Wenn die Nada „Fan-Kontakt“ o.ä. jetzt als Erklärung akzeptiert (obwohl Doping-Experten das für völlig abwegig halten), schafft sie einen Präzedenzfall.
Wir wissen leider - abseits von unbelegten Aussagen der Sportbild - nicht, welcher "schlüssig dargelegte Weg" der "unverschuldeten Kontamination" von Nikola Portner aufgezeigt wurde.
Der Hautkontakt mit einem Zuschauer wäre eine delikate Argumentation, denn
- ja, Studien belegen, dass eine Kontamination per Hautkontakt möglich ist. Aber bei unzähligen Tests von Sportlern rund um die Welt, die bei Wettkämpfen regelmäßig Kontakt mit Zuschauern haben, gibt es quasi keine weiteren Fälle, in denen es auf diese Weise zu positiven Dopingtests gekommen ist.
- die HBL und die Vereine müssten als Konsequenz zukünftig ihren Spielern bei Wettkämpfen den Kontakt zu Zuschauern untersagen - bis die Dopingkontrollen erfolgt sind.
- diese Argumentation könnte zum "Freifahrtschein" für anlassbezogenes, einmaliges bzw. seltenes Doping werden, (Wobei hier natürlich die Gesamtheit aller Fakten berücksichtigt wurde)