Beiträge von Arcosh

    Gute Ausgangslage für Deutschland vor dem letzten Gruppenspiel. Selbst wenn gegen Portugal verlieren sollten, wären sie bei einer Niederlage mit weniger als 11 Toren Differenz als bester Gruppenzweiter aus den Gruppen A, B & C dennoch in der Hauptrunde. Umgekehrt gilt dasselbe auch für Portugal, die sogar mit zwölf Toren verlieren dürften.

    Der Anreiz des Sieges liegt also hauptsächlich in der Aussicht darauf, in der Hauptrunde den Nordeuropäern aus dem Weg zu gehen.

    Ich habe gelernt, dass die Deutschen Fans nicht über die Elfmeterwürdigkeit von Marc Cucurellas Handspiel diskutieren sollen, weil Niclas Füllkrug ohnehin im Abseits gestanden hätte.

    Nur hat beim Foul an Harry Kane den VAR offensichtlich auch nicht interessiert, dass die vorherige Ballmitnahme bzw. Vorlage von Bukayo Saka per Hand erfolgte.


    Torlinien lassen sich relativ gut überwachen, Abseitspositionen abseits der Timing-Problematik gut analysieren, aber komplexe Spielsituationen können in der Kürze der Zeit oft nicht hinreichend gut aufgeschlüsselt werden, so dass sich die Ungerechtigkeit nur verschiebt.

    Er ist schließlich Co-Kapitän. Da darf er sich beim Schiri beschweren. Und das eine und andere Mal hat er sogar Recht.

    Die offizielle Rolle des Mannschaftskapitäns wurde im Handball bereits 2005 abgeschafft. Kapitän, Co-Kapitän & Co. sind vereinsinterne Benennungen, die auf dem Spielfeld keinerlei Rolle spielen.

    Die EHF hat die Setzliste für die European League 2024/25 veröffentlicht: LINK

    Die MT Melsungen und der VfL Gummersbach müssen zwar erwartungsgemäß die Qualifikationsrunde spielen, aber da beide in demselben Lostopf sind, ist ein deutsches Duell ausgeschlossen. Mit IFK Kristianstad oder Elverum Handbold sind aber durchaus namhafte potentielle Gegner im anderen Lostopf zu finden.


    P.S.: Kennt jemand den Grund für die "Special Qualification" zwischen RK Izvidac (BIH) und HCB Karvina (CZE)?

    Vielleicht waren die siebenstelligen Summen am Anfang aber auch komplett falsch und wurden nur immer weiter überall übernommen, ohne das sie stimmten :/

    300.000 € sind gut 1,2 Mio. polnische Zloty. Das wäre eine mögliche Ursache für die exorbitanten Ablösesummen in den anfänglichen Gerüchten.

    Der VfL Gummersbach hat die neuen Trikots vorgestellt:

    Ich finde das Trikot gelungen - auch wenn ich mich auf den ersten Blick sehr an das Design von Paris St. Germain erinnert fühle.

    Die HBL wohl nicht, aber wie sieht das mit anderen Ligen aus?

    Für einen internationalen Wechsel (innerhalb von IHF-Mitgliedverbänden) Bedarf es eines Internationalen Transferzertifikates, dass der abgebende Nationalverband ausstellen müsste. Ohne die Freigabe seitens HBL/DHB wird das nicht funktionieren.

    Zitat

    Artikel 4, §1

    Ein Nationalverband kann die Ausstellung eines Internationalen Transferzertifikats verweigern, wenn:

    - der Spieler, der den Nationalen Verband zu verlassen wünscht, Verpflichtungen aus dem Vertrag mit seinem momentanen/früheren Verein nicht erfüllt hat.

    [...]

    Quelle: IHF, Reglement für Verbandswechsel

    Wenn Manuel Zehnder sich in Erlangen nicht mehr wohl fühlt, dann wird er einen Verein finden müssen, der bereit und im Stande ist eine angemessene Ablöse an den HCE zu bezahlen. Gegebenenfalls muss sich der Spieler direkt oder indirekt über seine Gehaltsvorstellungen an dieser Ablösesumme beteiligen.

    Torbilanz der Franzosen nach 4 Spielen: 2 Eigentore der Gegner und 1 Elfmeter. Kein Tor aus dem Spiel heraus selbst erzielt, aber im EM-Viertelfinale.

    Wobei ich persönlich das heutige Tor nicht als Eigentor gewertet hätte. Das war schon gut heraus gespielt und vom belgischen Verteidiger lediglich abgefälscht.

