Beiträge von Arcosh

    Starke zweite Halbzeit des THW Kiel. In der Abwehr konnten sie sich deutlich steigern und damit die Spieler von Szeged zunehmend aus ihrem Konzept bringen und reihenweise technische Fehler provozieren. Das ist eine starke Ausgangslage fürs Rückspiel und durchaus ein Argument dafür, dass es im Handball von Vorteil sein kann zuerst in eigener Halle vorzulegen und so Druck auf den Gegner aufzubauen.


    Zur Sky-Übertragung:
    Schade, dass man sich anstelle einer Analyse des Spielgeschehens oft lieber auf das solide Schiedsrichtergespann einschießt. Welche Motivation hat Frank Wenz sich irgendwo in die Zuschauerränge zu setzen, um aus deutlich schlechterem Blickwinkel als die Unparteiischen und ohne Zeitlupe irgendwelche Spielsituation auf Zuruf des Kommentators zu beurteilen? Aufgrund der suggestiven Auswahl der Spielszenen ist er nicht mehr als ein Steigbügelhalter für das Schiedsrichter-Bashing und gibt seinen guten Namen her, damit sich der Kommentator bei seiner einseitigen Stmmungsmache auf die zustimmende Einschätzung eines "Experten" berufen kann. :nein:


    Leuchtturm-Vereine als Zugpferd der nationalen Entwicklung des Handballs:
    In steter Regelmäßigkeit wird u.a. in der Handballecke darüber diskutiert welchen Wert wirtschaftlich dominante Vereine für die Entwicklung des Handballs haben. Ich verstehe, dass es aufgrund abschreckender Beispiele wie Ciudad Real, AG Kopenhagen oder HSV Hamburg eine gesunde Skepsis gegenüber Vereinen gibt, die in Abhängigkeit von einzelnen Mäzenen oder Großsponsoren binnen kurzer Zeit in die europäische Spitze vorstoßen. Aber haben diese Vereine keinerlei nachhaltige Wirkung für die nationalen Ligen - selbst wenn sie nach fünf oder zehn Jahren wieder verschwinden sollten? Ich habe den Eindruck, dass diese Leuchtturm-Projekte sich durchaus positiv auf die nationale Konkurrenz auswirken. Die Leuchtturm-Vereine und ihre Erfolge erzeugen mediale Aufmerksamkeit, die sich in Zuschauer- und Sponsoreninteresse wandelt von dem nicht nur diese Leuchttürme sondern die gesamte Liga profitiert.

    Als Metalurg Skopje in die europäische Spitze vorstieß, da befeuerte dies auch die Entwicklung des ewigen Rivalen Vardar Skopje der nachzog und nun eine der besten Mannschaften Europas stellt. Pick Szeged oder HBC Nantes sind im Schatten der scheinbar unerreichbaren nationalen Leuchttürme MKB Veszprem uns Paris St. Germain selber in die Top10 der europäischen Handballszene vorgestoßen.

    Nur das es keine Termine für 8 zusätzliche Spiele gibt. Sollen die im Juli/August stattfinden (mehr als eins pro Woche könnt es ja bei einheitlichen Spieltagen nicht sein)?


    Zunächst einmal sind es nach der Reform zur Saison 2020/21 durch den Wegfall des Achtelfinales "nur" sechs zusätzliche Spiele.

    Aktuell beginnt die Gruppenphase in der Champions-League Mitte September, d.h. erst einen Monat nach dem Bundesligauftakt und fast der gesamte Dezember ist frei von Champions-League-Spielen. Im neuen Modus werden sich die Teilnehmer daran gewöhnen müssen, dass zwei Spiele pro Woche (je einmal Champions-League und einmal Bundesliga) eher die Regel werden als die Ausnahme.

