Beiträge von Arcosh

    Welche Schlüße ziehen wir nun daraus, dass der schlechteste HBL-Tabellenführer aller Zeiten dem ungarischen Meister die erst zweite Saisonniederlage beigefügt hat?

    a) Die HBL ist die stärkste Liga der Welt!
    b) Pick Szeged hat sich geschont für das schwere Ligaspiel gegen MKB Veszprem irgendwann im Frühjahr 2019!
    c) Wir haben im europäischen Handball inzwischen eine für den neutralen Zuschauer bemerkenswerte sportliche Dichte, die es erlaubt, dass der Großteil der Champions-League-Spiele nicht schon im Vorfeld einen eindeutigen Sieger hat, bei der spätestens ab dem Viertelfinale reihenweise Duelle auf Augenhöhe auf die Fans warten und bei der der Champions-League-Sieger 2018/19 einmal mehr kaum vorhersagbar ist.

    @TCLIP:
    Eine schöne Abhandlung über Gesetzestexte und deren Semantik, bei der Du aber leider vergisst dies konkret auf den hier geschilderten Fall anzuwenden.



    Genau das können wir in diesem Fall aber klären. Sowohl Regel 7:11 als auch 13:3 sind grundsätzliche Regeln. Beide behandeln unterschiedliche Sachverhalte. Die Erstgenannte das Spielen des Balles bzw. das passive Spiel und die Zweitgenannte das Ausführen von Freiwürfen. Keine der Regeln beinhaltet einschränkende Formulierungen wie z.B. "grundsätzlich" oder "unter der Bedingung, dass" und sie stehen in keinem direkten Widerspruch zueinander, so dass beide Regeln ohne Einschränkung gleichzeitig und gleichrangig gelten.

    Die einzige Ausnahme von Regel 13:3 wird in der Regel selbst explizit aufgeführt mit Verweis auf 8:10c, die sonst in speziellen Spielsituationen im Widerspruch zu 13:3 stehen könnte. In diesem (und nur in diesem einen) Fall setzt die spezielle Regel (8:10c) die grundsätzliche Regel (13:3) ausser Kraft. In allen anderen Spielsituationen hat Regel 13:3 stets Gültigkeit und deshalb war die von frank1706 in Beitrag #3 geschilderte Entscheidung ein Regelverstoß gegen Regel 13:3.

    Es gibt diskussionswürdige Handballregeln, z.B. weil sie beispielhafte aber nicht abschließende Aufzählungen enthalten, die Spielraum für Interpretationen lassen. Aber wo siehst Du konkret bei Regel 13:3 Anhaltspunke dafür, dass diese Regel in Verbindung mit der Spielsituation "passives Spiel" nicht gültig sein sollte?

    Die von mir für diese Spielsituation aufgezeigte Anwendung der Handballregeln (siehe Beitrag #42 und Beitrag #142) funktioniert in Übereinstimmung mit allen geltenden Handballregeln. Hingegen erfordert die Ansicht es könne noch vor Ausführung des Freiwurf auf passives Spiel gegen die ausführende Mannschaft und Ballbesitzwechsel entschieden werden, dass eine Regel (hier 13:3) ausser Kraft gesetzt werden muss von einer zweiten Regel, der im Regeltext nicht explizit der Charakter einer vorrangigen Spezialregel eingeräumt wird. Eine solche Sonderstellung wird auch in keinen mir bekannten Erläuterungen zum Regelwerk ausgeführt. Daher würden derartig freie und vorallem eigenständige Interpretationen Raum für allerlei andere Gedankenspiele eröffnen, die nicht mehr das widerspiegeln würden was das Handballregelwerk als Gesamteinheit ausdrücken und vorgeben will. Aufgabe des Schiedsrichters ist die korrekte Anwendung der geltenden Handballregeln insbesondere unter Beachtung der vorgegebenen Erläuterungen und Lehrmeinungen und nicht die eigenständige Interpretation der Regeln auf Basis persönlicher Ansichten zur Semantik. Letzteres führt genau zu dem Problem, dass für Außenstehende keine eindeutige bei Schiedsrichterentscheidungen zu erkennen ist und lässt den unerfahrenen Zuschauer zu Recht verwundert zurück.

