... mit einer Mischung aus unbändigem Kampfeswillen und dem nötigen Glück bleiben zwei ganz wichtge Punkte im direkten Duell um den Klassenerhalt in Gummersbach. Nach 25 Minuten schien es beim 17:10 ein ganz lockerer Handballnachmittag in der Schwalbe Arena zu werden. Aber während der VfL den Fehler machte im Angriff nicht mehr mit 100% zu agieren, sich reihenweise Fehlwürfe erlaubte und den gegnerischen Torwart warm warf, hat Hamm einmal mehr bewiesen, dass ihr Kampfeswille erstligatauglich ist! Als Hamm zehn Minuten vor Schluss mit drei Toren in Führung lag, hätte ich keinen Cent mehr auf den VfL gesetzt. Dass Dominik Mappes die letzten vier VfL-Treffer zum Happy End erzielte passt wie die Faust aufs Auge. Aktuell steht und fällt mit ihm das Angriffsspiel der Oberbergischen.


    Das Spiel dürfte die Mannschaft wieder etwas auf den Boden geholt haben. In der 1. Bundesliga kann man keinen Gang zurückschalten - egal wie es steht. Falls in Wetzlar und gegen Stuttgart noch zwei Punkte hinzukommen, wäre der gelungene Saisonstart perfekt.

    TCLIP:

    Natürlich ist die Stichprobe noch klein, aber die absolute Gewinnermentalität ist in den ersten drei Bundesligaspielen beim TBV Lemgo noch nicht aufgeblitzt. Bislang haben sie noch kein Spiel zu ihren Gunsten drehen können. Gegen den VfL Gummersbach sind sie die komplette zweite Halbzeit einem Rückstand hinterhergelaufen und konnten ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden oder neue Impusle ins Spiel einbringen. In Göppingen war das Spiel bis zum 29:29 (53. Minute) ausgeglichen, aber am Ende fehlten wieder die erfolgreichen Impusle. Das gestrige Spiel habe ich nicht gesehen, aber auch dort erarbeitete sich der TBV eine gute Ausgangssituation, aber ließ Strafwürfe und Überzahlsituationen ungenutzt und musste sich so mit einem Punkt begnügen.


    Im Prinzip hätte die Mannschaft des TBV Lemgo das Potential gehabt jedes dieser Spiele in der Endphase zu gewinnen und für eine Mannschaft die aufgrund von Neuzugängen noch in der Findungsphase ist, wäre eine echtes Erfolgserlebnis enorm wichtig. (Zum Vergleich: Hätte der VfL Gummersbach in den Spielen gegen Lemgo und Magdeburg nicht dermaßen viel Selbstvertrauen getankt, dann wäre Ihnen heute wahrscheinlich nicht der 5:0-Lauf in den Schlussminuten geglückt.)

    In den Kommentaren nach dem Spiel erkenne ich auf beiden Seiten Unzufriedenheit mit dem Saisonstart. Die MT Melsungen kann bei den eigenen Ansprüchen nicht zufrieden sein mit 3:3 Punkten. Wenn man sich in der Tabelle nach oben in Richtung der Top 4 orientieren will, dann muss gegen Mannschaften wie Hamburg und Lemgo gewonnen werden und auswärts bei den Rhein-Neckar Löwen sollte man wenigstens auf Augenhöhe agieren. Stattdessen bewegt die MT sich bsialng "nur" auf Augenhöhe mit dem TBV Lemgo und das ist vom Spielniveau eher die Zielsetzung "einstelliger Tabellenplatz mit Hoffnung auf Europapokalteilnahme". Das Einbinden von neuen Spielern ist für mich keine Entschuldigung, denn neben der Leistung auf der Platte gehört eine zielgerichtete Kaderplanung zu den Aufgaben eines Vereins, um die selbst gesteckten Saisonziele erreichen zu können.


    Beim TBV Lemgo bleibt ein leicht negativer Beigeschmack, weil insbesondere in der Crunchtime der TBV Lemgo mehrfach nichts mehr zuzusetzen hatte. Gegen Logrono wurde ein höherer Vorsprung eingebüßt, gegen den VfL verliert man die letzten fünf Minuten mit 3:4, bei FAG mit 1:3 und gegen die MT gehen die letzten 5 Minuten trotz doppelter Überzahl nur 3:3 aus.

    @S.A.M.:

    Natürlich ist das weder eine neue noch eine Handball-spezifische Beobachtung, dass es bei Schiedsrichter-Entscheidungen im Sport meist unbewusste Tendenzen zugunsten des Favoriten, aber auch zugunsten der Heimmannschaft gibt - und trotzdem ärgere ich mich im ersten Moment über den konkreten Einzelfall.

