Beiträge von Arcosh


    Wie ich bereits schrieb. Die Studie ging von vollen Hallen aus.

    Aber Du hast sicher Recht, wir gehen am besten alle mit Maske in den Keller und verbleiben da die nächsten 5 Jahre bis wohl dann tatsächlich ein Impfstoff da sein wird :irony:

    Dann legen wir halt lieber die Hallensportarten für alle Zeit lahm und gut ist es, jeder ist zufrieden.

    Wer hat eigentlich die Studie bezahlt? Herr Lauterbach ? :irony: Ach nee, stammt ja aus den USA.


    Das ist keine theoretische Studie, die "von vollen Hallen ausgeht", sondern es ist eine Analyse der tatsächlichen Verbreitung von SARS-CoV-2 und dem Einfluss von 135 Spielen der NBA und NHL im März auf diese Verbreitung. Die Datananalyse wurde durchgeführt von Alexander Ahammer, Martin Halla und Mario Lackner von der Universität Linz. (Soviel zur Polemik) Ja, damals waren die Hallen nahezu ausverkauft und es gab kein Social distancing in den Arenen. Ja, damals war das Tragen von Masken in den USA noch nicht so weit verbreitet. Ja, damals werden auch Risikogruppen unter den Zuschauern gewesen sein. Ja, das Gesundheitssystem in Deutschland ist nicht unmittelbar mit dem der USA vergleichbar. Die Studie zeigt also in erster Linie welches Gefährdungspotential von einer Hallensportveranstaltung ausgeht, wenn sie so stattfinden würde wie wir es bis März 2020 gewohnt waren. Wenn wir von den genannten 379 Mehrinfektionen und 16 zusätzlichen Toten pro 1 Million Menschen alleine durch ein Spiel (!) ausgehen, dann stellt sich die Frage wie weit diese Zahlen mithilfe von Hygienekonzepten reduziert werden müssten, um eine Durchführung von Spielen mit Zuschauern vertretbar zu machen.

    Leider kommt es im Rahmen von Sportveranstaltungen immer mal wieder zu medizinischen Notfällen unter den Zuschauern, die manchmal mizt dem Tode eines Zuschauers enden. Der letzte mir präsente Vorfall war im Dezember 2019 bei einem Eishockey-Spiel der Kölner Haie (LINK) und in der öffentlichen Wahrnehmung gab es kaum Kritik daran, dass das Spiel abgebrochen wurde. Spieler sprachen davon, dass sie unter Schock standen aufgrund der für alle sichtbaren notfallmedizinsichen Maßnahmen im Unterrang. Wer will es dann verantworten, dass die Durchführung einer Hallensportveranstaltung Menschen einer relevanten Gefahr aussetzt sich zu infizieren - mit dem Potential eines tödlichen Krankheitsverlaufs?

    Zudem kommt die Studie zu dem Schluss: Die Kosten / wirtschaftlichen Schäden durch den Verzicht auf Sportveranstaltungen und Konzerte in Hallen sind vergleichbar gering gegenüber den gesamtwirtschaftlichen Folgen eines (lokalen) Corona-Ausbruchs aufgrund massenhafter Neuinfizierter im Rahmen und in Folge einer Hallenveranstaltung.


    Das Paper zur Studie ist online verfügbar und es gibt auf Youtube eine einstündige Präsentation der Ergebnisse.


    Das sind nach der Studie 380 "Mehrinfizierte" pro 1 Million Einwohner. Abgesehen davon geht die Studie natürlich von voll besetzten Hallen aus, die es ja keinesfalls geben wird.

    Klingt dann eventuell doch nicht so "dramatisch". Noch droht keine Apokalypse.


    Nicht so dramatisch? 380 Mehrinfizierte pro 1 Million Einwohner, bedeutet 38 Mehrinfizierte pro 100.000 Einwohner und das ist bereits nah am aktuell gültigen Grenzwert für lokale Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung. Eine Hallensportveranstaltung in einer gut besuchten Halle hätte also das Potential das öffentliche Leben in einer Stadt für ein bis zwei Wochen lahmzulegen.

    und wegen einer ähnlichen Nummer hat ein Gastwirt in Ostfriesland seine Existenz verloren. Berlin halt :wall:


    Damit meinst Du aber hoffentlich nicht die "Alte Scheune" in Leer, oder? Der dortige Gastwirt hat seine Lizenz zurückgegeben, weil die Stadt sie ihm ohnehin entzogen hätte. Er hatte lediglich eine vorläufige Lizenz zum Betrieb des Restaurants und der Lizenzentzug seitens der Gemeinde war bereits vor dem Corona-Ausbruch in Vorbereitung.

