Beiträge von Arcosh

    Ist es denn wirklich wichtig, ob die Spiele in den öffentlichen Tabellen anfangs aufgeführt werden und dann wieder gestrichen werden? Die Vereine werden doch wohl in der Lage sein, sich selber in excel eine Punkt- und Tor-bereinigte Liste zu erstellen, die die reale Tabelle darstellt, um zu sehen, wo sie wirklich stehen. Einrichtungsaufwand ca. 15 Minuten, Pflege je Spieltag < 5 Minuten....

    Natürlich können die Vereine sich das basteln. Aber wie wirkt das nach außen auf den Sportinteressierten, wenn er sich montags die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga anschaut und wohlmöglich auf Platz 1 "HC Motor Saporoschje*" liest und am Tabellenende die Bedeutung des * im Kleingedruckten suchen muss?

    Falls es am Ende der Saison auf den Für Auf- und Abstieg relevanten Plätzen nicht nur um Punkte, sondern gar um das Torverhältnis gehen sollte, dann werden an den letzten Spieltagen einige die Taschenrechner bemühen müssen, um herauszufinden wie die Ausgangslage für ihren Verein ist. Erklär mal einem Außenstehenden auf die Schnelle wieso nach dem 36. Spieltag der Tabellensiebzehnte mit 20:52 Punkten und -130 Toren eigentlich schlechter dasteht als der Tabellenachtzehnte mit 18:54 Punkten und -140 Toren, weil Ersterer gegen Saporoschje 2:2 Punkte und +3 Tore erreicht hat, aber Letzterer gegen die Ukrainer 0:4 Punkte und -10 Tore hatte.

    Ja im Ernst...Motor ist doch auch der Ernst. Die Ukrainische Superleague hatte acht Mannschaften, zur Frauenliga müsste ich das weiter recherchieren. Es wäre aufwendig, aber es bestünde durchaus die Möglichkeit diesen Mannschaften in Zusammenarbeit mit Vereinen der HBL Trainings- und Spielstätten zur Verfügung zu stellen und eine Liga durchzuführen. DASS wäre ein Zeichen. Das hört sich für mich auch nicht wie etwas unlösbar teures an.

    Ich sehe halt nicht inwiefern es mehr ist als Hilfe für Motor, man will gerne sagen man hilft damit der Ukraine, tut man aber nicht.

    Bei der ukrainischen Liga bin ich nicht sonderlich bewandert. Daher die Frage: Habe die Spieler aller acht Vereine in der Superleague wirklich Profistatus? Du brauchst ja nicht bloß Trainings- und Spielstätten (vielerorts ist die Hallenauslastung hoch und die Profivereine müssen sich die Hallenzeiten mit anderen Vereinen und/oder (Hoch-)schulen teilen), sondern die Spieler müssen auch nach Deutschland ziehen (evtl. zusammen mit Familien) und benötigen ein Gehalt, dass ihr Leben in Deutschland finanzieren kann. Im Prinzip wäre der notwendige Etat wohl nicht viel niedriger als bei einem durchschnittlichen Zweit- oder Drittligisten. Ukrainische Sponsoren dürften aktuell nicht zur Verfügung stehen und bei deutschen Sponsoren würden sie natürlich in Konkurrenz zu den hiesigen Sportvereinen treten. Einen ukrainischen Ligabetrieb im Exil auszutragen halte ich für schwerlich umsetzbar.

    Natürlich hast Du Recht, dass die Aufnahme von Motor Saporoschje in den deutschen Ligabetrieb zunächst in erster Linie dieser einen Profimannschaft hilft, aber mittelbar ist der Fortbestand des nationalen Aushängeschildes im ukrainischen Handball eine wichtige Triebfeder bei der späteren Wiederaufnahme des Ligabetriebes in der Ukraine.

    GOG und Aalborg trennen sich im ersten Spiel Unentschieden, nach dem Aalborg ziemlich lang 4 Tore Rückstand hatte.

    Sehe ich das richtig? Die Finalserie ist als Best-of-3 angesetzt und bei Unentschieden gibt es weder Verlängerung noch Siebenmeterwerfen, sondern es wird ein zusätzliches Spiel angesetzt?

    Da dem Ganzen eine Anfrage von Motor Saporoschje voraus ging, finde ich es gut, dass die HBL dies unterstützt und den Ukrainern ein Gastspielrecht einräumt.

    Die konkrete Ausgestaltung finde ich aber unglücklich. die Spiele gegen Saporoschje sollten deutlich vom "regulären" Spielbetrieb getrennt werden. So wie es aktuell geplant ist, wird die Tabelle verzerrt, und wie Gummersbacher zurecht angemerkt hat sollten auch persönliche Strafen, etc. aus diesen Spielen gesondert behandelt werden.

