Beiträge von Arcosh

    Wie zu erwarten war wird dieses Turnier kein Gradmesser für die Rhein-Neckar Löwen. Mit Tempogegenstößen und dem fast durchgehenden Einsatz des siebten Feldspielers wurde heute der TV Hochdorf überrannt. Dennoch gab es viel Lob für den Drittligisten, denn sie spielten mutig und zeigten einen flüssigen Handball mit wenigen technischen Fehlern. Ganz im Gegensatz zum gastgebenden TuS Ferndorf, der sich reihenweise Ballverluste durch technische Fehler erlaubte. Gegen den Oberligisten blieb dies folgenlos, aber morgen gegen die Rhein-Neckar Löwen düften sie unter die Räder kommen.

    Hoffentlich lockt das morgige Finale mehr Zuschauer in die Halle.

    HSG Wetzlar - Füchse Berlin
    Rhein-Neckar Löwen - SC Magdeburg
    SG Flensburg-Handewitt - HC Erlangen
    VfL Gummersbach - HBW Balingen-Weilstetten
    TBV Lemgo - GWD Minden
    Frisch Auf Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf
    SC DHfK Leipzig - Bergischer HC 06
    MT Melsungen - HSC 2000 Coburg
    TVB 1898 Stuttgart - THW Kiel

    @Geige:
    An den "das Beste der 60er und 70er Jahre"-Spruch erinnerte ich mich tatsächlich noch, weil das Vorlesen irgendwelcher Chartplatzierungen einfach zu absurd war. Der Rest war das Resultat eines kurzen Nachhörens im Archiv der Leutzscher Welle. Ob es dem Produkt HBL dient, wenn den Zuschauern am Ende mehr die Schrulligkeit des Kommentators im Gedächtnis bleibt als die interessanten Spielszenen .... ?

    Die geplanten Streams sollen doch unterhalten?


    Ich denke dies ist der entscheidende Punkt in dem unsere Ansichten auseinander gehen. Ich persönlich schaue mir ein Handballspiel nicht an, weil der Kommentator unterhaltsam ist, sondern weil ich das Handballspiel sehen will. Der Kommentator kann das Sehvergnügen durch gehaltvolle und informative Aussagen aufwerten. Aber der Kommentator ist nie der Grund, weshalb ich eine Übertragung ansehe oder nicht ansehe.

    Beim Spiel zwischen DHfK Leipzig und dem VfL Gummersbach unter dem Motto "das Beste der 60er und 70er" konnte der Zuhörer erfahren, wer zu Zeiten der letzten Leipziger Handballerfolge damals die #1 in den deutschen und britischen Musikcharts war und der Kommentator fand seine bewusst sächsische Aussprache der englichsprachigen Titel enorm unterhaltsam. ( :lol: Hihihi :P ) DAS ist natürlich ein enormer Mehrwert für eine Handball-Übertragung gegenüber einem Radio-Kommentator der auf solche Kalauer ("Der Emir von Kurtagic" :lol: Hihihi :P ) verzichtet.

    Grundsätzlich sind die Übertragungen der Leutzscher Welle gut gemacht und eine gesunde Portion Fansein inklusve subjektiver Beurteilung des Spielgeschehens und pauschaler Schiedsrichterschelte ("das sind Berliner und die mögen Sachsen nicht") kann ich entsprechend einordnen. Aber ich sehe dies eben auch nicht als vorbildhaftes Muster für ein mögliches flächendeckendes Streaming-Angebot der HBL.

    Du sagst es: Es gibt keine Quote. Allerdings die Verantwortung der Vereine in der ersten Bundesliga für die deutsche Nationalmannschaft. Aus diesem Grund finde ich solche Formulierungen okay.


    Du sagst es: DU findest diese Formulierung okay, einige andere hier im Thread offensichtlich nicht und genau das ist das Problem mit stark lokal eingefärbten Kommentatoren. Das mag für das Lokalradio funktionieren, aber bei dem hier angedachten ligaweiten Streamingangebot, das die nationale und internationale Vermarktung der HBL voranbringen soll sind die Anforderungen und Erwartungen andere.

    Außerdem unterstellst du, dass keine Recherche zu den Flensburger Spielern gemacht wurden, dass keine anderen Informationen rüberkommen. Da lügst du. Es kommen nämlich genügend andere Informationen rüber, ich wage zu behaupten, dass die Anzahl der Informationen bei den Sendungen auf Sport 1 oder MDR übertroffen werden. Denn der Typ im Audiostream muss quatschen, quatschen, quatschen.


    Erst gründlich lesen, dann darüber nachdenken ... und dann überlegen, ob man jemanden der Lüge bezichtigt. Wo habe ich behauptt, dass keine anderen Informationen rüberkommen? Es geht doch lediglich um die Frage, ob diese eingestreuten und sicherlich lustig gemeinten Kommentare und Wertungen die Qualität des Streams erhöhen.

