Ich glaube wie gesagt das Football hier sogar schon einmal weiter war mit der World League.
Die letztes Jahr in ihre erste Saison gestartete "European League of Football (EFL)" lässt diese NFL Europe (bzw. World League) wieder aufleben.
Ich glaube wie gesagt das Football hier sogar schon einmal weiter war mit der World League.
Die letztes Jahr in ihre erste Saison gestartete "European League of Football (EFL)" lässt diese NFL Europe (bzw. World League) wieder aufleben.
NFL-Spiele als einmalige Events im Jahr sind primär keine Gefahr für den Profihandball in Deutschland. Aber damit einher geht das Buhlen um die Nachwuchssportler. Das sind die Profis (aber auch die Zuschauer) von morgen.
Wie bereits weiter oben von einem anderen User geschrieben wurde: Wer keinen direkten persönlichen Bezug zum Handball hat - z.B. weil er/sie oder ein naher Familienangehöriger Handball spielt oder am Wohnort ein höherklassig spielender Handballverein ansäßig ist - der hat in der Regel kein Interesse an diesem Sport und wird sich wohl eher keine Spiele anschauen - egal ob im Fernsehen oder in der Halle. Da Handball aber größtenteils abseits der Metropolen stattfindet, reichen allein die Handballfans in Flensburg, Minden, Gummersbach oder Wetzlar nicht aus, um der Sportart einen bundesweiten Stellenwert zu geben. Vielmehr ist es die große Zahl an aktiven Handballern, die den Sport in Deutschland groß gemacht hat. Der DHB ist hinter dem DFB der mitgliederstärkste Mannschaftssportverband. Aber die Zahlen sinken seit Jahren kontinuierlich. Von den rund 846.000 DHB-Mitgliedern im Jahr 2010 sind 2021 nur noch gut 729.000 übrig geblieben. Das ist ein Verlust von 13%. Eine schwindende Anzahl aktiver Handballer in Deutschland führt unmittelbar auch zu einem sinkenden öffentlichen Interesse an der Sportart. Der Mitgliederschwund ist kein spezifisches Problem des Handballs, sondern trifft viele Breitensportarten. Die Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche sind vielfältiger geworden. Aber jede Sportart, die es versteht sich medial professionell darzustellen, ihre Zielgruppe erreicht und so ein (Mitglieder-)Wachstum in Deutschland erreicht stellt im Breitensport eine Konkurrenz für Handballvereine dar. Die Zielgruppe der NFL sind junge, medienaffine Menschen. Das sind sowohl die jungen Väter der Generation Y, die mit ihren Kindern im Garten plötzlich den Football werfen anstelle eines Balls, als auch die Schulkinder die auf dem Pausenhof im NFL-Shirt herumlaufen. Natürlich ist das im Vergleich zur Popularität des Fußballs in Deutschland eine Nische - aber es ist eben dieselbe Nische in der der Handballsport stattfindet.
Alexander Steinforth. "Geschäftsführer Deutschland" bei der NFL, hat die Ziele klar formuliert:
Zitat"Wir wollen Mannschaftssport Nummer zwei werden in Deutschland - hinter dem Fußball", sagt Steinforth. Und: "American Football muss in Deutschland ankommen. Das übergeordnete Ziel ist, die Fanbasis zu verbreitern."
Quelle: ZDF.de
In demselben Artikel wird auch deutlich, dass das milliardenschwere Unternehmen NFL dabei auf Ressourcen zurückgreifen kann, die für den Handballsport undenkbar scheinen:
ZitatGerade bei jungen Leuten ist der Sport angesagt. Damit es aber nicht beim passiven TV-Erlebnis bleibt, will die Liga in Grassroots-Aktivitäten investieren. Über Flagfootball sollen Jugendliche zum Spielen animiert werden. Die Stadt Frankfurt hat in ihrer Bewerbung eine halbe Million Euro für Jugendarbeit zugesagt. Fast die gleiche Summe dürfte die NFL zuschießen.
"Wir wollen aktiv daran mitwirken, dass wir in zehn Jahren mehr Deutsche in der NFL haben", sagt Steinforth. Das würde die ambitionierten wirtschaftlichen Ziele befeuern, selbst wenn kein Dirk Nowitzki des Footballs daraus entspringt.
Glückwunsch an Benfica Lissabon. Sicherlich ist der Kader des SC Magdeburg spielerisch besser besetzt als die Mannschaft der Portugiesen, aber diese sind über sich hinausgewachsen und haben ihre Chance ergriffen. Das sind die Erfolgsgeschichten von denen der Sport lebt! Lissabon ist der erste nicht-deutsche Sieger seit 2014 und erst der dritte nicht-deutsche Sieger in diesem Jahrtausend.
