Beiträge von Arcosh

    Aus dem Urteil:

    Zitat

    Zeitnehmer und Sekretär haben eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben und darin ausgeführt, dass sie vor dem Spiel vereinbart hätten, neben dem mit Automatik versehen Signalhorn, das aus Erfahrungswerten „in dieser voll besetzten Halle mit zu erwartend lauten Zuschauern nicht klar hörbar“ sei, zu pfeifen. Man habe als Team ein „altbewährtes System“ verfolgt, wonach sich der Zeitnehmer auf die Uhrzeit zum Spielende konzentriert, die er am Bedienpult der Hallenuhr vor sich habe, während der Sekretär sich auf die Spielsituation fokussiert. Beim Abpfiff des Zeitnehmers sei sodann der Ball aus dem letzten Torwurf für den Sekretär noch nicht im Tor gewesen, sondern der Spieler habe sich noch im Wurf befunden. Das sei zum Zeitpunkt des Pfiffes die Wahrnehmung des Sekretärs nach der eigens vereinbarten Aufgabenteilung gewesen.

    Dazu zwei Auszüge aus den Internationalen Handballregeln:

    Zitat

    18:2

    [...]

    Wenn es keine Zeitmessanlage mit automatischem Signal gibt, übernimmt der Zeitnehmer die Verantwortung für das Auslösen des Schlusssignals zur Halbzeit und zu Spielende (siehe Regel 2:3).

    [...]

    Auch wenn ich die Intention des Zeitnehmers und Sekretärs verstehen kann, stellt das zu Protokoll gegebene Verhalten (das sie nach eigenen Angaben so regelmäßig praktizieren) bereits einen Regelverstoß zu Regel 2:3 und 18:2 dar. Wenn eine öffentliche Zeitmessung mit automatischem Schlusssignal vorhanden ist, dann ist diese zu verwenden und für die Bestimmung der Spielzeit bzw. des Spielende maßgeblich - gerade wil eine solche Zeitmessanlage eine präzise Zeitmessung mit einer Genauigkeit auf mindestens Zehntelsekunden ermöglicht, die mit der Trillerpfeife des Zeitnehmers und seinem Timing des Schlusspfiffes nicht realisierbar ist.



    Darüber hinaus gehört es überhaupt nicht zu den Aufgaben des Sekretärs zu beurteilen wann oder ob ein Ball im Tor ist - zumal er dazu wie bereits in einem vorherigen Post erwähnt auf Höhe der Mittellinie an einem Tisch sitzend überhaupt nicht in der geeigneten Position ist.

    Mit dem späten Ausgleich macht GWD Minden einen großen Schritt zum nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.


    Restprogramm:

    GWD Minden (16 Punkte, -82 Tore)

    • Füchse Berlin (A)
    • HC Erlangen (H)
    • HSG Wetzlar (A)


    HBW Balingen-Weilstetten (15 Punkte, -128 Tore)

    • SC Magdeburg (A)
    • Füchse Berlin (H)
    • HC Erlangen (A)

    Wo soll Balingen die mindestens zwei Punkte holen, die zum Klassenerhalt fehlen? Gegen die evtl. Meisterschafts-trunkenen Magdeburger? Gegen Erlangen für die es nur noch um die goldene Ananas geht? Hätte HBW in diesen Spielen Heimrecht, dann könnte ich mir eine Überraschung vorstellen, aber in fremder Halle fehlt mir der Glaube daran. Eher glaube ich, dass Minden am 33. Spieltag alles klar machen wird.

    Flensburg kann erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Leider haben die Norddeutschen in beiden Spielen offensiv die Anfangsviertelstunde verschlafen und Barcelona macht das sehr gut und im Stile einer Spitzenmannschaft.


    Angesichts des Teilenehmerfeldes freue ich mich sehr auf das Final4 in Köln.

    [...] Während ihr hier über die Entgleisungen diskutiert und spekuliert, hat nur ein User sie gemeldet. Macht es uns Mods auch nicht einfacher ;)

    Beim Versuch den Beitrag zu melden, erschien die Nachricht, dass der Post bereits gemeldet worden sei. Mehr als eine Meldung wird anscheinend seitens der Forumsoftware blockiert und somit konnte so die Mods nur eine Meldung erreichen!

    Mir stellt sich die Frage welche Wahrnehmung im Zweifelsfall für das Sportgericht ausschlaggebend ist: Zeitnehmer oder Schiedsrichter.


