Beiträge von Arcosh

    Unglückliches Ende für Serbien. Erst der vermeintliche Siegtreffer zum Erreichen der Hauptrunde und dann doch noch den K.O. kassiert. Im Nachhinein hat sich Mazedoniens aufopferungsvoller Kampf bis zur 52. Minute im Auftaktspiel gegen Frankreich bezahlt gemacht.

    Borah:
    Wüsste ich es nicht besser, müsste ich dir jetzt vorwerfen einfach blind nachzuplappern was Kretzschmar & Co im Fernsehen vorgeredet haben ... aber das macht man ja nicht.

    Dennoch erschließt sich mir nicht wie man a) nach mehrfachen Wiederholungen der Szene noch behaupten kann, dass Dissinger stehe und b) als langjähriger intensiver Handballzuschauer der Auffassung ist Siebenmeter könne es nur geben, wenn Dissinger im Kreis steht.

    Ein wichtiges Erfolgserlebnis für die deutsche Mannschaft. Mit viel Kampfgeist und dem besseren Torwart haben sie sich diesen Sieg erarbeitet. In der zweiten Halbzeit wurde in der Abwehr der Grundstein gelegt. Die 4:2-Abwehr, eine für die DHB-Auswahl ungewöhnliche Variante, hat die Schweden vor große Probleme gestellt.

    Das Foul von Dissinger ist meiner Meinung nach zurecht von den Schiedsrichtern als gesundheitsgefährdend eingestuft und entsprechend bestraft worden. Bei allem Kampfgeist und Siegeswillen ist solch ein (bewusst) hartes Einsteigen nicht in Ordnung. Er geht nur auf den Körper und der Gegenspieler hat in der Situation keine Chance sich zu schützen.

    Geht ja Gott sei Dank eh nicht im Handball das man sich wie im Basketball einkaufen kann oder einfach so an einem anderen Standort eine Lizenz übernehmen kann.
    Noch muss man Auf und Absteigen und dies ist gut so und bleibt hoffentlich auch so.


    Natürlich geht das, wie das Beispiel des HSV Handball/VfL Bad Schwartau vorgeführt hat. Zunächst bildet der neu gegründete Verein eine Spielgemeinschaft mit einem Verein, der eine Lizenz für die 1. Bundesliga besitzt. Im nächsten Jahr wird die Lizenz innerhalb der Spielgemeinschaft vom ursprünglichen Verein auf den neu gegründeten übertragen. Das heißt der neue Verein ist nun offiziell der Lizenznehmer und im letzten Schritt wird im dritten Jahr die Spielgemeinschaft aufgelöst und die Lizenz verbleibt beim neuen Verein. Es geht vielleicht nicht ganz so schnell wie im Basketball der Eishockey, aber es ist definitiv möglich.

    Vielleicht ja auch Ernst. Kann mir aber nicht vorstellen, dass er jetzt den VfL verlassen sollte, wo er doch gerade Stammspieler geworden ist und vielleicht gleich zu einem der oberen 4 wechseln könnte nach seiner Zeit beim VfL, denn das Zeug dazu hat er ja. Aber so viel Auswahl bleibt da ja nicht..


    Simon Ernst war zu seiner Dormagener Zeit (ab 2013) bereits mit einem Zweitspielrecht für die HSG Wetzlar ausgestattet und durfte regelmäßig beim Erstligisten mittrainieren. Aber die HSG Wetzlar entschied sich dafür auf die Perspektivspieler Ivano Balic und Adnan Harmandic zu setzen anstatt den deutschen Junioren-Nationalspieler :P

    Künstlich positionierte Franchise deren Standorte auf Basis irgendwelcher Wirtschaftsfaktoren ausgewählt wurden, haben in Europa noch nie funktioniert! Dieses amerikansche Sportmodell mag für den nordamerikanischen Markt hervorragend und gewinnbringend funktionieren, aber in Europa ist für den Großteil der Zuschauer nicht der einzelne eingekaufte Superstar auf dem Feld wichtig, sondern der Verein mit seiner gewachsenen Historie, seinem Umfeld und dem kompletten Unterbau. Die NFL Europe hat sich dank reichlich finanzieller Unterstützung lange Zeit über Wasser gehalten, aber es nie geschafft nenneswerte sportliche Bedeutung oder gar wirtschaftliche Erfolge zu generieren.

    Die Hauptsposorensuche des THW Kiel und der Füchse Berlin zeigen, dass der Handball in Deutschland an Grenzen stößt. Die Frage ist welches Risiko die Vereine bereit sind einzugehen? Die Füchse Berlin beispielsweise befinden sich national in den letzten Jahren eher auf einem absteigenden Ast und werden mittelfristig kein Titelaspirant sein. In dieser Situation kann Bob Hanning alles auf eine Karte setzen und den Standortfaktor Metropole ausspielen um in die Europaliga "aufzusteigen". Dort locken sicher ausgelobte Antrittsprämien der Investoren sowie Sponsoring-Angebote. Aber ob die Füchse damit die Mercedes-Benz Arena (denn nichts anderes werden die Investoren sehen wollen) füllen können?