    @Hagi63:
    Du hast in deinem Beitrag #61 den Regeltext zu Regel 7:11 und 7:12 korrekt zitiert und darauf verwiesen, dass darin der Passus enthalten ist, dass "jederzeit" auf passives Spiel entschieden werden kann. Das Problem, das ich bei dieser Herangehensweise und Argumentation sehe ist, dass immer wieder der Fehler gemacht wird Regeln singulär zu betrachten und nicht als Bestandteil des Regelwerks als Gesamteinheit. Die Handballregeln sind ein in sich geschlossenes Regelwerk in dem gleichwertige Regeln im Allgemeinen nebeneinander zeitgleich Gültigkeit besitzen und nicht einander ausser Kraft setzen. Ausnahmen von diesem Grundsatz werden in den Handballregeln explizit aufgeführt. Das bedeutet der Wortlaut einer Regel impliziert (wenn nicht explizit eine Ausnahme formuliert wird), dass gleichzeitig alle übrigen Handballregeln gelten und sich daraus ergebende Konstellationen nicht in jeder einzelnen Regel aufs Neue durchgespielt werden müssen. Man kann in Gedanken an jede Regel den Nebensatz ",sofern dies nicht im Widerspruch zu einer anderen Regel steht." ergänzen.

    Was bedeutet dies für den konkreten Fall?
    In der hier diskutierten Situation kommen zwei Regeln zum Tragen, die gleichrangig Teil der Handballregeln sind:

    Zitat

    7:12
    Wird eine Tendenz zum passiven Spiel erkennbar, wird das Vorwarnzeichen (Handzeichen Nr. 17) gezeigt. Dies gibt der ballbesitzenden Mannschaft die Gelegenheit, die Angriffsweise umzustellen, um den Ballverlust zu vermeiden. Falls sich die Angriffsweise nach dem Anzeigen des Vorwarnzeichens nicht ändert, kann jederzeit auf passives Spiel entschieden werden. Wird von der angreifenden Mannschaft nach maximal 6 Pässen kein Torwurf ausgeführt, wird auf Freiwurf gegen die ballbesitzende Mannschaft entschieden (13:1a, Verfahren und Ausnahmen siehe Erläuterung 4, Abschnitt D).

    Zitat

    13:3
    Wenn eine Regelwidrigkeit erfolgt, die gemäß Regel 13:1a - b normalerweise zu einem Freiwurf führt, wenn der Ball nicht im Spiel ist, wird das Spiel mit dem Wurf wiederaufgenommen, der dem Grund für die gegebene Unterbrechung entspricht (beachte aber auch Regel 8:10c, besondere Anweisungen in den letzten 30 Sekunden)


    Gemäß Regel 7:12 darf der Schiedsrichter jederzeit entscheiden, dass die Regelwidrigkeit "passives Spiel" vorliegt - das ist korrekt. Gleichzeitig gilt aber auch Regel 13:3 wonach Regelwidrigkeiten die zwischen einer Spielunterbrechung und der Wiederaufnahme des Spiels (in diesem konkreten Falle durch Ausführung des Freiwurfs) begangen werden nicht dazu führen können, dass die Mannschaft den zugesprochenen Freiwurf nicht ausführen darf bzw. der Ballbesitz wechselt. Beide Regeln existieren gleichrangig und müssen in der Gesamtheit der Handballregeln gemeinsam betrachtet werden.

    Die einzige Ausnahme von Regel 13:3 wird im Regeltext explizit mit dem Verweis auf Regel 8:10c gemacht. Alle übrigen Regeln können nur im Einklang mit Regel 13:3 angewendet werden. Wenn also der Schiedsrichter auf Freiwurf für Mannschaft A entscheidet und das Spiel damit unterbricht, dann kann (sofern nicht 8:10c greift) die Spielfortsetzung nur ein Freiwurf für Mannschaft A sein. Jede anderslautende Entscheidung ist ein klarer Regelverstoß des Schiedsrichters der auch nicht von der Tatsachenentscheidung gemäß Regel 17:11 abgedeckt wird.

    Mir ist bewusst, dass der Rahmen des Forums oft dazu verleitet nur einzelne Textpassagen oder Regeln zu zitieren, weil alles andere den Rahmen sprengen würde. Trotzdem sollte immer im Hinterkopf sein, dass die Handballregeln als Gesamtheit ein in sich geschlossenes und logisches Regelwerk sind und es problematisch sein kann einzelne Passagen aus dem Gesamtkontext herauszunehmen.


