Beiträge von Arcosh

    @Pro Handball

    Aus dem Turnierbericht der HG Oftersheim/Schwetzingen:

    Zitat

    [...] Doch über Nacht wandelte sich das Ergebnis gegen die Hessen in ein 0:0 mit Wertung für die HG. Der Einsatz von 14 Spielern ist in diesem Bereich erlaubt. Weitere zwei dürfen hinzukommen, müssen aber noch aus der C-Jugend stammen. „Die HSG Hanau hat in ihren beiden Spielen 15 B-Jugend-Spieler eingesetzt – das erste Spiel gegen Oftersheim/Schwetzingen hat sie gewonnen, das zweite Spiel gegen Pforzheim/Eutingen verloren. Aufgrund der geltenden Durchführungsbestimmung muss ich das gewonnene Spiel jetzt als verloren werten. Es gibt also ab morgen dann eine andere Ausgangssituation in der Tabelle“, erläuterte der zuständige Spielleiter Stefan Ermentraut. [...]

    Zurück aus Köln will ich auch ein paar Worte zum Wochenende schreiben.

    Nach der Handball-EM 2024, dem DHB-Pokal Final Four und dem EHF Champions-League Final Four steht für mich ganz eindeutig fest: Könnte ich nur eines der vier Events besuchen, dann würde ich mich immer für die Champions-League entscheiden. Das Gesamtpaket aus sportlichen Leistungen auf dem Feld, dem richtigen Maß an Event auf hohem Niveau, die internationale Fankultur, das Miteinander der Fans und die Handball-Prominenz in und um die Halle sind unerreicht.

    Halbfinale: SC Magdeburg - Aalborg Handbold

    Ein echter Handball-Leckerbissen mit starken Abwehrreihen, gegen die jedes Tor erarbeitet werden musste. Die Dänen waren taktisch exzellent auf den SC Magdeburg eingestellt. Aalborgs Abwehr hat die Durchbruchversuche der Magdeburger hervorragend im Griff gehabt - vergleichbar mit den Rhein-Neckar Löwen beim DHB-Pokalsieg 2023. Der zweite entscheidende Faktor für die Niederlage des SC Magdeburg war die eigene Torhüterleistung. Man könnte sagen, dass die Sperre von Nikola Portner den SCM die Finalteilnahme gekostet hat. Ich halte es auch für einen Fehler von Bennet Wiegert Mikael Aggefors nicht wenigstens ausprobiert zu haben.

    Halbfinale: FC Barcelona - THW Kiel

    Das mag bei einer 12-Tore-Niederlage seltsam klingen, aber in meinen Augen hat in der ersten Halbzeit lediglich Emil Nielsen den Unterschied ausgemacht. Der Positionsangriff des THW Kiel war zwar unglaublich träge und zäh, aber dennoch haben sie sich freie Wurfgelegenheiten erarbeitet und sind dann immer wieder am starken Torhüter gescheitert. Die zweite Hälfte konnte Barcelona diese deutliche Führung verwalten und der THW Kiel hat diese Saison nicht die spielerischen Mittel ein solches Defizit gegen eine Mannschaft wie den FC Barcelona noch umkehren zu können. Die Kieler "Überflieger" mit dem "Sieger-Gen", denen man zutraut in den letzten fünf Minuten noch einen 10-Tore-Rückstand aufzuholen, gibt es nicht mehr.

    Spiel um Platz 3: SC Magdeburg - THW Kiel

    Nettes Vorspiel am Sonntag, mit dem die Kieler Mannschaft durchaus ein Bekenntnis zum Trainer abgegeben hat, während die Magdeburger Spieler den Biss vermissen ließen. Hauptsache es hat sich niemand ernsthaft verletzt. (In dem Zusammenhang verstehe ich auch nicht, wieso Daniel Pettersson nach seiner Verletzung mit einem dicken Tape-Verband weitergespielt hat.)