Abschließend noch meine Gedanken zu den strittigen Szenen:
Wahnsinn. Da denkt man die letzten Sekunden zwischen der HSG Konstanz und dem VfL Pfullingen wären an Dramatik kaum noch zu übertreffen und nicht einmal zwei Wochen später beweisen die Konstanzer, dass es sie noch eine Schippe drauflegen können. Abseits aller Emotionen muss man aber sagen, dass sich der Wilhelmshavener HV in den letzten Minuten selbst geschlagen hat. Der unbedrängte Pass ins Seitenaus war genauso überflüssig wie das Foul in der Schlusssekunde.
Mich freut der Erfolg für Jörg Lützelberger!
Meiner Meinung nach geben 38 Spielen im Laufe von gut 9 Monaten das sportliche Leistungsvermögen wesentlich besser wider als ein oder zwei Entscheidungsspiele am Ende der Saison. Die Bundesliga ist eben gerade kein Pokalwettbewerb bei dem es nur von Spiel zu Spiel zählt, sondern ein Ligaformat, dass die Leistungen der ganzen Saison gleichwertig einfließen lässt. Bei Entscheidungsspielen ständen plötzlich wieder Tagesform, Verletzungssorgen oder gar die Ansetzung von Schiedsrichtern und Zeitnehmern im Blickpunkt. Die Bundesliga ist eben gerade kein Pokalwettbewerb bei dem es nur von Spiel zu Spiel zählt, sondern ein Ligaformat, dass die Leistungen der ganzen Saison gleichwertig einfließen lässt. Hinzukommt, dass am Saisonende auch drei oder vier Mannschaften punktgleich sein könnten und die dann notwendiegen Entscheidungsspiele würden wohl den zeitlichen Rahmen sprengen.
Gleichzeitig bin ich auch der Meinung, dass bei Punktgleichheit am Ende der Saison der direkte Vergleich das bessere Kriterium wäre. Bei der Einführung des direkten Vergleichs im Jahr 2020 für die Saison 2020/21 soll sich Alfred Gislason maßgeblich dafür eingesetzt haben. Leider habe ich bis heute keine Stimmen dazu gehört wieso diese Änderung nach nur einer Saison wieder zurückgenommen wurde.
SC Magdeburg - HBW Balingen-Weilstetten
Frisch Auf! Göppingen - Rhein-Neckar Löwen
TVB 1898 Stuttgart - TuS N-Lübbecke
Bergischer HC - MT Melsungen
HSG Wetzlar - SC DHfK Leipzig
THW Kiel - Handball Sport Verein Hamburg
TSV Hannover-Burgdorf - HC Erlangen
Füchse Berlin - GWD Minden
TBV Lemgo Lippe - SG Flensburg-Handewitt
Aufstieg:
Nach der neuerlichen Niederlage der HSG Nordhorn rücken die Aufstiegsaspiranten noch enger zusammen:
| Platz | Verein | Punkte | Tordifferenz |
| 2 | ASV Hamm-Westfalen | 45:25 | +35 |
| 3 | HSG Nordhorn-Lingen | 44:26 | +31 |
| 4 | TV 05/07 Hüttenberg | 42:28 | +25 |
Restprogramme:
ASV Hamm: Emsdetten (A), Großwallstadt (H), Hüttenberg (A)
HSG Nordhorn: Coburg (A), Dormagen (H), Lübeck-Schwartau (A)
TV Hüttenberg: Rostock (A), Essen (A), Hamm (H)
Alle drei Aufstiegskandidaten müssen noch zweimal auswärts ran. Besondere Brisanz ergibt sich daraus, dass Hüttenberg und Hamm am letzten Spieltag im direkten Duell aufeinandertreffen. Normalerweise müsste Hamm die beiden Spiele gegen die Kellerkinder gewinnen und damit dem TVH allen Wind aus den Segeln nehmen, aber was ist in dieser Liga schon "normal"? Hüttenberg wird die vollen sechs Punkte benötigen um noch eine Chance auf den Austieg zu haben, während ich mir bei der HSG Nordhorn nicht vorstellen kann, dass sie die Saison ohne weiteren Verlustpunkt beenden können.
Mit Blick auf die Tordifferenzen kann jedes einzelne Tor noch entscheidend werden.
Ystad ist schwedischer Meister und könnte damit ein CL Upgrade beantragen.
Frage zur Vergabe der Europapokalplätze in Schweden (und auch Dänemark):
Zählt hier wirklich das Resultat der Playoffs oder werden die Startplätze in den europäischen Wettbewerben auf Basis der Abschlusstabelle nach Ende der Hauptrunde vergeben? Ich meine in der Vergangenheit wäre letztere Variante angewendet worden.
