Zwischen den ersten drei Spielen des VfL Gummersbach konnte man eine Weiterentwicklung der Mannschaft erkennen. Aus Einzelaktionen im Spiel gegen Wetzlar wurden Schritt für Schritt geordnete Angriffsformationen. Essentiell dabei war und ist Carsten Lichtlein als starker Rückhalt, der Fehler seiner Vorderleute korrigiert. Das ist enorm wichtig für eine neu zusammengestellte Mannschaft. Sie müssen im Kopf nicht ständig die Angst haben bei einem Fehlwurf oder Ballverlust sofort ein Gegntor zu kassieren und so einem immer höheren Rückstand hinterherzulaufen. Diese Sicherheit befreit das Angriffsspiel, das mit jeder Trainingseinheit und jeder Spielminute unter Wettkampfbedingungen besser werden wird. Insbesondere am Beispiel Florian Baumgärtner und Marko Matic wurde das in den ersten drei Spielen sehr deutlich. Noch ist der VfL Gummersbach weit entfernt davon Mannschaften des oberen Mittelfeldes ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können, aber wenn die Tagesform stimmt bzw. der Gegner sich zuviele Fehler erlaubt, dann werden sie ihre Chance bekommen und hoffentlich nutzen.
Zudem gefällt mir, dass Dirk Beuchler offensichtlich die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft gut einschätzen kann. So verzichtet er aufgrund des noch zu fehlerbehafteten Angriffsspiels konsequent auf den zusätzlichen Feldspieler in Unterzahl. Erst als letztes Mittel setzte er dies in Melsungen ein und wurde dort beinahe noch mit einem Punkt belohnt.
Ich lehne mich wohl nicht zu sehr aus dem fenster, wenn ich sage, dass das heutige Spiel wahrscheinlich auf der Torhüterposition entschieden werden wird.