    Zudem stellt sich die Frage ob HBL/DHB der parallelen Teilnahme an der 1. Bundesliga und der Europaliga zustimmen? Dazu müsste sicherlich ein Mehrheitsbeschluss der HBL her um die Spielordnung dahingehend zu verändern. Aber wieso sollten Vereine wie Flensburg, die Rhein-Neckar Löwen und viele andere dem zustimmen? 2019 ist sicherlich eine realisitsche Zeitvorgabe um die offenen Fragen zu den Rahmenbedingungen und Teilnehmern zu klären. Aber noch sehe ich das Modell nicht als überzeugende Alternative zur Champions-League.

    P.S.: Hat sich Alfred Gislason schon zur Mehrbelastung seiner Spieler geäußert?


    Die Löwen haben angeblich eine Klausel in Ristovskis Vertrag, die sie im Sommer ziehen können, womit sich Ristovskis Vertag auflösen würde. Allerdings wurde das soweit ich weiss nie bestätigt. Die Löwen haben in den letzten Jahren einfach zu gut gewirtschaftet, als das man sich jetzt einen "durchschnittlichen" Hüter für 2 1/2 Jahre auf den Buckel bindet.


    Einseitige Vertragsoptionen zu Lasten des Spielers (Arbeitnehmers) die auch noch gerichtsfest sein sollen? Daran glaube ich seit Daniel Narcisse nicht mehr ...

    Island verstößt ja gerade auf eklatante Weise gegen die Bekleidungsvorschriften: Sigurdsson trägt zu dem blauweißen Trikot eine orangefarbene Kapitänsbinde. Was jetzt? Disqualifikation? Sonstige Sanktionen?


    Die Kapitänsbinde muss entweder einfarbig oder in den Nationalfarben sein.

    Erstes Spiel läuft, Halle gähend leer. War wieder ein Topeinfall der IHF den Kroaten Katowice als Gruppenkopf zu schenken.


    Zum Einen ist für eine Europameisterschaft die EHF und nicht die IHF zuständig und zum Anderen obliegt es dem Ausrichter - sprich dem polnischen Handballverband - für jede Gruppe bzw. jeden Spielort eine Mannschaft zu setzen.

    Der ehemalige Bundestrainer und Weltmeister von Schiris Gnaden ist inzwischen nicht mehr nur eine lächerliche Gestalt. Wenn er sich in dieser Form öffentich äußert, diskreditiert er den Berufstand der Profihandballer. Er ist ein Schädling. Und er ist gefährlich, weil er die Gesundheit der Spieler gefährdet und damit nachhaltig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga.
    Schon sehr schade, dass die Schiris Deutschland damals zum WM-Titel gepfiffen haben. Andernfalls würde nämlich niemand mehr diesem Frustrierten zuhören.


    Heiner Brand diskreditiert den Berufsstand der Profihandballer? Geht es noch ein wenig melodramatischer? Diskreditierst du das Schiedsrichterwesen, wenn du einzelnen Schiedsrichtern vorwirfst Deutschland zum Weltmeistertitel gepffifen zu haben? Diskreditieren Alfred Gislason oder Ljubomir Vranjes das Schiedsrichterwesen, wenn sie die Leistungen einzelner Gespanne kritisieren?

    Ich kenne zahlreiche Sportlergruppen, die im Vergleich zu Fußballern oder Handballern wesentlich mehr auf ihren Körper und ihre Gesundheit achten ... selbst wenn sie in ihren Sportarten kaum über den Status eines Halbprofis hinauskommen bzw. von den Gehältern eines Handballprofis nur träumen können. Ich lese oft die Forderungen nach mehr Professionalität der Verbände, aber gleichzeitig gibt es auch zahlreiche Handballer, die die Bedeutung des Berufs Profisportler nicht in Gänze verstanden haben bzw. die notwendige Reife dafür vermissen lassen.

    Da soll nicht heißen, dass der kleine Kreis der gut bezahlten Nationalspieler bei den deutschen Champions-League-Teilnehmern nicht ein enormes Pensum zu leisten hat. Aber wie Heiner Brand zurecht anmerkt, würde mich interessieren wieviele Spieler eine Reduzierung der Bundesliga, Verlängerung des EM/-WM-Zyklus oder Modusänderung der Champions-League befürworten würden, wenn diese an eine entsprechende Reduzierung der Spielergehälter gekoppelt wäre. Dass Heiner Brand in seinen Aussagen das diplomatische Fingerspitzengefühl vermissen lässt und eher den bergischen verbalen Holzhammer auspackt, sollte inzwischen niemanden mehr überraschen. Das klingt dann besonders reißerisch, wenn ein Interview für die Pressemitteilung via dpa auf 3-4 Kernsätze reduziert wird.