Dasselbe Punktesystem wird in Deutschland in der DEL angewendet.
Das Punktsystem in der polnischen Liga gibt drei Punkte für einen Sieg in der regulären Spielzeit, zwei Punkte für einen Sieg im Siebenmeterwerfen, einen Punkt für den Verlierer im Siebenmeterwerfen und null Punkte für eine Niederlage in der regulären Spielzeit. Kielce genügte bereits der eine sichere Punkt für das Erreichen des Siebenmeterwerfens um die Meisterschaft sicher zu haben.
Das Final4 2022 bietet das Beste auf was der europäische Vereinshandball in den letzte Jahren zu bieten hat. Bei der dreizehnten Austragung in Köln wird der FC Barcelona zum zehnten Mal dabei sein, für den THW Kiel wird es die achte Teilnahme, für Veszprem die siebte und für Kielce die fünfte. Öfter waren keine anderen Vereine bei der Endrunde am Rhein!
Veszprem ist als einziger dieser vier Vereine noch ohne Titel in der Champions-League und u.a. deshalb drücke ich ihnen dieses Jahr einmal mehr die Daumen. Nach Jahrzehnten im Spitzenfeld des euroäischen Vereinhandballs (sie stehen auf Platz 2 der ewigen Tabelle der EHF Champions-League) und vier Finalniederlagen sind sie einfach mal an der Reihe! Am nächsten dran am Titel in Köln war Veszprem im Finale 2016 gegen Kielce als die Ungarn nach 45 Minuten mit 9 Toren in Führung lagen ehe sie den fast schon sicheren Titel noch verspielten und sich Kielce im Siebenmeterwerfen den Pokal sichern konnten.
2019 konnte Veszprem im Final4-Halbfinale die Polen besiegen und in der diesjährigen CL-Saison verbuchten im direkten Vergleich beide Mannschaften je einen Heimsieg in der Gruppenphase.
Trotz der zahlreichen Final4-Teilnahmen vom THW Kiel und dem FC Barcelona sind beide Mannschaften erst zweimal in Köln aufeinandergetroffen und sowohl das Finale 2010 als auch das Endspiel 2020 gewannen die Norddeutschen und es würde mich nicht wundern, wenn der Sieger dieses Halbfinales am Ende die Trophäe in die Höhe stemmen darf.
Nochmal zum Urteil des DHB.
Ich frage mich, warum diskutiert man überhaupt über die Zulassung eines Videos? In einer Rechtssprechung sollt man doch alle Möglichkeiten nutzen um Recht sprechen zu können.
Wenn ich dann auf Beweismittel verzichte, stellt sich dabei für mich die Frage, will ich überhaupt Recht sprechen?
Die Argumentation geht wohl in Richtung "Gleichbehandlung". Nur wenn bei allen Spielen einer Liga eine gleichwertige Videoaufzeichnung zur Verfügung stünde, könnte diese als Beweismittel zugelassen werden, damit im Nachhinein allen Beteiligten dieselben Beweismittel zur Verfügung stehen - gerade wenn es z.B. die Gästemannschaft betrifft die keinen Einfluss auf die Bedingungen in der Halle hat.
Aus dem Urteil:
ZitatZeitnehmer und Sekretär haben eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben und darin ausgeführt, dass sie vor dem Spiel vereinbart hätten, neben dem mit Automatik versehen Signalhorn, das aus Erfahrungswerten „in dieser voll besetzten Halle mit zu erwartend lauten Zuschauern nicht klar hörbar“ sei, zu pfeifen. Man habe als Team ein „altbewährtes System“ verfolgt, wonach sich der Zeitnehmer auf die Uhrzeit zum Spielende konzentriert, die er am Bedienpult der Hallenuhr vor sich habe, während der Sekretär sich auf die Spielsituation fokussiert. Beim Abpfiff des Zeitnehmers sei sodann der Ball aus dem letzten Torwurf für den Sekretär noch nicht im Tor gewesen, sondern der Spieler habe sich noch im Wurf befunden. Das sei zum Zeitpunkt des Pfiffes die Wahrnehmung des Sekretärs nach der eigens vereinbarten Aufgabenteilung gewesen.
Dazu zwei Auszüge aus den Internationalen Handballregeln:
ZitatSchlusssignal
2:3 Die Spielzeit beginnt mit dem Anpfiff des Anwurfs durch einen Schiedsrichter und endet mit dem automatischen Schlusssignal der öffentlichen Zeitmessanlage oder dem Schlusssignal des Zeitnehmers. Ertönt kein derartiges Signal, pfeift der Schiedsrichter, der Zeitnehmer oder der Delegierte, um anzuzeigen, dass die Spielzeit abgelaufen ist
(17:9).