    Finale: Aalborg Handbold - FC Barcelona

    Das Finale bot einige handball-taktischen Finessen. Kein Vergleich zum Finalspiel der beiden Mannschaften vor drei Jahren. Die Dänen begannen mit einer 4:2-Abwehr um Melvyn Richardsson und Dika Mem von der 9-Meter-Zone wegzuhalten (was aufgrund der individuellen Klasse nur bedingt funktionierte), Barcelona reagierte mit einem zweiten Kreisläufer im Angriffsspiel, um Aalborgs Abwehr zurück an den Kreis zu zwingen. Je länger Aalborg das Spiel offenhielt, umso mehr hatte ich in der Halle das Gefühl, dass Barcelona die Ideen ausgehen. Aber man muss auch sagen, dass trotz mehrfacher Gelegenheiten die Dänen nie in Führung gegangen sind. Wann immer bei ausgeglichenem Spielstand die Aalborger in Ballbesitz kamen, wirkten ihr folgender Angriff "mutlos". Es wirkte ein wenig wie das kleine Kaninchen vor der übermächtigen Schlange und das gipfelte im letzten Angriff der Dänen. Dieser letzte psychologische Unterschied zwischen dem Überraschungsfinalisten und dem Seriensieger hat meiner Meinung nach am Ende den Ausschlag gegeben. So sehr ich den Dänen den Erfolg gegönnt hätte, ist der FC Barcelona verdient Champions-League-Sieger 2024.

    SC Magdeburg 65 % - Aalborg Handbold 35 %

    (Auf neutralem Boden hätte ich 55%/45% getippt, aber in Köln müssten die Dänen über 60 Minuten nahezu perfekt spielen - wie 2001 gegen Paris)

    FC Barcelona 60% - THW Kiel 40%

    Auch hier wird die Halle eine Rolle spielen und den THW Kiel bei einem knappen Spielverlauf vielleicht den entscheidenden Vorteil bringen. Die Spanier täten gut daran, frühzeitig im Spiel für klare Verhältnisse zu sorgen.

    Ich freue mich darauf zum vierzehnten Mal live in Köln dabei zu sein.

    Wow, der HC Linz erreichte mit nur 9 Siegen aus 22 Spielen als Achtplatzierter die Play-Offs und konnte sich heute nach Verlängerung zum Meister krönen. Noch erstaunlicher wird die Geschichte, wenn man in die vorherige Saison 2022/23 zurückblickt. Damals beendete der HC Linz die Hauptrunde ebenfalls mit mehr Niederlagen als Siegen auf Platz 7 der Tabelle und erreichte in den Play-Offs das Meisterschaftsfinale.

    Wenn die überwiesene Summe ein belastbarer Nachweis der gesicherten Finanzierung für die kommende Saison sein soll, dann wäre in meinen Augen der logische Schritt jeden Monat ein Zwölftel der Summe an den HSVH zu überweisen, um es ihm zur Finanzierung der laufenden Saison zur Verfügung zu stellen.

    Hoffentlich hat sich Herr Müller gut beraten lassen und ist nicht ähnlich überrascht wie seinerzeit Andreas Rudolph, wenn das Finanzamt seine "Investition" in den HSVH als Liebhaberei einstuft.

    Snoopi.1

    rowi hat es schon fast richtig geschrieben:

    Zitat

    Für den Gastverein sind 5% der Gesamttickets gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen, jedoch mindestens 100 Plätze und maximal 200 Plätze, darunter Sitzplätze zu Stehplätzen im Verhältnis 1:1.

    Bernd-das-Brot

    Grundsätzlich wäre ich auch nicht gerade begeistert, wenn der VfL Gummersbach prominent Werbung für einen Rüstungskonzern machen würde. Aber wie tobi_m bereits schrieb, ist es ein sehr schmaler Grat, auf dem man mit dieser Kritik wandelt und es ist gar nicht so leicht eine scharfe Grenze zu ziehen zwischen ethisch oder moralisch "einwandfreien" Sponsoren und denen, die es nicht sind. Wie Du schon sagst, muss jeder selber wissen, wo seine persönliche Grenze verläuft.

