Beiträge von Arcosh

    Zahlen und Quoten sind auch bei einem Torhüter nicht das einzige Kriterium. Ich stelle mal die These auf, dass die Bälle aufs Gummersbacher Tor eine andere Qualität haben als diejenigen die aufs Tor der RNL, Flensburg oder Kiel geworfen werden und die gleiche Quote dann schon schwerer zu erreichen ist.


    Da es hier wohl nur um die Torhüterparaden bzw. -quoten innerhalb der HBL gehen dürfte, sind die auf das Tor werfenden Spieler über die Saison gesehen doch für jeden Torwart dieselben (mit Ausnahme der Spieler der jeweils eigenen Mannschaft.) Wieso sollten also die Würfe aufs Gummersbacher Tor über die gesamte HBL-Saison hinweg gesehen eine anderen Qualität haben als die Würfe aufs Tor der RNL, Flensburg oder Kiel? Wenn überhaupt stellen die letztgenannten Vereine eine wesentlich bessere Abwehr auf die Platte, die bei einem funktionierenden Zusammenspiel dem Torhüter dessen Aufgabe deutlich erleichtert. Da stelle ich mal die These auf, dass es für einen Torhüter in der HBL bei einem Verein der Spitzengruppe mit guter Abwehrarbeit eher leichter ist gute Quoten zu erzielen. Wäre interessant die Quotenentwicklung einzelner Torhüter beim Wechsel zu besser platzierten Vereinen innerhalb der HBL zu analysieren. Das ist sschließlich nicht nur das Ergebnis evtl. besserer Trainingsmethoden sondern eben auch der besseren Abwehr. Zumal bei einem Spitzenverein in der Regel zwei hochklassige Torhüter im Kader stehen, sodass an einem fromschwachen Tag mit entsprechend niedriger Fangquote der Torhüter eher durch seinen Nebenmann ersetzt werden kann.


    Edit: Kurze Stichprobe anhand dreier Torhüter, die in den letzten Jahren gewechselt haben:

    Andreas Wolff
    [table='Saison,Verein,Paraden/Würfe,Quote']
    [*] 2014/15 [*] HSG Wetzlar [*] 330/642 [*] 33,95%
    [*] 2015/16 [*] HSG Wetzlar [*] 340/642 [*] 34,62%
    [*] 2016/17 [*] THW Kiel [*] 280/493 [*] 36,22%
    [*] 2017/18 [*] THW Kiel [*] 178/408 [*] 30,38% [/table]
    Mikael Appelgren
    [table='Saison,Verein,Paraden/Würfe,Quote']
    [*] 2014/15 [*] MT Melsungen [*] 445/919 [*] 32,62%
    [*] 2015/16 [*] Rhein-Neckar Löwen [*] 290/527 [*] 35,50%
    [*] 2016/17 [*] Rhein-Neckar Löwen [*] 275/639 [*] 36,98%
    [*] 2017/18 [*] Rhein-Neckar Löwen [*] 253/435 [*] 36,77% [/table]
    Johan Sjöstrand
    [table='Saison,Verein,Paraden/Würfe,Quote']
    [*] 2014/15 [*] THW Kiel [*] 206/394 [*] 34,33%
    [*] 2015/16 [*] MT Melsungen [*] 268/473 [*] 36,17%
    [*] 2016/17 [*] MT Melsungen [*] 292/666 [*] 30,48%
    [*] 2017/18 [*] MT Melsungen [*] 166/397 [*] 29,48% [/table]
    (alle Daten basieren auf den Saisonstatistiken von http://www.dkb-handball-bundesliga.de)

    Mikael Apelgren hat seit seinem Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen durchweg bessere Quoten als noch zu Zeiten bei der MT Melsungen. Andreas Wolff konnte im ersten Jahr beim THW Kiel ebenfalls 1,5 Prozentpunkte zulegen, fiel allerdings vergangene Saison dann unter das Niveau seiner letzten beiden Spielzeiten in Wetzlar. Johan Sjöstrand hat den umgekehrten Wechsel von einem besser platzierten zu einem schlechter platzierten Verein innnerhalb der HBL vollzogen und dennoch im ersten Jahr nach dem Wechsel zunächst bessere Quoten bei den Paraden erzielt, ist inzwischen aber deutlich unter dem Kieler Niveau.

    Insgesamt ist die Stichprobe zu klein und die Zahl der möglichen Einflussfaktoren zu groß, um eindeutige Schlüsse daraus ableiten zu können.

    Des weiteren erhofft man sich eine erhöhte Inanspruchnahme der Dauerkartenkäufe, da diese nicht von der Preiserhöhung betroffen seinen.


