Beiträge von Arcosh

    Die letzten beiuden Bundesligaspiele in Kassel konnte der VfL Gummersbach gewinnen und bei MT Melsungen fragt sich derzeit die Handballwelt, ob hinter dem glänzenden Schein des perfekten Saisonstarts nicht doch irgendwo der Schatten der launische Diva vergangener Jahre lauert. Die Gastgeber sind ohne Frage in der Favoritenrolle, aber ich hoffe zumindest auf ein enges Spiel.

    Glückwunsch an den HSV Handball. Selten wurde es einer Mannschaft so einfach gemacht beide Punkte aus Gummersbach mitzunehmen.

    Zunächst begann das Spiel vielversprechend, weil die VfL-Abwehr gut stand, den Hamburger Rückraum im Griff hatte und sich so einige Gegenstöße mit einfachen Torerfolgen erarbeitete. In der Auszeit beim Stand von 9:7 nach knapp 20 Minuten muss Michael Biegler die richtigen Worte gefunden haben. Fortan hatten die Hamburger die Gummersbacher Kreisläufer wesentlich besser im Griff und hielten den VfL-Rückraums weiter vom Tor weg. Hatte ich letzte Woche gegen Wetzlar noch die Selbstsicherheit des VfL Gummersbach gelobt, so wuchs heute von Minute zu Minute die Verunsicherung und es schlichen sich immer mehr technische Fehler ein ... Fehlpässe ohne Bedrängnis, weggeworfenen Bälle aufgrund unstrukturierter zweiter Welle, Missverständnisse bei den Laufwegen ... Nicht nur, dass so vorne keine Tore erzielt wurden sondern überdies wurden die Hamburger reihenweise zu einfachen Gegenstoßtoren eingeladen. :wall: Wirklich geärgert hat mich, dass sich einige Spieler zu fein waren nach eigenem Ballverlust zurückzulaufen. Christoph Schindler trabt lieber in die eigene Hälfte zurück und der für das Spiel symbolische Höhepunkt war Mark Bult. Als er beim Zurücklaufen frühzeitig erkennt, dass er den durchgestarteten Gegenspieler nicht mehr erreichen kann bleibt er einfach an der Mittellinie stehen. Zwei weitere Hamburger hingegen laufen mit und stehen so volllkommen frei um nach Matthias Puhles starker Parade den Abpraller locker zu verwerten. Die sofortige Auswechslung Mark Bults war folgerichtig. Wobei ich die zwei genannten Spieler keineswegs aus der ingesamt schwachen Mannschaftsleitung herausstellen will. Es waren nur zwei Beispiele eines 40 Minuten lang desolaten Auftritts in eigener Halle.

    Hamburg musste kaum mehr machen als auf die Fehler des VfL Gummersbach zu warten und die sich bietenden Chancen zu nutzen.

    HSG Wetzlar - SG Flensburg-Handewitt
    HSV Hamburg - TSV Hannover-Burgdorf
    MT Melsungen - VfL Gummersbach
    HBW Balingen-Weilstetten - Frisch Auf Göppingen
    Bergischer HC 06 - TuS N-Lübbecke
    Füchse Berlin - TVB 1898 Stuttgart
    SC DHfK Leipzig - TBV Lemgo
    THW Kiel - SC Magdeburg

    @Paul Jonas
    Weil die SG in einem Jahr über einen branchenüblichen 2-3 Jahresvertrag hätte verhandeln müssen, gibt man ihm einfach jetzt schon einen Vertrag für die nächsten fünf Jahre?

    @Beuger
    Natürlich kann der Trainer ein Argument (unter vielen) für den Verbleib von Spielern sein oder bei der Neuverpflichtung helfen. Aber es gibt auch eine Reihe von Beispielen wo sich ein Trainer - trotz langjähriger Erfolge - irgendwann "abnutzt" und die Mannschaft einfach nicht mehr erreicht oder weiterentwickeln kann. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit im Handball sind Rolf Brack oder Velimir Petkovic. Vor zwei bis drei Jahren hätte sich kaum jemand vorstellen können, dass Balingen bzw. Göppingen sich je von den beliebten Trainerurgesteinen trennen würden ... aber binnen weniger Monate blieb zunächst der sportliche Erfolg aus, dann drehte sich die Meinung im Vereinsumfeld und schließlich waren sie Geschichte. Dort wurde der Trainer als entscheidende Personalie der sportlichen Talfahrt gesehen. Das muss in Flensburg nicht so laufen (und bislang gibt es auch keine Anzeichen dafür), aber auf fünf Jahre im Vorraus zu planen ist im modernen Vereinssport einfach nicht absehbar und deshalb sehr riskant - zumal Ljubomir Vranjes sich seine vorzeitige Vertragsverlängerung im derzeitigen sportlichen Höhenflug sicherlich gut bezahlen lassen wird.