    Bezüglich deiner Behauptung: Zum Einen ist Quantität nicht mit Quaität gleichzusetzen und zum Anderen diskutieren wir hier doch darüber die Kommentatoren bei Videostreams eninzusetzen.

    Ob Glandorf allerdings als "Quotendeutscher" oder "einziger Spieler mit deutschen Pass auf der Platte" bezeichnet wird - es ist genau der gleiche Sachverhalt, die gleiche Wertung. Ja, die erste Formulierung ist satirisch, polarisierend, reißerisch, doch dadurch bleibt diese Information auch länger in den Köpfen der Zuhörer hängen, da sehe ich wahrlich nichts Falsches und Unprofessionelles dran, zumal die Zuhörer aus Flensburg wissen, woher das Ganze (in diesem Fall vom ersten Fanradio in Deutschland) kommt.


    Es ist eben nicht genau derselbe Sachverhalt. "Quotendeutscher" impliziert, dass Holger Glandorf den Platz im Kader der SG Flensburg-Handewitt nur aufgrund seiner Nationalität erhalten habe. Der Begriff behauptet es gäbe eine Quote zu erfüllen und dafür sei Holger Glandorf in der Mannschaft. Dies ist nicht nur wertend, sondern faktisch falsch.

    Sicherlich kann man über solche albernen Wortspielchen lächeln, aber sie sind in meinen Augen kein Qualitätsmerkmal. Stattdessen könnte man als Kommentator im Vorfeld seriös mit den Spielern der Gastmannschaft beschäftigen und wirklich gehaltvolle Beiträge zu ihnen in den eigenen Kommentar einbauen.

    Was die Regel mit den Verletzungen angeht, bin ich unschlüssig. Klar, Simulanten wird so die Möglichkeit genommen, eine schnelle Mitte zu verhindern. Zu Hochzeiten eines Pascal H. hätte ich mir so eine Regel gewünscht. Aber es gibt auch Nachteile. Ein Spieler bleibt nach Stürmerfoul verletzt liegen. Keine progressive Bestrafung, daher muss er raus, obwohl er echte Schmerzen hat. Bei einem Polen war es meines Erachtens nach gestern so. Oder dass der eine oder andere unfaire Trainer gezielt trainiert, versteckte, schmerzhafte Fouls zu begehen, um Gegenspieler aus dem Verkehr zu ziehen. Und bei den Journalisten muss sich das Regelwerk in Gänze auch noch rumsprechen. Der ZDF-Mann gestern war ja der Meinung, Wiede müsse jetzt drei Angriffe pausieren, dabei hatte der Pole 2min gesehen.


    Das antrainierte, versteckte Foul müsste aber so heftig sein, dass der Gegenspieler nicht mehr selbstständig zur Bank laufen kann, um sich dort behandeln zu lassen. Die Drei-Angriffe-Pause-Regel greift ja nur, wenn der Spieler auf dem Feld behandelt werden muss. Bei derart massivem, vorsätzlichen Körperkontakt traue ich es den Schiedsrichtern zu dies in der Regel zu erkennen und richtig zu beurteilen. Es mag in Einzelfällen zu ungerechten Zwangspausen kommen und natürlich ist es denkbar, dass ein "taktisches Foul" in den letzten Spielminuten gegen den Topspieler des Gegners mal ein Spiel (mit-)entscheidet. Aber ich gehe davon aus, dass dies die absolute Ausnahme bleiben wird und sehe ingesamt eine deutliche Attraktivitätssteigerung durch diese neue Regel.

    Glückwunsch an die Spieler und Betreuer zur Mannschaftsleistung bei diesem Turnier, die mit dem Gewinn der Bronzemedaille belohnt wurde.


    @Graphitteller:
    Sportlich gesehen ist eine Handball-EM meiner Meinung nach anspruchsvoller als ein olympisches Turnier

    Spielplan fürs Viertelfinale:
    Mittwoch, 17. August:
    15.00 Uhr: Brasilien - Frankreich
    18.30 Uhr: Deutschland - Katar
    22.00 Uhr: Dänemark - Slowenien

    Donnerstag, 18. August:
    1.30 Uhr: Kroatien - Polen

    In einem möglichen Halbfinale würde Deutschland auf den Sieger des Spiels zwischen Brasilien und Frankreich treffen.

    @Alter Sack:
    Wieso nicht einfach das Regelwerk des zuständigen Weltverbandes nutzen? Im Reglement für IHF-Wettbewerbe heißt es auf Seite 57:

    Zitat

    Spielerwechsel
    Ein Spielerwechsel kann lediglich gemäß denIOC-Bestimmungen erfolgen. Dabei haben die IOC-Bestimmungen Vorrang.