    P.S.: Ich war überrascht als ich heute morgen gesehen habe wie übers Wochenende die Anzahl der Beiträge in diesem Thread in die Höhe geschossen ist. Einige Beiträge haben durchaus neue Betrachtungsweisen und neue Argumentationen angestoßen, doch der Großteil war von persönlichen Animositäten geprägt. Es werden irgendwelche Extremsituationen und Beispiele konstruiert bloß mit der Absicht den anderen Foristen in eine Falle zu locken oder bloßzustellen. Ich würde mir wünschen, dass einige seit Jahren aktive Mitforisten sich auf den Sinn und Zweck des Forums und insbesondere der Regelecke besinnen würden und ihre Beiträge entsprechend verfassen. Eine lebendige Diskussion ist vollkommen in Ordnung, aber es ist nicht zielführend bloß deshalb Contra zu geben, weil links der Name bzw. Avatar eines speziellen Users auftaucht. Ich bin selber nicht immer frei davon und es ist berechtigt die Meinungen anderer User auch im Hinblick auf die Gesamtheit ihrer Beiträge zu betrachten (hier schließt sich er Kreis zu den Handballregeln ;) ) aber in Zentrum jedes Beitrages sollte (insbesondere in der Regelecke) ein konstruktiver Beitrag zur ursprünglichen Fragestellung stehen.

    Zumindest muss man dem Verein zu Gute halten, dass sie das neue Image / Marketings-Konzept sehr konsequent durchgesetzt haben. Von der Verein-Homepage über den Einlauf-Trailer bis hin zu den Bannern und Fahnen in der Halle. Es ist keine halbherzige Umsetzen wie bei vergleichbaren Kampagnen in der Vergangenheit ... fehlt nur noch die neue Fan-Community bei der man gespannt sein darf.

    [...]Soweit die Theorie. Jetzt an dich als Regelkundigen die Aufgabe:

    1. Einmal abzuleiten wieso in deinen Augen der Ball aus dem Spiel ist.
    2.Immer noch unter der genau genannten Spielsituation den 2 Satz in 7:11 zu erklären.
    3. Zu Erklären wie man 7:11 2. und folgende Sätze anwenden soll ohne zu entscheiden und gegen die Mannschaft zu pfeifen
    4. Wenn du zum Ball im Spiel oder aus dem Spiel nichts findest abzuleiten warum ich unter Berücksichtigung 7:11 keine andere Entscheidung treffen darf.[...]

    • Der Schiedsrichter unterbricht mit dem Freiwurf-Pfiff das Spiel. (Regel 13.1) Damit ist der "Ball aus dem Spiel" und erst durch Ausführen des Freiwurfs wird das Spiel wieder aufgenommen und der Ball ins Spiel gebracht.
    • Das Verzögern der Wurfausführung beim Freiwurf ist ein Merkmal, dass zum Anzeigen des Vorwarnzeichens führen kann. Dieses Merkmal allein ist aber noch nicht Anlass auf Freiwurf für die gegnerische Mannschaft zu entscheiden. Die Voraussezungen dafür erläutert der dritte Satz.
    • Der dritte Satz in Regel 7:11 ist eine Erläuterung wie nach Eintreten eines der Merkmale für passives Spiels weiter zu verfahren ist. Diese passive Tendenz kann sich aber nur im laufenden Spiel zeigen und nicht während der Ball aufgrund eines


    Lösung:

    • Schiedsrichter entscheidet auf Freiwurf
    • Wenn die Mannschaft keine Anstalten macht diesen Freiwurf auszuführen, dann Time Out und Aufforderung an die Mannschaft in Ballbesitz den Freiwurf auszuführen.

      • Mannschaft nimmt Freiwurfposition ein:
        Freiwurf mit Anpfiff. Wird dieser nicht innerhalb von drei Sekunden ausgeführt, dann Freiwurf für die gegnerische Mannschaft.
      • Mannschaft nimmt Freiwurfposition nicht ein:
        Persönliche Strafen aufgrund des unsportlichen Verhaltens bis hin zum Spielabbruch.

