Beiträge von Arcosh

    Ein unwahrscheinlich peinlicher User "Rheiner".

    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sich SCM-Fans von Rheiners Einlassungen angegriffen fühlen und einen solchen Schnappreflex entwickeln. Was er am Beispiel von Gisli Kristjansson darlegt, ist doch in erster Linie eine Kritik am Schiedsrichterwesen im DHB und nicht am Spieler, der diese Freiräume für sich geschickt auszunutzen versteht. Gisli Kristjansson war nicht der erste Spieler, der sich regelmäßig mit vier bis fünf Schritten durch die gegnerische Abwehr bewegt, und er wird sehr wahrscheinlich auch nicht der letzte sein. Er ist aktuell einfach ein prominenter Spieler des amtierenden Deutschen Meisters, der bei genauem Hinsehen den Spielraum jenseits des Regelwerks maximal ausnutzt, den viele DHB-Schiedsrichtergespanne in der HBL gewähren.

    Die Löwen spielen einen schnellen Handball. Das führt zwangsläufig zu mehr Angriffs- und Abwehrsituationen. Als Maß für die Qualität des Abwehrspiels ist daher die reine Anzahl der Gegentore nicht geeignet. Aussagekräftiger wäre die durchschnittliche Angriffseffizienz der Gegner.

    TBV Lemgo Lippe - Frisch Auf! Göppingen

    ASV Hamm-Westfalen - TVB 1898 Stuttgart

    Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt

    THW Kiel - TSV Hannover-Burgdorf

    SC Magdeburg - Bergischer HC

    SC DHfK Leipzig - GWD Minden

    VfL Gummersbach - HC Erlangen

    Handball Sport Verein Hamburg - HSG Wetzlar

    Ein ganz bitterer Abend für Berlin. Trotz der Verletzten, trotz der dummen Disqualifikationen und trotz einer toll aufspielenden Stuttgarter Mannschaft hätte Berlin die Punkte mitnehmen können, aber in der Schlussphase haben ihnen mehrfach die Nerven versagt. Die vergebenen Tempogegenstöße hätten das Spiel kippen lassen können bzw. müssen. Jetzt ist nicht nur die Meisterschale in weiter Ferne, sondern auch die Champions-League-Qualifikation gefährdet.

    Großen Respekt an das Stuttgarter Publikum bzw. den TVB. :respekt: Ich finde es beachtlich, dass trotz überschaubarer sportlicher Erfolge der TVB Stuttgart mit durchschnittlich 4.330 Zuschauern auf Platz 8 der HBL-Zuschauertabelle liegt und auch heute war die Halle gut gefüllt, obwohl buchstäblich nebenan der VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Halbfinale spielt und Helene Fischer ein Konzert gibt.

    Ich bin gespannt auf die Entscheidung an jedem Standort zwei Vorrundengruppen auszutragen. Ich kann das aus Sicht der Organisation, der Kosten und der Logistik verstehen - das Ticketing und die Auslastung werden darunter leiden, rechnen wird sich die Entscheidung. Aber man vergibt die Chance auf drei weitere Standorte.

    In der ursprünglichen Bewerbung waren die sechs Vorrundengruppen noch auf sechs Standorte aufgeteilt:

    Quelle

    Das Spielsystem, d.h. am ersten Spieltag A1 vs. A3 und A2 vs. A4, ist seitens der EHF vorgegeben. Das Spiel im Stadion ist nur sinnvoll als Eröffnungsspiel und damit hat der DHB auch als EM-Ausrichter keinen Einfluss auf den Gegner. Ein EM-Gastgeber hat schon einige Möglichkeiten hinsichtlich der Gruppeneinteilung und gesetzter Mannschaften, aber es ist auch kein Wunschkonzert.

    Mir tut da einfach Elverum leid, die über Jahre richtig gute Arbeit geleistet haben und jetzt, wahrscheinlich, aus der CL verdrängt werden.

    Damit sinken die Einnahmen und das Prestige und es wird schwer, weiter eine gute Mannschaft zu halten.

    Sollte dann in ein paar Jahren der Sponsor keinen Bock mehr auf Kolstad haben, bricht der Verein zusammen und Elverum wird in der Zwischenzeit auch massiv geschädigt.

    Ein finanzstarker Verein muss nicht zwingend den Rest der nationalen Liga kaputt machen. Es gibt Beispiele, bei denen die gesamte Liga von einem Leuchtturm-Projekt profitieren konnte.

    Paris St. Germain ist finanziell fast allen Vereinen in Europa überlegen und seit 2015 Serienmeister in Frankreich, aber dennoch sind meiner Meinung nach Montpellier HB und HBC Nantes in dieser Phase noch stärker geworden und regelmäßig in den europäischen Wettbewerben vorne dabei.