    Im Allgemeinen können alle Mannschaften eine unbegrenzte Anzahl von Spielern bis Technischen Sitzung auswechseln, wobei jedoch das IOC-Verfahren zur Nachmeldung von Spielern (Late Athlete Replacement Policy) auf jeden Fall zu beachten ist.

    Während des Turniers (nach der Technischen Sitzung) dürfen alle Mannschaften

    • einen Spieler durch einen beliebigen Spieler der "Longlist“ und der provisorischen Meldeliste der IHF (‘Liste der 28 Spieler’) bis zum Viertelfinale auswechseln;
    • einmalig einen Torwart durch einen anderen Torhüter der „Longlist“ und der provisorischen Meldeliste der IHF (‘Liste der 28 Spieler’) bis zum Finale auswechseln;
    • einen beliebigen Spieler durch den “P-alternate athlete“bis zum Finale auswechseln.


    Auf jeden Fall kann der ausgewechselte Spieler nicht mehr in die Spielerliste aufgenommen werden.

    Verfahren für Spielerwechsel:
    Ein Spielerwechsel hat am Vortag des jeweiligen Spiels angekündigt zu werden. Nähere Informationen zum Verfahren zur Nachmeldung von Spielern werden vom IOC bereitgestellt.


    Ein zusätzlicher Blick in den Anhang der Late Athlete Replacement (LAR) Policy des IOC bestätigt die IHF-Regelung. Ein verletzungsbedingter Feldspielerwechsel ist bis zum Beginn des Viertelfinales möglich (und wurde vom DHB bei Wechsel Groetzki <-> Weinhold genutzt). Zusätzlich kann ein verletzter Torhüter bis zum Finale gewechselt weren und der zusätzlich p-akkreditierte Feldspieler darf ebenfalls bis zum Finale in den Kader eingewechselt werden.

    ... und Du glaubst, dass Manfred Prause allein in seinem Keller die Regeländerungen formuliert - ohne Rücksprache mit Aktiven? So weit ich weiß, wurde der Großteil der Regeländeungen vorher über einen längeren Zeitraum bei (Jugend-)Turnieren und in nationalen Ligen erprobt.

    Nebenbei, was war da los, als Sigurdsson Gelb kassierte? Hab das nicht wirklich mitbekommen...


    Der brasilianische Rechtsaußen stand bei der Ballannahme deutlich sichtbar und auch von den deutschen Spielern reklamiert mit einem Bein im Toraus ... aber der Schiedsrichter hat es nicht gesehen und das Tor gegeben. Darüber hat sich Dagur Sigurdsson wohl zu lautstark beschwert.

    Warum nicht mehr von den streams?
    Weder von den Privatsendern noch von den "Öffentlich-Rechtlich-Hassern" in der Politik , die ja immer auf Gebührenverschwendung warten/hoffen könnte das beanstandet werden, mehr tatsächlich "programmbezogene" Webinhalte geht ja wohl nicht.Im Gegenteil, hier könnte man mal die teuer erkauften Sportrechte wirklich verwerten und den Gebührenzahlern was bieten. Ärgerlich!


    Sollte man meinen, aber gerade die Privatsender, Vertreten durch den Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) machen regelmäßig Stimmung gegen das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen Sender und betreiben aktive Lobbyarbeit, die für den begrenzten Umfang des Streamingangebots und der Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen hauptverantwortlich ist. (Als Beispiel eine Pressemitteilung des VPRT anlässlich der Olympischen Spiele 2012: „London Calling“ – Pure Provokation: ARD und ZDF verlieren jedes Maß bei angekündigter Online- Olympiaberichterstattung). Der von der RTL Group & ProSiebenSat.1 Media angeführte Verband versucht massiv das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen Sender zu beschneiden, weil sie selber mit ihrem überwiegenden Trash-TV viel weniger Werbegelder bei gleichzeitig laufenden Olympiaübertragungen o.ä. generieren können.

    @Graphitteller:
    Der NADA Jahresbericht 2015 weist 12.425 Kontrollen für das Jahr 2015 auf, d.h. wir wären für Deutschland bei ca. 1000 Kontrollen pro Monat. Allerdings umfasst dies nicht nur die olympischen Sommersportarten, sondern alle deutschen Sportler. (Darunter sind 1.147 Dopingproben im Fußball, 761 im Skisport, 578 im Eishockey, 549 im Eisschnelllauf/Shorttrack, 335 im Behindertensport, ... und von den 876 genommenen Proben bei Triathleten wird beispielsweise auch nur ein Bruchteil auf die Olympiateilnehmer entfallen.)

