Die kontroverse Personalie Bob sehe ich erst mal im größeren Zusammenhang und der ist für mich, dass er den Staub und die Spinnenweben, die sich nach der Brand-Ära und der Post-Brand-Ära zentimeterdick über den DHB gelegt hatten, mal etwas weggepustet hat und dafür sogar seinen Clubtrainer geopfert hat, mit dem Ergebnis, dass Leute wie du jetzt möglichst eine Titelverteidigung fordern, von einem Titel, den uns dieser "Knilch" erst eingebrockt hat.
Die Legende vom "Opfern des eigenen Vereinstrainers" wird munter weitergetragen. Fakt ist, dass Bob Hanning die Federführung bei der Auswahl des neuen Bundestrainers übernommen hatte und nach zwei Monaten keinen anderen Trainer präsentieren konnte oder wollte als Dagur Sigurdsson. Bob Hanning, selber großer Kritiker der Gummersbacher Seilschaften, stand 2014 deutlich in der Kritik wegen der Berlinisierung des DHB. Die Nachwuchssichtung hatte er u.a. mit dem Rookie Cup bereits auf Berlin fokussiert und nach der Amtsübernahme beim DHB umgehend Berlin zum Spielort der DHB-Auswahl bei der WM 2019 erklärt. Hätte er damals direkt Dagur Sigurdsson, der von Anfang an zusammen mit Ljubomir Vranjes der aussichtsreichste Kandidat war, für den Posten des Bundestrainers vorgeschlagen, so wäre der Gegenwind aus der HBL noch um einiges stärker gewesen, weil jeder gesehen hätte, dass schlicht Gummersbacher Kumpeleien gegen Berliner ausgewechselt wurden. Stattdessen schuf Medienprofi Hans Robert Hanning die Mär vom Opfern des eigenen Vereinstrainers zum Wohle Handball-Deutschlands ...