    Denkbar wäre für mich auch noch, dass die Champions-League-Teilnehmer aus der 1. Runde des DHB-Pokals wieder herausgenommen werden und dafür die Saison im August mit einem Doppelspieltag der Champions-League beginnt. Für die EHF wäre das ein öffentlichkeitswirksamer Auftakt und für die Zuschauer ebenfalls ein attraktiver Start nach der Sommerpause. Die eine Hälfte der Mannschaften spielt Do & Sa und die andere Hälfte spielt Fr & So und die EHF könnte sich an vier aufeinanderfolgenden Tagen mit je sechs Livespielen präsentieren.

    Zu Frau Kettemanns Statement:

    Zitat

    [...]„Unsere Mannschaft hat sich die sportliche Ausgangssituation vor dem nun kommenden Achtelfinale der VELUX EHF Champions League in 14 Gruppenspielen hart erkämpft. Wir werden nicht auf unser Heimrecht im Rückspiel verzichten und planen deshalb mit dem Rückspiel gegen Kielce am 1. April 2018 in der SAP Arena. Ein Rückspiel in Mannheim am Ostersonntag ist für uns nicht nur wirtschaftlich von großer Bedeutung, durch die zahlreichen Bundesligaspiele unter der Woche begrüßen unsere Fans einen familienfreundlichen Spieltermin am Sonntag sehr“, so Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.[...]


    Das in 14 Gruppenspiele erarbeitet Heimrecht im Rückspiel ist der Mannschaft und dem Verein also wichtiger als die in 14 Gruppenspiele erarbeitete gute Ausgangslage für das Erreichen des Viertelfinales? Interessant auch, dass sie glaubt den Fans sei eine Ansetzung zu familienfreundlicher Zeit wichtiger als ein Spiel mit sportlicher Relevanz und dem möglichen erfolgreichen Abschneiden ihrer favorisierten Mannschaft.

    Zitat

    [...]„Wir haben vor der Saison zugesichert, das ARD-Livespiel in Kiel am 24.3. zu spielen und stehen hier zu unserem Wort.[...]


    Dann kann man leider nur sagen: "Selber Schuld". Die Rhein-Neckar Löwen stellen die wirtschaftliche Bedeutung der Liveübertraung in der ARD über den sportlichen Erfolg der Mannschaft und machen damit die in 14 Gruppenspielen erarbeitete Ausgangslage ihrer Spieler zunichte. Im ganzen Statement findet sich keine selbstkritische Äußerungen dazu, dass man mit der Zusage dieses Bundesligaspiel am 24.03. auszutragen sehenden Auges in diese Problematik hineingerannt ist, keine Hauch der Kritik an mangelnder Mitarbeit der ARD, die hier wie eine Monstranz des deutschen Bundesligahandballs empor gehoben wird. Wäre der Vereine nicht ebenso seinen Spielern, seinen Sponsoren und seinen Fans gegenüber in der Pflicht das bestmögliche sportliche Abschneiden der Mannschaft zu ermöglichen? Machen zwei oder drei Live-Übertragungen mit Beteiligung der Rhein-Neckar-Löwen die ARD zu einem wichtigeren Partner des Vereins als die treuen Fans die zu Champions-League-Auswärtsspielen in ganz Europa mitgereits sind und nun um die realisitsche Chance auf ein Viertelfinale oder gar die Final4-Teilnahme ihrer Mannschaft gebracht werden? Oder die Spieler, die monatelang enorme körperliche Beslastungen auf sich genommen haben für die Chance um den höchsten Vereinstitel Europas mitzuspielen? Das gegebene "Wort" gegenüber der ARD steht über alledem?


    Ich kann die Kritik vestehen, dass es schwierig ist zu planen, wenn die EHF Champions-League für ihre Spiele potentiell den Zeitraum von Donnerstag bis Sonntag blockt. Es wäre sicherlich zielführender, wenn zwar Donnerstag bis Sonntag der Rahmenzeitraum ist, aber jede Mannschaft zu Saisonbeginn zwei Wochentage benennt in denen sie in Absprache mit den nationalen Ligen und den lokalen TV-Sendern ihre Champions-League-Heimspiele austragen wird. Das EHF-Statement, dass die deutschen Vereine ihre Heimpiele zukünftig Mittwochs und Donnerstags austragen werden, geht auch in diese Richtung und in der Praxis ist es so, dass jeder Verein seine bevorzugten Heimspieltage hat und dies die gegnerischen Vereine auch wissen.