    Auf die olympischen Sommersportarten entfallen 9.636 Dopingproben im Jahr 2015 ... davon 5.220 unangekündigte Probenentnahmen bei Trainingskontrollen. Wie oben geschrieben ist dies allerdings die Gesamtzahl der Tests in diesen Sportarten und nicht nur die Proben bei den 421 deutschen Olympiateilnehmern. Es dürften also für den durchschnittlichen Sportler weit weniger als 10 Trainingskontrollen durch die NADA im Jahr 2015 gewesen sein.

    Dass einzelne Sportler mehrfach an einem Tag getestet worden sind (in der Regel weil neben der NADA auch die WADA selbst Kontrollen ansetzt) oder dass bei einzelnen deutschen Sportlern 20-30 Kontrollen im Jahr durchgeführt wurden sagt doch nichts über das Kontrollsystem in seiner Gesamtheit aus. Ja, in Deutschland gibt es mehr Dopingkontrollen als in Brasilien, aber wenn ich mir die Konsequenzen für deutsche Sportler bei positiven Befunden oder mehrfach verpassten Kontrollen anschaue, dann ist der deutsche Anti-Doping-Kampf im internationalen Vergleich weit von einer Führungsrolle entfernt.


    P.S.: Die von Dir als geschönt angezweifelte Aussage zu der Anzahl der Dopingkontrollen bei brasilianischen Olympioniken ist ein diretes Zitat von Luis Horta ("We were performing around three a year and in some cases on the best athletes as many as six in the last year.") Horta spricht von 45 Tagen ohne Dopingkontrollen, das brasilianische Sportministerium nur vom Zeitraum zwischen dem 0.1 und 24. Juli ... wobei ich in diesem Fall durchaus dem Whistleblower Luis Horta glauben würde.

    Gruppe A:
    Dänemark und Frankreich sind verhalten ins Turnier gestartet, aber haben schlussendich ihre Auftaktspiele gewonnen - und gerade von Frankreich ist man inzwischen durchwachsenen Auftaktspiele bei großen Turnieren gewohnt. Das morgige Spiel zwischen katar und Frankreich wird schon eher aussagekräftig sein. Die Mannschaft des Katar hatte die Kroaten sehr sicher im Griff und dem Gegner ihr Spiel aufgezwängt. Ich bin gespannt was sich die europäischen Nationen in den anderthalb Jahren seit der WM als taktische Mittel gegen Katar überlegt haben. Die Kroaten haben zwar den Kreisläufer meist erfolgreich gedoppelt, aber dadurch dem katarischen Rückraum zuviele Freiheiten geboten.


    Gruppe B:
    Von Polens Niedrlage gegen Brasilien habe ich nur das Ergebnis gesehen und bin überrascht. In dieser Gruppe scheint jeder jeden schlagen zu können und das verspricht spannende Spiele und eine offene Gruppe. Beim deutschen Spiel hat mich die Ruhe und Selbstsicherheit beeindruckt mit der die deutsche Mannschaft Mitte der zweiten Halbzeit den 0:4-Lauf zum Ausgleich der Schweden weggesteckt hat.


    Es soll Leute geben, die bei dieser Aussage eine verletzte Gummersbacher Fanssele vermuten würden. :rolleyes:


    Zum Glück gehörst Du nicht zu Leuten mit solch simplen Gemüt und hast Dir stattdessen die Mühe gemacht meine Posts nach der EM 2016 sowie vor Bekanntgabe des Olympikaders nachzulesen in denen ich bereits auf Andreas Wolffs augenscheinliches Siebenmeterschwäche hingewiesen habe, die sich heute wieder bestätigt hat.

    Nach dem heute bekannt wurde, dass Brasilien, das Gastgeberland der Olympischen Spiele 2016, drei Wochen vor den SPIELEN die Doping-Kontrollen "ausgesetzt" hat. Nach jetzigem Meldungen soll dies auf Anweisung des Sportministeriums geschehen sein. Staatlich gesteuertes Doping? Hier kann ich nur konstatieren: Ja - Eindeutig.


    Dein Vorwurf war nicht staatlich gesteuerte Vertuschung, sondern du hast staatlich gesteuertes Doping als eindeutig dargestellt.

    Woher stammt die Zahl der angeblich "mindestens 1000 verpassten Dopingkontrollen" innerhalb dieser drei Wochen? Laut diesem Artikel wurden bei den brasilianischen Olympioniken "in der Regel je Sportler drei Tests im Jahr vorgenommen, bei den Spitzenathleten im vergangenen Jahr bis zu sechs". Bei 465 brasilianischen Sportlern in Rio komme ich nicht annähernd auf 1000 Test innerhalb von 3 Wochen ... selbst wenn es in einigen Ländern üblich ist kurz vor der Abreise zu den olympishen Spielen alle Sportler noch einmal zum Dopingtest zu bitten.