Beiträge von Arcosh

    Freitag bis Dienstag - 4 Tage. Da können die Ungarn schon ansteckend sein, wenn sie sich beim Spiel angesteckt haben.


    Da inzwischen die Spieler aller Mannschaften täglich einen PCR-Test machen müssen, wäre eine Infektion ungarischer Spieler im Spiel am Sonntag oder spätestens am Montag nachweisbar. Somit besteht erstmal keine Gefahr für die DHB-Auswahl.

    Ägypten - Nordmazedonien 38:19 (20:6)
    Den Sieg der Gastgeber hatte ich durchaus erwartet, aber diese Dominanz überrascht mich. Ich bin gespannt wie sie sich gegen Schweden präsentieren werden. Bei der WM vor zwei Jahren konnte sich Schweden in der Vorrunde knapp mit 27:24 gegen Ägpten durchsetzen, aber mit dem Heimvorteil diesmal auf Seiten der Afrikaner traue ich ihnen durchaus einen Punktgewinn zu.

    Russland, Slowenien und Belarus stehen in der Hauptrunde und es geht im abschließenden Spiel zwischen Slowenien und Belarus nur noch darum wie viele Punkte mitgenommen weden in die zweite Gruppenphase. Für Slowenien ist ein Sieg Pflicht, denn sonst rückt die K.O.-Phase in ganz weite Ferne. Russland hingegen nimmt 3 Punkte mit und kann es im Spiel gegen Südkorea locker angehen lassen, denn mit Schweden und Ägypten warten nächte Woche harte Brocken im Kampf ums Viertelfinale.

    Das letzte Duell der Schweiz gegen Norwegen:

    12.06.2018 SUI - NOR 33:30


    Kontext: Im Rückspiel der WM-Qualifikations-Play-Offs nachdem Norwegen das Hinspiel drei Tage zuvor mit 32:26 gewonnen hatte.

    Bei der Schweiz müsste es schon optimal laufen, damit sie gegen Norwegen oder Frankreich eine Chance haben ... aber im Handball ist immer eine Überraschung möglich.

    Algerien - Marokko 24:23 (8:15)
    Hitziges Duell der beiden nordafrikanischen Nachbarn, bei dem die Bankspieler und Mannschaftsbetreuer ordentlich Stimmung in der leeren Halle erzeugt haben. Marokko mit einer deutlichen Führung in der ersten Halbzeit, aber im zweiten Durchgang kam Algerien Tor um Tor heran. Beim 24:23 in der 60. Minute übernahmen sie erstmals wieder die Führung und wurden am Ende ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht. Entsprechend groß ist die Enttäuschung der Marokkaner.

    Wie andernorts bereits erklärt ist die Inkubationszeit unerheblich und lediglich die Zeitspanne zwischen Infektion und Nachweisbarkeit (2-3 Tage) relevant. Andy Schmid berichtet, dass die Schweizer Nationalmannschaft im Rahmen des Trainingslagers bis vergangenen Samstag mehrfach getestet wurde. Anschließend wurde er Dienstag in Mannheim getestet, dann erneut am Mittwoch bei der Ankunft in der Schweiz und schließlich erneut heute bei der Ankunft in Ägypten. Ein mehrfacher falsch negativer Test ist damit auszuschließen und die Chance sich am z.B. Dienstag infiziert zu haben, aber der PCR-Test schlägt erst am Freitag an, ist zum Einen relativ gering und würde zum Anderen für eine geringe Virenlast im Körper und somit ein geringeres Übertragungsrisiko sprechen.

    Kein lehrbuchreifes vorgehen, aber auch kein völliger Leichtsinn.

    Belarus - Russland 32:32 (15:15)

    Unterhaltsames Auftaktspiel zwischen Russland und Belarus mit wechselnder Führung und am Ende einem wohl gerechten Unentschieden. Auf beiden Seiten immer wieder einfach ausgespielte Abwehrreihen und nur mäßige Torhüterleistungen. In dieser Form werden beide Mannschaften gegen Slowenien das Nachsehen haben und der eine Punkt für die Hauptrunde wäre eher nutzlos.

