Beiträge von Arcosh

    Aufgrund der Great Firewall kann ich mir die Aufzeichnung des Spiels derzeit leider nicht ansehen. Auf welcher Zeitnahme beruht denn die Aussage? Wurde während des Team Time Out die Zeit auf der Hallenuhr korrigiert bzw. vorgestellt? Oder wurde während des Team Time Out die Spielzeit in der DYN-Übertragung korrigiert bzw. vorgestellt? Die Spielzeit bei DYN ist nicht mit der Hallenuhr gekoppelt, hat deshalb oft einen kleinen Versatz zur tatsächlichen Spielzeit und wird daher gerne während Unterbrechungen, wie z.B. einer Auszeit, wieder auf denselben Wert gestellt wie die Hallenuhr.

    In Eisenach müsste doch der Buzzer zum Einsatz gekommen sein. Die Richtlinien der HBL fordern:

    Zitat

    Der Buzzer ist direkt mit dem offiziellen Anzeigetafelsystem verbunden und führt bei Betätigung umgehend zum Anhalten der Zeit.

    Bezüglich der Möglichkeit zum Einspruch gegen eine Spielwertung gilt:

    Zitat

    Gegen die Wertung eines ausgetragenen Spiels kann Einspruch eingelegt werden wegen
    a) mangelhafter Beschaffenheit der Spielfläche, der Halle, des Spielballes, sonstiger Spielgeräte oder der Spielkleidung,
    b) spielentscheidender Regelverstöße eines Schiedsrichters, Zeitnehmers oder Sekretärs,

    c) Mitwirkung eines/einer nicht spielberechtigten oder nicht teilnahmeberechtigten Spielers/Spielerin

    Diese Aufzählung ist meiner Interpretation nach abschließend und ob der Buzzer, als technisches Hilfsmittel, hier dazugezählt werden kann, halte ich für fraglich. Ich weiß nicht ob z.B. der Zeitnehmer vor Spielbeginn eine technische Abnahme oder Überprüfung des Buzzers durchführen muss und falls diese fehlerhaft erfolgt wäre, dies als Regelverstoß gewertet werden könnte.

    Ich würde zunächst erwarten, dass der Einspruch abgewiesen wird. Aber an Stelle der Leipziger würde ich es wohl auch probieren.

    Gegen den ThSV Eisenach spricht, dass sie 2024 gegen fast alle schlagbaren Gegner auswärts antreten müssen. Der ThSV muss nach Balingen, Wetzlar, Hamburg, Göppingen, zum BHC und nach Leipzig reisen. Aus der unteren Tabellenhälfte spielen sie nach dem Jahreswechsel zuhause nur noch gegen Stuttgart und Lemgo. Bislang hat Eisenach in fremder Halle 0:16 Punkte geholt und ich sehe derzeit nicht wie sie in der Rückrunde daran etwas ändern werden. Für die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist ein Heimsieg gegen Erlangen also essentiell und selbst dann müssten sie nach der WM-Pause in eigener Halle Mannschaften vom Kaliber eines VfL Gummersbach oder TSV Hannover-Burgdorf besiegen. Das können sie sogar vereinzelt schaffen, aber ich denke nicht mit der notwendigen Konsistenz, um genug Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.


    HBW Balingen Weilstetten hat bislang die sportliche Qualität vermissen lassen, um den Klassenerhalt als realistisch zu erachten. Ihnen könnte aber der Spielplan zugutekommen (sofern sie bis zum Saisonende in Schlagdistanz zu Platz 16 bleiben). Die letzten sechs Spieltage für Balingen sind.

    Bergischer HC (H)

    Magdeburg (A)

    Eisenach (H)

    Stuttgart (A)

    Lemgo (A)

    Hamburg (H)

    Das sind fünf Spiele in denen HBW sich Punkte ausrechnen kann - insbesondere wenn für Mannschaften wie Lemgo oder Hamburg am Saisonende im gesicherten Mittelfeld nicht mehr viel auf dem Spiel steht. In der Vergangenheit hat in ähnlichen Konstellationen so mancher Abstiegskandidat unerwartet gepunktet. Ich persönlich gehe aber davon aus, dass Ende April der Rückstand bereits zu groß sein wird.

    Ich gehe davon aus, dass die Rhein-Neckar Löwen zunächst "nur" im Spielprotokoll einen Einspruch vermerkt haben. Knifflig wird da zwar die Formulierung, wenn lediglich ein Verweis auf die Scouter besteht und nicht konkret benannt werden kann, welches Tor von den Schiedsrichtern irrtümlich gezählt worden sein solle. Aber wenn Zweifel am Endergebnis bestehen, dann ist dieses Vorgehen die einzig richtige Entscheidung, um handlungsfähig zu bleiben und sich im Nachgang des Spiels in Ruhe die Auszeichnung anschauen und analysieren zu können.

