Beiträge von Arcosh

    Ich bin auch der Ansicht, dass es bei Florian Baumgärtner noch (!) nicht für 60 Minuten alleine im rechten Rückraum reicht. Aber man sollte auch die Entwicklung sehen, die er vollzogen hat seit er vor zwei jahren aus Spanien kam. Da finde ich "nicht bundesligatauglich" die falsche Bewertung bzw. Einschätzung. Ich bin überzeugt, dass er seinen Weg machen wird, wenn er kontinuierlich Spielanteile im Wechsel mit einem erfahrenen Linkshänder im Rückraum haben wird.

    zumindest machen die Schiedsrichter noch deutlich weniger Fehler als die beiden Mannschaften...


    Made my day :lol::lol::lol: .... ich warte noch auf den Tag, an dem die Schiedsrichter in der Bundesliga nach einer einheitlichen Linie pfeifen. Allein die gravierenden Unterschiede wie heute beim passivem Spiel oder Nicht-freigeben des Balles sind enorm und machen die Partien für die Spieler phasenweise zum Roulette. :nein:


    Heute hat sich der siebte Feldspieler in den Schlussminuten leider als Fehler erwiesen. Im Angriff konnte dadurch kein Vorteil herausgespielt werden und in der Konsequenz gab es drei Gegentreffer ins verwaiste Tor. Gefühlt wäre heute mehr drin (und auch ein Punkt verdient) gewesen. Der Positionsangriff des VfL Gummersbach gewinnt weiter an Tempo, Moritz Preuss wird gut in Szene gesetzt bzw. arbeitet stark am Kreis und die Mannschaft schaltet schnell von Abwehr auf Angriff und läuft viele Konter für einfache Tore. Entscheidend für die Niederlage war, dass nach wie vor die Fehlerquote im Passspiel und im Torabschluss zu hoch ist und hinten raus aufgrund der vielen Verletzten die Kräfte eventuell ausgehen - wodurch dann wiederum die Fehlerquote steigt.

    Auf Seiten des VfL Gummersbach müssen natürlich die beiden Siebenmeter verwandelt werden.

    Der Bruch im Angriffsspiel kam leider nach dem unverständlicherweise abgepfiffenen verwandelten Konter zum 8:10 und der obendrein aus der Fehlentscheidung resultierende Unterzahl. Aber die Zeitstrafen scheinen auf beiden Seiten recht konzeptlos verteilt zu werden und haben das Spiel zerfahren und chaotisch gemacht.

    Zwischen den ersten drei Spielen des VfL Gummersbach konnte man eine Weiterentwicklung der Mannschaft erkennen. Aus Einzelaktionen im Spiel gegen Wetzlar wurden Schritt für Schritt geordnete Angriffsformationen. Essentiell dabei war und ist Carsten Lichtlein als starker Rückhalt, der Fehler seiner Vorderleute korrigiert. Das ist enorm wichtig für eine neu zusammengestellte Mannschaft. Sie müssen im Kopf nicht ständig die Angst haben bei einem Fehlwurf oder Ballverlust sofort ein Gegntor zu kassieren und so einem immer höheren Rückstand hinterherzulaufen. Diese Sicherheit befreit das Angriffsspiel, das mit jeder Trainingseinheit und jeder Spielminute unter Wettkampfbedingungen besser werden wird. Insbesondere am Beispiel Florian Baumgärtner und Marko Matic wurde das in den ersten drei Spielen sehr deutlich. Noch ist der VfL Gummersbach weit entfernt davon Mannschaften des oberen Mittelfeldes ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können, aber wenn die Tagesform stimmt bzw. der Gegner sich zuviele Fehler erlaubt, dann werden sie ihre Chance bekommen und hoffentlich nutzen.

    Zudem gefällt mir, dass Dirk Beuchler offensichtlich die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft gut einschätzen kann. So verzichtet er aufgrund des noch zu fehlerbehafteten Angriffsspiels konsequent auf den zusätzlichen Feldspieler in Unterzahl. Erst als letztes Mittel setzte er dies in Melsungen ein und wurde dort beinahe noch mit einem Punkt belohnt.