    Wenn morgen ein Verein Ljubomir Vranjes unbedingt aus seinem laufenden Vertrag rauskaufen wollen würde, dann wäre es für die Ablösesumme unerheblich ob er noch Vertrag bis 2018, 2019 oder 2020 hat. Daher halte ich dies für kein Argument.

    Tolle Nachricht für Ljubomir Vranjes, der wirtschaftlich abgesichert ist. Aber was bewegt den Verein dazu einen sicherlich nicht unerheblichen Teil des Personaletats so langfristig zu verplanen? Länger als die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung seriös absehbar ist. Länger als die Laufzeit wahrscheinlich aller Sponsorenverträge. Hat die SG so wenig Vertrauen in die eigene sportliche Entwicklung, dass sie befürchtet in zwei oder drei jahren nicht mehr attraktiv genug zu sein für Vranjes? Sollte die sportliche Entwicklung nicht den gewüschten Verlauf nehmen bzw. stagnieren, dann haben sie einen teuren Trainer auf der Gehaltsliste der für viele Jahre die Möglichkeiten der Kaderzusammenstellung massiv einschränkt. Meiner Meinung nach eine riskante Entscheidung.


    Was weiß denn ich - ich war bei den Vertragsverhandlungen/Sondierungsgesprächen nicht dabei?

    Vielleicht wollte er zuviel Geld, mehr/andere/bessere Spieler, mehr/weniger trainieren, mehr/weniger Co-Trainer, längere/kürzere Vertragslaufzeiten, eine Perspektive, ein anderes Management ......... ?


    Sead Hasanefendic ist 67 Jahre alt. Da muss/will er sich evtl. nicht mehr den Stress einer kompletten Bundesliga-Saison inklusive Vorbereitung zumuten. Als Feuerwehrmann für ein paar Wochen im Abstiegskampf mag das funktionieren, aber nicht um eine Mannschaft mit Perspektive aufzubauen. Daher sehe ich einfach keine Basis auf der Sead Hasanefendic und der TuS N-Lübbecke eine weitere Zusammenarbeit hätten aufbauen können.

    SG Flensburg-Handewitt - MT Melsungen
    TBV Lemgo - HSG Wetzlar
    ThSV Eisenach - Füchse Berlin
    Frisch Auf Göppingen - Bergischer HC 06
    TVB 1898 Stuttgart - SC DHfK Leipzig
    VfL Gummersbach - HSV Hamburg
    TuS N-Lübbecke - THW Kiel
    TSV Hannover-Burgdorf - Rhein-Neckar Löwen
    SC Magdeburg - HBW Balingen-Weilstetten

    Für Nettelstedt folgen Spiele gegen den THW Kiel (H), den Bergischen HC (A), die HSG Wetzlar (H), die Rhein-Neckar Löwen (A), MT Melsungen (H) und den HSV Hamburg (A) und für die Handballecken-User die Frage wann der Thred "Wo gibt es den zweiten Trainerwechsel der Saison" eröffnet werden kann. Möglicherweise mit dem Rücken zur Wand vorm TuS-Heimspiel am 11. Spieltag gegen Leipzig? Suton sollte sich und seine Mannschaft auf das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar fokussieren.

    Wie viele Eigengewächse haben im Spiel gegen Barcelona mitgespielt, 4? Und Drux ist noch verletzt.


    Wie viele sind echte EIgengewächse und wie viele "nur" die Besten der Besten die bundesweit aus B- und A-Jugendmannschaften zusammengesucht wurden. Das "Modell Berlin" funktioniert nicht in der Breite, weil jeder normale Ausbildungsverein glückich sein kann pro Jahrgang überhaupt einen Spieler hervorzubringen, der über die sportlichen, geistigen und charakterlichen Eigenschaften verfügt um den Sprung in die 1. Handball-Bundesliga erfolgreich zu bewältigen. Die Füchse Berlin haben sich einen Namen gemacht für ihre vorbildliche Nachwuchsförderung vom professionellen Training über ein funktionierendes Umfeld bis hin zum Anschuss an den Bundesligakader. Dies (neben weiteren Faktoren des Hanning'schen Handballstandorts Berlin) führt die hoffnungsvollsten Talente nach Berlin und konzentriert sie dort. Würde sich dieses Modell flächendeckend durchsetzen, so bliebe für jeden Verein im besten Falle 1 Spieler pro Jahrgang (eher deutlich weniger) auf diesem Niveau,

    Es st bedauerlich, dass Alfred Gislason in den letzten Jahren nach jeder Niederlage eine spielentscheidende Mitschuld bei den Schiedsrichtern sucht, die so objektiv gesehen nicht gegeben ist. Da er selbst nach Videostudium diese einseitigen Sichtweisen aufrecht erhält frage ich mich ob es einsetzender Altersstarrsinn oder eine Kieler Form der ""MIr san mir"-Mentalität ist.