    Um den Dauerkartenverkauf anzukurbeln, hätte man die Preiserhöhing aber frühzeitig ankündigen müssen und nicht erst zwei Wochen vor Saisonstart aufgrund von direkten Nachfragen damit an die Öffentlichkeit gehen.

    Wenn bei einem Aufsteiger der sichere Klassenerhalt nicht als positive Überraschung sondern als erwartbare Saisonleistung empfunden wird, dann wird es wahrlich schwierig werden positiv zu überraschen.

    Wenn dann aber hierdurch letztlich weniger Geld an die Sportler fliesst kommt es doch auf das Gleiche heraus


    Der Unterschied ist, dass beispielsweise kein Kanut für seine individuelle Dopingprobe zur Kasse gebeten wird.

    Der DKV schüttet jedes Jahr die Sponsoreneinnahmen des Verbandes (bzw. wahrscheinlich einen Teil davon) an einen ausgewählten Kreis seiner Mitglieder aus. Da sich die laufenden Kosten des Verbandes dieses Jahr erhöht haben, muss diese Ausschüttung reduziert werden. Wäre plötzlich ein Sponsor abgesprungen, dann hätte dies auf die Athleten denselben Effekt wie die Erhöhung der Kosten für NADA-Kontrollen. Daher sind die Schlagzeilen einmal mehr reißerisch und fehlleitend formuliert.

    ...was im Ergebnis keinen Unterschied macht. Um welchen Betrag geht es dabei eigentlich? Also einmal pro Dopingprobe und dann pro Sportler?


    Der DKV spricht davon, dass 43.000 € aufgebracht werden müssen. Dies wird zum Teil auf die rund 120 Athleten umgelegt, die an der Ausschüttung von Sponsorengeldern des Verbandes partizipieren. Den finanziellen höchsten Einschnitt erfährt der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel, der in diesem Jahr 300 € weniger erhalten wird - wobei leider unerwähnt bleibt welche Summe er vom Verband bekommt.

    Richtig müsste es heißen: Der Deutschen Kanu-Verband (DKV) muss - wie wohl fast alle anderen Sportverbände auch - für die Kosten der Trainings- und Wettkampfkontrollen aufkommen. Diese Kosten haben sich erhöht, der DKV finanziert dies aus Sponsoreneinnahmen von denen daher weniger an die Sportler ausgezahlt werden kann.

    Glückwunsch an Angelique Kerber zu dieser sportlichen Leistung. Anfang des zweiten Satzes hat sie gut gegen die erstarkende Serena Williams gegengehalten und in dieser Phase auch ihre mentale Reife bewiesen.


    Nein....genervt von Leuten wie Dir die jeden Thread OT missbrauchen um gegen Personen e.t.c. zu stänkern die ihnen nicht in den Kram passen

    Und jetzt lass es lieber gut sein sonst werde ich noch deutlicher


    DU beschwerst Dich über Off topic-Beiträge die nichts zum eigentlichen Thema beitragen und Stänkereien gegenüber Dritten? Ernsthaft? :lol::lol::lol:

    Arcosh: wo hast du denn das mit der Schulzeit her? Das wäre ja kurios

    Zitat

    [...] Fifa's executive committee has ratified a proposal from the home nations to change the criteria of which country British players can represent.

    Players with five years of compulsory education in the specified country are now eligible to represent that nation. [...]


    Quelle: BBC
    Die Intention ist, dass die gesellschaftliche Prägung eine ebensowichtige (oder vielleicht sogar wichtigere) Rolle für das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Landesteil spielt wie die Herkunft der Eltern oder gar Großeltern. Der Schulbesuch ist lediglich ein Maß dafür, dass der Spieler in dem jeweiligen Landesteil aufgewachsen und sozialisiert worden ist.

    Ich glaub, Crusty wollte auf die Differenzierung zwischen Engländer, Waliser, Schotte bzw Nordire hinaus. Da es Nationalmannschaften der vier Teile Großbritanniens gibt, stellt sich diese Frage durchaus. Briten sind sie alle, aber wie wird man Schotte oder Engländer? Bestimmt der Akzent die Herkunft? Der Wohnort? Der Geburtsort?


    Spielberechtigt ist ein Spieler für den Teil des Vereinigten Königreichs in dem er, seine Eltern oder seine Großeltern geboren sind oder in dem er mindestens fünf Jahre eine Schule besucht hat. Sollte eines dieser Kriterien für mehrere Landesteile erfüllt sein, dann darf er sich aussuchen für welchen Landesteil er spielen möchte.