    TSV Hannover-Burgdorf - SG Flensburg-Handewitt

    Füchse Berlin - TVB 1898 Stuttgart

    TBV Lemgo Lippe - MT Melsungen

    THW Kiel - Bergischer HC

    HC Erlangen - Frisch Auf! Göppingen

    VfL Gummersbach - ASV Hamm-Westfalen

    Handball Sport Verein Hamburg - GWD Minden

    SC Magdeburg - HSG Wetzlar

    Rhein-Neckar Löwen - SC DHfK Leipzig

    Natürlich war der VfL Gummersbach in den letzten zehn Minuten mit seinen Kräften am Ende. Dann bekommt Blohme die Zeitstrafe zur doppelten Unterzahl obwohl es eher so aussah, dass er sich vom Außenspieler wegdreht (wobei ich das anhand der TV-Bilder nicht abschließend beurteilen kann oder will) und im folgenden Angriff geht der Arm der Schiedsrichter unverhältismäßig schnell nach oben. Durch diese doppelte Unterzahl kommt der SCM zu zwei einfachen Toren und überhaupt erst dem Anschluss. Dann wird Zeman auf die Bank geschickt obwohl er keine Bewegung auf Weber zu macht, dieser aber dafür umso dramatischer zu Boden sinkt. Der letzte Siebenmeter bei angezeigtem passiven Spiel war schlicht eine Fehlentscheidung und hat die letzte Chance des VfL auf ein Unentschieden beendet.



    Jetzt gilt es auf diese Leistung aufzubauen und am Wochenende gegen Hamm nachzulegen.

    Richtig starke Leistung des VfL Gummersbach und dann packen die Schiedsrichter am Ende deutlich den Meisterbonus aus und rauben dem VfL mindestens einen verdienten Punkt! Geschenkte Überzahlsituationen und Siebenmeterentscheidungen, die von keiner Regel gedeckt sind bringen den SCM überhaupt erst in Führung.

    Bei Rot bezog ich mich auf Christian Zeitz. Wenn ich die Absicht des Kopftreffers aus dem Spiel heraus erkenne, kann ich als Schiedsrichter nun auch Rot geben, konnte ich früher nicht.

    Die aktuelle Regeländerung bezieht sich einzig und allein auf eine Hinausstellung gemäß Regel 8:8 bei freiem Wurf an den Kopf des Torhüters. Bezüglich der Disqualifikation gibt es keine Regeländerung. Ein absichtlicher Wurf an den Kopf eines Gegenspielers hätte schon immer mit einer Disqualifikation bestraft werden können, aber wie würde ein Schiedsrichter die Absicht erkennen bzw. beurteilen wollen, wenn dies der Spieler nicht z.B. vorher verbal ankündigt?



    Kay Holm kommentiert die hier auftretenden Fragen bei Handball-World alle sehr gut.

    1. Es geht nicht um das "landen", sondern um den Kontakt beim Absprung!

    2. Ich würde gerne sehen, wie Du, wenn Dein Arm bereits mit vollem Schwung in der Vorwärtsbewegung ist, noch auf eine Bewegung des Torwarts reagierst und eine Korrektur des Wurfs vornimmst. Meines Erachtens ist das in der Kürze nicht möglich.

    Zu 2.: Wenn die geringe Bewegung des Torwarts während des Armzugs des Werfers bereits genügt, um den Kopf in die Flugbahn des Balles zu bewegen, dann hat der Werfer von Anfang an einen Wurf sehr knapp am Kopf des Torhüters vorbei geplant. Das kann er natürlich machen, aber damit nimmt er die erhöhte Chance eines Kopftreffers billigend in Kauf und dies wird ab dieser Saison bestraft - sofern es tatsächlich zum Kopftreffer kommt. Es ist ja nicht so als ob es beim freien Wurf nicht ausreichend Ecken des Tores und Wurfvarianten gäbe, bei denen der Kopf des Torwartes nicht in der Flugbahn des Balles ist.


    Prämisse diverser Regeländerungen bzw. Regelauslegungen der letzten Jahre war der Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Akteure und dazu wurden stets die in die Pflicht genommen, die den Kontakt vermeiden können. Abwehrspieler beim Stoßen gegen im Sprung befindliche Gegenspieler, Torhüter beim Kontakt im Tempogegenstoß, Verteidiger beim Kontakt mit dem Außen beim Absprung und nun Angreifer beim freien Wurf aufs Tor. Die aktuelle Regeländerung ist also nur eine konsequente Fortführung der letzten Jahre.

    Nein, jetzt mal im Ernst. 0,5l ist ein im Osten gängiges Maß für den Bierkonsum. Sei es in Flaschen oder vom Fass.


    Im Norden und Westen der Republik ist 0,33l verbreitet.

    0,33l-Bierflaschen sind ein Trend der letzten etwa zehn Jahre. Vorher waren im Westen Deutschlands die 0,5l-Bierflaschen das gängige Maß.

    Kein Kommentator oder Experte in Deutschland hat m.E. die Regelkenntnis, um z.B. die Letzten-30-Sekunden-Regeln richtig zu bewerten.


    Und auch z.B. die Szene von Eulen - Balingen am Ende hätte doch keiner von denen dem Zuschauer erklären können.

    Schiedsrichter werden nicht als solche geboren, sondern dazu ausgebildet. Wieso sollten ehemalige Profispieler nicht erfolgreich eine Schiedsrichter-Ausbildung durchlaufen können und anschließend von ihrer Erfahrung aus Spielerperspektive profitieren?

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