    Dann musst Du dich da halt zurückhalten und mehr die Klatschpappe betätigen.

    Es gibt hier bei uns jetzt auch schon die ersten kleineren Veranstaltungen, Konzerte, etc. mit bis zu 100 Leuten und eine Maskenpflicht ist nur beim Einlass. Von massenhaften Infektionen ist noch nichts bekannt


    Wer sich mit dem aktuellen Stand der Forschung befasst, der sollte mitbekommen haben, dass die Verbreitung von SARS-CoV-2 in erster Linie nicht darauf beruht, dass jeder Infizierte 2-3 Menschen ansteckt, sondern dass vielmehr die meisten Infizierten niemanden anstecken, aber dafür einige wenige Infizierte bei Superspreading-Events eine große Anzahl mit dem Virus infizieren. Bei diesen Superspreading-Events kommt es zur Kombination aus Personen, die eine besonders effektive Ausscheidung haben mit Konstellationen, in denen besonders viele Menschen exponiert sind. Das heißt, wenn Du einem Infizierten mit geringer Virus-Ausscheidung in einem geschlossenen Raum begegenest, dann wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren. Wenn Du einem Infizierten mit besonders effektiver Ausscheidung im Freien begegnest, dann wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren. Aber wenn viele Menschen mit einem Infizierten mit besonders effektiver Ausscheidung über längere Zeit in einem geschlossenen Raum zusammenkommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wenige Tage später die Zahl der Neuinfektionen in diesem Kreis sprunghaft ansteigt.

    Bei der aktuellen Verbreitung des Virus mit relativ wenigen Infizierten bedeutet dies, dass die Großzahl der Veranstaltungen kein Superspreading-Event hervorbringen werden. Aber unter den hunderten Indoor-Events die jetzt wieder anfangen stattzufinden, wird es statistisch einige Superspreader-Events mit massiver SARS-CoV-2-Übertragungen geben - und Du wirst erst einige Tage später erfahren ob das Event auf dem Du warst einen neuen Corona-Hotspot hervorgebracht hat oder nicht.

    @Karl:
    Leider gehst Du nicht auf meine direkte Frage im vorherigen Beitrag ein, welcher sportliche Erfolg für Vereine wie Bukarest oder Elverum bzw. die Entwicklung derer Ligen deiner Meinung nach wertvoller wäre.


    Du möchtest einen Rausschmiss in so eine Art besseren EHF-Cup (der genauso eine Halbleiche bleiben wird wie bislang) und einen faktisch dauerhaften Auschluss aus der CL für sehr viele Länder (der EHF-Cup wird zudem auch noch völlig entwertet). Wenn man nun Flensburg und so schlagen muss, um die der darauf folgenden Saison dann in der CL dabei zu sein, kann man doch vergessen als Anreiz und vor allem als Perspektive...


    Ein Sieg in der European Handball League wäre ein Weg um in der Folgesaison in der EHF Champions-League dabei zu sein.
    Da im von mir vorgeschlagen Modell die Meister der zehn international erfolgreichsten Ligen einen Startplatz in der Champions-League hätten (anstatt des aktuellen Wild-card-Gescharrers), wäre der alternative Weg, durch konstant gute Leistungen in den europäischen Wettbewerben in der EHF Drei-Jahre-Wertung vorzurücken und so in den Kreis der Champions-League-Teilnehmer aufzurücken. Von der Drei-Jahres-Wertung profitieren Nationen deren Ligen sich organisch und vorallem in der Breite entwickeln, so dass mehrere Vereine auf internationalem Level mitspielen und Punkte zur Wertung beitragen können, anstatt Ligen in denen ein einzelner Verein binnen kurzer Zeit mit Geld aufgepumpt und dann dank Marketing-Kriterien in die Champions-League gehievt wird - nur um evtl. genauso schnell wieder zu verschwinden.