    Der Zeitnehmer hat die Spielzeit im Blick, aber von seinem Platz auf Höhe der Mittelline nur einen eingeschränkten Blickwinkel auf das Geschehen am Torraum und darauf wann der Ball die Torlinie überschritten hat. Die Warnehmung des Zeitnehmers war, dass der Torerfolg erst nach Ende des Spiels erfolgte.


    Die Schiedsrichter hingegen haben den Torraum und die Torlinie genau im Blick, und nehmen das Ende der Spielzeit anhand des akustischen Signals wahr. Die erste Reaktion der Schiedsrichter war es das Tor zu geben ehe sie nach Rücksprache mit dem Zeitnehmer ihre Einschätzung revidiert haben.

    Ich höre im Video deulich nach dem Torerfolg ein akustisches Schlusssignal. Allerdings kann ich nicht klar hören, wann das Signal beginnt.


    Grundsätzlich liegt die Hauptverantwortung für die Spielzeit beim Zeitnnehmer und seine Einschätzung ist zunächst einmal eine Tatsachenentscheidung. Für einen erfolgreichen Einspruch bräuchte der VfL Pfullingen wohl ein Video auf dem sowohl der Torerfolg als auch das akustische Schlussignal klar zu erkennen sind und das Sportgericht müsste dieses Video zulassen. Sehr schwierige Situation.

    Kann mal jemand eine Tabelle nur der letzten 8 Spieltage erstellen? Da dürften Hamm und Nordhorn-Lingen im unteren Drittel platziert sein. Das kann doch eigentlich nicht sein und weckt schon den Verdacht, dass da massiv gegen den Aufstieg gespielt wird. Nur: Wer will eigentlich aufsteigen?

    Auf Liveticker.com kann man sich die Form der letzten 5, 10, 15, etc. Spiele darstellen lassen. Anbei die Tabelle auf Basis der letzten 5 Spiele.


    die nfl hat dem handball den rang abgelaufen-

    das wäre an mir jetzt vorbeigegangen....gibts dazu zahlen ?


    seifert sehe ich auch eher positiv- auch wenn dort bild mitwirbelt.

    Die AGF Videoforschung hatte Anfang des Jahres ein Umfrageergebnis veröffentlicht. 14- bis 49-jährige wurden befragt mit welchen Sportarten sie im Jahr 2021 im TV in Kontakt gekommen sind.


    Das Ergebnis:

    [Blockierte Grafik: https://pbs.twimg.com/media/FKm66NkXsAAvvQI?format=jpg&name=900x900]


    Wer sich auf eine Medienpartnerschaft mit dem Axel Springer Verlag einlässt, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn bei der begleitenden Berichterstattung durch die Online- und Printmedien diees Verlages der sportliche Wert nicht im Mittelpunkt steht.

    Im Moment kann man den Eindruck gewinnen in der 2 Bundesliga gebe es einen Aufstiegsvermeidungskampf. Nordhorn mit 2 Punkten aus den letzten 6 Spielen, Hamm kommt auch nur auf 4 Punkte in den letzten fünf Spielen. Vergangeen Saison verpasste der VfL Gummersbach mit 55:17 Punkten den Aufstieg und aktuell hat die HSG Nordhorn bereits 24 Punkte.


    Einerseits denke ich, dass man die Chance zum Aufstieg ergreifen sollte, wenn sie sich bietet. Andererseits macht keiner der Vereine den Eindruck jetzt schon eine Mannschaft zu haben die in der 1. Bundeliga bestehen kann und so laufen sie Gefahr nach einem Jahr im Oberhaus wieder in der 2. Bundesliga zu landen, aber möglicherweise ohne ihre Leistungsträger und somit mit einer schlechteren Ausgangssituation als wenn noch ein Jahr 2. Bundesliga zur Weiterentwicklung der Mannschaft genutzt werden würde.


    Ich bin gespannt wie Hamm nächsten Samstag gegen Eisenach auftritt.

    Bin ich mir nicht sicher, wäre das nicht nur ein vereinsgebundener Platz für den Titelverteidiger?

    Primär steht der Teilnehmerplatz dem titelverteidigenden Verein zu, aber wenn dieser Verein diesen Platz nicht in Anspruch nimmt, dann geht er an den nationalen Verband über.


    Zitat

    Winner of the EHF European League 2020/21

    The winning team of the EHF European League 2020/21 has the right to enter the same competition in 2021/22 season. If not directly qualified to the group phase, this team will be seeded as number 1 in qualification round 2 and the resp. National Federation has the right to enter a total of one team additional to the places announced in the EHF place distribution. If the defending champion does not participate in the EHF European League Men, the resp. National Federation has the right to enter one team additional to the places announced in the EHF place distribution.