Kommentar:
Sollte keine öffentliche Zeitmessanlage mit automatischem Schlusssignal vorhanden sein, bedient sich der Zeitnehmer einer Tisch- oder Handstoppuhr und beendet das Spiel mit dem Schlusssignal (18:2, Absatz 2)
Zitat18:2
[...]
Wenn es keine Zeitmessanlage mit automatischem Signal gibt, übernimmt der Zeitnehmer die Verantwortung für das Auslösen des Schlusssignals zur Halbzeit und zu Spielende (siehe Regel 2:3).
[...]
Auch wenn ich die Intention des Zeitnehmers und Sekretärs verstehen kann, stellt das zu Protokoll gegebene Verhalten (das sie nach eigenen Angaben so regelmäßig praktizieren) bereits einen Regelverstoß zu Regel 2:3 und 18:2 dar. Wenn eine öffentliche Zeitmessung mit automatischem Schlusssignal vorhanden ist, dann ist diese zu verwenden und für die Bestimmung der Spielzeit bzw. des Spielende maßgeblich - gerade wil eine solche Zeitmessanlage eine präzise Zeitmessung mit einer Genauigkeit auf mindestens Zehntelsekunden ermöglicht, die mit der Trillerpfeife des Zeitnehmers und seinem Timing des Schlusspfiffes nicht realisierbar ist.
Darüber hinaus gehört es überhaupt nicht zu den Aufgaben des Sekretärs zu beurteilen wann oder ob ein Ball im Tor ist - zumal er dazu wie bereits in einem vorherigen Post erwähnt auf Höhe der Mittellinie an einem Tisch sitzend überhaupt nicht in der geeigneten Position ist.
Zählt der Kempa von Remili, ist Kiel raus.
Hätte der Kempa gezählt, hätte das Spiel anschließend einen anderen Verlauf genommen und keiner kann sagen, wie es dann ausgegangen wäre.
Mit dem späten Ausgleich macht GWD Minden einen großen Schritt zum nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.
Restprogramm:
GWD Minden (16 Punkte, -82 Tore)
HBW Balingen-Weilstetten (15 Punkte, -128 Tore)
Wo soll Balingen die mindestens zwei Punkte holen, die zum Klassenerhalt fehlen? Gegen die evtl. Meisterschafts-trunkenen Magdeburger? Gegen Erlangen für die es nur noch um die goldene Ananas geht? Hätte HBW in diesen Spielen Heimrecht, dann könnte ich mir eine Überraschung vorstellen, aber in fremder Halle fehlt mir der Glaube daran. Eher glaube ich, dass Minden am 33. Spieltag alles klar machen wird.
Flensburg kann erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Leider haben die Norddeutschen in beiden Spielen offensiv die Anfangsviertelstunde verschlafen und Barcelona macht das sehr gut und im Stile einer Spitzenmannschaft.
Angesichts des Teilenehmerfeldes freue ich mich sehr auf das Final4 in Köln.
Welches Gespann hat die Partie geleitet?
Schiedsrichter waren Fabian Baumgart und Sascha Wild
[...] Während ihr hier über die Entgleisungen diskutiert und spekuliert, hat nur ein User sie gemeldet. Macht es uns Mods auch nicht einfacher
Beim Versuch den Beitrag zu melden, erschien die Nachricht, dass der Post bereits gemeldet worden sei. Mehr als eine Meldung wird anscheinend seitens der Forumsoftware blockiert und somit konnte so die Mods nur eine Meldung erreichen!
Mir stellt sich die Frage welche Wahrnehmung im Zweifelsfall für das Sportgericht ausschlaggebend ist: Zeitnehmer oder Schiedsrichter.
Der Zeitnehmer hat die Spielzeit im Blick, aber von seinem Platz auf Höhe der Mittelline nur einen eingeschränkten Blickwinkel auf das Geschehen am Torraum und darauf wann der Ball die Torlinie überschritten hat. Die Warnehmung des Zeitnehmers war, dass der Torerfolg erst nach Ende des Spiels erfolgte.
Die Schiedsrichter hingegen haben den Torraum und die Torlinie genau im Blick, und nehmen das Ende der Spielzeit anhand des akustischen Signals wahr. Die erste Reaktion der Schiedsrichter war es das Tor zu geben ehe sie nach Rücksprache mit dem Zeitnehmer ihre Einschätzung revidiert haben.
Würde mich brennend interessieren.
Besitzt jemand Kenntnis darüber woher die angesetzten neutralen Zeitnehmer waren? Wohnort? Aus welchem Verein?
Laut Spielbericht war der Zeitnehmer Matthias Knöpfle aus dem Südbadischen HV (Bezirk Hegau/Bodensee).