Beiträge von Arcosh

    So macht die Handball-Saison gleich von Beginn an Spaß. Ein ansehnliches und kämpferisches Spiel vor ordentlicher Kulisse. Stuttgart hat die eigenen Stärken ausgespielt und ist mannschaftlich geschlossen aufgetreten. Von allen Positionen ging Torgefahr aus. Der Kader der MT Melsungen ließt sich auf dem Papier gut, aber es braucht nunmal Zeit bis eine Mannschaft wirklich eingespielt ist. EInen Angriff auf die ersten drei Tabellenplätze erwarte ich daher erst in der kommenden Saison (bzw. ab der Rückrunde).


    Die Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit richtig schlecht. Das nicht gegebene Tor von Kraus war schon eine krasse Fehlentscheidung. Glaube Kretzschmar wird auch die Hände über seinen Kopf zusammen geschlagen haben, denn in fast jedem zweiten Angriff in der zweiten Halbzeit monierte er die Entscheidungen.


    Naja, Kretzschmar würde ich nicht unbedingt als das Maß für die Beurteilung von Fehlentscheidungen ansehen. In der Vergangenheit haben seine Einschätzungen regelmäßig eher auf der "Spielerbrille" als auf dem Regelheft beruht. Seine erste Reaktion gestern bei der lehrbuchreifen Zeitstrafe gegen Timm Schneider für das Stoßen in der Luft gegen Michael Kraus war auch völliges Unverständnis. Leider färbt eine solche dauerhafte Kommentierung unterschwellig auch auf de Zuschauer ab - insbesondere wenn sie selber nicht regelfest genug sind, um die Situation selber richtig beurteilen zu können.

    TSG Friesenheim - Frisch Auf Göppingen
    TVB 1898 Stuttgart - MT Melsungen
    SG Flensburg-Handewitt - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    VfL Gummersbach - HSG Wetzlar
    SC Magdeburg - TV 05/07 Hüttenberg
    GWD Minden - SC DHfK Leipzig
    TBV Lemgo - Rhein-Neckar Löwen
    THW Kiel - TSV Hannover-Burgdorf
    Füchse Berlin - HC Erlangen

    Die engsten Spiele erwarte bzw. erhoffe ich mir in Minden und Gummersbach.

    Mit Mirko Alilovic (aufgrund seiner Erfahrung in meinen Augen gleichwertig mit einem Andrea Wolff) und Roland Mikler hat Veszprem ein sehr gutes Torhüter-Gesapnn. Beide sind Anfang 30 und können noch gut und gerne drei bis vier Jahre auf höchstem Niveau spielen. Alilovics Vertrag läuft bis 2018 und Miklers bis 2019. Wozu also soviel Geld verpulvern und obendrein einen Unruhepol verpflichten, der sicherlich auch in Veszprem nicht zufrieden wäre als Nr. 2 hinter Publikumsliebling und fast schon handballerischer Nationalheld Mirko Alilovic. Dann lieber mi Vorlauf einen ablösefreien Torwart ab 2019 verpflichten.

    Klingt nach eher nach Marktwert hochtreiben und Bauchpinseln der gekränkten Torwartseele durch seinen Berater.

    In der Tat ist es eine einfache Methode jetzt die (möglichen) Fehlverpflichtungen nur den ausgeschiedenen Personen anzulasten. Aber da sind auch die medizinische Abteilung, der neue Trainer und auch der Beirat involviert.

    Kein Ruhmesblatt so über ausgeschiedenes Personal zu reden.


    Wahre Worte. In Gummersbach gibt es (zu) viele die bei den Entscheidungen mitreden oder gar über den Kopf der operativ zuständigen Personen hinweg Entscheidungen treffen, die letztere dann nach Außen hin verkaufen bzw. die Kritik dafür einstecken müssen. So kommt immer wieder unnötig Unruhe in den Verein - wie man auch immer an den Reaktionen von Zuschauern und Fans sehen und lesen kann.


