Beiträge von Arcosh

    Mir stellt sich die Frage wie im Falle der Nichtnominierung von Tobias Reichmann die teaminterne Kommunikation gelaufen ist:

    Hat der Bundestrainer gegenüber den Spielern frühzeitig angedeutet, dass er evtl. nur einen Rechtsaußen in den 16er Kader berufen will?
    (Die Reaktion von Tobias Reichmann sowie die Aussage von Patrick Groetzki lassen daran zweifeln)
    Hat der Bundestrainer diese Entscheidung gegenüber der Mannschaft mit seinem taktischen Konzept nachvollziehbar erklären können?
    Wie hat der Bundestrainer gegenüber Tobias Reichmann die Chancen für eine Nachnominierung im Laufe des WM-Turniers dargestellt?


    Es erinnert leider an die überraschende Nichtberücksichtigung von Finn Lemke kurz vor der Handball-EM 2018, die für viel Unruhe in der Mannschaft gesorgt hat. Auf jeden Fall hat Christian Prokop nach der Reaktion von Tobias Reichmann dass Problem, dass ihm nur noch Patrick Groetzki als Rechtsaußen für das Turnier zur Verfügung steht. Sollte dieser sich verletzen oder ein Formtief erleben, dann ist im 28er Kader kein Ersatz - es sei den er bittet Tobias Reichmann darum zurückzukehren, wie letztes Jahr bei Finn Lemke.


    Warum sollte es eine zentrale Plattform geben, wenn die Übertragungsrechte quasi dezentral liegen? Alles fein klein, klein geozerstückelt … wieso sollte da Interesse an Zentralität vorhanden sein? Da müsste man an jeden Stream so eine Art Flaggen-Icon(s) anhängen und jeden einzelnen unterschiedlich geoblocken. Wer soll das technisch leisten? Auflisten hätte man es aber können, wäre aber sicher nicht unbedingt im Interesse der Pay-Anbieter.


    Zunächst einmal sollte es im Sinne der IHF sein die Handball-WM global zu verbreiten. Für alle Länder in denen sich mangels breitem Interesse in der Bevölkerung kein TV-Partner finden lässt, bietet man dann ein Streamingportal an - wahlweise kostenlos oder gegen Gebühr (Wenn ich mich recht erinnere gab es ein solches gebührenpflichtiges Portal bei einer vergangenen WM). Die Übertragungsrechte liegen auch nicht dezentral, sondern zentral bei einem Vermarkter. Selbstverständlich hätte die IHF dies im Vorfeld mit dem Rechtevermarkter Lagardere klären bzw. vertraglich vereinbaren müssen. Es kann natürlich sein, dass seitens der IHF kein Interesse bestand und/oder man froh war nach der Pleite von MP & Silva so schnell Ersatz gefunden zu haben und dafür Einschnitte in Kauf genommen hat.

    Ein für jedes Spiel angepasstes Geoblocking der Streams ist nun wirklich keine große Herausforderung - siehe z.B. EHF-TV bei den Champions-League-Spielen.

    Nach bislang erfolgloser Suche:
    Gibt es eine offizielle Streaming-Plattform über die die WM-Spiele internatonal verfügbar sind (bzw. in den Ländern in denen kein TV-Vertrag besteht)? Gibt es eine Übersicht der internationalen Broadcaster, die die WM-Spiele übertragen werden?

    Das Rheinland ist für mich vor allem das Ruhrgebiet. Klar ist das Rheinland größer, aber die meisten Menschen leben da und das ist Handballbrachland. [...]

    Vorallem gehört der Großteil des Ruhrgebietes zu Westfalen und nicht zum Rheinland.


    @Rheiner:
    Nur weil sich nicht jeder aktive Handballer für Profihandball interessiert, heißt das nicht, dass unter den Zuschauern in einer Bundesligahandballhalle nicht ein großer Anteil aktiver oder ehemals aktiver Handballer ist. Es gibt für mich zwei Hauptfaktoren, die die Zuschauer erstmals zum Profihandball führen: Entweder hat der ortsansäßige Verein einen großen gesellschaftlichen Stellenwert, so dass man (wenigstens ab und an) dorthin geht oder aber man ist selber Handballer und will die Profis erleben. In größeren Städten ohne lange Handballtradition und mit weiteren Sportvereinen mit ähnlichem oder gar höherem gesellschaftlichen Stellwert werden somit die aktiven Handballer der Region besonders wichtig als potentiell geneigte Zuschauer.