    Sporting wird hoffentlich kein Upgrade bekommen. Deutschland und Portugal jeweils 2 Teilnehmer geht m. E. nicht. Dann müsste man auch über Berlin resp. Flensburg nachdenken.

    Sofern sich die Regularien gegenüber der Vorsaison nicht entscheidend ändern, dann muss die EHF über Berlin oder Flensburg gar nicht nachdenken, denn bislang stand das Recht ein Upgrade zu beantragen nur den Nationen der Plätze 2 bis 30 des EHF Nationenrankings zu. Damit wäre Deutschland als #1 außen vor, weil sie ohnehin schon den zusätzlichen Startplatz erhalten.

    Zitat

    5.5 Upgrade to the EHF Champions League Men
    5.5.1 Right to apply for an upgrade
    The National Federations ranked 1 to 30 of the EHF place distribution, except the National Federation ranked number one (1) of the EHF European League Seeding List 2021/22, have the right to apply for one (1) upgrade for a maximum of one (1) team. The eligibility for the 2021/22 EHF club competition must be given.

    Die fünf Kriterien für die Vergabe der Wild cards sind offziell:

    • Qualität der Spielstätte
    • TV (relevant sind Radio-/TV-Übertragungen und eine Marktanalyse)
    • Zuschauerzahlen und Hallenauslastung in EHF-Wettbewerben der letzten drei Spielzeiten
    • Resultate des Vereins in EHF-Wettbewerben der letzten drei Spielzeiten
    • "Product management and Digital". Dies beinhaltet die Professionalität der Vereinsführung, das Auftreten in Sozialen Medien und das Vermarktungspotential.

    Das allgemeine Abschneiden von Vereinen aus demselben Land ist also überhaupt kein Kriterium bei der Vergabe der Wild cards und somit sind Argumente "Wenn Nation x einen zusätzlichen Startplatz per Wild card erhält, dann muss Nation y das auch" irrelevant.

    Die Frage ist ob die Mehrheit der Bundesligisten der Mehrbelastung in Form von zwei obligatorischen Freundschaftsspielen zustimmen würde. Es ist auch niemandem geholfen, wenn nur die A- oder B-Jugend eingesetzt und die eigentliche Zweitligamannschaft geschont wird.

    Mir ist bislang noch nicht klar ob der Ausgangspunkt dieser Überlegungen eine konkrete Anfrage seitens Motor Saporoschje an die HBL war oder die HBL selbst diesen Vorschlag unterbreitet hat. In der Bewertung macht es für mich einen großen Unterschied ob man einer Bitte des ukrainischen Serienmeisters nachkäme oder ob es sich um einen PR-Stunt der HBL handeln würde.

    TCLIP

    Der reine Tabellenplatz ist das Eine, aber in der Wahrnehmung der Fans zählen auch die Punkteausbeute (16 Minuspunkte hatte die SG zuletzt in der Saison 2014/15, ein Drittel der Spiele diese Saison wurde nicht gewonnen), die vier Minuspunkte in eigener Halle (u.a. durch Unentschieden gegen den HC Erlangen und GWD Minden) und der deutliche Abstand zur Konkurrenz.

    Perfekte Ausdarstellung der HBL: In den Vorgesprächen mit Sky wegen einer vorzeitigen Verlängerung ohne Ausschreibung wurden die Erwartungen der HBL nicht erfüllt und während man jetzt auf den Springer-Sender hoffen muss, wird bekannt, dass die Liga selbst nicht die Mittel oder den Willen zur Professionalisierung hat. Gibt es eigentlich noch weitere Profi-Sportligen in Deutschland, die keinen Videobweis anwenden?

    SG Flensburg-Handewitt - Bergischer HC

    Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel

    MT Melsungen - HSG Wetzlar

    Frisch Auf! Göppingen - TBV Lemgo Lippe

    HBW Balingen-Weilstetten - Füchse Berlin

    SC DHfK Leipzig - SC Magdeburg

    GWD Minden - HC Erlangen

    TuS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf

    Handball Sport Verein Hamburg - TVB 1898 Stuttgart

    Ehrlich gesagt halte ich die sehr ähnlichen Hallen in Dormagen und Essen aus Zuschauersicht für Paradebeispiele einer Zweitliga-Handball-Halle. Steile Ränge, dicht am Feld und mit guter Sicht von allen Plätzen lassen die Zuschauer nah am Geschehen sein und können eine stimmungs- und druckvolle Atmosphäre erzeugen.