    Ich lehne mich wohl nicht zu sehr aus dem fenster, wenn ich sage, dass das heutige Spiel wahrscheinlich auf der Torhüterposition entschieden werden wird.

    Dann kannst Du im nächsten Schritt gerne noch darüber nachdenken, ob Dein Erwiderung auf Capitanos Aussage: "Am liebsten alles umsonst haben wollen." überhaupt Sinn macht. Er hat nicht geschrieben, dass das frei empfangbare, unverschlüsselte Fernsehen (FreeTV) in Deutschland kostenfrei sei. Es geht nicht darum, ob für den Fernsehempfang ein Rundfunkbeitrag zu bezahlen ist, sondern darum, dass in Deutschland offensichtlich weite Teile der Bevölkerung nicht bereit sind für eine Mehrleistung auch etwas zu bezahlen. Deutschland ist im europäischen Vergleich das Schlaraffenland des FreeTV.

    Auch hier noch mal zum Lesen:

    HBL VERLIERT IN FRANKREICH AN PRÄSENZ
    Die Präsenz des HBL-Handballs in Frankreich gehört lt. mediasportif.fr zu den Kollateralschäden des neuen TV-Vertrages mit SKY.
    Die neuen Anwurfzeiten haben die HBL in Kollision mit wichtigen Handball-TV-Rechten des bisherigen französischen TV-Partners BeIN Sports gebracht (französische Handball-Liga und Handball-CL). BeIN Sports hat in Konsequenz den TV-Vertrag nicht verlängert.
    Dazu sind im Rahmen des neuen TV-Vertrages die Streams der HBL von der ehftv.com-Plattform genommen worden – und die Free-TV-Spiele von SPORT1 sind natürlich auch weg. Damit ist die HBL derzeit komplett aus Frankreich verschwunden.

    Sonntags, 21:30, Sky Sport News, Zusammenfassung des Spieltages, warum beginnt man 21:30 ?
    21:45 wäre doch sinnvoller, oder?


    In der franzözsischen Liga ist diese Saison ausschließlich Mittwochabend um 20 Uhr als regulärer Spielterminsowie vorgesehen. Einzelne Topspiel werden am Donnerstagabend um 20:45 Uhr ausgetragen. (Nicht besonders fan- bzw. familienfreundliche Anwurfzeiten) Von daher hätte es wohl ohnehin Überschneidungen in beiden Ligen gegeben - und ob dies allein der Grund für die Nichtverlängerung des Vertrages mit der HBL ist, ist offen. Ebenso stehen ein Rückzug bzw. eine deutiche Reduktion der Handballübertragungen bei BeIN Sports im Raum.

    Ja, zu DDR- Zeiten spielten wir sogar 11:00 Uhr. Aber: 11:00 heißt 13:00 Uhr fertig, ideal für ein sich anschließendes Mittagsmahl in der Kneipe.


    Sind die Lebenrhythmen in Magdeburg so eingefahren, dass ein- bis zweimal im Monat eine Abweichung der Essenszeiten um 2 Stunden eine unüberwindbare Hürde darstellt. Man kann sich natürlich über Veränderungen, die man selber überhaupt nicht beeinflussen kann, beklagen ... oder man ist offen für Neues und versucht dies als Chance zu sehen. In Gummersbach gibt es an den sonntäglichen Heimspieltagen in der benachbarten Gastronomie von 10 bis 13 Uhr ein VfL-Frühstück. Ausschlafen, frühstücken, Spiel schauen und anschließend den Rest des Sonntags genießen.

