Beiträge von Arcosh

    Da auch Matthias Puhles Vertrag zum Saisonende ausläuft und es soweit ich informiert bin bislang keine Vertragsverhandlungen mit ihm gegeben hat, hat der VfL Gummersbach Stand heute gar keinen Torwart für die Saison 2019/20 unter Vertrag. Gut möglich, dasss der Verein zunächst abwarten wollte, ob ein neuer Vertrag mit Carsten Lichtlein zu geänderten Konditionen zu Stande kommt. Aber nun muss es oberste Priorität sein eine Vetragsverlängerung mit Matthias Puhle zu erreichen. Dieser weiß nun natürlich auch, dass Carsten Lichtlein für den VfL Gummersbach nicht zu halten war und wird entsprechend als Nr. 1 einen Vertrag aushandeln. Parallel dazu muss ein zweiter Mann gesucht und gefunden werden, da sich vereinsintern eher kein Kandidat aufdrängt.

    Kritik am Hallensprecher hin oder her, aber so etwas fällt doch nicht plötzlich nach dem zweiten Saisonheimspiel auf. Hätte es solch sachliche Gründe für die Trennung gegeben, dann hätte sie doch in aller Ruhe im Sommer passieren können, um direkt mit einem neuen Mann am Mikrofon in die Saison starten zu können. Aber irgendwie passt eine solche Meldung zudem was man täglich rund um den VfL Gummersbach so erlebt.

    Der VfL Gummersbach hat zuhause gegen einen direkten Konkurrenten im unteren Tabellendrittel den ersten Pflichtsieg der Saison eingefahren und ist damit beim Blick auf die Punktebilanz wieder im Soll. Nachdem sie im Auftaktspiel gegen Hannover den möglichen Sieg in der Schlussphase aus der Hand gegeben haben, hat die Gummersbacher Mannschaft gegen Stuttgart wesentlich souveräner agiert und in der zweiten Halbzeit die Führung (selbst trotz mehrfacher Unterzhal) nie aus der Hand gegeben. Insofern ein souveräner und verdienter Sieg.

    Kern des Sieges war in meinen Augen die Abwehrarbeit. Drago Vukovic, Alexander Becker und Moritz Preuss hatten den Stuttgarter Rückraum gut im Griff und was durchkam konnte Matthias Puhle oft parieren. Im Angriff hat der VfL Gummersbach mit Stanislav Zhukov, Pouya Norouzi und Ivan Martinovic endlich auf allen drei Rückraumpositionen Spieler von denen immer Torgefahr ausgeht. Dazu ein stark arbeitender Moritz Preuss am Kreis, der entsprechende Lücken für seine Mitspieler reißt. Bislang haben sich die Transfers bzw. im Falle von Moritz Preuss der Nicht-Transfer für den VfL Gummersbach bezahlt gemacht. Das bedeutet nicht, dass der VfL Gummersbach in der Tabelle nicht immer ein wachsames Auge nach unten wird haben müssen, aber mit dieser Mannschaft kann man gegen alle Mannschaften jenseits der Europapokalplätze in eigener Halle bestehen und auf regelmäßige Punkte hoffen.


    P.S.: Die Stuttgarter haben sich mit ihrer Spielweise nicht unbedingt Freunde in der Schwalbe Arena gemacht. Zunächst hatte Dominik Weiß mehrfach versucht sich mit dem Ellbogen den Weg zum Tor freizuräumen. Höhepunkt war Mitte der zweiten Halbzeit das Schubsen von hinten gegen Ivan Martinovic wodurch dieser in den zum Anwurf bereit stehenden Stuttgarter Spieler stürzte und vom zu diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht auf der Höhe des Spielgeschehens befindlichen Schiedsrichter noch eine Zeitstrafe erhielt. Das kann man als Spieler richtigstellen oder eben sich grinsend auf die eigene Bank verziehen.