    Mit der Nichtberücksichtigung von Tim Suton habe ich gerechnet, aber dass Tobias Reichmann zunächst nicht im Kader steht überrascht mich sehr. Zum Einen weil damit die Rechtsaußen-Position nur einfach besetzt ist und zum anderen weil ich persönlich Tobias Reichmann den Vorzug vor Patrick Groetzki gegeben hätte. Ich muss zugeben, dass Tobias Reichmann seit seinem Wechsel nach Melsungen nicht mehr so herausragend gespielt hat, aber bei Kielce war er meiner Meinung nach einer der komplettesten Rechtsaußen der Welt, der auch jederzeit im rechten Rückraum sinnvoll aushelfen konnte. Aufgrund seines Potentials, der Vielseitigkeit und vorallem seiner Erfahrungen auf höchstem Niveau mit Vereins- und Nationalmannschaft hätte ich ihm klar den Vorzug vor Franz Semper gegeben. Aber da ich natürlich nicht weiß welche Gedanken des Bundestrainers für diese Entscheidung ausschlaggebend waren, will ich hoffen, dass es den (Trainings-)Leistungen und nicht der Vereinszugehörigkeit von Franz Semper geschuldet ist.


    Ich halte die Nominierung des 16-Kaders dann für sinnvoll, wenn jetzt schon feststeht, dass Reichmann spätestens zur Hauptrunde gegen einen Rückraumspieler ausgetauscht wird. Denn in der Vorrunde kann man auch mal einen schlechten Tag von Groetzki verkraften oder man kann Semper noch ein bisschen mehr Spielzeit geben.

    Sofern die Mannschaft sich das Halbfinale als Ziel gesetzt haben sollte, darf es bereits in der Vorrunde keine Ausrutscher geben, da die Punkte (gegen ebenfalls qualifizierte Gegner) mit in die Hauptrunde genommen werden und der Modus ohne Viertelfinale dort sehr selektiv ist.

    @Beuger
    Eine kompakte Übersicht der Länderspiele der kommenden Tage findest Du zum Beispiel bei Liveticker.com

    Wobei auffällt, dass sich dieses Jahr die favorisierten Nationen im Vorfeld komplett aus dem Weg gehen. Gespannt bin ich auf die heutigen Beggenungen zwischen Schweden und Russland sowie Island und Brasilien. Ohne Freundschaftsspiele überbewerten zu wollen, könnten diese Spiele ein Fingerzeig sein wohin es für diese Nationen bei der WM gehen wird.

    Roter Teufel:
    Dass sie Öffentlich-Rechtlichen den Spieltermin um 18:00/18:15 Uhr bevorzugen, ist klar. Um es für Dich ein wenig deutlicher zu formulieren: Das Spiel zwischen Deutschland und Frankreich findet um 20:30 Uhr statt, was für mich ein klares Indiz dafür ist, dass sich das französische Fernsehen bei der Spielplangestaltung gegenüber den deutschen Sendern durchgesetzt hat.

    Gruppe A (Berlin)
    Frankreich
    Russland
    Deutschland
    Serbien
    Brasilien
    Korea


    Spielplan:
    Donnerstag, 10.01.2019
    18:15 Uhr: Korea - Deutschland

    Freitag, 11.01.2019
    18:00 Uhr: Serbien - Russland
    20:30 Uhr: Brasilien - Frankreich

    Samstag, 12.01.2019
    15:30 Uhr: Russland - Korea
    18:15 Uhr: Deutschland - Brasilien
    20:30 Uhr: Frankreich - Serbien

    Montag, 14.01.2019
    15:30 Uhr: Serbien - Brasilien
    18:15 Uhr: Russland - Deutschland
    20:30 Uhr: Frankreich - Korea

    Dienstag, 15.01.2019
    15:30 Uhr: Russland - Brasilien
    18:15 Uhr: Korea - Serbien
    20:30 Uhr: Deutschland - Frankreich

    Donnerstag, 17.01.2019
    15:30 Uhr: Brasilien - Korea
    18:15 Uhr: Deutschland - Serbien
    20:30 Uhr: Frankreich - Russland


    Die Franzosen haben vier der letzten fünf Handball-Weltmeisterschaften gewonnen und gehen als einer der Titelfavoriten ins Turnier. Die beiden Fragezeichen beim Titelverteidiger sind aus meiner Sicht ob der Verlust von Nikola Karabatic aufgrund seiner Fußverletzung kompensiert werden kann und ob Vincent Gerard und Cyril Dumoulin ihre Leistungen der Handball-EM 2018 im Tor bestätigen können, denn das ist eine der Schlüsselpositionen. Die Franzosen besitzen die individuelle Klasse und das mannschaftliche Selbstvertrauen um problemlos die K.O.-Spiele erreichen zu können, aber sie sind den Gegnern nicht mehr soweit voraus wie noch vor zwei Jahren.

