Beiträge von Arcosh

    Do, 07.05.2026, 19:00 Uhr: TVB 1898 Stuttgart - Rhein-Neckar Löwen
    Do, 07.05.2026, 19:00 Uhr: Frisch Auf! Göppingen - HSG Wetzlar
    Fr, 08.05.2026, 19:00 Uhr: TSV GWD Minden - Bergischer HC
    Fr, 08.05.2026, 20:00 Uhr: TSV Hannover-Burgdorf - SC DHfK Leipzig
    Sa, 09.05.2026, 19:00 Uhr: SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo
    Sa, 09.05.2026, 20:00 Uhr: MT Melsungen - ThSV Eisenach
    So, 10.05.2026, 15:00 Uhr: THW Kiel - Füchse Berlin
    So, 10.05.2026, 16:30 Uhr: SC Magdeburg - HSV Hamburg
    So, 10.05.2026, 16:30 Uhr: HC Erlangen - VfL Gummersbach

    Eigentlich sollte bei Spielpaarungen wie SG Flensburg-Handewitt gegen TBV Lemgo oder THW Kiel gegen Füchse Berlin bundesweit den Handballfans das Wasser im Mund zusammenlaufen. Nach den jüngsten Auftritten des TBV Lemgo und des THW Kiel sind aber die Aussichten auf spannende Spiele getrübt. Der THW Kiel hat zwar in den Spielen gegen Topmannschaften diese Saison meist überdurchschnittliche Leistungen gezeigt, aber anhand der Verletzenliste sehe ich wenig Hoffnung für die Zebras. Sollte am Dienstag in der European-League der GAU verhindert werden, dann werden sie wohl auch weiterhin die angeschlagenen Spieler bis Ende Mai schonen.

    Handball mit vollem Einsatzwillen erwarte ich dann eher in Minden. GWD Minden muss dieses Spiel gewinnen. Der Bergische HC hingegen hätte mit einem Auswärtssieg den Klassenerhalt so gut wie sicher. Leipzig wird am Freitagabend hoffen, dass die Hannoveraner noch schwere Beine vom Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt haben. Schließlich geht es für Hannover noch um einen möglichen Titelgewinn und einen Platz im internationalen Wettbewerb.

    Ich befürchte, dass die EHF mit der Bekanntgabe der Modalitäten für die Champions-League-Teilnahme den Abstiegskampf in der HBL beeinflusst. Seitdem die genauen Umstände für eine Champions-League-Teilnahme des European-League-Siegers veröffentlicht wurden und diese einen realistischen Weg aufzeigen, scheinen sich insbesondere der THW Kiel und die MT Melsungen voll und ganz auf diesen Pfad zu konzentrieren.

    Da der THW Kiel noch beim Bergischen HC und bei GWD Minden antreten muss (letzteres allerdings erst nach den Finals der European League) und Melsungen noch beim SC DHfK Leipzig gibt es noch Potenzial für weitere überraschende Punktgewinne der Abstiegskandidaten.

    Fun fact zur Nachbarschaftshilfe:

    In den letzten drei Spielzeiten, in denen GWD Minden in der 1. Handball-Bundesliga spielte, hat der TBV Lemgo im Frühjahr immer gegen GWD Minden verloren.

    • Saison 2025/26: 01.05.2026, 30. Spieltag, TBV Lemgo - GWD Minden 28:32 (8:15)
    • Saison 2022/23: 09.04.2023, 26. Spieltag, GWD Minden - TBV Lemgo 36:35 (17:14)
    • Saison 2021/22: 03.04.2022, 26. Spieltag, TBV Lemgo - GWD Minden 20:32 (10:18)

    Am Ende der Saison 2021/22 stand Minden am Saisonende zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz, im Folgejahr ging es trotz der Punkte gegen Lemgo in die zweite Liga.

    Glückwunsch an GWD Minden und speziell Tibor Ivanišević zu einer starken Leistung!

    Das ist eben der Unterschied. Minden kämpft noch um alles oder nichts. Für Lemgo ist die Saison eigentlich fast gelaufen, wenn da nicht noch der mögliche Negativlauf des THW wäre.