    Vergleichen wir die Entwicklungen in Portugal und Rumänien anhand der EHF Place distributions auf Basis des sportlichen Abschneidens der letzten Jahre:

    2016/17
    09. Rumänien ...... 36,44 Punkte
    13. Portugal ........ 30,25 Punkte

    2017/18
    10. Portugal ........ 36,11 Punkte
    12. Rumänien ....... 33,22 Punkte

    2018/19
    09. Portugal ........ 37,33 Punkte
    12. Rumänien ....... 30,89 Punkte

    2019/20
    09. Portugal ........ 52,33 Punkte
    13. Rumänien ....... 36,67 Punkte


    Die portugiesische Liga hat sich kontinuierlich positiv entwickelt und mit dem FC Porto, SL Benfica und Sporting CP haben mehrere Vereine die in den letzten Jahren in der EHF Champions-League und dem EHF Pokal erfolgreich teilgenommen haben. In Rumänien verfügt Dinamo Bukarest über eine international wettbewerbsfähige Mannschaft, aber dahinter sind Constanta und Timisoara in der zweiten Qualifikationsrunde des EHF-Pokals ausgeschieden. Die Entwicklung Portugals wird jetzt über die Drei-Jahres-Wertung mit einem festen Startplatz in der EHF Champions-League honoriert. Genau das sind der Anreiz und die Perspektive, die eine nachhaltige Entwicklung des nationalen Handballs in der Breite fördern.

    Deiner Ansicht nach wäre es für die Entwicklung von Vereinen wie Dinamo Bukarest und deren Spielern förderlicher in einer Champions-League-Gruppe mit großen Namen wie FC Barcelona, Paris St. Germain oder THW Kiel zu spielen, erwartungsgemäß 80%+ der Spiele zu verlieren und bereits nach der Gruppenphase aus dem Wettbewerb auszuscheiden anstatt in einem Wettbewerb ohne einige der besten Vereine Europas in jedem Spiel Siegchancen zu haben und um einen internationalen Titel mitzuspielen? Der Erfolg eines Remis in Kiel (ohne Duvnjak, Weinhold, Bilyk und mehr oder weniger ohne Ekberg) bewirkt mehr als eine Final4-Teilnahme in einem "nachrangigen" internationalen Wettbewerb?

    Die Gegner gegen die Dinamo Bukarest diese Saison in den Gruppen C und D gespielt hat, sind übrigens dieselben auf die sie auch in meinem Modell in der European Handball League treffen würden. Bukarest musste sich diese Saison in 12 Spielen gegen diese Vereine durchsetzen um in einer K.O-Runde gegen Paris St. Germain antreten zu können. Die Gruppen C und D sind genauso "nachrangig" gegenüber den Gruppen A und B wie die European Handball League es gegenüber der EHF Champions-League ist. Mein Vorschlag würde den Vereinen aus schwächeren Ligen einen relevanten Wettbewerb eröffnen in dem sie eine Titelchance haben und sich gleichzeitig mit Vize-Meistern aus den Topligen messen können. Im aktuellen Modus spielte Elverum in der Champions-League und gewann lediglich 1 von 14 Spielen während OIF Arendal im nachrangigen EHF-Pokal in der dritten Qualifikationsrunde an HBC Nantes scheiterte. Was wäre wenn stattdessen Elverum in der nachrangigen European Handball League anträte und dort gegen Vereine wie Bukarest oder Nantes anträte. Würde das dem norwegischen Handball nicht mehr nützen?


    Was glaubst Du woran sich in Gummersbach Spieler, Zuschauer, Sponsoren und Fans mehr erinnern: Das Remis des VfL Gummersbach in der EHF Champions League in Veszprem, die knappe 1-Tor-Niederlage zuhause gegen den späteren Champions-League-Sieger BM Ciudad Real oder die Siege in Endspielen des EHF-Pokals und des Pokals der Pokalsieger?

    Ich habe nicht geschrieben, dass die 560.000 €, die im Etat für die kommende Spielzeit fehlen, dem Beitrag entsprechen den Bertus Servaas in den vergangenen Jahren mit seiner Firma als Hauptsponsor in den Verein gesteckt hat. Vielmehr ist das die Lücke die sich aus dem Wegfall des Hauptsponsors und den getroffenen Einsparungen zur Reduzierung des Etats ergibt. Es braucht eben keinen 3-bis-5-Millionen-Euro-Transfer von dem Du wiederholt schreibst, wenn zuvor der Etat deutlich redutziert werden konnte, so dass die Unterdeckung "nur" rund eine halbe Million Euro beträgt.