    Für Gastgeber Deutschland muss die Hauptrunde das Minimalziel sein und zwei Punkte sollten sich im Gepäck nach Köln befinden. Der Auftakt mit Korea, Brasilien und Russland ist dafür wie gemalt und im Erfolgsfall könnte dann bereits die Hauptrundenqualifikation geschafft sein. Falls es einen Patzer geben sollte, kann es aber auch zum nervenzehrenden "Endspiel" gegen Serbien kommen, denn die Franzosen sind meiner Meinung nach derzeit eine Nummer zu groß für das DHB-Team ... Heimvorteil hin- oder her.

    Für mich vollkommen offen und richtig interessant ist der Kampf um Platz 3:
    Russland steht nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2017 gegen das Überraschungsteam aus Slowenien und der sensationell verspielten EM-Qualifikation für 2018 vor einem Neuanfang. In der WM-Qualifikation konnten die Russen immerhin Tschechien bezwingen. In der Gruppenphase trifft Russland auf alte Bekannte, denn bereits bei der WM 2017 spielten sie in einer Vorrundengruppe mit Frankreich und Brasilien und gegen die Südamerikaner reichte es nur zum mühsamen 28:24 (14:15)-Arbeitssieg.

    Die Brasilianer sind Dauergast bei Weltmeisterschaften. Seit 1995 haben sie keine Weltmeisterschaft verpasst und waren vor zwei Jahren nah dran erstmals den Sprung unter die letzten Acht zu schaffen. Am Ende behielten aber die Spanier mit 28:27 (16:18) denkbar knapp die Oberhand im Achtelfinale. Ich denke, dass sie die Hauptrunde erreichen werden, aber sie dürfen sich keinen Fehler erlauben.

    Die Serben sind erstmals seit 2013 wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Allerdings geben die letzten Ergebnisse aus der EM-Qualifikation für 2020 wenig Grund zur Euphorie. Zuhause ein 27:27 gegen Belgien und eine 24:29-Niederlage in der Schweiz sind ernüchternd und bedeuten den letzten Platz in einer Gruppe in der auch noch Kroatien wartet. Das Auftaktspiel der Serben gegen Russland wird zeigen, ob sie bei dieser Weltmeisterschaft eine Rolle spielen können oder im President's Cup landen. Ich persönlich glaube nicht, dass sie den Sprung in die Hauptrunde schaffen werden, aber bei guter Tagesform können sie für die ein oder andere Mannschaft zum Stolperstein werden.


    P.S.: Bemerkenswert, dass sich bei einer WM in Deutschland offensichtlich die Übertragungszeiten-Präferenzen der Franzosen (20:30 Uhr) gegen die der deutschen Öffentlich-Rechtlichen (18:15 Uhr) durchgesetzt haben. Obendrein verliert der Co-Gastgeber so den Vorteil des letzten Gruppenspiels um evtl. auf die Ergebnisse der Konkurrenz reagieren zu können.


    Mein Tipp:
    1. Frankreich
    2. Deutschland
    3. Brasilien
    4. Russland
    5. Serbien
    6. Korea

    Gruppe B (München)
    Spanien
    Kroatien
    Mazedonien
    Island
    Bahrain
    Japan


    Spielplan:
    Freitag, 11.01.2019
    15:30 Uhr: Japan - Mazedonien
    18:00 Uhr: Island - Kroatien
    20:30 Uhr: Bahrain - Spanien

    Sonntag, 13.01.2019
    14:00 Uhr: Mazedonien - Bahrain
    16:30 Uhr: Kroatien - Japan
    20:30 Uhr: Spanien - Island

    Montag, 14.01.2019
    15:30 Uhr: Island - Bahrain
    18:15 Uhr: Kroatien - Mazedonien
    20:30 Uhr: Spanien - Japan

    Mittwoch, 16.01.2019
    15:30 Uhr: Japan - Island
    18:15 Uhr: Kroatien - Bahrain
    20:30 Uhr: Mazedonien - Spanien

