Beiträge von Arcosh

    Gegen den VfL Gummersbach spricht die sportliche Talfahrt der letzten Wochen und Monate, aber die Oberbergischen haben das mit Abstand leichteste Restprogramm aller Mannschaften und es somit selber in der Hand. Sollten sie nicht wenigstens 20 Punkte erreichen (und das ist schon wirklich niedrig angesetzt), dann wäre dies ein sportlicher Totalausfall. Der TVB Stuttgart hingegen hat fast nur noch dicke Brocken im Spielplan und die direkte Konkurrenz auswärts ... da braucht es einige Überraschungen um überhaupt auf 20 Punkte zu kommen.

    Somit läuft es meiner Meinung nach auf einen Dreikampf zwischen dem TBV Lemgo, dem Bergischen HC und HBW Balingen-Weilstetten hinaus - und da wird es auf jeden Punkt ankommen. Der BHC hat in den letzten Wochen Selbstvertrauen bekommen, Lemgo muss beweisen, dass der Kiel-Coup keine nutzlose Eintagsfliege war und Balingen hat beide direkten Konkurrenten nacheinander vor der Brust.


    Mein Tipp: Balingen wird auf einem Nichtabstiegsplatz in den Juni gehen, aber dann an den letzten beiden Spieltagen sorgenvoll und weitestgehend machtlos nach NRW schauen müssen.

    Rheinland-SR verweist gerne darauf was abseits des nüchternen Regeltextes schlicht übliche Linie der Schiedsrichter innerhalb der Handball-Bundesliga sei (z.B. bei passivem Spiel stets die vollen sechs Pässe abzuwarten ansatt wie im Rahmen der Regel möglich auch mal vorher das passive Spiel abzupfeifen). Nach meiner Erfahrung ist es ebenfalls üblich in der 1. Handball-Bundesliga, dass bereits das Berühren der Torraumlinie von den Schiedsrichtern als Betreten des Torraums ausgelegt wird und im Falle der Verhinderung einer Torchance dann mit einem Strafwurf sanktioniert wird. Von daher eine in der Handball-Bundesliga vollkommen erwartbare Entscheidung der Schiedsrichter.

    Ein kurzweiliges und unterhaltsames Spiel ... auch wenn für mein persönliches Empfinden mehr wert auf Abwehrarbeit gelegt werden dürfte.


    Frage am Rande:
    Für den Spielausgang wohl nicht wirklich entscheidend, aber mit welcher Begründung wird bei einem selbverschuldet fehlerhaft ausgeführten Anwurf Sekunden vor der Halbzeitpause von den Schiedsrichtern die Zeit angehalten und so überhaupt erst die Gelgenheit zum Torerfolg gegeben?

    Texaner:
    Du hast natürlich Recht und ich einen Denkfehler. Wenn der THW Kiel sich über den DHB-Pokal für den EHF-Pokal qualifizieren würde, dann würden natürlich die beiden über die Liga zu vergebenen Europapokalplätze an die Nächstplatzierten, d.h. den Tabellenvierten und -fünften weitergereicht werden.

    Das 1. Halbfinale heute ab 14:30 Uhr wird auch für den SCM interessant: es wird sich entscheiden, ob Platz 5 für die Qualifikation für den EHF-Cup reichen wird.

    Erreicht Leipzig das Finale, greift die Pokal-Qualifikation und der SCM müsste sich anders qualifizieren (Platz 4, EHF-Cup-Sieg, Berliner EHF-Cup-Sieg).

    Aus den Durchführungsbestimmungen zum DHB-Pokal:

    Zitat

    Der Deutsche Pokalsieger nimmt am Europa-Pokal teil, wenn er nicht für die Champions League qualifiziert ist. Der Deutsche Vizepokalsieger nimmt am Europapokal teil, wenn der Deutsche Pokalsieger in der Champions League spielt und der Vizepokalsieger sich nicht für die Champions League qualifiziert hat.


    Im Falle eines Leipziger Sieges wäre klar, dass eine Europapokalplatz an einen der beiden Finalteilnehmer gehen wird. Aber würde im Umkehrschluss ein Sieg des THW Kiel bedeuten, dass der Europapokalplatz an die Liga zurückfällt? Sportlich qualifizieren sich aus der HBL nur der Tabellenerste und -zweite für die EHF Champions-League. Kann eine individuelle vergebene Wild card für den Tabelendritten als "Qualifikation" im Sinne dieser DFO verstanden werden? Wurde das in der Vergangenheit so gehandhabt? Falls nicht ließen sich vom Ausgang des Final Fours noch keine Rückschluss auf die Vergabe der Europapokalplätze ziehen.

    Dieses Jahr ist der Abstiegskampf noch spannend, nächstes Jahr wird es wohl langweiliger werden.


    Bei der aktuellen Tabellenkonstellation wäre auch im Falle von nur zwei Absteigern große Spannung gegeben.