    Ein phanatastisches Spiel von Thomas Mogensen! :respekt: Die SG Flensburg-Handewitt mit nahezu makelloser Leistung von Außen und selbst in Unterzahl immer wieder erfolgreich. In der Schlussviertelstunde ließen sie sich von kleinlichen Zeitstrafen nicht aus der Ruhe bringen.

    In der ersten Halbzeit hat sich der VfL Gummersbach viele - zu viele - technische Fehler im Angriffsspiel geleistet. Insbesondere Andreas Schröder fand nie richtig ins Spiel. Als Emir Kurtagic ihn von der Platte nahm und den erneut starken Julius Kühn brachte fand Gummersbach von 4:8 auf 8:8 ins Spiel. Was mir am Spiel des VfL heute imponiert hat waren das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit die sie ausgestrahlt haben. Trotz anfänglicher Rückstände sind sie ruhig und besonnen geblieben. Sie wussten, dass sie die bessere Mannschaft auf dem Feld sind und dass sich dies früher oder später auch auf der Anzeigetafel wiederspiegeln wird. So kam es dann im zweiten Druchgang. Während Carsten Lichtlein hinten das Tor dicht gemacht hat, war vorne jeder Angriff ein Treffer und der Weg zum Heimsieg geebnet. Das hohe Tempo im Angriffsspiel und das schon weit fortgeschrittene Zusammenspiel lassen auf eine gute Saison hoffen - insbesondere wenn die individuellen Fehler noch reduziert werden können.

    Die ARD ignoriert dsss es sich hier um einen Stuttgarter Verein handelt....dort gibt es laut Videotext nur den TVB 1898


    Der ARD-Teletext verfügt schlicht und einfach über eine begrenzte Anzahl Zeichen pro Zeile. Deshalb steht in der Tabelle z.B. auch "Rh.-N. Löwen", ""SG Flensburg", "Hannover-Burg." oder "HBW Balingen". Vielleicht wäre "TVB Stuttgart" die elegantere Lösung gewesen, aber deshalb direkt vorwerfen die ARD ignoriere den Spielort des Vereins? Wenn müsste man sich eher über den "TvSV Eisenach" (sic!) ärgern.

    Auf geht's zum nächsten Skandal ...

    Wobei ich mich frage wofür Paris und Montpellier 16,5 bzw. 7,5 Mio € ausgeben? Bei Paris mag es damit begründet sein, dass man im Gegensatz zu Vereinen wie dem THW Kiel oder dem FC Barcelona die Spieler "nur" mit Geld locken kann, damit sie sich auf dieses ungewisse Abenteuer einlassen. Dasselbe Problem hatte seinerzeit auch der HSV Hamburg und musste viele Jahre die Zeche für das aufgeblähte Gehaltsgefüge zahlen. Aber Montpellier? Ist das ein verzweifelter Versuch mit den neureichen Hauptstädtern mitzuhalten? Sind darin größere Ausgaben für die recht neue Arena enthalten? Der Kader allein kann es doch eigentlich nicht sein.


    Ob Paris mit diesem Etat die Champions-League gewinnen wird oder nicht ist mir egal solange sie ihren finanziellen Verpflichtungen vollständig nachkommen. Wenn sie es geschafft haben einen potenten Geldgeber zu finden und an sich zu binden, dann finde ich das nicht verwerflich. Die Champions-League war schon immer auch ein wirtschaftliches Kräftemessen. Aber ein Rekordetat allein genügt zum Glück nicht.

    Ab 30 Beiträgen im THW-Forum gibt es Zugriff auf die Klatschpappen-Tauschbörse und um die begehrten Lieblingsspieler zu ergattern, müssen die Zebrasupporter (wie man in Kiel jetzt sagt) zu den unbeliebten Pokal- und Champions-League-Spielen gehen. :D

    TVB 1898 Stuttgart - HSV Hamburg
    VfL Gummersbach - HSG Wetzlar
    Füchse Berlin - SC DHfK Leipzig
    TSV Hannover-Burgdorf - Bergischer HC 06
    TBV Lemgo - HBW Balingen-Weilstetten
    ThSV Eisenach - MT Melsungen
    Frisch Auf Göppingen - TuS N-Lübbecke
    SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel
    SC Magdeburg - Rhein-Neckar Löwen

    @Geraldo:
    Ich kenne den Ticker nur aus zweiter Hand und oko scheint noch etwas mehr in der Materie zu sein.