    Donnerstag, 17.01.2019
    15:30 Uhr: Bahrain - Japan
    18:15 Uhr: Mazedonien - Island
    20:30 Uhr: Spanien - Kroatien


    Das klingt nach einer eher uninteressanten Vorrundengruppe. Mit Bahrain (Zweiter der Asienmeisterschaft) und Japan (Sechster der Asienmeisterschaft und per Wildcard der IHF ins Teilnehmerfeld befördert) sind zwei der schwächsten Mannschaften bei dieser Handball-WM in der Gruppe B vereint. Mazedonien spielt fern des Balkans selten überzeugend, aber gegen eine sehr junge und in den letzten Jahren schwächelnde isländische Mannschaft haben sie in meinen Augen gute Aussichten als Gruppendritter in die Hauptrunde einzuziehen. Lediglich das abschließende Gruppenspiel zwischen Kroatien und Spanien verspricht eine echte Standortbestimmung und Kampf um wichtige Punkte für die Hauptrunde zu werden. Bei der Handball-WM 2017 scheiterte Spanien im Viertelfinale mit 29:30 gegen Kroatien, konnte sich aber bei der Handball-EM 2018 den Titel sichern.


    Mein Tipp:
    1. Spanien
    2. Kroatien
    3. Mazedonien
    4. Island
    5. Bahrain
    6. Japan

    Gruppe C (Herning)
    Dänemark
    Norwegen
    Österreich
    Tunesien
    Chile
    Saudi-Arabien


    Spielplan:
    Donnerstag, 10.01.2019
    20:15 Uhr: Chile - Dänemark

    Freitag, 11.01.2019
    18:00 Uhr: Saudi-Arabien - Österreich
    20:30 Uhr: Tunesien - Norwegen

    Samstag, 12.01.2019
    15:00 Uhr: Österreich - Chile
    17:30 Uhr: Norwegen - Saudi-Arabien
    20:15 Uhr: Dänemark - Tunesien

    Montag, 14.01.2019
    15:00 Uhr: Tunesien - Chile
    17:30 Uhr: Norwegen - Österreich
    20:15 Uhr: Dänemark - Saudi-Arabien

    Dienstag, 15.01.2019
    16:15 Uhr: Saudi-Arabien - Tunesien
    18:30 Uhr: Norwegen - Chile
    20:45 Uhr: Österreich - Dänemark

    Donnerstag, 17.01.2019
    15:00 Uhr: Chile - Saudi-Arabien
    17:30 Uhr: Österreich - Tunesien
    20:15 Uhr: Dänemark - Norwegen


    Ein ähnliches Bild wie in Gruppe B. Gastgeber Dänemark und Norwegen sollten den Sieg unter sich ausmachen und der Gruppensieger könnte sich mit bestenfalls vier Punkten Startkapital für die Hauptrunde und angesichts der Gegner aus Gruppe D große Hoffnungen auf das Halbfinale machen. Die Dänen werden sicherlich die Rückkehr zum WM-Modus mit Hauptrundengruppen begrüßen, denn schließlich endete die letzte WM für die Nordeuropäer nach makelloser Gruppenphase (fünf Spiele, fünf Siege) völlig überraschend und enttäuschend im Achtelfinale gegen Ungarn. (Ein Schicksal, dass sie mit der DHB-Auswahl teilen)

    Das zweite Duell lautet Österreich gegen Tunesien und dabei geht es um den verbleibenden Hauptrundenplatz, der für beide Mannschaften eine erfolgreiche WM-Bilanz garantieren würde. Tunesien ist neben Brasilien eine der Nationen, die eine rein europäish besetzte Hauptrunde verhindern könnten. Chile und Saudi-Arabien sollten im Normalfall nicht einmal als Stolperstein für die Konkurrenz fungieren können. Für die Österreicher bietet sich so ein leichter Einstieg ins Turnier, während die Tunesier sich vor dem abschließnenden Spiel gegen Österreich gegen Chile und Saudi-Arabien Selbstvertrauen holen können.