    GWD Minden - HC Erlangen
    Füchse Berlin - TSV Hannover-Burgdorf
    SG Flensburg-Handewitt - TSG Friesenheim
    HSG Wetzlar - MT Melsungen
    Frisch Auf Göppingen - TVB 1898 Stuttgart
    Rhein-Neckar Löwen - SC DHfK Leipzig
    VfL Gummersbach - SC Magdeburg
    Bergischer HC 06 - TBV Lemgo
    THW Kiel - SG BBM Bietigheim

    01. Rhein-Neckar Löwen

    Wenn man ehrlich ist sind die Rhein-Neckar Löwen auf dem Weg zur dritten deutschen Meisterschaft in Folge vergangene Saison nur an sich selbst gescheitert. Da die Mannschaft im Kern weiterhin zusammengehalten wurde sind sie diese Saison erneut mein Favorit auf den Titel.

    02. THW Kiel
    03. SC Magdeburg
    04. SG Flensburg-Handewitt
    05. MT Melsungen
    06. Füchse Berlin

    Neuanfang in Kiel, Umbruch in Flensburg und drei weitere Verfolger die vom großen Wurf träumen. Ich erwarte ein spannendes Rennen um die Verfolgerplätze die auf einen neuerlichen Patzer der Rhein-Neckar Löwen hoffen. Kiel, Magdeburg und Berlin mit dem Vorteil "nur" EHF-Pokal spielen zu müssen, MT Melsungen kann sich sogar ganz auf die Liga konzentrieren.

    07. SC DHfK Leipzig
    08. TSV Hannover-Burgdorf
    09. Frisch Auf Göppingen
    10. TBV Lemgo
    11. HSG Wetzlar

    Das "Niemandsland" der Liga. Die Europapokalplätze sind genauso fern wie die Abstiegsplätze und das Ziel dürfte ein Punkteverhätnis >1 sein.

    12. HC Erlangen
    13. GWD Minden
    14. Bergischer HC

    Das "untere Niemandsland" kann sich bei längeren Verletzungspausen oder Niederlagenserien auch im Abstiegskampf wiederfinden.

    15. VfL Gummersbach
    16. TVB 1898 Stuttgart
    17. Die Eulen Ludwigshafen
    18. SG BBM Bietigheim

    Zwei aus vier ... dieselbe Formel wie vergangene Saison.

    SC DHfK Leipzig - TVB 1898 Stuttgart
    MT Melsungen - SC Magdeburg
    Frisch Auf Göppingen - Füchse Berlin
    GWD Minden - SG Flensburg-Handewitt
    Rhein-Neckar Löwen - TBV Lemgo
    HSG Wetzlar - SG BBM Bietigheim
    Bergischer HC - Die Eulen Ludwigshafen
    VfL Gummersbach - TSV Hannover-Burgdorf
    THW Kiel - HC Erlangen

    Zahlen und Quoten sind auch bei einem Torhüter nicht das einzige Kriterium. Ich stelle mal die These auf, dass die Bälle aufs Gummersbacher Tor eine andere Qualität haben als diejenigen die aufs Tor der RNL, Flensburg oder Kiel geworfen werden und die gleiche Quote dann schon schwerer zu erreichen ist.


    Da es hier wohl nur um die Torhüterparaden bzw. -quoten innerhalb der HBL gehen dürfte, sind die auf das Tor werfenden Spieler über die Saison gesehen doch für jeden Torwart dieselben (mit Ausnahme der Spieler der jeweils eigenen Mannschaft.) Wieso sollten also die Würfe aufs Gummersbacher Tor über die gesamte HBL-Saison hinweg gesehen eine anderen Qualität haben als die Würfe aufs Tor der RNL, Flensburg oder Kiel? Wenn überhaupt stellen die letztgenannten Vereine eine wesentlich bessere Abwehr auf die Platte, die bei einem funktionierenden Zusammenspiel dem Torhüter dessen Aufgabe deutlich erleichtert. Da stelle ich mal die These auf, dass es für einen Torhüter in der HBL bei einem Verein der Spitzengruppe mit guter Abwehrarbeit eher leichter ist gute Quoten zu erzielen. Wäre interessant die Quotenentwicklung einzelner Torhüter beim Wechsel zu besser platzierten Vereinen innerhalb der HBL zu analysieren. Das ist sschließlich nicht nur das Ergebnis evtl. besserer Trainingsmethoden sondern eben auch der besseren Abwehr. Zumal bei einem Spitzenverein in der Regel zwei hochklassige Torhüter im Kader stehen, sodass an einem fromschwachen Tag mit entsprechend niedriger Fangquote der Torhüter eher durch seinen Nebenmann ersetzt werden kann.