    Ich würde erwarten, dass die IHF die Nominierung der Schiedsrichter nicht von der Leistung in einer einzelnen Partie abhängig macht, sondern von den Leistungen der letzten Monate - wenn nicht gar Jahre. Im DHB gibt es über die ganze Saison verteilt Schiedsrichterbeobachtungen mit anschließender Beurteilung und das Gesamtergebnis entscheidet über Hoch- oder Herabstufung des Schiedsrichtergespanns innerhalb der DHB-Kader.

    Wer könnte spontan weitere Spiele benennen, die die beiden spanischen Schiedsrichter in den letzten Monaten geleitet haben und könnte ihre Leistung in diesen Spielen beurteilen, um sich ein Gesamtbild zu machen? Welches Schiedsrichtergespann war in den letzten Monaten frei von Fehlentscheidungen? Ja, die nicht gegebene Rote Karte + Strafwurf fürs Ballwegwerfen war auch in meinen Augen ein Fehler, aber das Schwingen der Fackeln und Mistgabeln via Internet finde ich unangebracht. Schließlich wird es auch gute Gründe haben weshalb die beiden Unparteiischen überhaupt zum Final4 in Köln eingeladen wurden.

    Die ersten Berichte aus Ägypten sind leider enttäuschend und Besorgnis erregend. Eine Bubble fordert von allen Betiligten ein hohes Maß an Willen und Mitarbeit, aber die Berichte von Axel Kromer und Sander Sagosen lassen daran zweifeln, denn selbst die Basics scheinen nicht umgesetzt worden zu sein. Verschobene Test bei den Dänen sind nicht tollerierbar. :nein:


    Unsinn ist allerdings der Verweis auf die Inkubationszeit im Spiegel-Kommentar ("Die Inkubationszeit bei Corona liegt im Mittel bei fünf bis sechs Tagen. Sollte sich also beispielsweise ein Schweizer Nationalspieler während der Anreise nach Kairo angesteckt haben, wüsste man das womöglich erst nach dem ersten Spiel.") PCR-Tests sind bereits zwei bis drei Tage nach Infektion positiv, d.h. die Inkubationszeit spielt keine Rolle. Ein negativer Corona-Test 72 Stunden vor Abreise, dann Quarantäne-artige Unterbringung vor der Anreise und ein weiterere negativer PCR-Test bei Ankunft sind ein weitestgehend sicherer Weg, um sicherzustellen, dass bei Eintritt in die Bubble Corona-frei sind. Ein dritter Test zwei bis drei Tage später (vor dem ersten Spiel) brächte dann Gewissheit.

    Gruppe G (Kairo)
    Schweden
    Ägypten
    Nordmazedonien*
    Chile

    (*Nordmazedonien ersetzt Tschechien, die aufgrund zahlreicher positiver Corona-Tests innerhalb der Mannschaft und des Betreuerstabs kurzfrisitg auf die Teilnahme verzichten mussten)


    Spielplan:
    Mittwoch, 13. Januar 2021
    18:00 Uhr: Ägypten - Chile

    Donnerstag, 14. Januar 2021
    20:30 Uhr: Schweden - Nordmazedonien

    Samstag, 16. Januar 2021
    18:00 Uhr: Ägypten - Nordmazedonien
    20:30 Uhr: Chile - Schweden

    Montag, 18. Januar 2021
    18:00 Uhr: Nordmazedonien - Chile
    20:30 Uhr: Schweden - Ägypten


    Vorrundengruppe G - ein Buchstabe der so bei Handballturnieren bislang nicht zum Einsatz gekommen ist. Die Gruppenauslosung hat für Schweden das Tor zum Viertelfinale weit geöffnet und sie können sich auf dem Weg dahin eigentlich nur selber schlagen. Gastgeber Ägypten wird sicherlich einen kleinen Heimbonus erfahren, aber normalerweise sollte der Leistungsunterschied zwischen beiden Mannschaften zu groß sein als dass dies eine Rolle spielen sollte. Eher die Corona-geplagte Tschechen werden sich gegen Ägypten beweisen müssen. Sie müssen direkt aus der Quarantäne, mit einem Rest-Kader und weitestgehend ohne Training nach Ägypten reisen und werden erst am Vortag des ersten Spieles eintreffen. Unter diesen Bedingungen darf man kein hohen Erwartungen haben - aber für einen Erfolg gegen Chile sollte es noch reichen. Die kurzfristig nachgerückten Mazedonier werden mit Chile um den verbleibenden Hauptrundenplatz streiten. Beide Mannschaften trafen erst vor zwei Tagen in einem Freundschaftsspiel aufeinander, dass Nordmazedonien mit 28:24 gewann.