    Mit einem ähnlichen moralischen Leitbild, könnte man einen Verein ablehnen, der angelockt vom schnöden Preisgeld zum Sportswashing eines Landes beiträgt, welches fundamentale Menschenrechte nicht anerkennt, ausländische Arbeitskräfte ausbeutet und Kriegsverbrechen in Nachbarländern begeht. Aber vielleicht gibt es da auch passende T-Shirts.

    capitano19

    Hier ist die damalige Pressemitteilung der EHF zur Vergabe der Upgrades und darin wird explizit darauf hingewiesen, dass Kolstad die Wild card erhalten hat. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss, dass sie bei der Evaluierung der fünf Kriterien nicht unter den besten sechs Anwärtern gewesen wären.


    ALF

    Die fünf gleichwertigen Kriterien sind bekannt:

    • Spielstätte
    • TV-Übertragungen/TV-Markt
    • Zuschauerzahlen/Hallenauslastung
    • sportliches Abschneiden in Europapokal-Wettbewerben in den letzten drei Spielzeiten
    • Product management/Digitale Medien

    Die genaue Punktvergabe für ist allerdings nicht bekannt.

    Da die Upgrades zwar bestimmten Kriterien unterliegen, diese aber völlig willkürlich angewandt werden (siehe Kolstad und Bukarest), ist der Begriff Wildcard nicht unangebracht.

    Ich verstehe Deine grundsätzliche Kritik, aber in diesem Fall muss man mit den Begrifflichkeiten genauer umgehen. Die Upgrades werden tatsächlich auf Basis von fünf festgelegten Kriterien vergeben, die allerdings in den publizierten Regularien schwammig formuliert sind und deren Bewertungsschlüssel nicht transparent veröffentlicht wird. Somit kann man daran glauben, dass es hier feste und für alle gleiche Kriterien gibt, aber man kann eben auch Willkür vermuten.

    Die Vergabe der Wild Card hingegen - wie sie z.B. diese Saison Kolstad erhalten hat - ist tatsächlich Willkür der EHF. Die EHF ist da an keine Regeln oder Kriterien gebunden - außer, dass der Verein die sportlichen Voraussetzungen für ein Upgrade erfüllt und dieses beantragt haben muss.

    Ich komme ebenfalls auf 42 Punkte, die ich in erster Linie den Rhein-Neckar Löwen zu verdanken habe. ;) Ansonsten habe ich den Großteil der Punkte im Tabellenkeller gesammelt.

    Der krönende Abschluss der Saison 2023/24 steht noch aus, aber da die Landesmeister inzwischen feststehen, lohnt bereits ein Blick auf die EHF Champions-League der kommenden Saison:

    EHF-Nationenranking für die Saison 2024/25

    Slowenien und Mazedonien sind aus den vorderen Plätzen rausgerutscht, so dass die nationalen Meister keinen festen Startplatz mehr haben und auf ein Upgrade hoffen müssen.

    Für die Champions-League 2024/25 qualifiziert:

    • Barcelona (spanischer Meister)
    • Magdeburg (deutscher Meister)
    • Plock (polnischer Meister)
    • Paris St. Germain (französischer Meister)
    • Aalborg (dänischer Meister)
    • Veszprem (ungarischer Meister)
    • Sporting Lissabon (portugiesischer Meister)
    • Kolstad (norwegischer Meister)
    • Berlin (deutscher Vizemeister)

    Die weiteren sieben offenen Teilnehmer werden von der EHF per Upgrade und gegebenenfalls per Wild card benannt. Mögliche Aspiranten dafür sind die nationalen Meister der nachfolgenden Nationen im Ranking:

    • Saporischschja (ukrainischer Meister)
    • Dinamo Bukarest (rumänischer Meister)
    • Velenje (slowenischer Meister)
    • Pelister (mazedonischer Meister)
    • Zagreb (kroatischer Meister)

    ... sowie die Vizemeister aus den bereits qualifizierten Nationen

    • Irun (spanischer Vizemeister)
    • Kielce (polnischer Vizemeister)
    • Nantes (französischer Vizemeister)
    • Fredericia (dänischer Vizemeister)
    • Szeged (ungarischer Vizemeister)
    • Porto (portugiesischer Vizemeister)
    • Elverum (norwegischer Vizemeister)

    ... und nationale Meister aus Nationen, die in den letzten drei Jahren nie an der Champions-League teilgenommen haben und daher im Nationenranking keine Punkte haben

    • Sävehof (schwedischer Meister)
    • Schaffhausen (schweizerischer Meister)
    • ... ...