    Edit: Kurze Stichprobe anhand dreier Torhüter, die in den letzten Jahren gewechselt haben:

    Andreas Wolff
    [table='Saison,Verein,Paraden/Würfe,Quote']
    [*] 2014/15 [*] HSG Wetzlar [*] 330/642 [*] 33,95%
    [*] 2015/16 [*] HSG Wetzlar [*] 340/642 [*] 34,62%
    [*] 2016/17 [*] THW Kiel [*] 280/493 [*] 36,22%
    [*] 2017/18 [*] THW Kiel [*] 178/408 [*] 30,38% [/table]
    Mikael Appelgren
    [table='Saison,Verein,Paraden/Würfe,Quote']
    [*] 2014/15 [*] MT Melsungen [*] 445/919 [*] 32,62%
    [*] 2015/16 [*] Rhein-Neckar Löwen [*] 290/527 [*] 35,50%
    [*] 2016/17 [*] Rhein-Neckar Löwen [*] 275/639 [*] 36,98%
    [*] 2017/18 [*] Rhein-Neckar Löwen [*] 253/435 [*] 36,77% [/table]
    Johan Sjöstrand
    [table='Saison,Verein,Paraden/Würfe,Quote']
    [*] 2014/15 [*] THW Kiel [*] 206/394 [*] 34,33%
    [*] 2015/16 [*] MT Melsungen [*] 268/473 [*] 36,17%
    [*] 2016/17 [*] MT Melsungen [*] 292/666 [*] 30,48%
    [*] 2017/18 [*] MT Melsungen [*] 166/397 [*] 29,48% [/table]
    (alle Daten basieren auf den Saisonstatistiken von http://www.dkb-handball-bundesliga.de)

    Mikael Apelgren hat seit seinem Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen durchweg bessere Quoten als noch zu Zeiten bei der MT Melsungen. Andreas Wolff konnte im ersten Jahr beim THW Kiel ebenfalls 1,5 Prozentpunkte zulegen, fiel allerdings vergangene Saison dann unter das Niveau seiner letzten beiden Spielzeiten in Wetzlar. Johan Sjöstrand hat den umgekehrten Wechsel von einem besser platzierten zu einem schlechter platzierten Verein innnerhalb der HBL vollzogen und dennoch im ersten Jahr nach dem Wechsel zunächst bessere Quoten bei den Paraden erzielt, ist inzwischen aber deutlich unter dem Kieler Niveau.

    Insgesamt ist die Stichprobe zu klein und die Zahl der möglichen Einflussfaktoren zu groß, um eindeutige Schlüsse daraus ableiten zu können.

    Des weiteren erhofft man sich eine erhöhte Inanspruchnahme der Dauerkartenkäufe, da diese nicht von der Preiserhöhung betroffen seinen.


    Um den Dauerkartenverkauf anzukurbeln, hätte man die Preiserhöhing aber frühzeitig ankündigen müssen und nicht erst zwei Wochen vor Saisonstart aufgrund von direkten Nachfragen damit an die Öffentlichkeit gehen.

    Wenn bei einem Aufsteiger der sichere Klassenerhalt nicht als positive Überraschung sondern als erwartbare Saisonleistung empfunden wird, dann wird es wahrlich schwierig werden positiv zu überraschen.

    Wenn dann aber hierdurch letztlich weniger Geld an die Sportler fliesst kommt es doch auf das Gleiche heraus


    Der Unterschied ist, dass beispielsweise kein Kanut für seine individuelle Dopingprobe zur Kasse gebeten wird.

    Der DKV schüttet jedes Jahr die Sponsoreneinnahmen des Verbandes (bzw. wahrscheinlich einen Teil davon) an einen ausgewählten Kreis seiner Mitglieder aus. Da sich die laufenden Kosten des Verbandes dieses Jahr erhöht haben, muss diese Ausschüttung reduziert werden. Wäre plötzlich ein Sponsor abgesprungen, dann hätte dies auf die Athleten denselben Effekt wie die Erhöhung der Kosten für NADA-Kontrollen. Daher sind die Schlagzeilen einmal mehr reißerisch und fehlleitend formuliert.