    Mein Tipp:
    1. Dänemark
    2. Norwegen
    3. Österreich
    4. Tunesien
    5. Chile
    6. Saudi-Arabien

    Gruppe D (Kopenhagen)
    Schweden
    Ungarn
    Katar
    Argentinien
    Ägypten
    Angola


    Spielplan:
    Freitag, 11.01.2019
    15:30 Uhr: Angola - Katar
    18:00 Uhr: Argentinien - Ungarn
    20:30 Uhr: Ägypten - Schweden

    Sonntag, 13.01.2019
    15:30 Uhr: Katar - Ägypten
    18:00 Uhr: Ungarn - Angola
    20:30 Uhr: Schweden - Argentinien

    Montag, 14.01.2019
    15:30 Uhr: Ungarn - Katar
    18:00 Uhr: Argentinien - Ägypten
    20:30 Uhr: Schweden - Angola

    Mittwoch, 16.01.2019
    15:30 Uhr: Angola - Argentinien
    18:00 Uhr: Ungarn - Ägypten
    20:30 Uhr: Katar - Schweden

    Donnerstag, 17.01.2019
    15:30 Uhr: Ägypten - Angola
    18:00 Uhr: Katar - Argentinien
    20:30 Uhr: Schweden - Ungarn


    Auf den ersten Blick eine lockere Aufgabe für die Schweden auf dem Weg in die Hauptrunde nach Herning. Die Herausforderung besteht darin, dass die Gegner sehr unterschiedliche Spielstile pflegen. Von den körperlich-robust agierenden Nordafrikanern und Arabern bis hin zum wurfgewaltigem Rückraum der Ungarn. Vor zwei Jahren bei der WM in Frankreich meisterte Schweden die Vorrundengegner Argentinien (35:17), Katar (36:25) und Ägypten (33:26) allesamt souverän und die Mannschaft scheint seitdem weiter gereift zu sein. Evtl. sind sie dieses Jahr bereit zum großen Wurf.

    Die Ungarn haben sich zuletzt positiv präsentiert und in den WM-Playoffs die Slowenen ausgeschaltet. Ich persönlich würde mich freuen, wenn Argentinien ebenso die Kataris hinter sich lassen könnte. Aber die Plätze 2 bis 5 scheinen in dieser Gruppe vollkommen offen zu sein. Da kann jeder jeden besiegen.


    Mein Tipp:
    1. Schweden
    2. Ungarn
    3. Argentinien
    4. Katar
    5. Ägypten
    6. Angola

    Ja, das stimmt wohl.
    Darum steht es ja auch wohl nur im "Kleingedruckten", und auch nur mit Zahlen und Buchstaben (die sich viele sicherlich nicht so genau angucken und durchgehen werden), dass Deutschland am Sonntag nicht spielt, wenn sie in die Hauptrunde kommen.
    Da werden noch einige Fans enttäuscht sein, wenn sie das merken.

    Wer bereit und im Stande ist zwischen 45€ und 169€ pro Person für einen Hauptrundenspieltag in Köln auszugeben, der dürfte im Stande sein sich vorher auch mit dem Spielmodus auseinanderzuetzen. Da jede Mannschaft in der Hauptrunde drei Spiel zu absolvieren hat, aber vier Hauptrundenspieltage angesetzt sind, ist es offensichtlich, dass es einen Spieltag ohne Beteiligung des DHB-Teams geben muss. Im offiziellen Spielplan ist dies (übrigens sowohl für Deutschland als auch Dänemark) über Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet. Der DHB weist auf seiner Homepage zusätzlich mit dem Hinweis "*Feste Spieltermine der deutschen Nationalmannschaft sind in der Gruppenphase der 10., 12., 14., 15. und 17. Januar. Im Fall einer Qualifikation für die Hauptrunde spielt Deutschland in Köln am 19, 21. und 23. Januar." (Quelle) eindeutig darauf hin.

    Zudem denke ich nicht, dass die Zuschauer am 20.01. in Köln enttäuscht sein werden, wenn Deutschland an diesem Tag nicht spielt, denn bei vielen Handball-Fans geht ihr Interesse über schwarz-rot-gold hinaus. Der Großteil der Fernsehzuschauer-Zuschauer mag bloß wegen dem DHB-Team einschalten, aber der Großteil der Zuschauer in der Halle, die ein nicht gerade günstiges Ticket erworben haben, ist durchaus am Handball in seiner Gesamtheit interessiert und kennt die Nationalspieler anderer Nationen ... nicht zuletzt durch die Final4-Turniere der EHF Champions-League an selber Stelle.


    #741 ... du scheinst meiner früheren Empfehlung gefolgt zu sein und mittlerweile in der Politik angekommen. Liest sich jedenfalls so. Zufrieden damit?

    Ich weiß nicht was mich mehr schmerzt ... dass ich für Dich nur noch eine Nummer zu sein scheine oder dass ich Deine Erwartungen in meinen Werdegang nicht bestätigen kann.