    SC DHfK Leipzig - TSV Hannover-Burgdorf
    TBV Lemgo - TVB 1898 Stuttgart
    Bergischer HC 06 - Frisch Auf Göppingen
    THW Kiel - Füchse Berlin
    MT Melsungen - HC Erlangen
    SG BBM Bietigheim - SC Magdeburg
    VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt
    HSG Wetzlar - TSG Friesenheim (Bauchgefühl)
    Rhein-Neckar Löwen - GWD Minden

    Der Bundestrainer wäre gut beraten Michael Kraus zumindest in den 28er Kader aufzunehmen aus dem er seine WM-Spieler nomminieren kann. Klar ist Michael Kraus keine Option für die Zukunft, aber er bringt Erfahrung mit - und daran fehlte es der deutschen Nationalmmanschaft zuletzt. Er kennt die Situation einer Heim-WM, ihn kannst du losschicken, wenn das ZDF Morgenmagazin oder RTL2 News ein Kurzinterview haben wollen. Das ist für ihn keine Ausnahmesituation und Ablenkung von den eigentlichen Aufgaben wie es bei vielen anderen im Team wäre. Wenn Drux und Wiede rechtzeitig fit sind und bei Spiele im Zweitagesrhythmus ihre Leistung schon wieder bringen können, dann sind sie ohne Frage vorzuziehen. Aber wenn nicht ...

    Roter Teufel:
    Hast Du nicht schon mehrfach diese Saison in anderen Threads der SG BBM Bietigheim und den Eulen Ludwigshafen die Qualität für die erste Liga abgesprochen? Bei nur zwei Absteigern hieße das in letzter Kosequenz, dass der Rest die Klasse hält. ;)

    Matthias Puhle spricht auch nicht davon, dass "alles ganz locker reichen wird" sondern davon, dass er die Qualität der Mannschaft als ausreichend bewertet um den Klassenerhalt am Ende zu erreichen. Das ist nichts weiter als ein gesundes Selbstvertrauen in die eigene Leistung und die seiner Mitspieler, die auch auf den Heimspielleistungen in dieser Saison beruht.

    Aktuell befindet sich die halbe Liga in Reichweite der Abstiegsplätze. Der VfL Gummersbach ist mittendrin, aber auch Lemgo und Leipzig habe diese Saison selten überzeugen können. Das könnte noch einige Monate eng beieinander bleiben.

    Handballcamps und Schulbesuche dienen doch nicht primär der Sichtung von möglichen Bundesligaspielern. Klar wäre es toll, wenn man dabei auf ein unentdecktes Jahrhundertalent stoßen würde. Aber in erster Linie geht es darum, dass der VfL Gummersbach weiter an seinem Image als Verein aus der Region und für die Region arbeitet. Mit dem zwischenzeitlichen Umzug in die Kölnarena wurde seinerzeit einiges Porzellan zerschmissen und mancher Oberberger hat dem Verein diesen Schritt bis heute nicht verziehen. Es ist ein langer Weg die Oberberger wieder davon zu überzeugen, dass der VfL Gummersbach sich inzwischen wieder voll und ganz als oberbergischer Verein versteht. Über Handballcamps und Schulbesuche gewinnt man die Kinder frühzeitig als die Arenabesucher von morgen - und deren Eltern gleich dazu. Beim Handballcamp gibt es bestimmt einige Freikarten für die Teilnehmer und ihre Eltern und wenn daraus ein paar Dauerkartenkunden der nächsten Saison werden, dann hat es sich schon gelohnt ... ganz davon abgesehen, dass ein professioneller Sportverein in meinen Augen auch eine gesellschaftliche Verpflichtung hat den Sport an der Basis zu unterstützen.

    Und Bjarnes Spruch mit der Endabrechnung stimmt schon, aber trotzdem hätte man sich als teilnehmender Verein eine bessere Ausgangsposition für die K.-o.-Runde erspielen können und sollen.