    Grundsätzlich würde ich die Handball-Bundesliga im aktuellen Modus einer klassischen Liga mit Hin- und Rückrunde belassen. Ursprünglich sind Play-Offs dann sinnvoll, wenn nicht alle Mannschaften gleich oft gegeneinander spielen können und es dadurch geteilte Liga gibt, wie das z.B. im amerikanischen Profisport in der Regel der Fall ist. Diese ungleichen Spielpläne legen nahe, dass der Titelträger im direkten Duell ausgespielt werden soll. Heutzutage kommt als zusätzliche Aspekt natürlich die Vermarktung hinzu, denn Playoffs versprechen Spannung und Intensität und locken so zusätzliche Zuschauer an, die die Hauptrunde nicht oder nur am Rande verfolgen. Die negativen Auswüchse dieses Spielmodus sieht man derzeit in der NBA, wo viele Hauptrundenspiele fast schon Allstar-Game-Charakter haben, Ergebnisse mit über 140 Punkten pro Mannschaften keine Seltenheit mehr sind und Abwehrarbeit fast Vergessenheit gerät. Das ist nur noch Show und eine Niederlage mehr oder weniger fällt am Ende der Hauptrunde kaum ins Gewicht.

    Und ich bleibe dabei Playoffs oder Downs verfälschen sehr oft das eigentliche Saisonergebnis.

    Wenn Play-Offs und/oder Play-Downs in einer Liga stattfinden, dann hat das "eigentliche Saisonergebnis" (ich nehme an damit meinst Du die Hauptspielrunde) nur noch bedingt Aussagekraft, weil die Mannschaften im Wissen um den Spielmodus anders agieren. Der Vorteil einer besseren Platzierung (d.h. in der Regel lediglich Heimrecht in den Playoffs) wiegt nicht schwer genug, um den Aufwand zu rechtfertigen in allen Spielen seine Topspieler voll zu belasten. Stattdessen verleitet ein solcher Modus die besten Mannschaften dazu personell stärker zu rotieren und die Belastungen zu verteilen. Mannschaften im Mittelfeld in der umkämpften Region zwischen Play-Offs und Play-Downs haben diesen Luxus nicht und müssen weiterhin in jedem Spiel auf Sieg spielen wie aktuell in der Bundesliga auch. Das kann dazu führen, dass auf den ersten Blick die Mannschaften in der Tabelle enger zusammenrücken. Das wahre Leistungsvermögen kommt erst in den Play-Offs zum Tragen - wo dann aber auch Verletzungen oder Schwächephasen von Spielern oder der Einfluss von Schiedsrichter-Entscheidungen umso mehr ins Gewicht fallen können.

    Wenn es unbedingt Entscheidungsspiel am Saisonende sein müssen, dann finde ich den norwegischen (oder schwedischen?) Ansatz interessant, dass zwar der Meistertitel in den Play-Offs ausgespielt wird, aber die übrigen Europapokal-Platzierungen auf Basis der Hauptrunden-Tabelle vergeben werden.

    Der DHB-Pokal, der mit den zuletzt vollzogenen Modus-Änderungen immer mehr zum erweiterten Ligapokal geworden ist, wäre meiner Meinung nach obsolet, wenn Play-Offs in der HBL eingeführt würden.

    Frisch Auf! Göppingen - HBW Balingen-Weilstetten

    TBV Lemgo Lippe - ThSV Eisenach

    HSG Wetzlar - Füchse Berlin

    SG Flensburg-Handewitt - MT Melsungen

    TVB 1898 Stuttgart - TSV Hannover-Burgdorf

    Handball Sport Verein Hamburg - Rhein-Neckar Löwen

    SC Magdeburg - VfL Gummersbach

    SC DHfK Leipzig - HC Erlangen

    THW Kiel - Bergischer HC


    In Flensburg und Stuttgart finden die beiden Spannung versprechenden Spiele statt und in beiden Fällen setze ich auf den Heimvorteil. Balingen würde ein Punktgewinn gut tun, aber auswärts rechne ich ihnen wenig Chancen aus.

    Der Online-Übersetzer meiner Wahl übersetzt die Mitteilung auf der Homepage von RK Eurofarm Pelister Bitola nicht mit einem Protest (gegen die Spielwertung), sondern nur einer offiziellen Beschwerde an die EHF über die Leistung der Schiedsrichter. Die im Handball-World.com-Artikel dargestellte allgemeine Kritik an den Schiedsrichter-Entscheidungen ohne konkrete spielentscheidende Fehler zu benennen würde auch kaum für einen (erfolgreichen) Protest ausreichen.

    5er Liga: Jede Mannschaft hat 8 Spiele, es gibt insgesamt 40 Spiele, 20 in der Hinrunde und 20 in der Rückrunde. Wo liegt euer Problem? Was bringt es, die Anzahl der Spieltage zu berechnen, wenn das für nix relevant ist?

    Da bei einem Spiel üblicherweise zwei Mannschaften gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen, sind es natürlich nur 20 Spiele, je 10 in der Hin- und Rückrunde.

    Hatten wir das Thema nicht schon durch? In Magdeburg sieht man sowohl in der HBL als auch in der CL, dass die Beleuchtung nicht homogen über das ganze Spielfeld ist und es deshalb beim Kameraschwenk zu sichtbaren Unterschieden kommt.

    Ob man dann das hellere Bild mit höherer Farbsättigung bei der EHF bevorzugt oder die gedecktere Farbgestaltung von DYN ist schlicht Geschmackssache. Wirklich realitätsnah ist das zu satte Blau bei den EHF-Übertragungen meiner Meinung nach nicht.

    Zuerst haben die Erfolge in der EHF Champions-League über die Enttäuschung in der Bundesliga und im DHB-Pokal hinweggeholfen und jetzt hilft der Sieg in der HBL über den Champions-League-Blues hinweg.