    @Rheiner:
    Welcher riesige Druck? Wie Du zurecht gerne betonst führt der Handball ein Nischen-Dasein in der deutschen (Sport-)Öffentlichkeit. Zur EM-/WM- kommen lediglich ein paar zusätzliche Kamerateams der Öffentlich-Rechtlichen in die Hallen, in der BILD-Zeitung wandert die Handballberichterstattung von den hinteren Seiten des Sportteils auf die zweite oder dritte Seite und für zwei Wochen berichten auch weitere überegionale Zeitungen regelmäßig vom Handball. Aber das ist nicht mehr oder weniger Aufmerksamkeit (oder wie Du es nennen würdest: Druck) als bei anderen Sportarten wie Basketball, Volleyball & Co. Kein Handballer (egal ob Spieler oder Trainer) wird durch die Handball-WM zum Star der bundesweit auf der Straße erkannt wird oder plötzlich Millionenverträge abschließen kann und für sein Leben ausgesorgt hat. Ebensowenig müssen die Aktuere (egal ob Spieler oder Trainer) fürchten, dass noch in zehn Jahren in Kneipen und an Stammtischen über irgendeine vergebene Torchance, eine dumme Zeitstrafe, eine falsche Auswechslung oder einen Torwartfehler dikutiert wird und Spieler verschmäht werden.

    Die Handball-WM ist innerhalb des Mikrokosmos Handball ein Großereignis von hohem sportlichen Wert für alle Beteiligten, aber außerhalb ist es nur eine Sport-WM von dutzenden im Jahr. Anfang Februar folgt bereits die Alpine Skiweltmeisterschaft, im März die Biathlon-WM und wenn Ende März die Formel-1-Saison wieder losgeht können 95% der Befragten auf Deutschlands Straßen Dir nicht einmal mehr sagen, wer Handball-Weltmeister 2019 in Deutschland und Dänemark geworden ist.

    Natürlich hatte der langfristige und gut dotierte Vertrag des DHB mit Christian Prokop Einfluss auf die Entscheidung des DHB-Präsidiums die Zusammenarbeit nach dem sportlich schwachen Auftritt bei der Handball-EM forzusetzen. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass die Zusammenarbeit zwischen Trainer und Mannschaft davon beeinflusst ist. Wenn sich Trainer und Mannschaft ausgesprochen haben und zur Überzeugung gekommen sind mit einem modifizierten Konzept gemeinsam erfolgreich sein zu können, dann ist es egal aus welchen Gründen der Trainer das Amt innehat oder aus welchen Gründen einzelne Spieler für den WM-Kader nominiert worden sind.

    Sicherlich bietet diese Konstellation Spannungspotential falls der sportliche Erfolg hinter den Erwartungen zurückbleiben sollte. Das dürfte in erster Linie von Außen erzeugter Druck der wenigen relevanten Medien im Bereich Handball sein. Aber noch ist keine Minute bei der Handball-WM gespielt und noch kann das sportliche Auftreten nicht beurteilt werden. Daher halte ich irgendwelche vorauseilenden Analysen für verfrüht und nicht zielführend.

    2007 habe ich mich riesig auf die WM gefreut, auch weil in Magdeburg gespielt wurde.
    Dieses Mal registriere ich, daß in knapp 2 Wochen WM ist
    Karten habe ich keine gekauft, das war mir einfach zu teuer.
    Und wenn ich dann lese, daß plötzlich mit Aktionen wie Black Friday und Die Bescherung ist noch nicht vorbei zusätzlich Kartenkontigente unters Volk geworfen werden, dann kann ich nur sagen, alles richtig gemacht.


    Die regulären Kartenpreise fand ich persönlich auch zu teuer, aber Dank der Rabattaktionen gab es gute Plätze im Unterrang zum Preis der ursprünglich für Plätze unterm Hallendach aufgerufen wurde. Somit sind wir am letzten Hauptrundenspieltag dabei.

    Worüber definiert sich denn eine „Spitzenmannschaft“ und Dominanz auf dem Spielfeld? Die SG Flensburg-Handewitt hat diese Saison in der Bundesliga jedes Heim- und Auswärtsspiel gewonnen und somit jede andere Mannschaft in der Liga bereits besiegt. Die Flensburger haben mit 418 Gegentoren die wenigsten in der Liga kassiert - weniger auch als der THW Kiel in seiner 68:0-Saison zum selben Saisonzeitpunkt. Wie die Mannschaft im internationalen Vergleich abschneiden wird, werden wir nächstes Jahr sehen.