    Kielce, Nantes und Szeged sind meiner Meinung nach gesetzt, so dass es noch vier offene Plätze gäbe. Bei den grau markierten Vereinen gehe ich davon aus, dass sie kein Upgrade erhalten werden. Pelister hatte nicht das sportliche Niveau für die Champions-League und wird daher wohl kein Upgrade für die kommende Saison erhalten, Iruns internationale Erfolge liegen Jahrzehnte zurück und der spanische Vizemeister wurde in den vergangenen Jahren nie berücksichtigt. Frederica ist international ein unbeschriebenes Blatt. Saporischschja ist aufgrund des Krieges in der Ukraine wahrscheinlich kein Kandidat für ein Upgrade. In Slowenien wurde Celje nur Dritter und die Erfolge von Meister Velenje in der European League (Erreichen der Hauptrunde) waren okay, aber auch nicht mehr. Daher sehe ich Bukarest als Final4-Teilnehmer der European League 2023/24 in aussichtsreicher Position und Zagreb ist Dauergast in der Champions-League. Damit würden noch zwei weitere Plätze offen bleiben.

    Nach der dominanten ersten Halbzeit hatte man zu Beginn des zweiten Durchgangs den Eindruck, dass die Spieler in der Pause den Zwischenstand aus Melsungen gesehen hatten. Aber Ole Preglers Tor zum 33:32 war der passende Schlusspunkt auf diese unbeschreiblich erfolgreiche Saison. Die Entwicklung in Gummersbach geht über das sportliche hinaus. Die Halle war gestern zum dreizehnten Mal in Folge ausverkauft, auf der Stehtribüne sieht man einen deutlichen Zuwachs an jugendlichen Fans und die Stimmung hat sich dementsprechend vom bloßen ("V-F-L, V-F-L") hin zu einer lebendigeren, vielfältigeren Fankultur weiterentwickelt. Am geilsten fand ich, dass unsere vor 15 Jahren gemalte Blockfahne wieder aus den Katakomben der Schwalbe Arena ans Tageslicht befördert und eingesetzt wurde. :head:

    Christoph Schindler fand nach dem Spiel die passenden Worte an die Spieler, die Trainer, die Sponsoren und die Fans. :respekt:

    Ich freue mich auf die kommende Saison und die Spiele im Europapokal!

    Also die Aussage von Bohmann ist ja der Hammer!!! Im Prinzip sagt er, „man ist absichtlich zum Wohle und zu Gunsten des HSV von der eigenen Satzung abgewichen“…und hat so quasi die Tür für das juristische Schlupfloch geöffnet…also kann man sagen „pure Absicht“ der HBL-Kommission, um so den HSV und den Großstadthandball zu retten! Was für eine bodenlose Frechheit :wall: :wall: :wall:

    Das war auch mein erster Gedanke beim Anschauen der Statements im Video von Handball-World.news. Frank Bohmann scheint sich der Tragweite seiner Worte gar nicht bewusst zu sein. Er hätte sich damit rausreden können, dass die Kommission bei der Formulierung der Bedingung einen Fehler gemacht habe (Fahrlässigkeit). Aber da er sagt, das seitens der Kommission bewusst gegen die eigene Satzung verstoßen wurde (Vorsatz), um es dem HSV Hamburg einfacher zu machen, dann öffnet dies Tür und Tor für Regressansprüche evtl. Geschädigter (@BHC, @Vinnhorst).