    Aber das ist doch der Punkt von Alf zitierten Stellen, dass die Unschuld des Athleten wahrscheinlicher sein muss, als dessen Schuld. (NADC)

    Also ein Meth-Konsument muss zum Handball gehen, dann einen von Spielern kontaminieren und zwar bevor diese Spieler zur Probe gehen....und ihr seit der Meinung, dass das dann wesentlich häufiger vorkommen müsste.

    Das klingt bei Dir so als würdest Du selber diese Konstellation für äußerst unwahrscheinlich halten. Dabei muss es doch die wahrscheinlichere Erklärung sein, als dass Nikola Portner wissentlich Methamphetamin zu sich genommen hat.

    Das hört sich so an wie: Ich halte ihn zwar für unschuldig, aber auf Grund der Rahmenbedingungen sperre ich ihn vorsichtshalber mal für 6 Monate, damit kein Präzedenzfall geschaffen wird.

    Dann hast Du mich falsch verstanden. Ich habe heute Abend mehrfach hier ausgeführt, dass ich weder von seiner Schuld noch von seiner Unschuld überzeugt bin. Die aktuell geltenden Dopingregeln, besagen, dass der Sportler verantwortlich ist für in seinem Körper befindliche Substanzen. Ob man das persönlich gut findet oder nicht, ist Nikola Portner mit der positiven Dopingprobe auf Basis des NADC ein gedopter Sportler. Es ging in dem Verfahren nicht darum, Schuld oder Unschuld festzustellen, sondern ein angemessenes Strafmaß festzulegen. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass es hinreichend Fakten gibt, um keine vierjährige Sperre zu verhängen.

    Ich persönlich finde die vermeintliche Erklärung zu unspezifisch, um komplett auf eine Sperre zu verzichten, aber falls NADA und WADA die Sichtweise des HBL-Präsidiums teilen sollten, dann werde ich das respektieren.

    [...] Das Urteil entspricht den Buchstaben des NADC (was Du ja bestreitest, weil Du lieber nicht alles liest). Über den faktischen Sachverhalt muss man gar nicht erst reden.

    Du hast vorgeblich alles gelesen und sprichst trotzdem (wider besseres Wissen?) von einem "Freispruch" für Portner. :hi:

    Das HBL Präsidium ist zu der Ansicht gekommen, dass die von Nikola Portner vorgetragenen Argumente seine Unschuld wahrscheinlicher erscheinen lassen, als seine Schuld (darauf beziehst Du Dich mit Artikel 3.1 des NADC). Das bedeutet aber nichts, dass die NADA oder WADA bei der Überprüfung des Urteils sich dieser Sichtweise anschließen müssen.

    fmikel

    Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich nicht in der Position bin, hier ein juristisch wie moralisch richtiges Urteil fällen zu müssen. Von Peter2000 wurde die Frage aufgebracht, ob es in Ordnung sei einen Unschuldigen zu sperren, um das System aufrechtzuerhalten. Tatsächlich ist das ein Dilemma. Die Umkehr der Beweislast ist rechtsstaatlich äußerst fragwürdig und gleichzeitig alternativlos im Anti-Doping-Kampf.

    Ich würde nicht so radikal herangehen wie Fritz Sörgel, aber ich hätte wie gesagt eine sechsmonatige Sperre begrüßt. Diese hätte die Suspendierung von Nikola Portner in einem vertretbaren Maße verlängert und gleichzeitig wäre eben kein Präzedenzfall geschaffen worden, den Doper als Ausrede nutzen können.

    Feivel@RedXPaintball

    Im Vorwort des NADC wird dargelegt:

    Zitat

    [...] Maßgebliches Ziel ist es, den Schutz der Athleten*innen an einem dopingfreien Sport sicherzustellen. Fairness und Chancengleichheit für alle und der Schutz der

    Gesundheit des*der Einzelnen müssen gewährleistet sein. [...]

    Wir gehen jetzt davon aus, dass die Berichterstattung der SportBILD zutreffend ist und die unwissentliche Kontamination per Hautkontakt mit einem Zuschauer die schlüssige Erklärung für den positiven Dopingbefund ist. Wenn dann das HBL-Präsidium feststellt, dass dieses Szenario "weit überwiegend wahrscheinlich" ist, dann wären die HBL und die Vereine in der Pflicht die Gesundheit der angestellten Spieler vor einer solch realistischen Gefahr in Zukunft zu schützen.

    Ich persönlich halte dieses Szenario für unwahrscheinlich, aber das HBL-Präsidium müsste es für hinreichend wahrscheinlich halten, wenn es damit den Verzicht auf eine Sperre rechtfertigt.