    Das hätte allerdings an der aktuellen Situation nicht geändert. Dem Gastgeber obliegt zunächst das Recht die Termine für die Heimspiele frei zu wählen. Dass die nicht-deutschen Champions-League-Teilnehmer ihre Heimspiele vorwiegend am Wochenende terminieren ist bekannt und daher war absehbar, dass es am 24./25.03.2018 zu dieser Terminkonfrontation kommen würde. Zu vermeiden gewesen wäre dies nur durch ein inner-deutsches Achtelfinale, durch eine Platzierung bei der die deutsche Mannschaft im Hinspiel zunächst zuhause hätte antreten müssen oder eben dadurch, dass man sich nicht auf die Bundesliga-Ansetzung am 24.03 eingelassen hätte. Die beiden ersteren Punkte sind letztendich (durch die durchaus positiven Platzierungen der Bundesligavereine) nicht eingetreten und bei letzterem Punkt müssen sich die HBL und die Bundesligavereine an die eigene Nase fassen.


    Im Fußball gibt es auf jeden Fall diese Probleme nicht. Dienstag/Mittwoch CL, Donnerstag Euro Leauge und von Freitag bis Montag haben die nationalen Ligen ihre Spiele, wobei die Ligaverbände jeweils drauf achten das eine Mannschaft die Donnerstag gespielt hat nicht Samstag spielen muss oder eine die Sonntag spielt nicht zwei Tage später in der CL ran soll. Über den Fußball gibt es sicherlich vieles zu sagen was Korruption angeht, aber die Abläufe der Termine funktionieren und zwar weil alle an einem Strang ziehen.


    ... und weil Fußballstadien terminlich nahezu uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Das ist ein entscheidener Unterschied zu den Multifunktions-Arenen, die eine wesentlich höhere Auslastung benötigen um wirtschaftlich erfolgreich sein zu können.

    Zumal Platz 5 doch für den EHF Pokal sicherlich auch reichen würde.


    Falls der HSG Wetzlar oder dem SC Magdeburg im Pokal-Halbfinale eine Überraschung gelingt, dann wäre es nichts mit Platz 5 für die EHF-Pokalqualifikation ... auch wenn nch die vagen Hoffnungen in bezug auf einen deutschen Sieg im EHF-Pokal 2017/18 oder evtl. Wild cards blieben.

    Paul Jonas:
    Ein Sieg hätte für Wisla Plock Punktgleichheit bedeutet, aber selbst dann wäre der direkte Vergleich zu Gunsten der Schweden ausgegangen. Das Tor zum Sieg hätte daher für Wisla Plock am Ausscheiden nichts geändert.


    Gruppe A:
    1. Vardar Skopje
    -----------------------------------
    2. HBC Nantes / FC Barcelona
    3. FC Barcelona / HBC Nantes
    4. Rhein-Neckar Löwen
    5. Pick Szeged
    6. IFK Kristianstad
    -----------------------------------
    7. Wisla Plock
    8. RK Zagreb


    Gruppe B:
    1. Paris Saint-Germain
    -----------------------------------
    2. Veszprem
    3. SG Flensburg-Handewitt
    4. KS Kielce / THW Kiel
    5. THW Kiel / KS Kielce
    6. Meshkov Brest
    -----------------------------------
    7. RK Celje
    8. Aalborg


    Achtelfinale:
    Vardar Skopje -> direkt fürs Viertelfinale qualifiziert
    Pick Szeged - KS Kielce / THW KieL

    Paris Saint-Germain -> direkt fürs Viertelfinale qualifiziert
    THW Kiel / KS Kielce - Rhein-Neckar Löwen

    Montpellier HB - HBC Nantes / FC Barcelona
    IFK Kristianstad - SG Flensburg-Handewitt