    Elverum gewinnt das zweite Finalspiel gegen Arendal mit 35:29. Zählt eigentlich bei diesen 3er Finalrunden die Zahl der gewonnen Spiele, also Best-of-Three? Dann wäre Elverum fix durch und ein Upgrade Kandidat.

    Halbfinale und Finale werden im Modus Best-of-5 gespielt. Elverum benötigt also noch einen weiteren Sieg.

    Am faszinierendsten finde ich, dass es im Umfeld der HSG so ruhig bleibt. Nach außen dringt kaum Unmut über die sportliche Talfahrt - das wirkt als sei seit März/April das engere Umfeld in einen möglichen Willen zum Nichtaufstieg eingeweiht gewesen. Aber wie begründet man dies gegenüber Sponsoren und Geldgebern? Welcher mittelfristige Plan verbirgt sich dahinter. Sieht man sich in ein oder zwei Jahren besser aufgestellt für den Schritt ins Oberhaus? Oder waren die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 gar so ernüchternd, dass man von weiteren Abenteuern "1. Bundesliga" voerst komplett Abstand nimmt?

    Ich sehe auch Erlangen als das Zünglein an der Waage, aber der Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspiel spricht meiner Meinung nach für Minden. Das letzte Saisonheimspiel verliert man nicht so gerne und das könnte auch dem HCE ein wenig mehr Motivation geben.

    Hängt euch noch mal rein in die letzten zwei Spiele! Noch ist nichts entschieden!

    Es geht ja auch um einen würdigen Saisonabschluss für ein Spieljahr das nicht so schlecht war. Und sich noch mit dem Aufstieg krönen lässt. Rechnerisch ist alles drin

    Rechnerisch könnte aber bereits heute Abend alles entschieden sein, falls Hamm das Heimspiel gegen den TV Großwallstadt gewinnt. Für den TVG also ein gleich doppelt wichtiges Spiel. Zum Einen brauchen sie selber die Punkte im Abstiegskampf und zum anderen hat es maßgeblich Einfluss auf die Motivation des morgigen Gegners von Dormagen.

    Vorschlag bei Spielen mit Videobeweis:

    Jedes Team erhält einmal pro Spiel die Möglichkeit, eine Szene überprüfen zu lassen. Nutzt es diese Möglichkeit entfällt dafür ein TTO, da das Spiel eh unterbrochen wird. Der Mannschaftsverantwortliche hat den Schiedsrichtern mitzuteilen, welches Vergehen exakt geprüft werden soll, hier also der mögliche Kreiseintritt von Borges. Ansonsten könnte man in jedem Angriff irgendwo ein Foul/Trikotziehen finden.

    Genau das wurde zur Saison 2019/20 in der dänischen Herren- und Frauenliga eingeführt. Es sollte ein Test sein, der zunächst nur für die TV-Livespiele galt und auch von der IHF begleitet wurde. Allerdings nach nur einem Monat wurde das "Challenge System" wieder abgeschafft. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe waren die größten Kritikpunkte, dass es zu viele Unklarheiten gab wann die Challenge genutzt werden darf und man war wohl der Meinung, dass es den Spielfluss zu sehr negativ beeinflusst habe.

    Vielleicht können User, die näher am dänischen handball sind, dies noch genauer ausführen.

    In der Zeitung steht es genau anders, nämlich das alle erkannten Verstöße auch gesehen werden dürfen.

    Ist aber sicherlich Lügenpresse.

    Der Bericht auf BILD.de, der diese Passage ebenfalls enthält, wirft leider einiges durcheinander. Dort ist die Rede vom „Video Proof System“ (VPS). Dies ist allerdings das System der IHF. Bei der EHF kommt das "Instant replay" zur Anwendung. Insofern würde ich mich nicht darauf verlassen, dass der Redakteur die korrekten Regularien der EHF zur Hand hatte und würde Frank Wenz zunächst für eine verlässlichere Quelle halten. (Auch wenn das via Podcast wohl nur Hörensagen ist)

    Es gab den Videobeweis. Die Blindschleichen konzentrieren sich nur auf die Zeit und sehen nicht den eindeutigen Übertritt.

    Das ist die Schweinerei.

    Die Herren sollten eine Weile aus dem Verkehr gezogen werden.

    Unabhängig davon ob es überhaupt einen Übertritt gab bevor der Ball die Hand verlassen hat, haben sich die Schiedsrichter an die Richtlinien zur Anwendung des Videobeweises gehalten. Eine Kreis-ab-Entscheidung nach Videobeweis wäre ein spielentscheidender Regelverstoß gewesen.