Beiträge von Arcosh

    Wieso erfolgt die Auslosung überhaupt erst am 06.09.? Damit werden drei Wochen verschenkt in denen sich die Vereine um Hallenzeiten, etc. hätten kümmern können. Des Weiteren fällt beim Blick in den Rahmenspielplan auf:

    28.10.2015 Achtelfinale DHB-Pokal
    16.12.2015 Viertelfinale DHB-Pokal
    30.04.2016 Final Four

    Ende Dezember sind binnen drei Wochen fünf Bundesligaspieltage angesetzt und die HBL quetscht dazwischen noch zusätzlich eine Pokalrunde. Dies kann wohl kaum der Entlastung der Spieler und Entzerrung des Spielkalenders dienen ... zumal danach der Wettbewerb viereinhalb Monate lang brachliegt ... ein Traum für die Außendarstellung und Vermarktung. :nein:

    @frank1706:
    Du kannst oder willst meine Erklärung nicht verstehen. Es bleibt dabei, dass die von Dir rot markierten Auszüge aus meinem Beitrag entgegen deiner Sichtweise richtig sind.

    Aber Hauptsache du erkennst, dass der Ball in meinen ersten Bild noch im Spiel ist und der Ball im zweiten Bild im Aus. Dann ist zumindest die Entscheidung richtig, selbst wenn die Begründung dafür falsch ist.

    @frank1706
    Puh, ich hätte das Thema jetzt gerne auf sich beruhen lassen - zumal wir immer weiter von der eigentlichen Fragestellung des Threads abrücken. Aber diesen Beitrag von dir kann ich so nicht stehen lassen. Zunächst einmal wundert mich, wie du darauf kommst, dass ich mich gerne winden würde oder dass ich darauf warten würde von dir vorgeführt zu werden. Aber das soll jetzt egal sein, da ich mich lieber inhaltlich mit deinem Beitrag befasse.

    Die von Dir aus meinem Beirag zitierte "Wischi-Waschi-Definition" ist - wie oben beschrieben - der genaue Wortlaut des IHF-Regeltext (Regel 11:1). Daran gibt es also nichts zu deuten. Die Frage ist wie ich den Begrif "vollständig" auf den Handball übertrage. Im Prinzip lese ich über die geläufigen Fehlinterpretationen hinweg "vollständig" sei gleichbedeutend mit "mit vollem Umfang" oder gar "mit dem Druchmesser", denn jedem ist eigentlich klar was gemeint ist. Da du aber eine falsche Darstellung mit einer ebenso falschen korrigieren wolltest, sah ich mich dann doch gemüßigt auf diesen grundsätzlichen Fehler hinzuweisen.


    Ich habe extra eine grafische Darstellung erstellt von der ich hoffe, dass sie hilft den Unterschied zu verstehen:

    [Blockierte Grafik: http://fs1.directupload.net/images/150816/uh9dpf68.jpg]

    In den "Ball" habe ich jeweils in rot und blau zwei der unendlich vielen mögliche Durchmesser (gestrichelt) und den dazugehörigen Umfang eingezeichnet. Ich hoffe die räumliche Darstellung ist nachvollziehbar. Der rote Umfang läuft um den Ball in der Ebene parallel zum Spielfeld während der blaue Durchmesser genau in der Ebene senkrecht zum Spielfeld und parallel zur Seitenlinie verläuft. Du wirst erkennen, dass der blaue Druchmesser und Umfang im Seitenaus sind, der rote Durchmesser und Umfang jedoch nicht. Somit sind diese ein- oder zweidimensionalen geometrischen Begriffe in Verbindung mit einer dreidimensionalen Kugel (sprich dem Handball) ungeeignet um die Lage des Balles im Verhältnis zur Spielfeldbegrenzung eindeutig zu beschreiben. Das ist keine Frage von Zentimetern, Millimetern oder dem Duden. Würde man sich unbedingt auf geometrische Begriffe festlegen wollen, dann kämme allenfalls noch "mit vollem Volumen" in Frage ... aber zum Glück weiß eigentlich jeder was mit vollständig gemeint ist.

    Nur zur Vollständigkeit ( ;) :( Der folgende Ball ist vollständig im Aus

    [Blockierte Grafik: http://fs1.directupload.net/images/150816/45z46qha.jpg]


    P.S.: Kurze persönliche Anmerkung: Leider erlebe ich immer wieder Kommentatoren (sowie auch Zuschauer) die der Ansicht sind der Ball im ersten Bild sei bereits im Aus, weil er außerhalb des Spielfeldes Bodenkontakt hat und meiner Meinung nach werden auch von Schieds- und Linienrichtern regelmäßig Bälle als "Aus" gegeben die noch regelkonfom spielbar wären. Aber das ist ein eigenes Thema.