    Saporosje gehört natürlich auch in die CL - die Klasse ist einfach ca. 4 Vereine zu klein. Gerade die EHF hat sich doch der Förderung der Breite im europäischem Handball auf die Fahne geschrieben...und die hat imho auch absolute Priorität


    Die EHF Champions-League ist entweder vier Teilnehmer zu klein - oder vier Teilnehmer zu groß. In den letzten Jahren haben wir gesehen, dass in der EHF Champions League zwei bis drei Vereine in den Achtergruppen A und B deutlich hinter dem Rest zurücklagen und nur in den direkten Duellen untereinander punkten konnten. Die Einführung der Leistungsgruppen A/B und C/D hat dafür gesorgt, dass Vereine aus schwächeren Handballnationen sich während der Gruppenphase weitestgehend mit Gegnern auf Augenhöhe messen konnten, aber dennoch ist das Leistungsgefälle innerhalbd er Gruppen A und B sehr groß. Dinamo Bukarest hat die Gruppe D fraglos dominiert, aber ich bin mir sicher, dass sie in Gruppe A oder B eine ähnlich untergeordnete Rolle gespielt hätten wie Elverum, Zagreb oder Saporosje.

    Wäre die EHF sportlich konsequent, dann würde sie die EHF Champions-League eher auf 12 Mannschaften verkleinern (10 Topnationen, 1x Titelverteidiger, 1x Gewinner der European Handball League) um von Anfang bis Ende Spiele auf höchstem Niveau und mit sportlicher Relevanz zu erhalten (und gleichzeitig die Belastung der Topspieler durch zusätzliche Spiele und vorallem Reisen zu reduzieren).

    Dahinter würde die European Handball League den Vereinen aus den Handball-"Schwellenländern" als zweithöchster Wettbewerb einen ebenbürtigen Wettbewerb ermöglichen und dem Sieger würde ein Platz in der Champions-League winken. Die European Handball League sollte dann nicht noch mit massenhaft deutschen und französischen Vereinen aufgebläht werden, sondern aus den Topnationen - deren Meister in der Champions-League spielen - sollte nur jeweils ein Vertreter (Vize-Meister) in der European Handball League antreten. Vereinfacht gesagt: Wenn ein Meister aus einem der Handball-"Schwellenländer" sich in diesem Wettbewerb gegen die Vizemeister der Topnationen durchsetzen, dann haben sie ihre sportliche Eignung für die EHF Champions-League unter Beweis gestellt und steigen als Sieger dieses Wettbewerbs in die Champions-League auf.

    Für den ganzen Rest der Dritt-, Viert- oder Fünftplatzierten der nationalen Ligen gäbe es darunter den EHF Cup, der als reiner K.O.-Runden-Wettbewerb der breiten Masse an Vereinen internationale Spiele bieten würde.

    Natürlich wird das so nicht umgesetzt werden, weil in einigen Ländern die Vereine nach möglichst vielen Spielen gegen internationale Gegner lechzen und weil die EHF dank der Wild cards aufstrebenden Vereinen aus Marketing-relevanten Märkten einen schnellen Einstieg in die höchste Spielklasse ermöglich kann. Durch das aktuelle Wild-card-System überwiegen bei der Auswahl der Vereine leider eindrucksvolle Bilder von Handball in einer vollen 10.000er Halle gegenüber der Tatsache, dass 12 von 14 Spielen verloren gegangen sind und bei der Hälfte der Spiele der Unterschied zum Gegner mehr als 6 Tore betragen hat.

    hätte ich nicht gedacht,
    dass heutzutage noch eine ablöse im handball von 3-5 mill gezahlt werden kann...
    und dann auch noch von dem grundsoliden verein aus vardar.... :D
    respekt.....


    Bertus Servaas gibt die Unterdeckung des Etats mit 2,5 Mio. Sloty an, das entspricht ca. 560.000 €. Die notwendige Ablösesumme ist also "nur" um einen Faktor 10 zu hoch angesetzt, wenn man davon ausgeht, dass ein Teil der Unterdeckung durch einen neuen Hauptsponsor aufgefangen werden kann.

    Nuja, das wäre schon eine sehr interessante Infos, dass die großsprecherisch vor über einem Monat vom NRW-Gesundheitsministerium angeordneten breitflächigen und durchgeführten Coronatestungen in der Eigenverantwortung der Firmen durchgeführt wurden...

    Kann man das irgendwo nachlesen? Vermittelt ja schon den Eindruck eines Operettenstaates...

