Beiträge von Arcosh

    ich freue mich zumindest, dass du vorgibst wer hier was antworten darf....
    das scheint ja dann deine regel zu sein...


    Du verwechselst da etwas (oder verstehst schlicht den Unterschied nicht). Ich habe in keinster Weise vorgegeben wer hier antworten darf, sondern nur in Frage gestellt ob ein Beitrag bei selbsterklärter Unkenntnis der Regeln wirklich sinnvoll ist. Welche Regel Du da zu erkennen meinst erschließt sich mir nicht, aber es wäre nicht das erste Mal, dass Du meinst zwischen den Zeilen etwas interpretieren zu können was so gar nicht existiert.


    @Pro Handball
    Regel 8:7b ist ein interessanter, dískussionswürdiger Ansatz. Sind hoch gehaltene Hände bereits eine unzulässige Geste? Dem Kreisspieler wird beispielsweise auch der direkte Blick auf den Ball durch Abwehrarme versperrt, die genau den Zweck haben dass der Kreisläufer nicht ins Spiel eingebunden werden kann. Ich denke es ist unstrittig, dass ist ein ausgestreckter Abwehrarm vorm Gesicht des Kreisläufers keine unzulässige Geste im Sinne von Regel 8:7a ist. Aber wo ist der Übergang von hochgehaltenen Abwehrarmen zu einer Geste die den Angreifer stört?

    Ich muss dazu sagen, dass ich mir schwer vorstellen kann, wie ein einzelner Spieler mit seinen beiden Händen effektiv das Blickfeld eines Angreifers in Manndeckung einschränken können soll - sofern der Angreifer nicht bewegunglos in der Spielfeldecke steht. ;)

    TCLIP:
    Entschuldige, aber im Regelforum geht es um die Beantwortung von Fragen auf Basis der gültigen Handballregeln und einschlägigen Regelinterpretationen und nicht darum persönliche Ansichten wie es sein sollte in den Raum zu stellen. Wenn Deinen Antworten kein Regelbezug zu Grunde liegt, dann stiften sie höchstens Verwirrung, aber tragen nicht zur Beantwortung der Eingangsfrage bei.

    auch wenn er hin laufen darf wo er will-
    wenn dies verhalten so eindeutig war wie geschildert, dürfte man es m.m.nach als unsportlichkeit geahndet werden..

    wenn dies hand vor die augen halten ebenfalls so offensichtlich war-und ich geh nicht von einer berührung aus-
    dann gehe ich von der möglichkeit einer normalen progressiven bestrafung aus...
    der spieler sieht dann ja möglicherweise den heranfliegenden ball nicht, gleichfalls nicht wenn er einem anderen spieler ausweichen muss-
    also verletzungsgefahr...


    Hast Du zu Deinen Meinungen irgendeinen Regelbezug bzw. eine einschlägige Regelinterpretation?


    Ich sehe in beiden Verhaltensweisen keine sanktionswürdigen Aktionen, aber mir würden als Gegenspieler bzw. Trainber der gegnerischen Mannschaft einige Lösungsansätze einfallen, die die Beurteilung relativ schnell ändern.

    Hände direkt vor den Augen um das Blickfeld zu blocken sind nach einer Körpertäuschung sehr schnell im Gesicht des Angreifers und dann hat sich das Thema erstmal für zwei Minuten erledigt. Im zweiten Fall nehme ich als Trainer den Spieler einfach kurz vom Feld und schicke einen anderen Spieler auf die Platte. Bleibt der Gegenspieler an der Bank stehen, dann spielt meine Mannschaft in Überzahl. Zieht sich der Gegenspieler wieder zurück, dann acht der Trainer seine Ansage und wechselt anschließend wieder zurück.

    Selbst in der Handball-Bundesliga gab es mehrere Spiele mit über 80 Toren (in der Summe beider Mannschaften). Spitzenreiter ist das 54:34 zwischen dem SC Magdeburg und dem THW Kiel. Es erscheint also durchaus denkbar, dass eine Mannschaft noch mehr Tore erzielen könnte, wenn sie gegen einen unterklassigen, hoffnungslos unterlegenen Gegner voll durchzieht und direkt ab dem Anwurf presst um schnelle Ballverluste des Gegners zu erzwingen. Die Frage ist nur wem ein solches Torfestival irgendetwas nutzt.