    Mein Tipp:
    1. Schweden
    2. Ägypten
    3. Nordmazedonien
    4. Chile


    Der Handball-Wettbewerb bei den Panamerikanischen Spielen ist was anderes als die Handball-Panamerikameisterschaft. Grönland kann da nunmal nicht teilnehmen.


    @BHC06-JST
    Die IHF selbst hat sich auf das Abschneiden bei den Panamerikanischen Spielen 2019 berufen. Das war nicht meine Idee.

    Dein Hinweis darauf, dass Grönland an den Panamerikanischen Spielen gar nicht teilnehmen konnte ist natürlich ein wichtiger Hinweis, der dieses Auswahlkriterium in Frage stellt. Andererseits fehlt auch eine echte sportliche Alternative. Die Handball-Panamerikameisterschaft 2018 kann auch nur sehr bedingt herangezogen werden, den diese Qualifikation Stand noch unter einem anderen Modus, bei dem nur drei panamerikanische Mannschaften zur WM fahren konnten und damit für die nordamerikanischen Mannschaften bereits im Vorfeld kaum eine realistische Chance zur Qualifikation bestand.

    Ein ordentliche Bubble mit fairen sportlichen Qualifikationskriterien und ich wäre sofort dabei gewesen. Die fehlende Vorquarantäne fliegt Ihnen jetzt gehörig um die Ohren


    Mit der fehlenden Vorquarantäne gebe ich Dir Recht. Eine Absage der Länderspiele und diversen Qualifikationsspiele nach Neujahr wäre erforderlich gewesen, so dass die Mannschaften spätestens bis zum 07.01. nach Ägypten hätten reisen können und mit zwei Tests binnen fünf Tagen die Mannschaften ausreichend hätten getestet werden können, so dass vor Turnierstart die Kader feststehen.


    Wie hier zu lesen ist 302 Found ist die Frustration in Grönland groß. Das Team wird allenorts als besser als die USA angesehen. Dass sie nicht an den Panamerikaspielen teilnahmen, liegt aller Vermutung nach daran, dass dieses Turnier schlicht und einfach nicht die Bedeutung hat, dass es sich gelohnt hätte.
    Generell finde ich es höchst problematisch, dass ein Turnier im Nachhinein für eine bedeutungsvolle Qualifikation herangezogen wird, ohne dass dies zuvor bekannt war.
    Keiner wird verargumentieren, dass die wildcard der USA ausschließlich wirtschaftliche Gründe hatte. Dies zeigt ja auch die Wildcard bei den nächsten Turnieren, was ja absolut nicht mit corona begründet werden kann.
    Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass eine Quali gespielt werden könnte. Es gab ja genug Länderspiele. Nichts als vorgeschobene Gründe für eine unsportliche Entscheidung.


    Wie gesagt ist Grönland da ein Sonderfall. Sportlich vielleicht das beste Team in Nordamerika, aber der Verzicht auf die Teilnahme an kontinentalen Meisterschaften zeigt, dass die Mannschaft und der Verband weit vom Profitum entfernt sind und ich sehe da auch keine Entwicklung über die Jahre. Die Mexikaner sahen sich nicht im Stande das Qualifikationsturnier auszurichten und ich vermag nicht zu beurteilen, ob die hohen Coronainfektionszahlen in Nordamerika eine Austragung von Länderspielen zugelassen hätten.

    Die Wild cards für den Ausrichter olympischer Spiele finde ich persönlich sinnvoll, weil es den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Mannschaft des Gastgeberlandes fördert und solange die WM mit 32 Mannschaften stattfindet gibt es eh mehr Plätze als "sinnvolle" Kandidaten auf die Teilnahme.