    Im Artikel auf Handball-World.com wird - wenn auch leider nur in indirekter Rede - seitens der EHF der Vorgang deutlich relativiert. Da klingt es eher nach der standardgemäßen Überprüfung aller Teilnehmer und keinem speziellen Vorgehen gegenüber den Rhein-Neckar Löwen, wie es zuvor von der Handballwoche dargestellt wurde.

    Zitat

    Zudem findet eine Überprüfung statt. Die EHF bestätigte gegenüber handball-world, dass alle Vereine die entsprechenden Zulassungskriterien für die Teilnahme an der Champions League erfüllen müssten, ohne auf den Einzelfall Rhein-Neckar Löwen einzugehen. Sollten die Rhein-Neckar Löwen - oder ein anderer Verein - die Kriterien, die nicht nur die sportliche Qualifikation betreffen, nicht erfüllen, so würde die Teilnahme verwehrt.

    Quelle: Handball-World

    Die EHF Regulations für die Champions League sind ein wenig schwammig bzw. interpretierbar formuliert.

    Zitat

    2 Entry conditions

    2.1 Eligibility to enter
    [...]
    2.1.1 Eligibility to enter the VELUX EHF Champions League is limited to the national champions of the EHF Member Federations and, in addition, teams eligible to enter in accordance with a respective EHF decision. The registration of teams can only be made by the National Federation on the basis of the clubs ́ sporting achievement in the last season.

    2.1.2 The participating teams in the VELUX EHF Champions League are determined by the EHF ranking list, which is drawn up prior to each season. According to this ranking list the National Federations ranked 1 to 27 are entitled to participate in the VELUX EHF Champions League with the respective number of teams.

    2.1.3 Nations ranked 1 to 2 in the EHF ranking list shall have the right to enter 2 teams. Nations ranked 3 to 27 in the EHF ranking list shall have the right to enter 1 team.


    Das bedeutet die HBL hat als bestplatzierter Verband im EHF Nationen-Ranking das Recht zwei Vereine in der Champions-League mitspielen zu lassen, aber alle potentiellen Teilnehmer, die keine Landesmeister sind bedürfen gemäß 2.1.1 einer gesonderten Entscheidung seitens der EHF. Ob 2.1.3 bereits allgemein eine solche Entscheidung darstellt oder in jedem Fall eine individuelle Entscheidung über jeden einzelnen Verein gefällt werden muss, ist wohl diskutabel.


    Zitat

    2.2 Participation

    2.2.1 Eligibility to enter the competition
    Eligibility to enter the competition is conditional upon the availability of sports facilities complying with to the Rules of the Game, to the VELUX EHF Champions League Regulations and the respective requirements and Manuals for the VELUX EHF Champions League events. The responsibility for correct and completed documents rests with both the registering club as well as with the Member Federation of the club.

    2.2.2 Registration requirements
    A correct registration of clubs for the VELUX EHF Champions League includes the fulfilment of the respective technical or organisational or administrative requirements.
    Such a correct registration consists of:

    • Correct and fully completed registration documents, which are signed by a person/representative being legally entitled to commit the club (declaration concerning official signing of entitlements to be attached upon request)
    • Presentation of all required information, documents and declarations being due as a part of a correct entry within the deadline stipulated. The registering club together with the National Federation concerned are to be held responsible for the completeness and correctness of the presented documents.
    • A playing hall which is confirmed by the EHF for the VELUX EHF Champions League 2018/19
    • Payment of the deposit of € 25,000,--


    Die Spielhalle der Löwen wäre sicherlich ein Angriffspunkt der EHF. Im entsprechenden Registrierungsformular für die Vereine wird bzgl. der Spielstätte ausgeführt:

    Zitat

    Please indicate the playing hall which is your 1st priority. For cases under special circumstances indicate the playing hall of your 2nd priority. Your registration is only valid if your 1st priority hall is accepted by the EHF.


    Mit den Hallen in Mannheim und Frankfurt sollte die Anforderung zu erfüllen sein, aber eine erneute Ausnahmegenehmigungen für weitere Spielstätten sollten sich die Rhein-Neckar Löwen diesmal wohl nicht erhoffen.


    Zitat

    2.3 Registration system

    The registration for the VELUX EHF Champions League is only valid, if all requested documents, payment, etc. are available at the EHF in due time within the deadline stipulated.

    2.3.1 The teams’ registrations for entry in the VELUX EHF Champions League 2018/19, Code of Conduct and the signed arbitration agreement shall be received by the EHF Office not later than 05 June 2018.


