@alter Sack:
Interessanter Erklärungsansatz, den ich nachvollziehen kann.
Gleichzeitig würde ich noch argumentieren, dass sich Schiedsrichter selten für eine Zeitstrafe rechtfertigen müssen, aber eine Disqualifikation fast immer zu Diskussionen führt. Eine Zeitstrafe (sofern sie nicht in den letzten Minuten eines engen Spiels gegeben wurde) ist normalerweise 30 Minuten nach Abpfiff schon kein Thema mehr. Eine Disqualifikation hingegen führt bei den Beteiligten oft zu reichlich Gesprächsbedarf und die Spieler haben die Rote karte oft immer noch in Erinnerung, wenn der Schiedsrichter Wochen oder Monate später wieder ein Spiel derselben Mannschaft pfeift. Abhängig davon auf welchem Niveau ein Schiedsrichter pfeift (und etvl. abhängig von seinen Aufstiegsambitionen) ist die Hinausstellung schlicht die "einfachere" Entschiedung für den Schiedsrichter, weil sie keine ernsthaften Konsequenzen hat - insbesondere in Spielsituationen in denen die Disqualifikation keine glasklare, alternativlose Entscheidung ist.
Interessant fände ich eine Untersuchung ob Schiedsrichtergespanne, die die Möglichkeit haben sich im Zweifelsfall kurz über eine Spielsituation auszutauschen, häufiger oder seltener zur Roten Karte greifen als Einzelschiedsrichter.
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