    Ich räum mal mit den Fehlern auf:


    Leider falsch und keinem Aufgefallen. Nicht mit dem Umfang sondern mit dem Durchmesser


    Der Umfang ist zwar falsch, aber ebenso der Durchmesser. Weiter oben wurde Regel 11:1 zitiert ("Auf Einwurf wird entschieden, wenn der Ball die Seitenlinie vollständig überquert"). Für das vollständige Überqueren der Spielfeldbegrenzung sind bei einer Kugel (= Handball) weder der Durchmesser noch der Umfang ein hinreichendes Kriterium. Der Umfang und der Durchmesser besitzen keine räumliche definierte Orientierung, d.h. sobald der Ball die Spielfeldbegrenzung zur Hälfte überquert hat, existieren mögliche Durchmesser und/oder Umfänge, die sich außerhalb des Spielfeldes befinden sowie welche die z.T. noch innerhalb des Spielfeldes sind.

    Der Umfang käme immerhin noch als zulässiges Kriterium in Betracht, wenn statt des dreidimensionalen Balles nur die zweidimensionale Projektion desselben auf die Spielfeldebene betrachtet würde.

    Der "Missetäter" wurde nicht ermittelt.


    Da stehen mutmaßlich dieselben Fans seit Jahren in denselben Blöcken, man kennt sich, unterhält sich in der Halbzeitpause ... aber wenn einer Mist baut, will niemand von den Hunderten irgendetwas gesehen haben oder kann den Täter identifizieren. Solange sich die Fangruppierungen und Fanblöcke jeglicher Eigenverantwortung entziehen ist es müßig immerzu die Einzeltäter-Karte auszuspielen.

    Okay, wir reden also von der U-18 EM vor einem Jahr (nicht einem Turnier vor zwei Jahren).

    Ich kenne diese Mannschaft zu wenig um zu beurteilen ob die Leistungsschwankungen innerhalb des Turniers einfach normal sind für junge, unerfahrene Spieler in diesem Alter und/oder auf falsche Vorbereitung und Coaching durch den Trainer(stab) zurückzuführen sind. Aber von einem "blamablen Auftreten" zu sprechen finde ich überzogen und respektlos. Die Mannschaft hatte in der Vorrunde alle drei Spiele gegen Polen, Tschechien und Weißrussland deutlich gewonnen. In der Hauptrunde folgte die deutliche Niederlage gegen den späteren Finalisten Ungarn und ein Unentschieden gegen den späteren Europameister Frankreich. Am Ende der Hauptrunde war die Mannschaft punktgleich mit Frankreich und verpasste das Halbfinale nur aufgrund des französischen Ausgleichtreffers in den letzten Sekunden und einem richtig schwachen Spiel gegen Ungarn.

    Es ist eine Möglichkeit eine Turnierleistung allein an der Endplatzierung zu bemessen, aber beim besten Willen kann ich weder in einem Uentschieden gegen den späteren Europameister Frankreich noch in einer 31:32-Niederlage nach zweimaliger Verlängerung gegen Schweden einen blamablen Auftritt erkennen. Es bleibt also ein schwacher Auftritt in sieben Turnierspielen binnen zehn Tagen.

    Es ist enttäuschend, dass diese Truppe sich offensichtlich nicht positiv weiterentwickelt hat ! War das blamable Auftreten vor 2 Jahren nicht ausreichend oder sind die falschen Spieler in den DHB Kader dieser Jahrgänge berufen worden ?


    In diesem Punkt verstehe ich nicht wovon du redest? Welche Spieler und welches blamable Auftreten vor 2 Jahren meinst du? Vor zwei Jahren haben die Spieler der Jahrgänge 1994/95 mit Christian Schwarzer als Trainer bei der WM in Ungarn den dritten Platz erreicht. Diese Spieler sind inzwischen bei Markus Baurs Junioren angekommen, haben vor wenigen Tagen ereut eine WM-Bronzemedaille gewonnen und sich zahlreich in den Kadern der 1. und 2. Bundesliga etabliert.

    Für die Jahrgänge 1996/96 ist dies das erste WM-Turnier im DHB-Trikot. Wo soll da eine Entwicklung bereits stattgefunden haben?

    Das mag etwas übersptiztz und simplifiziert sein, aber was hindert die überbelasteten Spieler daran auf einen Teil ihres Gehaltes zu verzichten? Sie bekommen ihr Gehalt im wesentlichen dafür, dass sie ihre körperliche Arbeitskraft auf dem Spieleld zur Verfügung stellen. Anstatt alle zwei Jahre mit der Vertragsverlängerung eine Gehaltserhöhung zu erwarten, könnten sie in Absprache mit ihren Vereinen die Topgehälter reduzieren und so die Aufstockung des Kaders um zwei oder drei zusätzliche Spieler und damit eine bessere Verteilung der Spielzeiten ermöglichen. Die Bundesliga ist zwar sehr anspruchsvoll im Vergleich zu den meisten Ligen, aber weder dort noch in der Champions-League braucht es in jedem Spiel drei Welthandballer im Rückraum.

