Beiträge von Arcosh

    Christoph Schindler hat intern einige wichtige Änderungen angestoßen, die man ihm zugute halten sollte. Gleichzeitig hat er mit seinen vollmundigen Äußerungen die Messlatte für sein Wirken unnötig hoch angesetzt. Es hat ihm nicht genügt "nur" den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen sondern er wollte zugleich auch die große Trendwende einleiten. Dabei ist dies ein langwieriger Prozess. Der groß verkündete neue Claim "Heimat des Handballs" existiert auf dem Papier, aber wird ansonsten nach Außen nicht gelebt, weil einfach die Ressourcen (sowohl finanziell als auch in pucto Arbeitskraft) fehlen. Die angekündigte Community für Fans steht noch in den Sternen. Das ist alles gut gedacht und ich glaube, dass es auch ehrlich gewollt ist, aber es fehlt einfach an den Möglichkeiten zur Umsetzung, wenn das Tagesgeschäft zum Fortbestand des Vereins das normale Pensum bereits übersteigt. Der Verein möchte professionell auftreten, aber verscherzt es sich dabei mit einigen ehrenamtlichen Helfern, die aus eigener Motivation den Verein unterstützen würden und in der aktuellen Situation wichtige Beiträge liefern könnten, die sich der Verein sonst teuer erkaufen muss.

    Ich befürworte eine optmistische Herangehensweise an die Herausforderungen und natürlich muss Christoph Schindler sich und den Verein in der Öffentlichkeit gut verkaufen und positiv darstellen. Aber gleichzeitig muss er aufpassen dabei nicht über das Ziel hinauszuschießen und Ankündigungen zu machen, die in der derzeitigen Situation schlicht nicht realistisch sind. Am Sonntag entscheidet sich ob Christoph Schindlers Ambitionen mit dem VfL Gummersbach in eine neue Runde gehen (woran ich nachwievor glaube) oder ob es zum Abstieg mit ungewissen Folgen kommt. Ich hoffe der VfL Gummersbach erkennt, dass er in Gummersbach einen enormen Rückhalt und eine enorme Unterstützung hat, die keiner erkauften Professionalisierung bedarf und dass der Verein über seinen Schatten springt, um diese Unterstützung auch anzunehmen. Der VfL Gummersbach ist nicht (und war es trotz des temporären Umzugs nach Köln nie) ein professionelle Topvereine. Er ist im positivsten Sinne des Wortes ein traditioneller Dorfverein mit allen daraus resultierenden Vor- und Nachteilen. Wenn die Vereinsverantwortlichen endlich bereit sind sich dies einzugestehen und die positiven Aspekte zu erkennen, dann würden sich einige Perspektiven eröffnen mit denen der VfL Gummersbach ins gesichterte Mittelfeld der 1. Bundesliga zurückkehren könnte. In der Vergangenheit schienen dem einige Personen und Eitelkeiten im Aufsichtsrat im Wege zu stehen.

    Für Marius Steinhauser ist ein langfristiger Vertrag sicherlich eine tolle Sache. Aus Sicht der SG Flensburg-Handewitt sollte man meinen, dass ein Topverein der HBL und regelmäßiger Champions-League-Teilnehmer jederzeit einen Rechtsaußen seines Niveaus verpflichten könnte und daher keine Not hätte bereits bis 2023 zu verlängern. Allerdings ist es Teil des (Erfolg)konzepts der SG auf Kontinuität zu setzen anstatt die Mannschaft häufig umzubauen. Insofern ist die Vertragsverlängerung nachvollziehbar.

    Eine Woche vor dem entscheidenden Saisonfinale kann der VfL Gummersbach problemlos noch knapp 500 Karten für das Spiel organisieren? Spricht nicht gerade für großes Interesse in Bietigheim-Bissingen an diesem für den Gastgeber wichtigen Spiel und zugleich dem Saisonabschluss. Das letzte Heimspiel der Gummersbacher war ausverkauft. Aber die SG BBM Bietigheim wäre im Falle des Klassenerhalts sicherlich eine enorme Bereicherung für die Liga, weshalb sich hier User quer durch alle Vereine und Landesteile den Klassenerhalt des Aufsteigers wünschen.