    Skjern Handbold - Veszprem
    Meshkov Brest - FC Barcelona / HBC Nantes


    Barcelona sollte heute gegen Szeged alles auf Sieg setzen, denn der Weg über Montpellier und Flensburg/Kristianstad zum Final4 nach Köln erscheint um einiges einfacher als ein mögliches Viertelfinale gegen Veszprem. Flensburg wird hingegen sicherlich auf ein französisches Achtelfinale hoffen aus dem sich dann der mögliche Viertelfinalgegner der Norddeutschen ergäbe. Für den THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen erscheint in dieser Konstellation Köln weit weg. Sie können an einem guten Tag jede Mannschaft Europas besiegen, aber das müsste schon in Hin- und Rückspiel gegen die aktuelle besten Mannschaften Europas gelingen.

    In den ersten zwanzig Minuten hat der VfL Gummersbach das Spiel mit indiskutablem Offensivhandball weggeworfen. Die Erlanger Abwehr musste bloß auf die technischen Fehler warten und konnte lockere Gegenstöße laufen. Der 0:6-Lauf von 3:2 auf 3:8 hat das Spiel vorentschieden und dem VfL Gummersbach fehlte der letzte Wille dies noch umzubiegen. Daher war die vermeidbare Niederlage folgerichtig und das Ärgern über eine schwache Schiedsrichterleistung erträglich. Mit solchem Handball wird man weder Zuschauer noch Sponsoren anlocken und darüber sollte die Mannschaft sich Gedanken machen.

    Reviersport.de:
    Roman Steuer, verantwortlich für den Sport bei Sky, wünscht sich einen Westverein in der Handball-Bundesliga – und spricht über Kritik an Fußballkommentatoren und verlorengegangene Rechte.

    Zitat

    [...] Mit Handball haben wir eine ganz großartige Sportart ins Haus geholt. Neben der Champions League übertragen wir alle 306 Bundesligaspiele live - dazu 40 Konferenzen, was es so im Handball noch nie gab. Wir gehen da voran - mit einem hohen Maß an Exklusivität, anders als bei der Formel 1.

    Und wie wird das angenommen?
    Wir müssen das aufbauen. Auch nicht jedes Fußballspiel funktioniert so gut wie Bayern gegen Dortmund. Unser reichweitenstärkstes Spiel der Hinrunde war Berlin gegen Flensburg, das haben 80.000 Zuschauer geguckt. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, an unserem besten Tag hatten wir 120.000 Zuschauer in der Konferenz. Wir bauen da die zweite große Mannschaftssportart in Deutschland nach und nach weiter aus. Und ich bedaure sehr, dass Deutschland bei der Europameisterschaft nicht so weit gekommen ist, weil das wieder auf die Sportart eingezahlt hätte. Und wissen Sie, was uns noch fehlt?

    Was?
    Ein richtiger Westverein wie früher der Tusem in Essen. Das würde uns gut zu Gesicht stehen, auch mit so einer Stadt im Hintergrund. Oder eine Herrenmannschaft von Borussia Dortmund. Borussia Dortmund Handball würde, glaube ich, funktionieren. Im Norden erleben wir es schon, bei Kiel oder Flensburg: Wenn die ein Auswärtsspiel in der Champions League haben, sind die Sky-Bars voll. Im Westen sind wir noch etwas unterrepräsentiert.

    In diesem Fall hätte eine transparente Offenlegung dieser Provisionsvereinbarung nicht geschadet. Denken wir zurück an den Januar 2017 als wenige Tage vor WM-Beginn urplötzlich die DKB ein Streamingportal erschuf. Damals war der O-Ton:

    Zitat

    "Wir sind überglücklich, dass wir den Handball nun den Fans hierzulande zeigen können", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning der Deutschen Presse-Agentur. "Das war die allerletzte Hoffnung, und mein persönlicher Dank gilt allen, die die letzten Tage und Nächte so hart gearbeitet haben."