    Was glaubt denn Alfred Gislasson wer streiken soll? Die über 250 Spieler mit erträglichen 40-50 Spielen pro Saison, deren Arbeitgeber eine Reduzierung der Liga wirtschaftlich hart treffen würde? Oder nur die vielleicht 30 Spieler mit 70-80 Spielen im Jahr. Ich verstehe die enorme Belastung dieser Topspieler und kann nachvollziehen, dass Alfred Gislasson dies gerne ändern würde. Aber zum Einen ist dies ein Problem einer winzigen Elite und zum Anderen sollte Alfred Gislasson sein Anliegen zuallererst an seinen Arbeitgeber richten, der den neuen Champions-League-Modus, der eine enorme Prämiensteigerung mit sich bringt, befürwortet hat und auch regelmäßig zum IHF Super Globe in die Wüste geflogen ist.

    16 Mannschaften, d.h. nur noch 15 Heimspiele anstelle von aktuell 17? Da sind 11,7% weniger - und dementsprechend geringere Zuschauerzahlen bzw. Ticketverkäufe, die unumstritten eine der Hauptsäulen - wenn nicht gar die wichtigste - im Etat eines Bundesligisten sind. Die kleinen Vereine leiden bereits unter den Wochentagsspielterminen die ihnen durch die Teilnahme der Topvereine an internationalen Wettbewerben aufgezwungen werden.

    15 Vereine mit über 250 Spielern sollen finanziell kürzer treten um die köperliche Belastung von ca. 30 sehr gut verdienenden Nationalspielern bei den Champions-League-Teilnehmern zu reduzieren? Spieler die zuvor größtenteils bei den übrigen kleineren Vereinen gespielt haben und dann ganz bewusst den Schritt zu Topvereinen gemacht haben - mit deren Angeboten die kleineren Vereine einfach nicht mithalten konnten (sowohl in sportlicher als auch finanzieller Hinsicht). Das ist das normale Geschäft, aber sich dann hinterher über genau diesen Umstand beschweren ... ?

    Mit wohligem Grausen schaue ich derzeit mal wieder über den Teich. Wenn ein Donald Trump wirklich aktuell 24 Prozent der Wählerstimmen hat.....


    Das ist mehr als verkürzt wiedergegeben. In der Umfrage der Washington Post haben 24% derer die sich in der Umfrage als Anhänger der Republikaner bezeichnet haben Donald Trump als ihrer Favoriten aus dem Kreise der 17 republikanischen Präsidentschaftskandidaten genannt. Nicht 24% der Gesamtbevölkerung.

    Auf die Frage ob sie - im Falle einer Nominierung als Präsidentschaftskandidat durch die jeweilige Partei - den Kandidaten tatsächlich wählen würden, antworten nur 14% der Befragten mit Ja, aber 62% schlossen es aus ihm ihre Stimme zu geben. Eine solche hohe Ablehnung hat kein anderer Kandidat aus dem engeren Kreis. Zum Vergleich: Hillary Clinton würden 29% der Befragten wählen und nur 43% schlossen dies aus.

    Donald Trump hat derzeit einen Großteil der Republikaner hinter sich, aber wenn nach und nach die Kandidaten aus dem Vorwahlkampf ausscheidenden werden, dann ist zu erwarten, dass deren Anhänger sich eher unter den übrigen gemäßigten Kandidaten umverteilen, als dass sie plötzlich Donald Trump wählen würden.

    @exilberliner:
    Es geht mir nicht darum, dass den Füchsen ein sportlicher Vorteil aufgrund der Heimkulisse entsteht, sondern dass Bob Hanning mit geringem Aufwand vor der eigenen Haustür die Talente anderer Vereine begutachten und die künftigen B- und A-Jugend- und später vielleicht Bundesligaspieler der Füchse Berlin ins Visier nehmen kann.

    Die Vor- und Endrunden des Länderpokals wurden bislang an immer wechselnden Orten ausgetragen wodurch meiner Meinung nach der Handball fächendeckend gefördert wird. Ich sehe nicht den Zweck einer zentralen Austragung in Form eines einzelnen viertagigen Wettbewerbs, aber die daraus resultierenden Anforderungen an die Bewerber (vier Sporthallen in möglichst geringer Entfernung voneinander, Unterkunft und Verpflegung für 20 Mannschaften a 18 Teilnehmer sowie Schiedsrichter und Offizielle) schließt einen Großteil der Standorte von vorneherein aus. Man darf gespannt sein wo der Wettbewerb 2016 stattfinden wird.