    Hanfballgucker
    Der Quervergleich mit anderen Sportarten bringt nichts, wenn nicht die unterschiedlichen Durchführungsbestimmungen bzw. Rechtsordnungen hinzugezogen werden. Es steht schließlich jedem Verband frei im Rahmen seiner Befugnissse die eigenen Regeln und Sportgerichtsbarkeiten festzulegen.

    Rechtsordnung des Deutschen Handball-Bundes

    Zitat

    §34 Einsprüche
    [...]
    (2) Gegen die Wertung eines ausgetragenen Spiels kann Einspruch eingelegt werden wegen
    [...]
    b) spielentscheidender Regelverstöße eines Schiedsrichters, Zeitnehmer oder Sekretärs,


    Spielordnung des Deutschen Hockey-Bundes

    Zitat

    § 51 Einspruch gegen die Wertung eines Meisterschaftsspiels
    (1) Ein Einspruch gegen die Wertung eines Meisterschaftsspiels ist nur statthaft wegen eines Verstoßes gegen eine Bestimmung dieser Spielordnung oder eine von den Verbänden gemäß §4 Abs. 4 erlassene Bestimmung; jedoch sind Einsprüche wegen Entscheidungen der Schiedsrichter in keinem Fall statthaft


    Somit wurde sowohl im Falle der MT Melsungen als auch der Hamburg Freezers die auf Basis der geltenden Bestimmungen richtige Entscheidung getroffen. Zudem finde ich es richtig, dass ein Schiedsrichter der die geltenden Regeln nicht sicher beherrscht vorübergehend vom Spielbetrieb der obersten Spielklasse ausgeschlossen wird.

    Nach Spielende einen Einspruch anzukündigen heißt noch nicht, dass dieser Einspruch weiterverfolgt wurde. Es ist zwingend notwendig evtl. Einspruchsgrümde unmittelbar nach Spielende dem Schiedsrichter mitzuteilen und vor Unterschrift ins Spielprotokoll eintragen zu lassen. Ist dies erfolgt so kann der Verein binnen drei Tagen offiziell Einspruch einlegen, diesen in einem ausführlichen Bericht gegenüber der spielleitende Stelle begründen und die Einspruchsgebühr bezahlen. Erfolgt dies nicht (und davon ist wohl in diesem Fall auszugehen), dann verfällt die Einspruchsmöglichkeit.

    Gruppe C (Breslau)
    Spanien
    Schweden
    Deutschland
    Slowenien


    Spielplan
    Samstag. 16. Januar 2016
    18:30 Uhr: Spanien - Deutschland
    20:45 Uhr: Schweden - Slowenien

    Montag, 18. Januar 2016
    18:15 Uhr: Slowenien - Spanien
    20:30 Uhr: Deutschland - Schweden

    Mittwoch, 20. Januar 2016
    17:15 Uhr: Deutschland - Slowenien
    20:00 Uhr: Spanien - Schweden


    In der EM-Qualifikation konnte Deutschland die Spanier einmal bezwingen - es war der erste Sieg gegen die Iberer seit der Heim-WM 2007. Ob die aktuelle DHB-Auswahl dies in Polen wiedeholen kann wage ich zu bezweifeln. ABER die deutsche Auswahl hat in dieser ausgeglichenen Gruppe alle Chancen. Platz 1 würde ich genausowenig ausschließen wie Platz4. Die Konstellation ist Chance und Risiko zugleich.

    Leider muss die das DHB-Team gleich zum Auftakt gegen Spanien antreten, die bei den letzten fünf EM/WM-Turnieren immer das Halbfinale erreicht haben und von Verletzungen im Vorfeld der EM weitestgehend verschont geblieben sind. Gegen die robuste Spielweise der Spanier wird die deutsche mannschaft sich gewohnt schwer tun, aber für Psyche der Mannschaft den weiteren Turnierverlauf wäre eine ordentliche Leistung (maximal -3) zum Auftakt sehr wichtig.

    Gegen Schweden und Slowenien sieht die deutsche Bilanz der letzten Jahre wesentlich besser aus. Die letzten Niederlage gegen diese Nationen waren 2010 bzw. 2006. Die Spielweise der Schweden und Slowenen liegt der deutschen Abwehr eher - auch wenn die Duelle oft bis in die Schlussphase offen waren. Insofern ist die Gruppe C für Deutschland eine anspruchsvolle, aber machbare Aufgabe. Aber können die deutschen Spieler ihr Potential abrufen bzw. reicht die Erfahrung für ein soclhes Turnier? Mein Bauchgefühl sagt "Nein" ... leider.