    Rhein-Neckar Löwen - GWD Minden
    SC Magdeburg - Füchse Berlin
    HSG Wetzlar - TV 05/07 Hüttenberg
    HC Erlangen - VfL Gummersbach
    MT Melsungen - THW Kiel
    TuS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf
    TSG Friesenheim - TBV Lemgo
    SC DHfK Leipzig - SG Flensburg-Handewitt
    Frisch Auf Göppingen - TVB 1898 Stuttgart

    THW Kiel - SC Magdeburg
    VfL Gummersbach - Frisch Auf Göppingen
    TV 05/07 Hüttenberg - MT Melsungen
    TBV Lemgo - SC DHfK Leipzig
    TVB 1898 Stuttgart - HC Erlangen
    SG Flensburg-Handewitt - Rhein-Neckar Löwen
    Füchse Berlin - TSG Friesenheim
    GWD Minden - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    TSV Hannover-Burgdorf - HSG Wetzlar

    Ich bin gespannt wie sich der VfL Gummersbach heute Abend präsentieren wird. Ich hoffe darauf, dass bereits erste Fortschritte im Angriffsspiel - insbesondere in der Abstimmung untereinander - zu erkennen sind. Zu Punkten in Kassel wird es wahrscheinlich nicht reichen.

    Marc, denkst du, dass sich ein Zhukov, Matic etc genauso den Arsch für den Verein aufreißen werden (gerade in schwierigen Phasen), wie es Kühn oder Ernst getan haben? Ich bezweifle dies.


    Was - außer der Nationalität - ist die Grundlage deiner Einschätzung, dass sich Stanislav Zhukov nicht ebenso den Arsch für den VfL Gummersbach aufreßen wird wie es vergangene Saison Julius Kühn getan hat? Das ist keine Frage der Nationalität sondern der persönlichen Einstellung und des Charakters. Kennst du die genannten Spieler so gut, dass Du bereits jetzt ihre charakterliche Eignung und Leistungsbereitschaft in ihrem Beruf als Profihandballer beurteilen kannst? Julius Kühn hatte vor seinem Wechsel ins Oberbergische ebensowenig Identitfikation mit dem VfL Gummersbach wie Stanislav Zhukov vor seiner Vertragsunterzeichnung. Spieler wie Goran Stojanovic oder Drago Vukovic haben sich auch ohne deutschen Pass Jahre lang den Arsch für den VfL Gummersbach aufgerissen, während z.B. ein Steffen Fäth kaum einem Gummersbacher Fan als Beispiel für Leistungsbereitschaft in Erinnerung geblieben sein dürfte.

    Quoten:
    Konferenz: 50.000 Free TV, 20.000 Pay TV
    Topspiel: 40.000 (Pay TV)
    Talk: 10.000 (Free TV)


    Klassische Quotenangaben sind in diesen Nischenbereichen nahezu ohne Werte - insbesonde wenn sie ohne Angaben zu Varianz oder Standardabweichung veröffentlicht werden.

    Zur Verdeutlichung: Das GfK-Panel umfasst 5.000 Haushalte mit 10.500 Menschen, die die ca. 72 Mio. deutschen Fernsehzuschauer ab 3 Jahren repräsentieren sollen. Das bedeutet jeder Panel-Teilnehmer repräsentiert ca. 6800 Fernsehzuschauer. Daher ergibt sich auch, dass die Einschaltquoten in Vielfachen von 5000 angegeben werden.

    Kleine Rechenbeispiele:

    • Familie Müller (Vater, Mutter, 2 Kinder) hat zuhause eine GfK-Messbox, mit der ihr Sehverhalten erfasst wird. Am vergangenen Sonntagmorgen kehren die vier aus dem Sommerurlaub zurück. Aufgrund des Rückreiseverkehrs und den Staus auf den Autobahnen sind die vier erst gegen 13 Uhr zuhause. Als handballbegeisterte Familie setzen sich die vier direkt nach Ankunft zuhause vor den Fernseher, schalten die Handball-Bundesliga-Konferenz ein und können noch die zweiten Halbzeiten der Auftaktspiele am Sonntagmittag anschauen. Falls sonst niemand aus dem GfK-Panel die Handball-Übertragungen eingeschaltet hätte, ergäbe sich als Zuschauerzahl in der Spitze 20.000 Zuschauer und im Mittel 10.000 Zuschauer für diie HBL-Konferenz.
    • Herr Meier - ebenfalls im GfK-Panel - ist begeisterter Handball-Fan, der bei Sky kein Spiel verpassen will, aber gleichzeitig eine Dauerkarte für die Rhein-Neckar Löwen besitzt. Bei allen Heimspielen seines Lieblingsvereins ist er live in der Halle und wenn die Mannschaft auswärts spielt fiebert er vor dem Fernseher mit. Daraus ergibt sich, dass an Spieltagen an denen die Rhein-Neckar Löwen kein Heimspiel bestreiten die Zuschauerzahlen um 5.000 Zuschauer höher angegeben werden als an Tagen mit Löwen-Heimspiel.