    Bolivien ist beim IHF Emerging nations Wettbewerb 2019 in der Südamerika-Qualifikation(!) in einer Gruppe mit Französisch-Guyana, Peru und Guatemala mit 0 Punkten und 52:103 Toren als Gruppenletzter ausgeschieden. Die Frage ist nicht wie solche Ergebnisse gegen Teams wie Brasilien oder Argentinien zu Stande kommen können, sondern wie um Himmels willen es ausgerechnet Bolivien in das Sechserfeld dieses neu-geschaffenen Turniers geschafft hat.

    Finalwochenende (Stockholm, Schweden)

    Spielplan:

    Freitag, 24.01.2020
    18:00 Uhr: Halbfinale, Norwegen - Kroatien
    20:30 Uhr: Halbfinale, Slowenien - Spanien

    Samstag, 25.01.2020
    16:00 Uhr: Spiel um Platz 5, Deutschland - Portugal
    18:00 Uhr: Spiel um Platz 3

    Sonntag, 26.01.2020
    16:30 Uhr: Finale


    Die letzten fünf Spiele der Handbal-EM 2020 stehen an und es geht um die Frage wer sich die Krone des Europameisters aufsetzt. Slowenien ist meiner Einschätzung nach im Halbfinale der große Außenseiter, könnte aber in einem Spiel um Platz 3 das motiviertere Team sein, weil die Enttäuschung über ein evtl. Ausscheiden im Halbfinale möglicherweise nicht ganz so schwer wiegt wie beim Verlierer des ersten Halbfinals.

    Norwegen gegen Kroatien ist für mich ein komplett offenes Spiel. Beide Mannschaften trafen bei den letzten Turnieren (Hauptrunde der EM 2018, Halbfinale der WM 2017, Olympisches Qualifikationsturnier 2016, Hauptrunde und Spiel um Platz 3 bei der EM 2016, ...) regelmäßig aufeinander und die Bilanz ist recht ausgeglichen. Morgen wird entscheidend sein welche Mannschaft die Turnierbelastungen besser wegstecken konnte und da sehe ich leichte Vorteile bei Kroatien. Aber beide Mannschaften verfügen über Ausnahmespieler, die an einem guten Tag Spiele fast im Alleingang entscheiden können. Ich bin gespannt.

    Leider spielte Gastgeber Schweden eine eher durchwachsene Europameisterschaft, aber ich hoffe das wird der Stimmung bei den Spielen in Stockholm nicht schaden.

    Die Österreicher dürften in den nächsten Tagen zu Slowenien-Fans werden, denn falls das Nachbarland sich überraschend den EM-Titel sichern würde, dann würde den Östereichern der achte Platz doch noch zur Teilnahme am Qlympia-Qualifikationstunrier genügen.


    Mein Tipp:
    1. Spanien
    2. Norwegen
    3. Slowenien
    4. Kroatien
    5. Deutschland
    6. Portugal

    Wenn RR und RM keine internationale Klasse haben, dann sind große Erfolge nicht möglich. Ich glaube nicht, dass ein anderer Trainer bei der Verletztenmisere mehr Erfolg gehabt hätte.


    Genau das meine ich. Das Erreichen des Spiels um Platz 5 ist durchaus im Rahmen des Erwartbaren, aber wie die Mannschaft aufgetreten ist in der Vorrunde gegen Spanien und Lettland und wie die Niederlage gegen Kroatien zu Stande kam, sollte Gegenstand der Diskussion sein.

    Mit dem Spiel um Platz 5 wurde das realistische Minimalziel erreicht und das genügt, um kritische Fragen zur taktischen Ausrichtung, der Spielführung und der Frage ob der Trainer es schafft aus der Mannschaft mehr rauszuholen als die Summe der einzelnen Spieler fürs Erste zu vermeiden. Nach Ende des olympischen Zyklus wird sich die sportliche Führung an ihren selbstgesteckten Zielen messen lassen müssen und der DHB wird die weichen für die nächsten vier Jahre (inklusive Heim-EM 2024) stellen müssen - und da sehe ich Stand jetzt weder Christian Prokop noch Bob Hanning als die richtigen Handlungsträger für weitere vier Jahre an. Dafür fehlte es in den letzten Jahren einfach an Turnieren, bei denen die DHB-Mannschaft über sich hinaus gewachsen ist und die Erwartungen übertroffen hat.