    Noch erschreckender wäre es übrigens, wenn das stimmen sollte, man es aber nirgends nachlesen kann..


    Der Kreis Gütersloh meldete am 13.05.2020 zu den Corona-Tests:

    Zitat

    [...] Die Testungen werden von 11 Mitarbeitern des Kreisrettungsdienstes und 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern des DRK und des MHD mit sogenannten Abstrichtupfern unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Die Proben werden dann anschließend in das amtlich tätige Chemische und Veterinäruntersuchungsamt nach Detmold und ein weiteres vom Kreis beauftragtes Labor verbracht und dort untersucht. Die letzten Testungen werden bis zum Wochenende andauern. [...]

    Quelle: Kreis Gütersloh


    Wie geht das denn? Tönnies testet selbst und hat keine positiven Ergebnisse und wenn die Behörden dies veranlassen, dann sieht es anders aus? Das würde ja den Schluss zulassen, dass entweder die Testergebnisse manipuliert wurden oder die Infektion plötzlich und sprungartig gestiegen sind. Nach meinem Verständnis müssten die Gesundheitsämter ja die Nachverfolgung der Kontaktpersonen und deren Tests (Einzelfälle gab es ja früh und damit auch Veranlassung) in der Hand haben. Wie kann es denn sein, dass das dem Unternehmer überlassen wird? Dürfen sich die jetzt auch selber Genehmigungen ausstellen? Das interessiert mich, ich würde das gern nachlesen. Hast Du eine Quelle/einen link für die Aussagen oben?


    Die zeitliche Komponente geht aus TCLIPs Beitrag nicht hervor. Mitte Mai gab es bei Tönnies am Standort in Rheda-Wiedenbrück umfassende Tests nachdem es in deutschen Schlachtereien gehäuft zu Coronafällen gekommen war. Damals waren fasst alle Proben negativ. Jetzt - einen Monat später - gibt es offensichtlich einen massiven Corona-Ausbruch unter den Angestellten an demselben Standort.

    Das Ganze wurde nicht vom Verein, sondern privat von einem der Gesellschafter bezahlt


    Der sein Geld aber auch in den Drittligakader hätte investieren können mit dem Ziel den Wiederaufstieg zu schaffen. Die HSG Krefeld hatte sich als deutlicher Spitzenreiter der Staffel West den Ausflug in die 2. Bundesliga verdient, aber es war auch sehr deutlich geworden, dass die Mannschaft dort dem sportlichen Niveau nicht gewachsen war.


    Nicht ganz nachvollziehen kann ich weshalb beim Fußball ein maskierter Reporter einen unmaskierten Spieler ( mit ausreichend Abstand ) interviewt. Einen "virologischen Sinn " sehe ich darin nicht.Eventuell handelt es sich um reine Symbolik.

    Im übrigen scheint sich ja beim gemeinsamen Jubeln auch noch keiner infiziert zu haben.


    Das Hygienekonzept der DFL sieht vor, dass die Spieler und Mannschaftsbetreuer möglichst keinen Kontakt zur "Außenwelt" haben. Sie müssen sich auf direktem Weg von ihrer Wohnung zum Trainingsgelände bzw. Spielort begeben und dürfen dabei keinen Kontakt zu Außentehenden haben. Zudem dürfen sie auch keinen Besuch zu Hause empfangen oder das Haus verlassen um beispielsweise einkaufen zu gehen. Die eiigen Kontakpersonen wären somit die Mit- und Gegenspieler bzw. Betreuer. Wenn diese alle negativ getestet wurden, dann könnte bei strenger Einhaltung des Konzeptes eine Infektion ausgeschlossen werden. Daher ist das Tragen von Mund-Nase-Masken für die Sportler nicht notwendig. Journalisten hingegen müssen eine Maske tragen und ABstand halten, damit sie die Sportler nicht infizieren können.

    Ein ähnliches Konzept greift auch bei den Basketballern, die alle in einem Hotel untergebracht sind - ohne Kontakt nach Außen - und sich nur am Spielort oder im Hotel aufhalten dürfen.


    Daher befinden sich diese Sportler quasi in einer Quarantäne-ähnlichen Situation und das ist meiner Meinung nach nicht mit beispielweise den aktuellen Lebensumständen von Politikern oder anderen öffentlichen Personen vergleichbar.