    Zur Arbeit eines Vereins / Trainerstabs gehört es auch die Saison als Ganzes zu betrachten und nicht bloß von Spiel zu Spiel zu denken. Zweifellos wäre es für die Rhein-Neckar Löwen und die SG Flensburg-Handewitt möglich gewesen zum jetzigen Zeitpunkt mehr Punkte in der Champions-League auf der Habenseite zu haben. Doch zu welchem Preis? Punkte in der Champions-League sind nur die Ausgangslage für das Achtel- und mögliche Viertelfinale in denen der Großteil der Teilnehmer sich ohnehin auf Augenhöhe zueinander bewegt. Verlorene Punkte in der Bundesliga hingegen sind nicht wieder wettzumachen, weil hier jedes einzelne Spiel für die Endabrechnung zählt. Wer da meint die Bundesligisten sollten ihr Hauptaugenmerk auf die Gruppenphase der Champions-League legen und frühzeitig in der Saison Spieler verheizen in dem sie in beiden Wettbewerben durchgehend eingesetzt werden, der verkennt eine sinnvolle Saisonplanung und vorallem welcher Wettbewerb für HBL-Vereine die wirtschaftliche Basis darstellt und welcher Wettbewerb nur das Zubrot ist.

    Tatsächlich sehe ich hinter Paris St. Germain und dem FC Barcelona etwa sieben bis acht Vereine in Europa auf Augenhöhe, zu denen auch die beiden Bundesligisten gehören. Diese haben alle realisitsche Chancen auf eine Teilnahme beim Final Four und können ebenso in einem Hin- und Rückspiel durchaus einen Erfolg gegen die beiden Erstgenannten schaffen, denn so groß ist der Abstand nicht. Ich finde es sehr vermessen nach der Hinrunde der Gruppenphase bereits Mannschaften bei der Titelvergabe ausschließen zu wollen - lange bevor überhaupt die Paarungen der K.O.-Spiele auch nur ansatzweise feststehen ... geschweige denn die letztendlichen Kader für diese Spiele.

    @TCLIP:
    Im StGB mag es diese Unterscheidung zwischen Öffentlichkeit und Privat geben, aber wir bewegen uns bei dieser Diskussion bislang doch eher in einem moralisch/ethischen Umfeld als im Rahmen der Justiz. Für ebendiese moralische Betrachtung der Aussage bin ich persönlich der Meinung, dass nicht der potentielle Zuhörerkreis ausschlaggebend ist. Tobias Schröter hat es nicht im Rahmen eines Interviews direkt in eine Fernsehkamera gesagt, sondern bei einer team-internen Auszeit zu seinen Mitspielern - wobei zufällig gerade eine Fernsehkamera die Aussage eingefangen hat - die aber nicht Adressat war.

    Ich halte es durchaus für nicht ungewöhnlich, dass im Umfeld des sportlichen Wettkampfes mit all seinen Emotionen, der körperlichen Belastung hinter der manchmal die geistige Leistungsfähigkeit kurzzeitig zurücktritt, der Hormonausschüttung, etc. Aussagen getätigt werden, die dieselben Personen eine Stunde später nach dem Duschen so nicht mehr tätigen würden. Da würde ich mich selber auch nicht von ausnehmen. Daher werde ich eine solche Aussage nicht überbewerten, solange sie keine direkte Handlung nach sich zieht.


    Gute Güte, so ganz ernst war das mit dem "justiziablen Aufruf" jetzt auch nicht gemeint...hab wohl mal wieder vergessen dass heutzutage man da immer Smileys einsetzen muss

    Man kann die Sätze auch ohne Smiley so formulieren dass Ironie rüberkommt..das hats Du leider nicht geschafft...musst du noch üben :hi:

    unter kumpels , nach 8 bier beim prahlen, von mir aus auch unter fans beim sport-
    aber vor laufender kamera in der form ein absolutes no go.


    Wir können gerne darüber diskutieren, ob im sportlichen Wettkampf eine solche Ausdrucksweise angemessen, tollerabel oder moralisch verwerflich ist. Die Aussage wurde team-intern im Rahmen einer Mannschaftsauszeit getätigt und ist in ebendiesem Kontext zu bewerten - völlig unabhängig davon ob dabei 3000 oder nur drei Zuschauer auf der Tribüne sitzen und ob das Spiel im Fernsehen, Livestream oder gar nicht übertragen wird. Das darf in meinen Augen für die Bewertung der Aussage keine Rolle spielen.


    P.S.: Ich empfinde diese Aussage als ehrlichen/authentischen Aufruf an die Mitspieler, wie sie im sportlichen Wettkampf eher die Regel als die Ausnahme sind. Einen justiziablen Aufruf zur Körperverletzung, wie ihn der Rote Teufel konstruieren möchte, vermag ich nicht zu erkennen.