    Geringere Spannung im Absteigskampf erwarte ich vorallem, weil der Zweit- und Drittplatzierte der 2. Bundesliga wohl nicht die Qualität der letztjährigen Aufsteiger HC Erlangen und GWD Minden mitbringen werden ... und selbst dem HSC Coburg wurden aufgrund der strukturellen Voraussetzungen zu Saisonbeginn Chancen auf den klassenerhalt eingeräumt.

    Die höhere Anzahl an Toren in einem Handballspiel im Vergleich zum Fußball macht den Sport schlicht berechenbarer. Ein glücklicher 1:0-Treffer des Underdogs und dann den Rest des Spiels mauern und hoffen funktioniert im Handball nicht. In umserem Sport musst du in Angrff und Abwehr über 60 Minuten auf Augenhöhe agieren um eine Chance auf den Sieg zu haben. In der Fußball-Bundesliga ist der FC Bayern München souveräner Spitzenreiter - trotz zwei Niederlagen und fünf Unentschieden. Mit entsprechender Bilanz im Handball, d.h. 9 Minuspunkten würde man in der HBL nur auf Platz 4 rangieren. RB Leipzig, der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga, wäre auf das Zwei-Punkte-System im Handball übertragen mit 16 Minuspunkten (6 Niederlagen, 4 Unentschieden) in der HBL nicht einmal auf einem Europapokalplatz. Augsburg und Ingolstadt wären mit 22 bzw. 18 Pluspunkte in der HBL keine Abstiegkandidaten. Das verdeutlicht, dass es in der Fußball-Bundesliga viel mehr unerwartete Ergebnisse gibt und daher Erfolg nicht so einfach planbar ist wie im Handball, wo sich meist die spielerische Klasse auf dem Feld durchsetzt und die Punktedifferenz zwischen den Topmannschaften und den Abstiegskandidaten viel weiter aufklafft.

    In der 1. und 2. Bundesliga ist "spielerische Klasse" weitestgehend mit "finanziellen Möglichkeiten" gleichzusetzen. Dazu kommen dann das Scouting, der Trainer, das Mannschaftsgefüge, Verletzungspech und manchmal ein sportliches Momentum. Das ergibt in der Regel am Ende eine Platzierung +/-3 Plätze im Vergleich zur Etatabelle. Insofern ist die Aussage nachvollziehbar und ehrlich als Aufforderung an Sponsoren und Zuschauer. Falls es keinen Rückhalt aus der Region gibt, dann wäre der sportliche Erfolg kaum zu erreichen. Finden sich hingegen Förderer, dann kann ein entsprechender sportlicher Erfolg angekündigt werden ohne sich ganz weit aus dem Fenster zu hängen - auch wenn der Faktor "unerfahrener Neuling in der 2. Bundesliga" nicht unterschätzt werden sollte. Die Aufstiegseuphorie kann schnell verfliegen ...

    TVB 1898 Stuttgart - HSG Wetzlar
    HSC 2000 Coburg - MT Melsungen
    TBV Lemgo - THW Kiel
    Bergischer HC 06 - HC Erlangen
    GWD Minden - HBW Balingen-Weilstetten
    Frisch Auf Göppingen - Rhein-Neckar Löwen
    Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt
    TSV Hannover-Burgdorf - SC Magdeburg
    SC DHfK Leipzig - VfL Gummersbach

    SG Flensburg-Handewitt - HSC 2000 Coburg
    MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf
    HBW Balingen-Weilstetten - Füchse Berlin
    SC Magdeburg - VfL Gummersbach
    HSG Wetzlar - GWD Minden
    HC Erlangen - TBV Lemgo
    Rhein-Neckar Löwen - SC DHfK Leipzig
    THW Kiel - TVB 1898 Stuttgart
    Bergischer HC 06 - Frisch Auf Göppingen

    Wenige Spiele in denen eine Überraschung möglich scheint - am ehesten noch bei den beiden Wundertüten in Kassel.

    Frisch Auf Göppingen hat sich am Wochenende den Gruppensieg und somit die Teilnahme am Final Four gesichert. Damit kommt es im "Viertelfinale" zu drei Partien zwischen Gruppensiegern (mit Heimrecht im Rückspiel) und den drei besten Gruppenzweiten.

    Die Füchse Berlin stehen als Gruppensieger fest und der SC Magdeburg hat es mit dem Spiel beim Verfolger Tatabanya KC selber in der Hand. Für die MT Melsungen hingegen ist die Situation etwas komplizierter. Mit einem Pflichtsieg gegen Cocks stehen sie sicher in der nächsten Runde und müssen dann nach Spanien zum Duell zwischen Helvetia Anaitasuna und Benfica Lissabon blicken. Ein Punktgewinn der Portugiesen würde diese zum Gruppensieger machen. Im Falle eines Heimsieges der Spanier hingegen käme es voraussichtlich zum Dreiervergleich aus dem Melsungen in jedem Fall als Gruppensieger hervorginge. Benfica darf sich eine Niederlage mit bis zu drei Toren erlauben um noch als Gruppenzweiter das Viertelfinale zu erreichen. Ab vier Toren Vorsprung würde Anaitasuna in die K.O.-Phase einziehen. Das verspricht Spannung. ... ein Viertelfinale ohne deutsch-deutsches Duell ist jedenfalls noch möglich.