    Bzgl. Florain Baumgärtner:
    Der junge Mann ist erst 22 Jahre alt und hat zwei Spielzeiten Bundesligaluft geschnuppert, aber einige User meinen ihm bereits jetzt jegliche Erstligatauglichkeit absprechen zu können. Es gab auch in Gummersbach schon international erfahrene Spieler im besten Handballeralter, die zwei Jahre brauchten ehe sie sich an das Niveau der Bundesliga gewöhnt hatten und zu Leistungsträgern im Trikot des VfL wurden. Aber ein 22jähriger soll auf Anhieb funktionieren?

    Habe das gerade eben auch bei der Facebookseite der Vikings gelesen... Das ist natürlich sehr dreist und wirklich eine Frechheit gegenüber Wilhelmshaven und Aurich.

    Darf das so überhaupt gemacht werden? Das sehe ich schon als Benachteiligung an. Was können diese beiden Vereine dafür, dass die Vikings insgesamt nicht genug Karten verkauft bekommen?


    Nach meiner Interpretation der Durchführungsbestimmungen sollte der Verkauf von Tickets für ein einzelnes Spiel am Samstag nicht zulässig sein. In der Richtlinie für die Durchführung von Spielen des DHB-Pokals heißt es:

    Zitat

    31. Die Eintrittspreise für die 1. Pokalrunde (= Turnierticket) haben mindestens zu betragen:

    [table='1,2,3'] Sitzplatz [*] 20,00 € Erwachsene [*] 15,00 € Schüler bis 14 Jahre [*] Stehplatz [*] 15,00 € Erwachsene [*] 10,00 € Schüler bis 14 Jahre [/table]
    In der 1. Pokalrunde können pro Turniertag auch Einzeltickets zum Mindestpreis von 12,00 € (Erwachsene) bzw. 8,00 € (Schüler bis 14 Jahre) verkauft werden.


    Ich verstehe das als "Einzeltickets für einen Turniertag" und nicht "Einzeltickets für ein Spiel", aber die Formulierung lässt durchaus Interpretationsspielraum zu. Im Zweifelsfall sollten die übrigen Vereine einfach Beschwerde einlegen und Verlangen, dass die Rhein-Vikings bei der Turnierabrechnung für die verkauften "Abendtickets" den vollen Preis der Tageskarten für Samstag berechnen müssen.


    Wie war denn die offizielle Zuschauerzahl? Am Livestream konnte man die Kienbaum-Tribüne ja nicht sehen. Ich denke, dass viele VfL-Fans ein Testspiel zwischen den RNL und Skopje nicht interessiert und für ein Testspiel mit VfL-Beteiligung sind die Preise zu hoch.

    EDIT: Oberberg-Aktuell schreibt, dass die Kienbaum-Tribüne gar nicht ausgezogen wurde und die Zuschauerzahl lag wohl bei 1500 bis 1200 (je nach Spiel).


    Offizielle Zuschauerzahlen habe ich in der Halle nicht gehört, aber die Einschätzung bei Oberberg-aktuell könnte passen. Heute war die Halle ein wenig besser besucht.

    Die Preise bewegten sich pro Turniertag auf dem Niveau eines Bundesligaspiels. Das ist angesichts des Testspielcharakters und zwei zu bezahlenden Tagen recht hoch gegriffen. Insbesondere ist diese Preispolitik in Kombination mit der geringen Werbung im Vorfeld nicht geeignet neue Zuschauer für den VfL Gummersbach zu gewinnen. Für die Stammzuschauer war es ein tolles Ereignis drei der derzeit weltbesten Vereinsmannschaften hautnah erleben zu dürfen - aber ob das ursprünglich der Anspruch des Vereins war?

    Ein ordentlicher Auftritt des VfL Gummersbach gegen einen Gegner der diese Spielzeit nicht das Maß für die Oberbergischen ist. In der ersten Halbzeit stand die Abwehr sehr solide. Im Angriff fehlt noch der Feinschliff im Zusammenspiel - insbesondere mit dem Kreis. Dass dann angesichts der sich abzeichnende Niederlage und nur zehn gesunden Spielern im Kader gegen Ende der Einsatz sank ist nachvollziehbar. Für den VfL Gummersbach ist es wichtig, dass die Verletzten schnell wieder zur Mannschaft stoßen. Noch ist Zeit bis zum Saisonstart.