    [...]

    Dass bei der DKB gesagt wurde, "wir retten den Handball", ist vor allem finanziell alles andere als selbstverständlich", betonte Hanning.

    Quelle: http://handball-world.com


    Abgesehen davon, dass in der Zwischenzeit bekannt geworden ist, dass diese Lösung keine spontane Rettungsaktion war, sondern von längerer Hand geplant, frage ich mich bei diesen blumigen Worten nun ob da wirklich der ehrenamtliche DHB-Vizepräsident Bob Hanning sprach oder vielleicht doch der mit bis zu 200.000€ pro Jahr allimentierte DKB-Markenbeauftragte Bob Hanning. Es ist im Prinzip dieselbe Problematik wie mit der Ämterhäufung zwischen HBL und DHB - nur dass es in diesem Fall ums liebe Geld geht.

    Was für ein einmaliges Wochenende für das deutsche Eishockey. Ich glaube es ist nicht zu negativ, wenn ich sage, dass sowohl die Kanadier als auch die Russen individuell und vorallem läuferisch den deutschen Spielern überlegen waren. Aber die deutsche Mannschaft hat dies durch kampfbereitschaft, mannschaftliche geschlossenheit und Siegeswille wundebar kompensiert. Die Tore waren allesamt wunderbar herausgespielt. Gegen Kanada konnten sie sogar zwei Drittel das Spielgeschehen dominieren, ehe sie vielleicht die 5-minütige Überzahl zu leichtfertig ungenutzt gelassen haben und dann im Schlussdrittel ins Schwimmen gerieten und sich mit Mühe zur Schlusssirene retten konnten.

    Im Finale wollten die Russen offensichtlich früh für klare Verhältnisse sorgen und schossen im ersten Drittel aus allen Positionen - aber ohne Erfolg (zumindest bis 0,5 Sekunden vor der Pause). Aber mit dem wunderbar herausgespielten Ausgleichstor wendete sich das Blatt und das Finale wurde zum offenen Schlagabtausch. Am besten hat es wohl der Kommentar meines russischen Sitznachbarn zum Ende des zweiten Drittels zusammengefasst: "Where do these guys in yellow come from?" (entsprechenden Dialekt bitte hinzudenken) Tragischerweise entschied er sich beim Stand von 2:3, 2:11 min vor dem Ende und Unterzahl Russland dafür die Halle vorzeitig zu verlassen. Zum Abschied gratulierte er mir sogar noch zum verdienten Erfolg der Deutschen. Ich wünschte er hätte Recht behalten. Aber wie wir alle wissen ging der russische Trainer volles Risiko und wurde belohnt. Nichtsdestotrotz hat die DEB-Auswahl tolles Eishockey gespielt und in Gangneung die Zuschauer (inklusive zahlreicher deutscher Olympioniken) begeistert.

    SC Magdeburg - Frisch Auf Göppingen
    (Das ist so ein typisches Spiel, in dem Göppingen für einen Leistungs-Ausreißer nach oben und Magdeburg für ein Fiasko gut sind.)
    Füchse Berlin - SC DHfK Leipzig
    HC Erlangen - GWD Minden
    TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel
    TV 05/07 Hüttenberg - SG Flensburg-Handewitt
    MT Melsungen - TBV Lemgo
    HSG Wetzlar - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    TSG Friesenheim - TVB 1898 Stuttgart
    Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach

    Auswärts Hannover, Magdeburg, Leipzig ... zu Hause Melsungen und RNL.
    Da kann es auch mit Platz 5 knapp werden


    Zumal gilt:


    Zunächst einmal muss also Platz 4 für die sichere Europapokalteilnahme erreicht werden.

    Nach der Heimniederlage gegen Wetzlar steht der Der THW Kiel mit dem Rücken zur Wand und mit Blick auf den Spielplan im Februar / März wird in den nächsten Wochen wohlmöglich bereits eine Vorentscheidung fallen.