    Der unterzeichnete "Code of Conduct" ist in meinen Augen der realistischere Angrifffspunkt falls die EHF die Rhein-Neckar Löwen wirklich von der Teilnahme an der Champions-League ausschließen wollen würde. Direkt die ersten beiden Punkte dieser Verhaltensregeln lauten:

    Zitat

    1. Clubs shall act and compete in all competitions and events with an honest effort to follow the rules and the spirit of fairness and sportsmanlike conduct. The goal of the competition is to give one’s best effort while displaying honesty, integrity, and sportsmanship.

    2. Clubs shall display courtesy and respect toward the opposing team, the EHF and its officials as well as EHF Partners and other EHF related organizations and persons.


    Es scheint mir nicht abwegig das Verhalten der Rhein-Neckar Löwen im diesjährigen Achtelfinale als Verstoß zu werten. Aber leider habe ich derzeit keinen Zugriff auf die EHF Legal Regulations, aus denen mögliche Sanktionen bei Verstößen gegen den Code of Conduct hervorgehen könnten.


    Ansonsten erinnere ich an die OCI Lions, die trotz Gewinn der nationalen Meisterschaft und einem gemäß Nationen-Ranking sicheren Startplatz für den niederländischen Handballverband von der EHF letzte Saison nicht für die Champions-League zugelassen wurden. Der Aufschrei war aufgrund der internationalen Stellung des niederländischen Handballs recht überschaubar ... aber es zeigt, dass die EHF im Zweifel die Regeln beliebig anpasst bzw. umdeutet.

    In letzter Instanz muss die Wild card für einen Verein vom nationalen Verband bei der EHF beantragt werden. Daraus ließen sich jetzt natürlich interessante Theorien spinnen ... :cool:

    34 clubs apply for a place in the new season

    Von den 27 Verbänden denen gemäß dem EHF Ranking ein fixer Startplatz in der EHF Champions-League zustehen würde, haben nur 20 Landesmeister gemeldet. Die besten Mannschaften aus den Niederlanden (Platz 18 im Ranking), Serbien (19), Island (20), Tschechien (21), Israel (25), Belgien (26) und Österreich (27) haben auf eine Teilnahme verzichtet.

    Da sich 22 Teams mit fixem Startplatz für die kommende Saison registriert haben, bleiben sechs Wild cards für das 28 Mannschaften starke Teilnehmerfeld zu vergeben. Zu den Berwerbern zählen der östereichische Vizemeister Alpla HC Hard (Meister HC Fivers Margareten scheint auf eine Teilnahme zu verzichten) ebenso wie die letztes Jahr übergangenen OCI Lions, die aber diesmal "nur" niederländischer Vizemeister geworden sind und daher auf eine Wild card hoffen müssen. Als nominell bester Verband ohne teilnehmenden Landesmeister (die Niederlande haben sich gegenüber dem Vorjahr von Platz 23 auf Platz 18 verbessert) gäbe es durchaus sportliche Argumente für eine Wild card an die Niederländer ... aber mit Blick auf die übrigen Bewerber mag ich nicht so recht daran glauben.

    Die diesjährigen Finalisten Montpellier HB und HBC Nantes dürften ebenso eine Wild card erhalten wie MKB Veszprem. Damit blieben noch drei Plätze offen und die Bewerber dafür sind u.a. klangvolle Namen wie Wisla Plock, Gorenje Velenje, Bjerringbro-Silkeborg, HC Metalurg oder Füchse Berlin. Bei diesem namhaften Bewerberkreis könnte es trotz Hauptstadt-Flair und Bob Hannings Lobby-Arbeit der EHF leicht fallen bei ihrer Ankündigung zu bleiben keine Wild card an einen Verein aus der HBL zu vergeben.

    Der Wechsel von der Kölner Sporthalle zur Kölnarena war 1998 ein notwendiger Schritt, der aber auch ein großes Loch für den semi-professionellen (Nischen-)Sport in Köln gerissen hat. Die Kölnarena ist schlicht und einfach zu groß und zu teuer für 2.-Liga-Basketball, Tanzsport oder Radsportveranstaltungen. Die Idee eine Multifunktionshalle in Köln zu errichten, die für den Sport die Lücke zwischen Schulsporthallen mit ca. 1500 Plätzen und der Kölnarena sowie für Musik- und Kulturveranstaltungen die Lücke zwischen dem Paladium mit 4000 Stehplätzen zur großen Arena schließt, besteht schon seit vielen Jahren, aber scheiterte meist an fehlenden Investoren und/oder dem Willen der Kölner Stadtverwaltung. Wann immer Pläne für einen Hallenneubau im Kölner Stadtgebiet aufkamen wurde von Seiten der Kölnarena über diverse Medien verbreitet eine weitere Multifunktionarena gefährde die wirtschaftliche Existenz der Kölnarena und so verliefen viele Pläne im Sande. Wünschenswert wäre eine Halle mit ca. 5000 Sitzplätzen bei Sport- und insgesamt 7000 Steh- und Sitzplätzen bei Musikveranstaltungen. Ob diese umsetzbar vermag ich nicht zu beurtilen.

