Ich hatte dir eine Frage gestellt, Rheiner
Es gab kein Rot, weil die Schiedsrichter in dem Moment gedacht haben " Ah wir stehen hier in Magdeburg, das können wir nicht machen " ?
Solange in der HBL die Schiedsrichter nach Sichtung des Videobeweises keine Stellungnahme abgeben und es auch im Nachgang keine kritischen Nachfragen der Medien gibt, bleibt (zu) viel Raum für Spekulationen.
Ich sehe zwei Phänomene, die eine Rolle spielen:
- Im Sport gibt es allgemein den Heimvorteil, der sich auch auf die Spielleitung auswirkt.
- Es gibt (un)bewusste Boni für bekannte Namen (sei es Vereine oder individuelle Spieler), weil es ein bekanntes psychologisches Verhaltensmuster ist, erfolgreichen Menschen weitere positive Eigenschaften wie z.B. Ehrlichkeit zuzuschreiben. ("Dieser Spieler hat es doch gar nicht nötig zu foulen")
Beides beeinflusst jeden Schiedsrichter in seiner Entscheidungsfindung. Mit gezielten Schulungen kann daran gearbeitet werden diese Bias zu minimieren und damit die Qualität der Spielleitung zu optimieren.
Die HBL bzw. das DHB-Schiedsrichterwesen muss sich meiner Meinung nach die Frage stellen lassen, wieso deutsche Schiedsrichtergespanne international nicht mehr zu den Besten gehören, obwohl sie in der HBL Woche für Woche hochklassige und anspruchsvolle Spiele leiten.
Wie hättest Du in der Situation mit Kristjan Horzen und Gisli Kristjansson nach Ansicht der Videobilder entschieden und wie begründet Du Deine Entscheidung?