    Schlimmer hätte er es nur noch machen können, wenn er sich im HSVH-Trikot vor das Mikrofon gestellt hätte. :wall:

    Der HSV Hamburg nutzt das Entgegenkommen der HBL als Schlupfloch für eine Fristverlängerung. Hätte die HBL von Anfang an dem HSVH eine satzungskonforme Bedingung für den Erhalt der Lizenz auferlegt, dann wäre diese also noch umfangreicher gewesen als jene die der Vereine ohnehin schon nicht fristgerecht erfüllen konnte. Die formalen Fehler seitens der Lizenzierungskommission waren also zugunsten des HSVH (und mitnichten zu deren Nachteil) und dennoch entscheidet das Schiedsgericht, dass der HSVH noch einmal zusätzliche Zeit erhält, um Bedingungen zu erfüllen. Das ist aus Laiensicht ein nicht nachvollziehbares Urteil.

    Die Stellungnahme des Bergischen HC kann ich nachvollziehen und teile die Einschätzung in weiten Teilen. Mir ist aktuell aber nicht klar, worauf der BHC klagen will - den eigenen Klassenerhalt oder den Lizenzentzug des HSV Hamburg? Auf dem Rechtsweg die Lizenzerteilung für den HSV Hamburg anzugreifen, erscheint mir nicht möglich, da die Vereine als Mitglieder der HBL sich auf das bestehende Lizenzierungsverfahren geeinigt haben und dieses mit dem gestrigen Schiedsgerichtsentscheid formal abgeschlossen ist. Andererseits liefern die berechtigten Einwände des Bergischen HC aber in meinen Augen keinen hinreichenden Grund, um den BHC als 19. Teilnehmer der HBL in der Saison 2024/25 zuzulassen.

    Der Bergische HC könnte sicherlich erwirken, dass das Lizenzierungsverfahren überarbeitet wird oder gegebenenfalls Mitglieder der Lizenzierungskommission ausgetauscht werden, aber das wird ihnen nicht den Klassenerhalt in diesem Sommer einbringen.

    Einen vorzeitigen Wechsel sähe ich zumindest kritisch - gar nicht wegen der Ablösesumme, sondern aus mannschaftlicher Sicht. Das Herzstück des aktuellen Gummersbacher Erfolges ist die Abwehrarbeit und das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr ist dabei essenziell. Ohne echte Not beide Torhüter im Sommer zu tauschen birgt ein großes Risiko. Bertram Obling und Dominik Kuzmanovic sind vielversprechende Torhüter und ich sehe auch das Potential, dass der VfL Gummersbach sich mit ihnen im oberen Mittelfeld etablieren kann. Aber es kann auch passieren, dass das Zusammenspiel nicht von Anfang an harmoniert, am Saisonbeginn dadurch Spiele verloren gehen und das Momentum kippt.

    Lothar Frohwein

    Danke, dass Du hier direkt nach dem Verfahren schon inhaltlich Stellung nimmst. Könntest Du bitte noch weiter ausführen, wieso die gestellte Bedingung im Rahmen der Lizenzierungsordnung nicht zulässig war?

    [...] Das Gericht kam ausweislich der eigenen öffentlich abgegebenen Erklärung zu dem Ergebnis, dass die ursprünglich gegen den HSVH zum 3.Mai, 12. Uhr verhängte (faktisch erfüllte) Bedingung unter dem Strich nicht mit der Satzung, der Lizenzierungsordnung und den anhängenden Richtlinien der HBL vereinbar war.

    Deshalb wurde diese Bedingungserteilung aufgehoben.

    Rechtlich betrachtet war das Schiedsgericht jedoch in diesem Verfahren (unstreitig) befugt, quasi an Stelle der Lizenzierungskommission über die Lizenzvergabe zu entscheiden. Auf Basis der Satzung und Ordnungen der HBL.

    Genau das hat das Schiedsgericht dann mit dem bekannten Ergebnis getan. [...]

    In der Ordnung zur Lizenzierung heißt es

    Für mich als juristischen Laien klingt das genau nach der Art von Bedingung, die die Lizenzierungskommission an den HSV Hamburg gestellt hat.

    Ferner erscheint es mir merkwürdig, dass das Schiedsgericht die Bedingung seitens der HBL-Lizenzierungskommission einkassiert hat, aber dann selbst eine auf den ersten Blick vergleichbare Bedingung an den HSVH stellt. :/