    Im Kampf gegen den unliebsamen Platz als schlechtester Gruppenzweiter helfen den Gruppe B-Teams aus Granollers und Porto mit derzeit jeweils nur vier Punkten nur hohe Siege am letzten Gruppenspieltag sowie ein günstiges Ergebnisse in Gruppe A, d.h. eine (deutliche) Niederlage von St. Raphael zuhause gegen Berlin. (Eine Niederlage von Melsungen gegen Cocks bei gleichzeitigem Sieg von Benfica in Anaitasuna wär zwar theoretisch auch noch möglich, aber wohl nur theoretisch)

    Wenn dein Gegner sich dem Fair Play verschrieben hat wird er vielleicht auf den Einsatz der beschriebenen Doppelspieler verzichten. Wäre aber die Ausnahme denn wir leben in einer Ellenbogengesellschaft. Fair kommt da unter ferner liefen.

    Ja, das hat mit Fairness nichts zu tun, da kann ich mich Hagi63 nur anschliessen.


    Wieso widerspricht es der Fairness, wenn ein Verein der in Zusammenarbeit mit einer Sportschule offensichtlich exzellente Nachwuhsarbeit leistet, dann in einem Pokalendspiel seine beste Formation einsetzt? Nur weil die Spielerinnen den Gegnerinnen ihrer Generation überlegen sind soll die Mannschaft sic selbst schwächen und wohlmöglich das schwächere Team gewinnen lassen?

    Natürlich soll in der D-Jugend der Gewinn von Titeln nicht an erster Stelle stehen, aber es ist auch Unsinn erfolgreiche Nachwuchsarbeit hier als vermeintlich unfairers Verhalten zu brandmarken. Wenn der Verband einen Pokalwettbewerb ausspielen lässt, dann soll ihn auch die beste Mannschaft gewinnen dürfen.

    Bist Du Dir da so sicher?

    Und was ist, wenn Göppingen nur 2. wird? Dann marschiert Göppingen ins Final 4, 4 Gruppensieger und 2 2. spielen 3 Plätze aus.

    Dieser Modus ist und bleibt eine Farce.


    Sofern Göppingen zu den drei besten Gruppenzweiten gehört, würden den beiden anderen besten Grupenzweiten je ein Gruppensieger zugelost und die beiden verbleibenden Gruppensieger würden gegeneinander spielen. In allen Fällen gilt, dass zwei Mannschaften aus derselben Gruppe im Viertelfinale nicht erneut aufeinandertreffen können.

    Alle Details zum unnötig komplitzierten Modus stehen in den entsprechenden Regularien für den EHF-Pokal 2016/17. Die Varianten der Auslosung fürs Viertelfinale sind unter Punkt 2.8.3 zu finden.

    SPORT1 zeigt definitiv keine 60 Spiele pro Saison im TV!


    @Lelle1605:
    Dank dem Archiv von Handball-im-Fernehen lässt sich diese Aussage leicht nachprüfen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat Sport1 - wenn ich mich nicht verzählt habe) in der Saison 2016/17 38 Spiele der HBL und des DHb-Pokals (inklusive Supercup und Allstar Game) im Free-TV übertragen. Da noch ein Drittel der HBL-Saison sowie die drei Spiele des Final Four ausstehen, scheint die Zahl von 60 Spielen für die laufende Saison realistisch.

    Füchse Berlin - HSG Wetzlar
    VfL Gummersbach - MT Melsungen (von +5 bis -10 ist alles möglich)
    TBV Lemgo - Rhein-Neckar Löwen
    SC Magdeburg - SG Flensburg-Handewitt
    HSC 2000 Coburg - Frisch Auf Göppingen
    SC DHfK Leipzig - HC Erlangen
    TVB 1898 Stuttgart - HBW Balingen-Weilstetten
    TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel
    GWD Minden - Bergischer HC 06


    Und das hast du beschlossen?

    Meinungen äußert man anders...


    Es gibt schlicht keine stichhaltigen Belege, dass sonntags um 12:30 Uhr bundesweit weniger Menschen zum Handball gehen können als bei den aktuellen Anwurfzeiten. Alles was hier boslang diskutiert wird sind subjektive Einzelansichten. Einzelne Zuschauer werden aufgrund der neuen Anwurfzeiten nicht mehr bzw. seltener in die Halle gehen können, andere werden gerade aufgrund dieser geänderten Zeiten in die Halle kommen können. Welche der beiden Gruppen überwiegt lässt sich zum akzuellen Zeitpunkt nicht ernsthaft vorhersagen.


    ... auch nicht mit einer nicht-repräsentativen Forumsumfrage, in der immerhin auch 47% dem Hallenbesuch am Sonntagmittag offen gegenüberstehen. (Endlich zuverlässig feste Termine! Das Konzept gefällt mir!: 30%, 12.30 Uhr sonntags ist ein guter Termin! Sehr familienfreundlich!: 9%, Ist mir völlig egal, wann mein Verein seine Heimspiele austrägt. Ich gehe hin!: 8%)