    Das Helios-Gelände als möglicher zentraler Standort ist inzwischen anderweitig verplant. Anbieten würde sich in meinen Augen der Sportpark Müngersdorf mit guter Verkehransbidung und in unmittelbarer Nähe zur Deutschen Sporthochschule.

    Sportlich wieder einmal ein gelungenes Wochenende mit tollem Handball und ausnahmsweise ist mein Wunschfinale zu Stande gekommen! :klatschen:

    Die Plätze inmitten der Fans aus Nantes waren ideal, denn die Fans haben richtig gute Stimmung gemacht. Blockfahne, Blocktrikot, Blaskapelle, ein lila-gelbes Fahnenmeer ... die Fans des HBC Nantes waren eine unerwartete Bereicherung für das Final 4. Selbst nach dem verlorenen Finale ließen sie sich - zurecht - das Feiern nicht verderben. Überhaupt haben für mich überraschend die französischen Fangruppierungen den Fans von Vardar Skopje die Show gestohlen. Die Mazedonier waren bei weitem nicht so zahlreich und lautstark wie moch im vergangenen Jahr. (Evtl. den Kosten geschuldet zwei jahre in Folge nach Köln zu fahren?)

    Das offizielle Show-Programm lässt leider zuletzt von Jahr zu Jahr nach. Klar ist es nicht einfach immer wieder etwas Neues aus dem Hut zu zaubern, aber der Trend teure (?) Musik-Acts zu buchen gefällt mir nicht. Es befeuert einfach nicht die Stimmung in der Halle und wirkt auf mich eher wie ein Bruch im Programmablauf. Das Geld stattdessen wieder in sehenswerte Akrobatik und Showelemente investiert würde mir besser gefallen.


    Abschließend möchte ich nochmal meinen Beitrag aus dem März zitieren:

    Leuchtturm-Vereine als Zugpferd der nationalen Entwicklung des Handballs:
    In steter Regelmäßigkeit wird u.a. in der Handballecke darüber diskutiert welchen Wert wirtschaftlich dominante Vereine für die Entwicklung des Handballs haben. Ich verstehe, dass es aufgrund abschreckender Beispiele wie Ciudad Real, AG Kopenhagen oder HSV Hamburg eine gesunde Skepsis gegenüber Vereinen gibt, die in Abhängigkeit von einzelnen Mäzenen oder Großsponsoren binnen kurzer Zeit in die europäische Spitze vorstoßen. Aber haben diese Vereine keinerlei nachhaltige Wirkung für die nationalen Ligen - selbst wenn sie nach fünf oder zehn Jahren wieder verschwinden sollten? Ich habe den Eindruck, dass diese Leuchtturm-Projekte sich durchaus positiv auf die nationale Konkurrenz auswirken. Die Leuchtturm-Vereine und ihre Erfolge erzeugen mediale Aufmerksamkeit, die sich in Zuschauer- und Sponsoreninteresse wandelt von dem nicht nur diese Leuchttürme sondern die gesamte Liga profitiert.

    Als Metalurg Skopje in die europäische Spitze vorstieß, da befeuerte dies auch die Entwicklung des ewigen Rivalen Vardar Skopje der nachzog und nun eine der besten Mannschaften Europas stellt. Pick Szeged oder HBC Nantes sind im Schatten der scheinbar unerreichbaren nationalen Leuchttürme MKB Veszprem uns Paris St. Germain selber in die Top10 der europäischen Handballszene vorgestoßen.

    Wer hätte das gedacht. Der souveräne Tabellenführer kann drei Spiele in Folge nicht gewinnen und gibt gegen Melsungen überhaupt zum ersten Mal Punkte in eigener Halle ab. In den letzten zweieinhalb Jahren schienen die Rhein-Neckar Löwen genau diese Aussetzer abgelegt zu haben und zu einer Spitzenmannschaft gereift zu sein, aber innerhalb von elf Tagen ging dies verloren. Nun ist der Weg frei für die SG Flensburg-Handewitt, die "nur" noch in Nettelstedt gewinnen muss um dann zuhause gegen Göppingen die Schale holen zu können.