    Vor diesem Spieltag waren es nur vier Punkte Rückstand auf den THW Kiel bei quasi ausgeglichener Tordifferenz. Da beide Mannschaften am letzten Spieltag aufeinandertreffen, bräuchte es nur eine weitere Niederlage des THW Kiel und der TBV Lemgo könnte noch Platz 5 erreichen. Wofür das am Ende reichen wird ist noch ungewiss, aber nach dieser phänomenalen Hinrunde ist die Rückrunde ernüchternd. Seit jetzt sieben Spielen sind die Ostwestfalen ohne Sieg und drohen sogar Platz 6 zu verspielen, der auch noch zur Teilnahme an der EHF European League genügen könnte.

    Im Moment droht ein wenig ein Saisonverlauf wie bei der TSV Hannover-Burgdorf vergangene Saison - denen am Ende nur Platz 6, aber immerhin die Teilnahme an der European League blieb.

    Sollten Bundesliga-Schiedsrichter nicht auf dem Schirm haben, wer bereits zwei Zeitstrafen hatte? Dann hätte man sich den überflüssigen Videobeweis sparen können, der nur den Spielfluss unterbricht. Dritte Zeitstrafe oder direkte Disqualifikation macht nur für Statistiker einen Unterschied.

    sofern ein Schrittfehler vorliegt, hätten die beiden SR das Tor von Gummersbach auch nach erfolgtem Anwurf aberkennen dürfen. Das sagt die Regel.

    Jetzt wird es wild:

    Trifft Göppingen mit dem Anwurf das leere Tor, dann steht es unentschieden. Gehen dann die Schiedsrichter in den Videobeweis und erkennen einen Schrittfehler bei Schluroff, dann endet das Spiel mit einem Tor für Göppingen.

    Wird das so gelehrt? Gibt es auch dazu einen Regelbezug bzw. eine offizielle Regelerläuterung oder ähnliches?

    Im Falle eines hypothetischen Schrittfehlers müsste die Konsequenz doch ein Freiwurf für den Gegner und die Spielfortsetzung entsprechend sein. Hinzu kommt wie in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, dass ein erfolgreicher Wurf ins leere Tor instantan zum Wechsel des Ballbesitzes geführt hätte und somit das vorangegangene Tor gar nicht mehr überprüfbar gewesen wäre.

    Danke. Diese Anpassung zur Saison 2025/26 war mir entgangen.


    Trotzdem wäre z.B. im hypothetischen Falle eines Schrittfehlers eine Annullierung des Tores von Mir Schluroff ganz dünnes Eis gewesen und hätte meines Erachtens einen (wahrscheinlich erfolgreichen) Einspruch seitens des VfL Gummersbach nach sich gezogen. Bei Spielende liegt der Ball nach Parade von Dominik Kuzmanovic im Torraum. Das bedeutet mit Spielende hatte der Ballbesitz noch einmal gewechselt und somit hätte das Tor von Miro Schluroff trotzdem nicht mehr zurückgenommen werden dürfen.

    Das ergibt im Zweifelsfall für die angreifende Mannschaft in den letzten Spielsekunden eine missliche Lage. Haben sie das Gefühl, dass der letzte Gegentreffer irregulär war, dann müssten sie ihrerseits den Ballbesitz halten und dürften selber keinen Torwurf mehr nehmen.

    Bei den Siegen gegen Kiel und in Lemgo erweckte die MT Melsungen den Eindruck Platz 5 oder 6 noch angreifen zu wollen. Aber nach dem DHB-Pokal-Final-Four-Wochenende und der Bekanntgabe der EHF bzgl. der Vergabe der internationalen Startplätze scheint die MT Melsungen die HBL-Saison innerlich abgeschlossen zu haben. Zählt für die Hessen nur noch die EHF European League? Davon könnte auch noch der DHfK Leipzig profitieren.

    Das sind die Besonderheiten am Ende einer HBL-Saison. Gegen einen Gegner, der unbedingt hätte Punkten wollen/müssen, wäre wohl auch gestern wieder die schwache Schlussphase den Leipzigern zum Verhängnis geworden. So aber konnten sie ohne viel Druck der Erlanger die letzten 30 Sekunden herunterlaufen lassen.