    Die deutsche Auswahl ist sicherlich nicht chancenlos bei internationalen Turnieren, aber es fehlt einfach seit Jahren der letzte Schritt zum Erfolg, den es zuletzt unter Dagur Sigurdsson gab (der aktuell mit Japan bei den Asien-Meisterschaften kurz vor dem Einzug ins Halbfinale steht, das gleichbedeutend mit der WM-Qualifikation für 2021 wäre).

    Die Ungarn mit viel Licht und viel Schatten bei dieser EM und trotzdem haben sie noch eine gute Chance das Halbfinale zu erreichen. Mit einem Sieg gegen Portugal würden sie die Halbfinalhoffnungen am Leben erhalten, mit einem Unentschieden die Teilnahme an der Olympia-Qualifikation sichern aber im Falle einer Niederlage könnte diese sogar noch in Gefahr geraten.

    Ich finde leider nirgends eine Info dazu, in welche Gruppen die kontinentalen Qualifikanten kommen


    Die Übersicht zur Zusammensetzung der Qualifikationsturniere habe ich im Ausgangspost schon beigefügt.

    • Nach derzeitigem Stand nimmt Deutschland die Rolle "4th-ranked Team" ein, könnte aber noch zum "3rd-ranked team" aufsteigen, falls Norwegen Europameister werden sollte.
    • Best continent (QS1 und QS5) sind Europäer
    • 2nd best continent (QS2 und QS6) sind afrikanische Vertreter
    • 3rd best continent (QS3) ist Amerika, d.h. Chile
    • 4th best continent (QS4) ist Asien, d.h. Südkorea

    Deutschland wird sich also beim Qualifikationsturnier gegen zwei europäische und ein afrikanisches Team durchsetzen müssen.

    Fakt ist es gibt ein Nachwuchsproblem.
    Es ist meiner Meinung falsch nach zu behaupten es liegt an den Vereinen oder am Verband das zu wenig Spieler mit Migrationshintergründen Handball spielen.
    In den typischen Migrationsherkunftsländern wie Türkei, Syrien, Nordafrika etc... ist Handball selbst nichtmal Randsportart. Das ist das eigentliche Problem.
    Aus handballnationen kommt kaum eine Familie nach Deutschland.


    Rumänien, Polen, Kroatien oder Ungarn sind durchaus Handball-affine Länder.

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    Hauptrunde, Gruppe II (Malmö, Schweden)

    Die Ausgangslage:

    [table='Platz,Mannschaft,Punkte,Tore']
    [*] 1 [*]

    Norwegen

    [*] 2:0 [*] 34:28
    [*] 2 [*]

    Ungarn

    [*] 2:0 [*] 24:18
    [*] 3 [*]

    Slowenien

    [*] 2:0 [*] 21:19
    [*] 4 [*]

    Schweden

    [*] 0:2 [*] 19:21
    [*] 5 [*]

    Portugal

    [*] 0:2 [*] 28:34
    [*] 6 [*]

    Island

    [*] 0:2 [*] 18:24
    [/table]

    Spieplan
    Freitag, 17.01.2020
    Slowenien - Island
    Portugal - Schweden
    Norwegen - Ungarn

    Sonntag, 19.01.2020
    Slowenien - Ungarn
    Norwegen - Schweden
    Portugal - Island

    Dienstag, 21.01.2020
    Norwegen - Island
    Portugal - Slowenien
    Ungarn - Schweden

    Mittwoch, 22.01.2020
    Norwegen - Slowenien
    Portugal - Ungarn
    Island - Schweden


    Die Norweger kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Erst besiegeln sie mit ihrem Sieg den K.O. der Franzosen und dann scheidet auch noch Weltmeister Dänemark in der Vorrunde aus. Das Resultat ist eine unglaublich ausgeglichene und spannende Gruppe, in der ich persönlich die Norweger mit den besten Chancen sehe. Aber dahinter beginnt das große Rätselraten. Können die Protugiesen das Niveau der ersten Spiele auch in der Hauptrunde halten? (Ich persönlich glaube nicht daran). Wohin geht die Reise der Ungarn? Schafft Schweden in eigener Halle noch die Trendwende? Der "neue" Modus, bei dem nur ein Vorrundenergebnis mmit in die Hauptrunde genommen wird und noch vier weitere Spiele anstehen, lässt viel mehr Möglichkeiten zu, dass auch die Gruppenzweiten am Ende ganz oben stehen. Es würde mich nicht überraschen, wenn am Ende mehrere Mannschaften punktgleich um den zweiten Halbfinalplatz und die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier streiten. Da kann jedes Tor den Ausschlag geben.