    Glückwunsch an Vardar Skopje zum zweiten Champions-League-Triumph. Sie haben den FC Barcelona besiegt, sie haben Veszprem bezwungen und gewinnen vollkommen verdient die europäische Handballkrone. Dainis Kristopans war in beiden Spielen nicht zu stoppen und Dejan Milosavljev ist über sich hinausgewachsen.

    Veszprem bleibt einmal mehr nur ein Platz auf dem Treppchen, aber den ersehnten Titel haben sie leider wieder verpasst. Ich hätte es Momir Ilic, Laszlo Nagy und Arpad Sterbik gegönnt, aber es hat heute einfach nicht gereicht.

    Es war ein würdiges Finale zweier hochklassiger Mannschaften!

    Starke erste Halbzeit von Vardar Skopje. Dejan Milosavljev nimmt einige freie Würde weg, während Roland Mickler auf der Gegenseite bislang nicht ins Spiel gefunden hat. Veszprem wird sicherlich darauf hoffen, dass den Mazedoniern mit ihrem kleinen Restkader und nach dem kräftezehrenden Comeback im gestrigen Halbfinale im zweiten Durchgang die Kräfte ausgehen und dadurch die Torquote sinkt. Aber die Ungarn müssen dann ihre eigenen Torchancen auch konsequenter nutzen.

    Ich hoffe es wird im zweiten Durchgang noch einmal spannend.

    2. Man hat hier 2 Vereine die in den letzten 10 Jahren insolvent gegangen sind und damit gezeigt haben was man nicht tun sollte.. Oder wie mein früherer Englischlehrer immer sagte: Andere machen Fehler, damit wir sie nicht machen!. Der VfL sollte sich mit diesen beiden Fällen auseinander setzen und es dann auf jeden fall anders machen... Falls es nicht schon zu spät ist!


    TuSEM Essen hat bereits zwei Insolvenzen überstanden, ist einmal aus der dritten Liga zurückgekehrt und hat sich als guter Zweitligist (mit Ausflügen in die 1. Bundesliga) etabliert. Ebenso hat sich die HSG Nordhorn nach der Insolvenz stetig wieder nach oben gearbeitet und ist nun in ie 1. Bundesliga zurückgekehrt.

    Es gibt also sowohl Beispiele für Vereine, die in der Versenkung verschwunden sind als auch Vereine die scheinbar die richtigen Lehren gezogen haben. Aber jeder Fall ist ganz individuell, die Ausgangslagen sind aufgrund regionaler Faktoren wie z.B. die Identifikation mit dem Handball sowohl bei Zuschauern als auch Sponsoren sehr unterschiedlich und daher sind Vergleiche nur sehr bedingt aussagekräftig.

    Der VfL Gummersbach kann ohne überdurchschnittliche Torhüterleistung diese Saison nicht punkten. Göppingen einfach strukturierter und konsequenter im Angriffsspiel und mehr braucht es nicht. Somit kommt es zum "Endspiel" in Bietigheim und hinterher muss somit niemand etwas von Wettbewerbsverzerrung, Schützenhilfe unter Traditionsvereinen oder ähnlich sinnvollen Theorien zusammenschreiben. Es wird auf dem Platz entschieden werden!


    Hätte Gummi sich nicht selbst in den meisten Spielen der Saison hängen gelassen, wäre es völlig belanglos, wer sich alles in Bietigheim nicht mit Ruhm bekleckert hat :hi:


    Hätte sich Bietigheim seltener in Spielen hängen gelassen (immerhin 13 der 25 Niederlagen waren mit mindestens sieben Toren Unterschied, davon siebenmal zweistellig), dann lägen sie vielleicht im Torverhältnis nicht so deutlich hinter dem punktgleichen VfL Gummersbach zurück. :hi:

    Sofern der VfL Gummersbach eines der beiden ausstehenden Spiele gewinnen sollte, dürfte es ohnehin egal sein wer sich in Bietigheim nicht mit Ruhm bekleckert hat ... auch wenn sicherlich manche User dem ein Geschmäckle anhängen wollen werden.