    ...was im Ergebnis keinen Unterschied macht. Um welchen Betrag geht es dabei eigentlich? Also einmal pro Dopingprobe und dann pro Sportler?


    Der DKV spricht davon, dass 43.000 € aufgebracht werden müssen. Dies wird zum Teil auf die rund 120 Athleten umgelegt, die an der Ausschüttung von Sponsorengeldern des Verbandes partizipieren. Den finanziellen höchsten Einschnitt erfährt der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel, der in diesem Jahr 300 € weniger erhalten wird - wobei leider unerwähnt bleibt welche Summe er vom Verband bekommt.

    Richtig müsste es heißen: Der Deutschen Kanu-Verband (DKV) muss - wie wohl fast alle anderen Sportverbände auch - für die Kosten der Trainings- und Wettkampfkontrollen aufkommen. Diese Kosten haben sich erhöht, der DKV finanziert dies aus Sponsoreneinnahmen von denen daher weniger an die Sportler ausgezahlt werden kann.

    Glückwunsch an Angelique Kerber zu dieser sportlichen Leistung. Anfang des zweiten Satzes hat sie gut gegen die erstarkende Serena Williams gegengehalten und in dieser Phase auch ihre mentale Reife bewiesen.


    Nein....genervt von Leuten wie Dir die jeden Thread OT missbrauchen um gegen Personen e.t.c. zu stänkern die ihnen nicht in den Kram passen

    Und jetzt lass es lieber gut sein sonst werde ich noch deutlicher


    DU beschwerst Dich über Off topic-Beiträge die nichts zum eigentlichen Thema beitragen und Stänkereien gegenüber Dritten? Ernsthaft? :lol::lol::lol:

    Arcosh: wo hast du denn das mit der Schulzeit her? Das wäre ja kurios

    Zitat

    [...] Fifa's executive committee has ratified a proposal from the home nations to change the criteria of which country British players can represent.

    Players with five years of compulsory education in the specified country are now eligible to represent that nation. [...]


    Quelle: BBC
    Die Intention ist, dass die gesellschaftliche Prägung eine ebensowichtige (oder vielleicht sogar wichtigere) Rolle für das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Landesteil spielt wie die Herkunft der Eltern oder gar Großeltern. Der Schulbesuch ist lediglich ein Maß dafür, dass der Spieler in dem jeweiligen Landesteil aufgewachsen und sozialisiert worden ist.

    Ich glaub, Crusty wollte auf die Differenzierung zwischen Engländer, Waliser, Schotte bzw Nordire hinaus. Da es Nationalmannschaften der vier Teile Großbritanniens gibt, stellt sich diese Frage durchaus. Briten sind sie alle, aber wie wird man Schotte oder Engländer? Bestimmt der Akzent die Herkunft? Der Wohnort? Der Geburtsort?


    Spielberechtigt ist ein Spieler für den Teil des Vereinigten Königreichs in dem er, seine Eltern oder seine Großeltern geboren sind oder in dem er mindestens fünf Jahre eine Schule besucht hat. Sollte eines dieser Kriterien für mehrere Landesteile erfüllt sein, dann darf er sich aussuchen für welchen Landesteil er spielen möchte.

    Im Artikel auf Handball-World.com wird - wenn auch leider nur in indirekter Rede - seitens der EHF der Vorgang deutlich relativiert. Da klingt es eher nach der standardgemäßen Überprüfung aller Teilnehmer und keinem speziellen Vorgehen gegenüber den Rhein-Neckar Löwen, wie es zuvor von der Handballwoche dargestellt wurde.

    Zitat

    Zudem findet eine Überprüfung statt. Die EHF bestätigte gegenüber handball-world, dass alle Vereine die entsprechenden Zulassungskriterien für die Teilnahme an der Champions League erfüllen müssten, ohne auf den Einzelfall Rhein-Neckar Löwen einzugehen. Sollten die Rhein-Neckar Löwen - oder ein anderer Verein - die Kriterien, die nicht nur die sportliche Qualifikation betreffen, nicht erfüllen, so würde die Teilnahme verwehrt.

    Quelle: Handball-World