    Superspreading macht das Virus besonders verwundbar

    Glaubt man dieser Analyse, dass die Verbreitung von Sars-CoV-2 in erster Linie durch Superspreader getrieben ist und nicht durch die Allgemeinheit, dann würde dies einen Weg zur Normalisierung des öffentlichen Lebens eröffnen - wobei insbesondere Großveranstaltungen in geschlossenene Räumen (also auch Handball-Bundesliga) vorerst nicht oder nur mit entsprechend nachvollziehbaren Kontaktketten durchführbar wären. Es würde zudem voraussetzen, dass sich alle an die aufgestellten Regeln halten.

    Wahnsinn, fast 5 Mio Zuschauer haben diesen Witz Saarland gegen Monsanto geguckt
    Krank, einfach nur krank

    Köstlichst, Wollitz gefeuert
    Auf der anderen Seite liegen die Nerven blank


    Das Interesse der deutschen Fernsehzuschauer an einem DFB-Pokal-Halbfinale als "krank" bezeichnen und 15 Minuten später in einem Vereinsthread eines Handballforums einen Post zu einem Fußball-Drittligisten schreiben ...

    Genau mein Humor! :respekt:

    Wahnsinn, fast 5 Mio Zuschauer haben diesen Witz Saarland gegen Monsanto geguckt
    Krank, einfach nur krank


    Ich würde mich eher darüber wundern, dass (glaubt man den Einschaltquoten) an einem Dienstagabend rund 28,5 Mio Menschen in Deutschland ihren Abend vor dem Fernseher vebringen. Ob dann 15% davon ein Fußballspiel schauen oder lieber seichte Unterhaltung von Inga Lindström, diverse US-Serien oder Clip-Shows ist Geschmackssache.

    In der aktuellen ARD-Reportage "Geheimsache Doping: Hau rein die Pille!" (09.06.2020, 22:45 Uhr, ARD bzw. bereits in der Mediathek verfügbar) geht es um Schmerzmittelmissbrauch und falschen Ehrgeiz der Spieler im deutschen Fußball. Es geht um die gesundheitlichen Risiken und darum ob die "Leistungssteigerung" durch das Ausblenden von Schmerzen eine Form von Doping ist bzw. sein sollte. Ein Thema, dass sich sicherlich auch auf den Handballsport übertragen ließe, wo Schmerzmittel in vielen Ligen leider ebenso zum Alltag gehören.

    Zitat

    Neven Subotic (Union Berlin), einer der erfahrensten Bundesligaspieler, fordert mehr Aufklärung: "Was ich in den letzten 14 Jahren mitbekommen habe, ist, dass Ibuprofen wie Smarties verteilt wird. Für jedes kleine Aua gibt es quasi pauschal Ibuprofen".

    Quelle: Presseportal

    Zitat

    Neben der TV-Dokumentation im Ersten werden die zentralen Ergebnisse der Recherche von ARD-Dopingredaktion und Correctiv am Dienstag, 9. Juni 2020, ab 7:00 Uhr auf der Internetseite pillenkick.de veröffentlicht.

    Quelle: Presseportal

    Eventuell behindert der " Nasenschutz" auch einfach nur das freie Atmen

    Mir tun die Leute ehrlich leid die das Teil berufsmässig 10 Stunden am Tag anhaben müssen.

    Es gilt eigentlich auch immer noch der Grundsatz... Technische bzw organisatorische Maßnahme vor persönlicher PSA... Dies ist in meinen Augen in fast allen Bereichen umsetzbar


    Die Aussage von Mannheim66 steht in Bezug zum vorherigen Beitrag vom User Huhn, der explizit die Verwendung von Mund- und Nasenmasken in der Gastronomie ansprach. Insbesondere im Fall von Bedienungen in der Gastronomie scheinen technische Lösungen anstelle der Mund- und Nasenmasken schwer umsetzbar - höchstens in dem das Personal komplett durch eine technische Umsetzungen des Bestell- und Serviervorgangs ersetzt würden.

    Da das Interview mit dem Sveriges Radio auf Schwedisch geführt wurde, sind ins Deutsche übersetzte Zitate natürlich nicht immer so einfach. Im Wesentlichen bekräftigt Tengell wohl, dass die schwedische Strategie aus seiner Sicht grundsätzlich gut funktioniert habe, aber er räumt ein, dass mit dem Wissen von heute manche Maßnahmen anders hätten aussehen können. Dies aber ist eine Aussage, die wohl kein Land in Europa in Bezug auf die eigene Strategie verneinen könnte.