    Nunja das sehe ich bisschen anders. Ich denke das ist alles eine Sache der Vermarktung. Gummersbach bzw. Der Oberberg insgesamt ist eine extrem Handballbegeisterte Region und wenn man jetzt einen neuen Verein aufbauen würde und es schaffen würde durch gezielte und ,,frische" Vermarktung die Jugend zu begeistern (und ich meine jetzt keinen komischen PommesgabelGruß) denke ich schon dass da eine neue Generation von etwas neuem, großen entstehen könnte! Ich als jemand der im Marketingbereich arbeitet hätte da schon ein paar Ideen die ich mir vorstellen könnte.


    Die Marke "VfL Gummersbach" genießt einen relativ hohen Bekanntheitsgrad. Insbesondere bei Menschen mit geringem Bezug zum Handballsport dürfte es einer der wenigen bekannten Vereinsnamen sein. Das kann zwar eine Bürde sein, aber ist vorallem ein Wert der meiner Meinung nach deutlich überwiegt.

    Dass sich jüngere Zuschauergruppen nicht mehr in dem Maße für den VfL Gummersbach interessieren ist weder ein lokales Problem, noch ein Sportarten-spezifisches. Bundesweit erleben Sportvereine quer durch alle Sportarten einen Rückgang der Mitgliederzahlen, u.a. weil das Angebot für junge Menschen immer breiter wird. Da braucht es schon mehr als eine auf die junge Generation zugeschnittene Marketingkampagne. Eine dauerhaft erfolgreiche Marketingkampagne sollte meiner Meinung nach zudem nicht davon abhängig sein, ob der Vereinsname der traditionelle ist oder plötzlich irgendwelche Tiere o.ä. enthält.
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    Was mich an der Sache etwas stört, ist das sich die Relationen nicht nur hier total verschieben. Es sollte okay sein keine Schulden zu machen und solide zu arbeiten und nicht okay sein sollte es, irgendwelche Dinge zu tilgen und das über Jahre. Und dies sollte für jeden Handballverein gelten. Wer das nicht hinbekommt kann nicht mitspielen, auch nicht in Liga 2. Dahergehend ist mir persönlich und ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, auch vielen in der 2. Liga, eine Mannschaft lieber, die solide wirtschaftet und trotz Abstieg doch in Liga 2 bleibt, als ein VfL in Liga 2!


    Welche Relationen sollen sich denn bitteschön verschieben? Natürlich ist es nicht erstrebenswert Schulden zu haben, aber durchaus im wirtschaftlichen Umfeld kein Sonderfall und solange im Rahmen, wie die Verbindlichkeiten bedient werden können. Der VfL Gummersbach hat solide gearbeitet in dem Sinne, dass in den letzten Jahren die HBL-Lizenz stets erteilt wurde.

    Wieso sollte Deiner Meinung nach das Tilgen von Schulden nicht okay sein? In meinen Augen ist das allemal besser als eine Spielbetriebs GmbH per Insolvenz abzuwickeln und die Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen zu lassen.

    So stark die Aufstiegssaison des Bergischen HC auch war und so toll für die Fans eine Europapokal-Teilnahme klang, aber ich denke für die Entwicklung des BHC dürfte es eher von Vorteil sein sich nächste Saison voll auf die HBL konzentrieren zu können. Für eine zusätzliche Belastung scheint mir der Kader noch nicht die nötige Breite zu besitzen.