    Der 2. Fall wird in den Internationalen Handballregeln im Anhang "Guidelines und Interpretationen" beschrieben:


    Zitat

    Disqualifizierte Spieler / Offizieller (Regel 16:8)

    Disqualifizierte Spieler und Offizielle müssen die Spielfläche und den Auswechselraum sofort verlassen und dürfen danach in keiner Form Kontakt zur Mannschaft haben. Stellen die Schiedsrichter nach Wiederaufnahme des Spiels ein offensichtliches Vergehen eines disqualifizierten Spielers oder Offiziellen fest, ist dies in einem schriftlichen Bericht festzuhalten. Es ist jedoch nicht möglich, gegen diese Spieler oder Offiziellen im Spiel zusätzliche Strafen auszusprechen, und ihre Handlungen können in keinem Fall zur Verringerung der Anzahl der Spieler auf dem Spielfeld führen. Dies gilt auch, wenn beispielsweise ein disqualifizierter Spieler das Spielfeld betritt.

    Es ist dann Aufgabe der Spielleitenden Stelle im Nachgang auf das Vergehen zu reagieren. Grundsätzlich sind als Sanktion Spielsperren und Geldstrafen (nicht bei Jugendspielern) möglich.

    Zum Thema „Sky“ hat hat Holger Petersen in seiner Kolumne im shz folgendes geschrieben:

    „…Ex-DFL-Boss Christian Seifert will gemeinsam mit dem Medienkonzern Axel Springer einen Streamingdienst für Handball, Basketball, Eishockey und andere Sportarten aufbauen. Erste Sondierungsgespräche soll es gegeben haben. Das verspricht auch für die HBL, die bis 2023 an ihren TV-Partner Sky gebunden ist, gute Perspektiven für die Vergabe der Fernsehrechte ab nächstem Jahr...„ (shz 12.03.22}

    Für mich war das neu…

    Der neue Streamingdienst unter Leitung des Axel Springer Verlags und Christian Seifert hat den ersten großen Fisch an Land gezogen. Sie haben sich ab 2023 für sechs Jahre (!) die Übertragungsrechte an der Basketball-Bundesliga (BBL) gesichert und sich im Bieterverfahren gegen die Telekom / Magenta Sport durchgesetzt.


    Quelle: DWDL.de

    Die besten Nachwuchs-Handballer kommen 2023 nach Deutschland. Erstmals wird das Turnier in Deutschland ausgetragen.

    Zitat

    Das Jahrzehnt des Handballs beginnt mit einem Turnier, das wie gemacht ist für die Zukunft des Handballs: Unter dem Titel „Play the Future“ findet vom 20. Juni bis zum 2. Juli 2023 die U21-Weltmeisterschaft – mit den Top-Spielern der Jahrgänge 2002 und jünger und als internationale Kooperation in Deutschland und Griechenland. Seit dem heutigen Donnerstag sind die Spielorte der deutschen Turnierhälfte und der Weg des DHB-Teams bekannt: Los geht’s in der Swiss Life Hall in Hannover (4200 Plätze) und dann über die GETEC Arena Magdeburg (6300) zur Finalrunde in der Berliner Max-Schmeling-Halle (9000).

    Ich finde es fragwürdig in einer K.O.Runde mit Hin- und Rückspiel das Kriterium "spielentscheidend" nur auf den Ausgang der einzelnen Partie zu reduzieren und nicht beide Spiele als Einheit zu betrachten. Insbesondere wenn es sich um das Rückspiel handelt bei dem allen Beteiligten im Vorfeld bekannt war, dass es nicht nur einen einfachen Sieg benötigt, sondern einen Sieg mit einer gewissen Tordifferenz.

    TSV Hannover-Burgdorf - HBW Balingen-Weilstetten

    HSG Wetzlar - HC Erlangen

    TBV Lemgo Lippe - Rhein-Neckar Löwen

    Frisch Auf! Göppingen - Handball Sport Verein Hamburg

    Bergischer HC - GWD Minden

    Füchse Berlin - SC DHfK Leipzig

    SC Magdeburg - MT Melsungen

    Einerseits ist das lang ersehnte Ziel erreicht, aber andererseits ist es der Anfang einer viel größeren Aufgabe - nämlich eine Mannschaft zusamenzustellen, die in der 1. Bundesliga bestehen kann, damit sich der VfL Gummersbach wieder dort etablieren kann und nicht als Fahrstuhlmannschaft endet.

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