    18.02.2018 Aalborg Handbold - THW Kiel
    22.02.2018 TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel
    24.02.2018 THW Kiel - KS Kielce
    01.03.2018 THW Kiel - MT Melsungen
    04.03.2018 Paris St. Germain - THW Kiel
    11.03.2018 SC Magdeburg - THW Kiel

    Mit Ausnahme von Aalborg sind das alles Gegner gegen die der THW Kiel seine volle Leistung abrufen muss um punkten zu können - und selbst gegen die Dänen reichte es im Hinspiel nur zu einem Zittersieg. Meiner Meinung nach täten Alfred Gislason und seine Mannschaft gut daran, die Spiele in der Champions-League gegen Kielce und Paris mehr oder weniger abzuschenken, um sich auf die Bundesliga und die Restchance auf eine erneute Europapokalqualifikation zu konzentrieren. In der Champions-League sind sie bereits fürs Achtelfinale qualifiziert und an ihrer Platzierung in der Gruppe wird sich ohnehin nicht mehr viel ändern.

    Ein weiterer souveräner Auftritt von Hannover-Burgdorf, die mit zwei 7-Tore-Siegen gegen Minden und in Stuttgart gut aus der EM-Pause zurückgekehrt sind. Das war das dreizehnte Spiel ohne Niederlage in Folge. Diese eindrucksvolle Serie begann mit dem Pokalsieg im Achtelfinale gegen den THW Kiel und nun steht in der Bundesliga das Wiedersehen bevor. Falls die Hannoveraner zuhause gegen den schwächelnden Rekordmeister gewinnen sollten, würde ihr Vorsprung auf die Zebras in der Tabelle auf sechs Punkte anwachsen und die Europapokalchancen an der Förde auf ein Minimum sinken.

    Und genau so macht Sport Spaß!
    EMOTIONEN


    Für Emotionen brauche ich aber keinen Animateur am Mikrofon. Wenn der Kommentator meint es braucht bewusst Stimmungsmache zugunsten einer Mannschaft bis hin zur bewussten Falschbeurteilung von Entscheidungen auf dem Feld, dann ist da ähnlich sinnvoll und geistreich wie laugh trackls bei Sitcoms.

    Donnerstag der 15.02. ist berits der Ausweichtermin für die Mannschaften, die am Wochenende 17./18.02. in den europäöischen Wettbewerben antreten müssen. Das Prolem in diesem Fall ist, dass Lugi Lund ihr EHF-Pokal-Heimspiel gegen Berlin auf Donnerstag den 15.05 teminiert haben, während die Rhein-Neckar Löwen in der Champions-League am Sonntag 18.02. IFK Kristianstad empfangen. Wieso Lund am Donnerstag spielen will und /oder wieso die Löwen ihr Champions-League-Spiel nicht ebenfalls auf Donnerstag verlegen wollten oder konnten, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Füchse Berlin sehe ich als Gastverein im EHF-Pokalspiel jedenfalls nicht in der Position diese Terminchaos beeinflussen zu können.

    Das Problem ist, dass es im DHB-Bereich und CL, WM, EM usw. genau anders gemacht wird (bei der EM wieder zigfach gesehen). Da zählt der Zeitpunkt des Legens/Abgebens der grünen Karte. Kenne jetzt nicht den Wortlaut der Bestimmungen da, aber es wird so gemacht, was ich bei neutralem Kampfgericht ja auch nachvollziehen kann.


    Inwiefern soll denn da der Zeitpunkt des Ablegens der Karte gelten? Beziehungsweise kennst Du einen konkreten Fall aus CL, WM oder EM bei dem trotz Ballverlust zwischen Ablegen der Karte und Pfiff des Zeitnehmers das TeamTimeOut gewährt wurde? Aufgrund des geschulten Personals bei diesen Spielen ist in der Regel die zeitliche Distanz zwischen Legen der grünen karte und dem Pfiff zur Spielunterbrchung sehr gering, aber eine andere Regelauslegung - entgegen der geltenden internationalen Handballregeln - wäre mir neu.