    Mein Tipp:
    1. Norwegen
    2. Ungarn
    3. Schweden
    4. Slowenien
    5. Portugal
    6. Island

    An Österreich als deutschen Sargnagel glaube ich nicht, da ich davon ausgehe, dass nach dem Kroatien Spiel dann bereits die deutschen Halbfinalhoffnungen begraben sind


    Ich erwarte Siege gegen Weißrussland (die bisher einzige Niederlage gegen Weißrussland war 1994) und Tschechien und eine Niederlage gegen Kroatien (obwohl sie in den letzten Jahren durchaus als Lieblingsgegner der Deutschen taugen). Das Spiel gegen Österreich sehe ich vollkommen offen. Die Österreicher haben zwar im Moment die Euphorie und den Heimvorteil auf ihrer Seite, aber da sie zuvor gegen Spanien und Kroatien antreten müssen könnte bis Montag viel davon verflogen sein.

    Der Sargnagel bezog sich darauf, dass danach auch rechnerisch die Chancen aufs Halbfinale erledigt sein könnten, so dass selbst ARD und ZDF keine künstliche Spannung und Erwartungshaltung mehr aufbauen können. ;)

    Hauptrunde, Gruppe I (Wien, Österreich)

    Die Ausgangslage:

    [table='Platz,Mannschaft,Punkte,Tore']
    [*] 1 [*]

    Kroatien

    [*] 2:0 [*] 31:23
    [*] 2 [*]

    Spanien

    [*] 2:0 [*] 33:26
    [*] 3 [*]

    Österreich

    [*] 2:0 [*] 32:29
    [*] 4 [*]

    Tschechien

    [*] 0:2 [*] 29:32
    [*] 5 [*]

    Deutschland

    [*] 0:2 [*] 26:33
    [*] 6 [*]

    Weißrussland

    [*] 0:2 [*] 23:31
    [/table]

    Spieplan
    Donnerstag, 16.01.2020
    16:00 Uhr: Spanien - Tschechien
    18:15 Uhr: Kroatien - Österreich
    20:30 Uhr: Weißrussland - Deutschland

    Samstag, 18.01.2020
    16:15 Uhr: Weißrussland - Tschechien
    18:15 Uhr: Spanien - Österreich
    20:30 Uhr: Kroatien - Deutschland

    Montag, 20.01.2020
    16:00 Uhr: Kroatien - Tschechien
    18:15 Uhr: Weißrussland - Spanien
    20:30 Uhr: Österreich - Deutschland

    Mittwoch, 22.01.2020
    16:00 Uhr: Kroatien - Spanien
    18:15 Uhr: Weißrussland - Österreich
    20:30 Uhr: Tschechien - Deutschland


    Jetzt also gilt es für die deutsche Nationalmannschaft "einen der Großen zu schlagen" um das Ziel EM-Halbfinale zu erreichen. Doch zuvor müsste überhaupt erstmal das "mittelgroße" Weißrussland besiegt werden. Aktuell sehe ich die DHB-Auswahl nicht auf einem der ersten beiden Gruppenplätze. Gegen Weißrussland glaube ich an einen Erfolg der deutschen Auswahl, aber gut möglich, dass Österreich der Sargnagel für die deutschen Halbfinalhoffnungen werden wird.

    Die Halbfinalteilnahme sollten Kroatien und Spanien unter sich ausmachen. Eine Außenseiterchance gestehe ich noch den Österreichern zu, die ihre Gruppe souverän gewonnen und das Publikum im Rücken haben. Allerdings muss sich zeigen, was Siege gegen Tschechien, Nordmazedonien und die Ukraine wirklich wert sind, wenn sie von Kroatien und Spanien herausgefordert werden. Zumal der Spielplan für Österreich knüppelhart ist. Im Zwei-Tage-Rhythmus Spiele gegen Spanien, Kroatien und Deutschland.