    In Polen ist Wisla Plock trotz der Dominanz von KS Kielce zu einer festen Größe im europäischen Handball geworden. In Mazedonien hat der finanzielle Aufstieg von Metalurg Skopje überhaupt erst dazu geführt, dass Vardar Skopje zu einem Champions-League-Sieger geworden ist. In Ungarn hat sich Pick Szeged im Schatten von Veszprem glänzend entwickelt und kann ihnen punktuell Paroli bieten.

    Diese Spiele bringen uns Nullkommagarnix. Wer denkt sich so etwas aus?

    Der Handball orientiert sich halt stark am Fußball, was die absolut sinnlosen Pflichtländerspiele betrifft. Nur hat etwas später. :wall::wall:

    Wann und wo soll die Nationalmannschaft sich einspielen, wann und wo sollen neue Spieler getestet und eingebunden werden? Denkt ihr allein zwei Freundschaftsspiele Ende Dezember/Anfang Januar wären eine adäquate WM-Vorbereitung?

    Paul Jonas

    Ich denke das Projekt Kolstad geht über den reinen Vereinshandball hinaus. Norwegen ist (Co-)Gastgeber der Handball-WM 2025 und Handball-EM 2026. Wenn der Kern der norwegischen Nationalmannschaft in Kolstad zusammenspielt, dann kann sich das positiv auf die Performance bei den beiden Turnieren auswirken, weil die Mannschaft viel eingespielter ist im Vergleich zur Konkurrenz. Das würde im Umkehrschluss den Stellenwert des Handballs in Norwegen steigern und potenzielle Sponsoren anlocken, die wiederum Kolstad IL wirtschaftlich noch weiter in Richtung europäischer Spitze bringen könnten.

    Zwei unberechtigte Tore.

    Eins, weil das Kresbetreten trotz Videonutzung nicht gesehen wurde.

    Und eins beim 7-Meter in der Verlängerung, obwohl der Ball niemals vollständig hinter der Linie war.

    Wenn in solchen Momenten (trotz jahrelanger Videobeweis-Erfahrung bei der EHF) selbst solche Dinge nicht funktionieren, wird's schwierig (und das ist sehr nett formuliert).

    Bzgl. des Kreisbetretens wäre zunächst zu klären, ob die Regeln für den Videobeweis überhaupt zugelassen hätten, dass die Schiedsrichter den Kreiseintritt anhand des Videos beurteilen. Die eigentliche Überprüfung hatte einen anderen Anlass und nicht jede Entscheidung auf dem Spielfeld darf per Video überprüft werden.


    P.S.: Rheiner: Mich würde noch Deine Antwort auf meine gestrige Frage interessieren. (Falls Du es überlesen haben solltest.)

    Zitat

    Der Zeitpunkt der Bekanntgabe nach sechs Niederlagen aus den letzten neun Pflichtspielen war keinesfalls zufällig gewählt. „Wir wollten gerade jetzt ein Zeichen setzen“, sagte Geschäftsführer Dierk Schmäschke, „und den Spielern zeigen, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“.

    „Unsere Entscheidung ist nicht nur mutig, sondern überzeugend und richtig. Beim Trainer fängt alles an“, meinte der Beiratsvorsitzende Boy Meesenburg, der Machulla und die von Verletzungen geplagte Mannschaft vor kurzem in dieser Zeitung öffentlich in die Pflicht genommen hatte.

    Zitat

    Für Geschäftsführer Dierk Schmäschke ist Maik Machulla schon längst einer der besten Trainer in Europa: „Das ist eine wegweisende Personal-Entscheidung für die Zukunft. Maik hat in den letzten Jahren bei der SG Flensburg-Handewitt bewiesen, dass er einer der besten Trainer in Europa ist. Er passt hervorragend zur Philosophie der SG, hat diese aktiv mitgeprägt und gemeinsam mit Maik wollen wir unsere junge und hungrige Mannschaft erfolgreich weiterentwickeln. Gerade in diesen schweren Zeiten, in denen unsere SG von Verletzungen arg gebeutelt ist, möchten wir zeigen, dass Zusammenhalt, Geduld und positives Denken extrem wichtig sind. Ich freue mich sehr auf die kommenden Jahre.“