    Du beziehst einfach keine Stellung. Du redest nur allgemeines Zeug. Mich würde schlichtweg mal interessieren wie du selbst das siehst?

    Hat er eher was unerlaubtes getan oder hat er eher Pech gehabt.

    Noch einmal für Dich: Ich weiß es nicht!

    Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass Nikola Portner es für nötig oder sinnvoll erachtet hätte, seine Leistungsfähigkeit mit Methamphetamin zu steigern oder dass er so unprofessionell gewesen wäre, in der Freizeit die Substanz zu konsumieren.

    Aber es erscheint mir auch unwahrscheinlich, dass ein Methamphetamin-Konsument mit großen Mengen der Substanz an den Händen in einer Handballhalle herumläuft und Nikola Portner die Hand schüttelt an dem Tag als dieser zur Dopingprobe muss oder gar, dass jemand bewusst eine Kontamination des Spielers beabsichtigt hätte.


    Was mich persönlich stört ist die Wagenburg-Mentalität seitens einiger SCM-Anhänger, nach der grundsätzlich nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Das würde ich ganz allgemein auch so sehen, aber was hat das jetzt mit den bekannt gewordenen Tatsachen zum Fall Portner zu tun? Warum flüchtest du dich hier in Allgemeinplätze, wenn es doch im konkreten Fall immer um eine Menge ging, die für eine Leistungssteigerung unerlaubter Art gar nicht taugt?

    Diese Aussage ist in meinen Augen einfach sachlich falsch - egal wie oft sie wiederholt wird.

    Ich stimme zu, dass die negative Haarprobe bei Nikola Portner belegt, dass er nicht über einen längeren Zeitraum leistungssteigernde Substanzen zu sich genommen hat. Aber die gemessene Konzentration im Urin ist abhängig von

    a) der Ausgangsmenge im Körper,

    b) der zwischen der Einnahme und der Probenentnahme vergangenen Zeit und

    c) dem individuellen Stoffwechsel.

    Solange der zweite und dritte Einflussfaktor nicht bekannt sind, lässt sich keine seriöse Aussage über die Ausgangsmenge treffen.

    S.B.

    Natürlich, aber warum sollte ich aus meiner Sicht Ungereimtheiten nicht benennen. Falls NADA und WADA der Entscheidung der HBL nicht widersprechen, habe ich kein Problem damit dies zu respektieren. Wir sind hier in einem Forum, dass dem offenen Meinungsaustausch dient und das keinerlei Relevanz für das Verfahren hat. Insofern sehe ich nicht, wieso sachlich begründete Ansichten hier nicht angesprochen werden dürften oder sollten.

    hlp

    Dann frag doch bitte in Zukunft erst gar nicht nach, wenn Du meine Antwort ohnehin nicht akzeptierst oder nicht bereit bist in Betracht zu ziehen, dass es mir primär nicht um die Person Nikola Portner geht, sondern um die möglichen Auswirkungen auf den Sport.

    Ich weiß, du bist einer von der ganz korrekten Sorte, aber mich würde mal interessieren, was du so ganz persönlich davon hältst? Also ohne sich hinter den §§ zu verstecken. darf auch mal so emotional aus dem Bauch heraus sein.

    Ich weiß nicht, was wirklich vorgefallen ist und wahrscheinlich weiß das außer Nikola Portner niemand wirklich bzw. selbst er nicht einmal, wenn man der Hautkontakt-Argumentation folgt. Auch wenn ALF es nicht glauben wird, hatte ich hier schon einmal angedeutet, dass ich Profihandballer per se nicht für bessere (oder schlechtere) Menschen halte und ich keinen Grund sehe, nicht davon auszugehen, dass es auch im Handball Profis gibt, die der im Sport allgegenwärtigen Verlockung des Dopings erliegen. Zudem habe ich hier durchaus auf den Fall von Vicky Schlittig hingewiesen und bin hier zu der persönlichen Einschätzung gekommen, dass eine milde sechsmonatige Sperre bei der Faktenlage erwartbar und akzeptabel wäre. Soviel zum Thema "Agenda" ( ALF )

    Ich sehe es aber ähnlich wie kuestentanne, dass der Verzicht auf eine Sperre für Nikola Portner und den SC Magdeburg ein Pyrrhussieg sein könnte, falls sich ein nachgelagertes Verfahren seitens NADA oder WADA über Monate hinziehen würde und die HBL ist in der Vergangenheit nicht unbedingt für ihre juristisch zweifelsfreien Entscheidungen bekannt geworden.