    Ich hatte gedacht bzw. gehofft der VfL Gummersbach wäre spielerisch schon weiter. Dass einzelne Spieler einen schlechten Tag erwischen kann und wird es immer wieder geben. Wenn aber der Großteil der Mannschaft blass bleibt und Fehler produziert, dann muss man auch eingestehen, dass der Gegner sich einfach gut vorbereitet hat und aufgezeigt hat, dass das Spiel des VfL Gummersbach noch zu eindimensional ist und wenig Alternativen bietet, wenn es der vorbereitete Matchplan nicht zündet. Für mich der erste ungeplante Punkvterlust der Saison.

    Die Frage ist halt ob man den Sonntag Nachmittag dann faniliär dazu nutzt zum Handball zu gehen oder lieber anderweitig faniliär nutzt.....viele machen dann wohl eher letzteres


    Du machst weiterhin den Fehler blind von deiner persönlichen Situation auf das Gros der übrigen Handballzuschauer zu schließen. Für dich persönlich waren Samstagabendspiele anscheinend besser (auch wenn es wie Capitano mehrfach und richtig angemerkt hat pro Jahr nur um eine Handvoll Heimspiele an Wochenenden gehen dürfte). Anderen gelingt es Sonntagnachmittag zwei bis drei Stunden beim Handball zu verbringen und trotzdem noch ein erfülltes Familienleben zu führen.

    Wieder andere (jüngere) Zuschauer wollen Samstagabend evtl. ausgehen und ihnen passt der Sonntagstermin wesentlich besser in ihre Lebensplanung. Kurzum "Roter Teufel" ist einer von tausenden Einzelfällen und ich sehe keinen klaren Hinweis, dass er als Norm-Handballzuschauer dienen kann, um den aktuellen Zuschauerrückgang zu erklären.

    Es ist immer sinnvoll jede Position gleichwertig gut besetzt zu haben..es gibt Verletzungen, Formschwankungen...schau Dir mal wetzlar an mit den 3 verletzten RA


    So allgemein würde ich die Formulierung nicht stehen lassen, denn das hängt nicht zuletzt vom zur Verfügung stehenden Spieleretat ab. Kann ich es mir finanziell leisten jede Position doppelt mit Leistungsträgern zu besetzen, dann ist das natürlich der optimale Weg. Muss ich aber abwägen ob ich die begrenzten Mittel in zwei durchschnittliche Bundesligaspieler investiere oder in einen Leistungsträger der Spiele entscheiden kann und dazu einen Nachwuchsspieler unter Vertrag nehme, dann sieht die Situation schon anders aus. Da spielt dann die Verletzungsanfälligkeit ebenso eine Rolle wie die Position des Spielers und das Spielkonzept des Trainers und nicht zuletzt die Risikofreudigkeit bzw. Ambitionen des Vereins.

    Nun die Vereine haben sich dafür entschieden...dass es durch die neuen Anwurfzeiten letztlich zu Zuschauerrückgängen kommen wird war doch von vornerein klar..auch wenn einige dies hier vehement bestritten haben


    Typische Spieltermine vor dem Einstieg von Sky:
    Mi, 19:00 Uhr
    Mi, 20:15 Uhr
    Sa, 19:00 Uhr
    So, 15:00 Uhr
    So, 17:15 Uhr

    Typische Spieltermine der laufenden Saison:
    Do, 19:00 Uhr
    So, 13:30 Uhr (Topspiel)
    So, 16:00 Uhr
    (Zusatztermin: Sa, 20:30 Uhr)

    Nenneswerte Veränderung ist unterm Strich nur der Wegfall der regelmäßigen Samstagabendspiele (die sicherlich für Gästefans besonders geeignet waren) und dasss zwei- bis dreimal im Jahr das sonntägliche Mittagessen verschoben werden muss, weil der eigene Verein fürs Topsspiel angesetzt wurde. Das ist mir persönlich zu wenig um allein damit die Zuschauerrückgänge zu begründen.

    HC Erlangen - TBV Lemgo
    Füchse Berlin - TVB 1898 Stuttgart
    TSG Friesenheim - SG BBM Bietigheim
    Bergischer HC 06 - Rhein-Neckar Löwen
    SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg
    TSV Hannover-Burgdorf - MT Melsungen
    GWD Minden - THW Kiel
    VfL Gummersbach - HSG Wetzlar
    SC DHfK Leipzig - Frisch Auf Göppingen