    Fazit:
    Wenn am Sonnatgabend in der ARD der Tatort läuft und die GfK mit ihrem Panel 8,26 Mio. Zuschauer vor den Fernsehern errechnet ist es statistisch vernachlässigbar, ob Familie Müller noch im Auto sitzt, Herr Meier beim Heimspiel seines Lieblingsvereins ist oder Frau Schmitt gerade mit dem Hund Gassi geht. Aber wenn sich nur eine Handvoll Telnehmer des GfK-Panels vor den Fernseher verirrt um Handball zu sehen, sind die statistichen Schwankungen in der Größenordnung des Messergebnisses und dieses somit nahezu ohne Aussagekraft und -wert.


    Das verdient war eher auf das Management des VfL bezogen, da ihre Transfers nicht besonders förderlich für den deutschen Handball sind und für mich keinen attraktiven Handball symbolisieren. Um ehrlich zu sein, kann ich jeden Fan verstehen, der sich deswegen abwenden, weil es ihn nicht die Bohne interessiert, wie ein Matic oder Zhukov Handball spielen.


    Wow ... eine halbwegs sportlich basierte Einschätzung hätte mich zwar auf Grund des frühen Saisonzeitpunktes schmunzeln lassen, aber diese unsägliche Begründung lässt mich nur noch den Kopf schütteln. Mal abgesehen davon, dass es nicht die primäre Aufgabe eines Profihandballvereins ist den deutschen Handball zu fördern, ist dieser Vorwurf auch vollkommen aus der Luft gegriffen. Lediglich sechs Spieler im Kader des VfL Gummersbach haben keine deutsche Staatsbürgerschaft. Da wirst du wenige Erstligisten finden, die mehr deutsche Spieler in ihrem 16er Kader aufweisen können. Zudem haben Spieler wie Simon Ernst und Julius Kühn als Spieler des VfL Gummersbach in der Nationalmannschaft debütiert.

    Mit einer Niederlage gegen Wetzlar musste man rechnen und kann ich leben, aber dass die Mannschaft nach 45 Minuten das Spielen einstellt und sich hängen lässt ist gerade zum Saisonauftakt vor eigenem Publikum nicht hinnehmbar. Die Abwehrleistung war passabel, aber im Angriff waren die Baustellen deutlich sichtbar. Es fehlt noch das Verständnis für die Laufwege der Mitspieler. Dementsprechend statisch agiert der Rückraum, kann so nur selten Lücken reißen und das Spiel über Außen (seit Jahren eine Problemzone beim VfL) und über den Kreis findet kaum statt. Ziel kann es nur sein schnell mehr Spielpraxis zu sammeln, an den offensichtlichen Schwachstellen zu arbeiten und hofffentlich bald gute Ergebnisse und Punkte fürs Selbstvertrauen zu sammeln.

    Auf der Gegenseite lief bei der HSG Wetzlar fast alles über Kohlbacher, der einerseits von der VfL-Abwehr nie wirklich in den Griff bekommen wurde aber andererseits auch einen ordentlich Bonus seitens der Schiedsrichter genoss. Das Kreisläuferspiel ist das Prunkstück der HSG, aber aus dem Rückraum selbst kommt meines Erachtens zu wenig, als dass Wetzlar die Europapokalplätze wird angreifen können.