    Das war vor 18 Monaten als der Vertrag mit Maik Machulla vorzeitig bis 2026 verlängert wurde. Anderthalb Jahre können im Profisport eine lange Zeit sein und selbst die besten Trainer können sich im Laufe der Zeit "abnutzen". Aber was genau hatten sich die Verantwortlichen der SG Flensburg-Handewitt im Oktober 2021 für die weitere Entwicklung des Vereins vorgestellt und was hat sich seitdem geändert? Nachdem die SG Flensburg-Handewitt die sportlich erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte gespielt hatte und sich national fast nur mit dem THW Kiel messen musste, haben sich die Füchse Berlin und vor allem der SC Magdeburg positiv weiterentwickelt und die Lücke zur nationalen Spitze geschlossen. Ich denke nicht, dass die SG Flensburg-Handewitt wirtschaftlich die Möglichkeiten bzw. das Wachstumspotential hat wie die beiden letztgenannten Vereine. Dafür profitieren sie allerdings von der geographischen Lage als süd-dänischer Bundesligist mit gutem Zugang zu nordeuropäischen Spielern. Anspruch der SG kann und sollte es sein in der nationalen Spitze mitzuspielen und ab und an um nationale Titel mitzuspielen. Aber schon allein die Champions-League-Qualifikation ist aktuell zwar sicherlich eine Zielsetzung, aber ein Verpassen sollte meiner Meinung nach noch nicht als gescheiterte Saison gewertet werden.

    Vielleicht haben Maik Machullas öffentliche Äußerungen in den letzten Tagen gegenüber diversen Medien zu dieser Freistellung geführt, denn da hat er durchaus Interna zum Mannschaftsgefüge angesprochen, die meiner Meinung nach eher innerhalb des Teams geklärt werden sollten. Unter rein sportlichen Gesichtspunkten kann ich den Schritt nicht nachvollziehen und halte insbesondere den Zeitpunkt für unnötig. In beiden Pokalwettbewerben ist die SG ausgeschieden, in der HBL ist der CL-Qualifikationsplatz außer Reichweite, aber die Europapokalteilnahme nicht gefährdet. Flensburg hätte die Saison zu Ende spielen können und schauen, wie der Trainer und die Mannschaft sich nach dieser fatalen Woche präsentieren. Dann hätte man sich im Sommer zusammensetzen und Entscheidungen über die Zukunft treffen können - selbst wenn dann vielleicht weiterhin der Trainerwechsel das Ergebnis gewesen wäre.

    Das hab ich im Pokalfinale aber überhaupt nicht gesehen.

    Von den drei Zeitstrafen für Kohlbacher passten zwei ganz und gar nicht in eine Linie mit den beiden Zeitstrafen nach Videobeweis.

    Diese vier Aktionen gleich zu bestrafen, ist nicht okay. Mit zweifachem Videobeweis schon gar nicht.

    In der Halle habe ich mich auch extrem aufgeregt über die fehlende Verhältnismäßigkeit der nichtgegebenen Disqualifikation gegen Gisli Kristjansson und der dritten Zeitstrafe gegen Jannik Kohlbacher direkt im darauffolgenden Angriff. Das passte nicht zusammen.

    Andererseits ist das Spektrum an Vergehen für die eine Zeitstrafe ausgesprochen werden kann bzw. muss auch unglaublich breit. Die Schiedsrichter haben keine Möglichkeit Abstufungen in Form einer Ein-, Zwei-, oder Drei-Minuten-Zeitstrafe vorzunehmen. Wenn die Schiedsrichter (warum auch immer) zu dem Schluss gekommen sind, dass das Foul von Gisli Kristjansson nur eine Zeitstrafe ist, dann können sie trotzdem nicht auf eine progressive Bestrafung des Fouls von Jannik Kohlbacher verzichten und eine Gelbe Karte da ebenfalls keine Option mehr.

    Hättest Du das Foul von Jannik Kohlbacher nicht progressiv bestraft?

    PSG hat mal eben die Rangfolge geklärt: PSG vs. Montpellier 38:23 (19:13)

    Die passende Antwort auf das 20:33 im Coupe de France.

    Es sind noch 5 Spieltage, bis der französische Meister gekürt wird, aber sofern sich die Topteams schadlos halten, würde die Meisterschaft am vorletzten Spieltag im Duell PSG vs. Nantes entschieden. Durch dieses direkte Duell hat auch Montpellier noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz - auch wenn für sie erschwerend hinzukommt, dass Montpellier sowohl gegen PSG als auch gegen Nantes den direkten Vergleich verloren hat.

    KarlHansGeorgOtto

    Würde es für Dich einen Unterschied machen, wenn der DHB-Pokal weiterhin in Einzelrunden ausgetragen würde und z.B. in Mannheim das DHB-Pokal-Halbfinale zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der SG Flensburg-Handewitt unter Leitung von Schulze/Tönnies stattgefunden hätte?

    In letzter Konsequenz würden Deine Bedenken nämlich bedeuten, dass das Magdeburger Schiedsrichter-Gespann Schulze/Tönnies gar nicht eingesetzt werden dürfte, solange der SC Magdeburg in demselben Wettbewerb noch aktiv ist - sei es der DHB-Pokal oder auch die HBL.