    Aufgrund einer Dienstreise werde ich leider erstmals nicht beim EHF Champions-League Final4 in Köln dabei sein können. Daher biete ich unsere zwei Karten in Preiskategorie 4 zum Originalpreis an. Beide Karten verkaufe ich zusammen für 155€ (75€ pro Karte zzgl. Gebühren) plus evtl. Versandkosten (am liebsten per Einschreiben oder persönlicher Übergabe).

    Sollte sich der Käufer bereiterklären am Final4-Wochenende für uns zwei Karten derselben Kategorie für das EHF Champions-League Final4 2020 zu kaufen, dann würde ich im Nachhinein nochmals 25€ auf den Kaufpreis der Karten für 2019 erlassen.


    -> Wer beim Saison-Highlight in der Kölnarena dabei sein möchte, meldet sich bitte per PN. :schrei:

    Noch eine Frage an die Fernsehzuschauer vom gestrigen Abend:
    Mitte der zweiten Halbzeit kam Marvin Sommer von Außen frei zum Wurf (ich meine es war nach einem Abpraller vom Tor/Torwart) und blieb nach dem Wurf zunächst im Kreis liegen. Die Schiedsrichter entschieden lediglich auf Abwurf. Auch nach dem Spiel hat Sommer gesagt, dass er von Timo Kastening an der Schulter angegangen worden war und dadurch die Körperkontrolle verloren hat. Wie war die Situation in den Fernsehbildern zu sehen?

    Spielerisch heute zwei Mannschaften auf Augenhöhe, bei denen letztendlich die deutlich bessere Torhüterleistung das Spiel zugunsten der Gastgeber entschieden hat. Bei gleichwertigen Torwartleistungen auf beiden Seiten wäre es ein spannendes Spiel geworden. Insofern ist Florian Baumgärtners Aussage nicht vollkommen falsch.

    Die notwendigen (voraussichtlich zwei) Punkte müssen also woanders geholt werden.

    Wenn der VfL Gummersbach ein Spiel gewinnt, wird dem Erfolg ein Geschmäckle und die Mithilfe des Gegners attestiert. Wenn sie SG BBM Bietigheim gewinnt, dann wird nur brav gratuliert ... das hat für mich ein Geschmäckle (oder einen teif sitzenden Stachel) ;)


    Bei TBV Lemgo lief gestern nicht viel zusammen. Lediglich das Spiel 7-gegen-6 funktionierte einwandfrei und erfolgreich. In Gleichzahl aber fanden sie kaum spielerische Lösungen gegen die Abwehr des VfL Gummersbach. Fynn Herzig erneut mit einer starken Leistung als Spielmacher, der mehr Ruhe und Sicherheit ins Angriffsspiel bringt als Pouya Norouzi, der seine Stärken eher in den Schlussminuten gegen die offensive Abwehr der Lemgoer ausspielen konnte. Ein verdienter Sieg, der wieder etwas aufatmen lässt im Abstiegskampf.

    Jetzt ist die Lage wohl eindeutig.
    Bietigheim muss seine beiden Heimspiele gewinnen, dann wird’s wohl reichen.
    Und wenn nicht, dann nicht.


    Falls der VfL Gummersbach noch eines der kommenden drei Spiele gewinnen sollte, dann würden Bietigheim selbst zwei Heimsiege nicht zum Klassenerhalt reichen.

    Ist mir bisher total entgangen, dass Göttingen ne Handballmannschaft hat :hi: und dass der VfL in Göppingen was holt, glaube ich auch nicht. Ebenso sehe ich für Bietigheim kaum Punkte in Erlangen und Magdeburg. Eventuell könnten die Heimspiele gegen Lemgo Bonuspunkte für eine Mannschaft bringen. Vieles deutet tatsächlich auf ein Endspiel hin und da sehe ich bei Gummersbach Probleme mit der Motivation eines KM. Schließlich kann dem Moritz nicht mehr ein vorzeitiger Wechsel bei Klassenerhalt angeboten werden.


    Natürlich Göppingen. Da es ein Heimspiel für den VfL Gummersbach ist, sehe ich durchaus Chancen auf Punkte - sogar eher als gegen Lemgo.