    Spannende Frage: Bekommt Deutschland oder Gastgeber Österreich den 18:30 Uhr-Slot in der Hauptrunde?


    Mein Tipp:
    1. Spanien
    2. Kroatien
    3. Österreich
    4. Deutschland
    5. Weißrussland
    6. Tschechien

    Ich habe das Gefühl, dass diese Mannschaften sich noch einmal treffen werden.


    Ich denke nicht, dass die Portugiesen ihr Niveau über vier weitere Spiele werden halten können. Zumal die gegnerischen Trainer inzwischen über ausreichend Videomaterial verfügen sollten um ihre Mannschaft auf die portugiesische Spielweise vorzubereiten. Ob die Portugiesen dann einen Plan B aus der Tasche zaubern können? Portugal müsste nach der heutigen Niederlage wenigstens zwei der drei Spiele gegen Dänemark, Island und Schweden (mit Heimvorteil) gewinnen um das halbfinale erreichen zu können und soweit sehe ich die Mannschaft einfach noch nicht. Platz 4 in der Hauptrunde wäre bereits ein Erfolg für Portugal.

    Naja "Drittklassig" ist etwas arg abwertend..nur weil der TW 3. Liga spielt?? Da gibt es zumindest 2 Spieler die man kennt und die nicht "Drittklassig" sind


    Die lettische Mannschaft ist für mich im europäischen Vergleich drittklassig - und das hat nichts mit der Ligazugehörigkeit einzelner Spieler zu tun. Die Letten sind ersmals bei einem Großturnier dabei. 2019 sind sie in der WM-Quali an Litauen gescheitert, 2018 in einer EM-Qualifikationsgruppe mit Dänemark, Ungarn und den Niederlanden punktlos Letzter geworden. Ein oder zwei herausragende Spieler reichen in einem Mannschaftssport in der Regel nicht aus.

    Das war gestern ganz schwere Kost für die deutschen Handball-Zuschauer. Gegen eher drittklassige Letten hat Deutschland zuerst eine deutliche Führung und dann fast noch das Spiel aus der Hand gegeben. Am Ende muss sich die deutsche Mannschaft mit gezogenen Fouls zur Schlusssirene retten. Speziell in der zweiten Halbzeit wurden die Schwächen im Angriff und in der Abwehr offensichtlich. Andreas Wolff ist weit von seiner EM-2016-Form entfernt, Philipp Weber lässt seine internationale Klasse weiterhin vermissen, Paul Drux ist zwar sehr engagiert, aber dabei wenig effektiv, weil er sich zumeist an der Abwehr aufreibt. In dieser Form wird die Mannschaft in der Hauptrunde nicht mit Kroatien um einen Platz im Halbfinale spielen, sondern gegen Weißrussland und Österreich um die Platzierungsspiele.

    Spanien hingegen hat sich in guter Form präsentiert und ist in dieser Form (und angesichts des möglichen Favoritensterbens in der anderen Turnierhälfte) ein heißer Titelkandidat.

    Das einfachste wäre gewesen, alles so festzuhalten, wie es passiert ist, und dann unabhängig vom feststehenden Resultat das Spiel fortsetzen. Nur halt nicht mehr als Wettkampf, sondern als Trainingsspiel zwischen 2 Mannschaften. Dann hätte man auch noch etwas Spaß gehabt.


    Das Spiel dürfte fortgesetzt worden zu sein, denn die Entscheidung über die Spielwertung fällen nicht die Schiedsrichter oder das Kampfgericht vor Ort, sondern erst die spielleitende Stelle im Nachhinein.

    Die Entscheidung der spielleitenden Stelle das Spiel als verloren für die fehlbare Mannschaft zu werten, scheint mir regelkonform zu sein.

    Aber die Rote Karte ist in meinen Augen falsch. Eine Spielerin, die nicht im Spielprotokoll eingetragen ist, nicht nachgetragen werden kann und somit nicht teilnahmeberechtigt ist, kann nicht vom Schiedsrichter (und vom Schiedsgericht sowieso nicht) progressiv bestraft werden. Progressiv zu bestrafen ist lediglich der Mannschaftsverantwortliche.