    Aber im Grunde ist es so, dass beim HBL-Ticker ein Wettanbieter eine Software bereitsstellt, die in ähnlicher Form auch in anderen Spotarten (Fußball, Basketball, etc.) eingesetzt wird. In der Halle sitzen Livescouts die alle Spielereignisse mithilfe der Software dokumentieren. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Scout in der Software "Tor HSV Hamburg" auswählt, dann aus dem Kader den Namen des Torschützen, dann die Position von der das Tor erzielt wurde und zuletzt noch wer den Assist zum Torerfolg beigetragen hat. Man kann sich vorstellen, dass dies je nach Situation, Übersicht in der Halle und Übung des Livescouts ein paar Sekunden dauert - und im Prinzp muss gleichzeitig noch ein Auge auf dem weiter laufenden Spielgeschehen sein. Im Idealfall hat der Scout noch eine zweite Person neben sich sitzen, die das Spielgeschehen im Auge behält, während der Scout noch das vorheige Ereignis dokumentiert. In der Praxis obliegt die Auswahl der Livescouts allein dem Heimverein. Das Spektrum in der HBL reicht dabei von Geschäftsstellenmitarbeitern über extra dafür angestellte bezahlte Livescouts bis hin zu rein ehrenamtlich tätigen Personen. Manchmal sind zwei Personen (d.h. ein Livescout und ein Assisstent) für den Ticker vorgesehen und manchmal nur eine Person die es allein bewältigen muss.

    Die erfassten Daten werden unmittelbar an den Wettanbieter übermittelt, der dies u.a. zur Berechnung der Quoten für diverse Livewetten nutzt dürfte, und gleichzeitg im HBL-Liveticker dargestellt. Probleme können also grundsätzliche bei der Datenerfassung, Datenübertragung und Darstellung im HBL-Liveticker auftreten. Die allen bekannten Lags im HBL-Liveticker bei mehreren Spielen an einem Samstagnachmittag dürften in erster Linie Serverprobleme auf Seiten des IT-partners der HBL sein, fehlende Torschützennamen und lückenhafte Statistiken wie beim Spiel zwischen Hamburg und Lemgo vermute ich eher bei der Datenerfassung in der Halle.


    Der SIS-Ticker ist meines Wissens einfach eine Live-Schnittstelle zum elektronischen Spielbericht, der am Zeitnehmertisch geführt wird und beschränkt sich daher rein auf Torerfolge, progressive Bestrafungen und Team-Time-Outs.

    Sowie ich das sehe führen eine ganze Reihe von unabhängigen Einzelproblemen zu einem in der Summe nach außen desaströs wirkenden Gesamtbild. In den vergangenen Jahren waren es vorallem Server-Probleme in Verbindung mit einem in der Insolvenz befindlichen IT-Partner, die immer wieder zu stockenden oder komplett ausgefallenen Livetickern geführt haben. Derzeit sehen wir einen technisch funktionierenden Liveticker, der aber daran schwächelt, dass er von teils ehrenamtlichen und unerfahrenen Livescouts im semiprofessionellen Vereinsumfeld mit Daten gefüttert wird. Wenn Vereine diese Arbeit - denn nichts anderes ist das Bedienen eines so umfangreichen Tickers in Echtzeit - an (ehrenamtliche) Helfer abtreten, dann kann man nicht erwarten, dass diese sich innerhalb eines Monats in eine neue Software so einarbeiten, dass sie sie fehlerlos berherschen und jedes ungeahnte Problem oder auftretnde Schwierigkeit sofort im laufenden Spiel beheben können. Ich habe in der Vergangenheit (als der LIveticker noch mit dem elektronischen Spielbericht gekoppelt war) oft genug miterlebt, dass Mannschaftskader nicht korrekt an den Liveticker übermittelt wurden oder während des Spiels WLAN-Verbindungen und somit die Datenübertragung zwischen Zeitnehmertisch und Livescout ausfiel. Da mangelt es noch an Professionalität und schlichtweg der notwendigen jahrelangen Erfahrung. Es sind viele Kleinigkeiten die behoben werden müssen, aber das ist ein langwieriger Prozess ... vorallem wenn er von Seiten vieler Vereine eher als notwendige Pflicht angesehen und mit dementsprechender Priorität behandelt wird.