    Es ist schön, dass der VfL Gummersbach bzw. Frank Flatten dieses hochklassige Turnier auf die Beine gestellt haben, aber ich sehe darin keinerlei Gradmesser für die bevorstehende Spielzeit.

    Da verwechselst du Ursache und Wirkung.

    Falsch: Weil die Sender es zeigen, gucken die Leute das.

    Richtig: Die Sender senden das, weil es die Leute sehen wollen.

    Samstagsabends beim ZDF und Sonntagabend beim Tatort mag das noch halbwegs gelten, dass die Leute aus Gewohnheit gucken, was ihnen vorgesetzt wird. Aber nicht tagsüber und auch nicht beim Sport.


    Du glaubst ernsthaft, dass z.B. Biathlon auf Sport1 noch 500.000 Zuschauer erreichen würde?

    In Slowenien und Mazedonien war es diese Saison auch so, dass die SEHA-Teilnehmer erst in den Play-Offs in die nationalen Ligen eingestiegen sind. Das heißt aber nicht, dass sich dieses Model auf die deutsche Bundesliga übertragen lässt in der das Erreichen der ersten Plätze für die Topteams eben kein Selbstläufer ist, sondern sportlich erarbeitet werden muss und wo sich eine Reihe anderer Vereine berechtigte Hoffnungen machen in die oberste Tabellenregion vorzudringen.

    Das einzzige Druckmittel seitens Kiel, Flensburg oder den Rhein-Neckar Löwen wäre es der HBL mit einem Austritt und kompletten Wechsel in eine Europaliga zu drohen. Aber wären sie wirklich bereit diesen evtl. nicht mehr umkehrbaren Schritt zu wagen?

    Viellicht kommt das Thema "Playoffs" in der Bundesliga wieder in die Diskussion, so dass man die deutschen Teams der Europaliga erst in den Playoffs antreten lässt. Dann wäre das Thema der weiteren Belastung vom Tisch.


    Was sollte die übrigen 35 (bzw. dann wohl 33) HBL-Mitglieder dazu veranlassen für dieses Konstrukt zu stimmen? Weniger Heimspiele gegen attraktive Gegner, die sich parallel außerhalb der HBL eine goldene Nase verdienen wollen und obendrein eine Sonderbahndlung durch sportliche Bevorzugung erhalten sollen.

    Eine echte Europaliga mit den besten Vereinsmannschaften des Kontinents im Ligamodus hätte sportlich sicherlich einen Reiz. Aber wären die deutschen Topclubs bereit dazu beispielweise die nationale Liga zu verlassen?

    @Lord Helmchen & actionjackson
    Ich äiußere mich hier im Forum zu diversen Vereinen,Wettbewerben und weiteren Handballthemen und selten führt dabei meine Vorliebe für den VfL Gummersbach meine Hand beim Schreiben. Aber es ist natürlich einfacher Beiträge mit "Hater" oder gequälter Traditionsseele abzutun als sich inhaltlich mit ihnen auseinanderzusetzen.

    Es ist noch keine zwei Jahre her, da habe ich beim VfL Gummersbach kritisiert, dass nach der erfolgreichen Hinrunde bei den Oberbergern das Saisonziel in der Außendarstellung nicht angehoben wurde. Stattdessen ließ man sich für das zur Saisonhälfte Erreichte feiern und vermittelte damit der Mannschaft "mehr als das aktuelle müsst ihr nicht leisten". Wenig überraschend ging es in der Rückrunde noch zwei oder drei Plätze in der Tabelle runter. Profi-Handball ist Leistungssport und die Leistungsfähigkeit entscheidet sich nicht zuletzt im Kopf. Geforderte Saisonziele sollten realistisch, aber immer auch ambitioniert sein, denn nur so wird sich eine Mannschaft weiterentwickeln. Als Sechter der Vorsaison dann davon zu sprechen, dass zunächst einmal Platz 16 abgesichert werden soll, entspricht in meinen Augen nicht dem Leistungsgedanken oder irgendeinem brennenden Feuer. Es kann natürlich sein, dass man bei der HSG Wetzlar damit zufrieden ist immer wieder nach Talenten zu suchen, sie weiterzuentwickeln und dann an die Konkurrenz zu verlieren ohne je selber den nächsten Schritt in der Entwicklung des Vereins zu machen. Dann darf das Saisonziel gerne "Klassenerhelt" lauten.