    Mein Tipp:
    1. Spanien
    2. Schweden
    3. Deutschland
    4. Slowenien

    Gruppe B (Kattowitz)
    Kroatien
    Island
    Weißrussland
    Norwegen


    Spielplan
    Freitag. 15. Januar 2016
    16:00 Uhr: Kroatien - Weißrussland
    18:15 Uhr: Island - Norwegen

    Sonntag, 17. Januar 2016
    16:00 Uhr: Weißrussland - Island
    18:15 Uhr: Norwegen - Kroatien

    Dienstag, 19. Januar 2016
    18:15 Uhr: Weißrussland - Norwegen
    20:30 Uhr: Kroatien . Island


    Weder Island noch Kroatien haben mich persönlich in der Vorbereitungsphase überzeugt und daher traue ich höchstens einem Gruppensiger mit optimaler Punkteausbeute und einem perfekten Tag in der Hauptrunde gegen Frankreich oder Polen zu sich irgendwie ins Halbfinale vorzukämpfen. Island bräuchte eine starke Torhüterleistung um mit den Resten der goldenen Generation noch einmal eine Medaille gewinnen zu können. Das sehe ich mit dem aktuellen Duo im Tor einfach nicht und denke, dass sie sich eher nach unten gegen Norwegen werden wehren müssen als oben Kroatien angreifen zu können.


    Mein Tipp:
    1. Kroatien
    2. Island
    3. Norwegen
    4. Weißrussland

    Gruppe A (Krakau)
    Frankreich
    Polen
    Mazedonien
    Serbien


    Spielplan
    Freitag. 15. Januar 2016
    18:00 Uhr: Frankreich - Mazedonien
    20:30 Uhr: Polen - Serbien

    Sonntag, 17. Januar 2016
    18:15 Uhr: Serbien - Frankreich
    20:30 Uhr: Mazedonien - Polen

    Dienstag, 19. Januar 2016
    18:15 Uhr: Mazedonien - Serbien
    20:30 Uhr: Frankreich - Polen


    In Gruppe A treffen mit Titelverteidiger Frankreich und Gastgeber Polen gleich zwei Mannschaften aus dem engeren Favoritenkreis aufeinander. Für beide gilt es sich in den ersten beiden EM-Spielen keine Fehltritte zu leisten und sich gleichzeitig einzuspielen für den Showdown am dritten Gruppenspieltag, denn hier könnte eine Vorentscheidung Richtung Halbfinale fallen. Falls es einer Mannschaft gelingt diese Gruppe mit 6:0-Punkten abzuschließen, wäre diese bereits die halbe Miete auf dem Weg zum Finalwochenende in Krakau. Über Verletzungssorgen bei Frankreich oder Polen zu sprechen ist müßig, denn dies betrifft dieses Jahr fast ausnahmslos alle Topnationen und jede muss ihre Lösung dafür finden.

    Mazedonien und Serbien werden in meinen Augen keine Rolle bei der Vergabe der Medaillen spielen. Ich traue der runderneuerten serbischen Nationalmannschaft die Hauptrunde zu - mehr aber auch nicht.

    Der große Vorteil des Gastgebers (und der übrigen Mannschaften dieser Gruppe) ist, dass sie alle Turnierspiele in Krakau absolvieren werden und keine Reisestrapazen haben werden.


    Mein Tipp:
    1. Polen
    2. Frankreich
    3. Serbien
    4. Mazedonien

    Natürlich spielt das Geld eine gewichtige Rolle bei der Neuausrichtung der Jugendakademie. Man will eine möglichst gute Ausbildung von Nachwuchsspielern, hat dafür aber nur einen begrenzten Etat zur Verfügung bzw. zusätzliche Gelder müssten aus dem Etat der Bundesligamannschaft querfinanziert werden. Da Letzterer aufgrunde stagnierender (Haupt-)Sponsorensuche nächste Saison eher etwas geringer ausfallen könnte, muss auch die Akademie den Rotstift ansetzen. Aktuell leistet man sich für die VfL-Akadamie sowohl einen sportlichen Leiter (Jörg Lützelberger) als auch einen wirtschaftlichen Leiter (Jan Schneider). Unter rein wirtschaftlichen Aspekten ist es naheliegend diese Doppelspitze zu hinterfragen.

    Auf der anderen Seite muss bedacht werden, dass bei allen notwendigen Kürzungen das Sportliche nicht auf der Strecke bleibt. Das faktische Outsourcen der U23 an den TuS Derschlag im letzten Sommer hat dazu geführt, dass der Klassenerhalt (notwenidge Voraussetzung für das Jugendzertifikat mit Sternchen) in Gefahr ist und der VfL Gummersbach einschreiten músste.