    Wer sich keine ambitionierten Ziele setzt und stattdessen mit dem Minimalsten zufrieden ist, der wird auch nichts höheres Erreichen. Deshalb bleibt Wetzlar die graue Maus der Liga und Hereticus wird nächstes Jahr verkünden können, dass die HSG Wetzlar den Rekord als Verein, der am längsten ununterbrochen in der Bundesliga spielt ohne sich dabei jemals für einen Europapokal qualifiziert zu haben auf stolze 20 Jahre ausgebaut hat. Ein Rekord für die Ewigkeit. Hoch lebe Kai Wandschneider!

    Alle drei deutschen Teilnehmer wurden für die dritte Runde gesetzt und müssen somit erst Mitte November in den Wettbewerb einsteigen.

    Die in der Champions-League trotz Startrecht nicht berücksichtigten OCI Lions müssen hingegen schon in der zweiten Runde antreten.

    roegelchen
    Natürlich willst DU die Vikings sehen. Aber du bistauch nicht die Zielgruppe dieses Marketingcoups.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen. Zur Saisoneröffnung den THW Kiel nach Düsseldorf zu holen, ist der bestmögliche Gegner um Zuschauer in die Halle zu holen. Aber man darf wohl einen Blick über den tellerrand werfen und hinterfragen, ob dieses einzelne, in der Lokalpresse sicherlich stark beachtete Ereignis ausreichen wird, um die Düsseldorfer dauerhaft ins Castello zu locken. Die Rhein Vikings hat große Ziele, aber ich prognostiziere das wird nur funktionieren, wenn man einen Zuschauerschnitt über die gesamte Saison von mindestens 1000 Zuschauern erreicht.

    Neuss benötigt die Zuschauer um die Mannschaft sportlich zu pushen, um den potentiellen Sponsoren zu zeigen, dass es sich in Düsseldorf lohnt beim Handball zu investieren und natürlich wegen der Zuschauereinnahmen zur Deckung der Unkosten einer solchen Halle. Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass Handball in Düsseldorf einen schweren Stand hat - erst Recht falls es sich zu Zweitliga-Abstiegshandball entwickeln sollte - und die "alten" Anhänger aus Neuss allein werden nicht reichen.

    Natürlich nicht. Aber genau dazu wird Geld in die Hand genommen und der THW Kiel als renommierter Gast mit bekannten Namen und Gesichtern eingeladen, damit am Ende des Tages 2000-3000 handballaffine aus dem Raum Niederrhein etwas mit den HC Rhein Vikings assoziieren können. Mit dem Weg, den der Verein eingeschlagen hat, hast Du genau eine Chance in Düsseldorf Fuß zu fassen ... sonst verschwinden sie wieder in der Versenkung der Amateurligen. Organisches Wachstum war nicht gewollt, also braucht es den THW Kiel.

    Alternativ hätte man versuchen können einen namhaften (aktiven) Handballer aus der Region für die Mannschaft zu verpflichten - aber da Florian Kehrmann seinen Job in Lemgo behalten durfte ... ;)

    Das Zuschauerinteresse ist nicht schlecht, wenn man berücksichtigt, dass das Spiel an einem Donnerstag stattfinden wird und die Zuschauer ebensogut eine Woche später und 35km südlicher den THW Kiel gegen den FC Barcelona spielen sehen könnten.