    (Erfolgreiche) WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft in Berlin sollten die Handball-Euphorie in der Hauptstadt steigern und könnten in direkter Folge auch den Füchsen zusätzliche Zuschauer bescheren. (Das ist zielführender als die Halle immer mit Lidl-, Kaiser's- oder DKB-Kunden zu füllen. ;) )

    Einen sofortigen Rücktritt Bob Hannings würde ich deshalb nicht fordern, aber es zeigt auf wieso er zunehmend Vertreter der Landesverbände und Bundesligisten gegen sich aufbringt und so einem Neubeginn im DHB eher im Wege steht als ihn voranzutreiben.


    @Quovadis:
    Hat Heiner Brand dich persönlich "mit Dreck beworfen"? Immerhin steht er mit seinem Namen zu seinen Äußerung und schießt nicht fortwährend unter einem Pseudonym gegen einzelne Personen bzw. deren Arbeit. Ich bezweifle stark, dass deine Aussage vom 05.08. noch unter den Schutz der freien Meinungsäußerung fällt.

    SID-Informationen: Bauer kandidiert erneut als DHB-Präsident

    Zitat

    Bernhard Bauer wird sich beim außerordentlichen Bundestag des Deutschen Handballbundes (DHB) am 26. September in Hannover erneut als Präsident zur Wahl stellen. Das teilte der 64-Jährige nach SID-Informationen den 22 Landesverbänden in einem Schreiben mit. Voraussetzung für seine Kandidatur sei allerdings, dass zuvor gewisse Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

    @Quovadis:
    Ich stelle nicht Bob Hannings erfolgreiche Arbeit als Trainer im Nachwuchsbereich in Frage, sondern kritisiere dass er seine Ämter in HBL und DHB aktiv zum Vorteil der Füchse Berlin einsetzt und die geforderte Neutralität vermissen lässt.

    Die Nachwuchsarbeit des VfL Gummersbach gehört ebensowenig hierher wie deine diffamierende Äußerung zu Heiner Brands geistiger Verfasssung .

    es können selbstverständlich "quereinsteiger" über einen landesverband oder durch andere
    bewerbung kommen - nur wenn vorher mehrheiten für ein bestimmtes prozedere vorhanden
    sind, wäre es grotesk wenn dann ein "fremder" das rennen machen würde - der könnte ja nach
    demokratischem gedanken keine mehrheit haben - erlangt er dies durch ein ausscheren einer
    der lv die vorher das prozedere abgenickt haben, wir dieser /diese lv danach sicher bei allen
    weiteren entscheidungen erhebliche schwierigkeiten haben - wer will denen noch glauben...


    Das Einsetzen einer Findungskommission und die Wahl des DHB-Präsidenten sind zwei völlig unabhängige Vorgänge. Nur weil ein LV-Vertreter der Einsetzung und Zusammensetzung einer Findungskommission zugestimmt hat (bzw. sich eine demokratische Mehrheit dafür gefunden hat) muss doch nicht zwangsläufig der von der Findungskommission vorgeschlagene Kandidat anschließend kommentarlos abgenickt werden.

    Wer nur den abweichenden Landesverbänden intrigantes Verhalten vorwirft, sollte nicht vergessen, dass die erste "Amsthandlung" der Führungsriege Bauer/Hanning damals die unzulässige WM-Bewerbung hinter dem Rücken des noch amtierenden DHB-Präsidiums war. Wer dabei die treibende Kraft war ist nicht überliefert .... aber man kann erahnen wer WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft in Berlin begrüßt und dafür in Kauf nimmt den DHB zum kleinen Partner des dänischen Handballverbandes zu machen. Auf Formalien wurde damals weniger wert gelegt.


    bronco...
    du schreibst zwar viel was bob h. alles so anstellen würde, nennst aber doch nirgends ross udn reiter-
    die allgemeinangaben er würde...und intrige...und personenaustausch...dann mal butter bei die fische-
    nenn doch die positionen und namen !
    das er dann noch angeblich das zu gunsten der füchse macht...hört man mittlerweile selbst aus magdeburg
    so gut wie nie-das sagt alles über die qualität deines vorwurfs...


    Neben der von mehreren Vereinen auch öffentlich vertretenen Kritik an Bob Hannings Vorsitz in der DHB-Schiedsrichterkommission (die allerdings nur eine direkte Folge aus der Wahl zum DHB-Vizepräsidenten Leistungssport war), dürfte die Kritik der Bundesligisten sich vorallem auf den Bereich Nachwuchs konzentrieren. In Zeiten da nahezu alle Bundesligisten leistungsorientierte Nachwuchkonzepte mit Akademien und oder Sportinternaten anbieten und sich der Fokus auf das frühzeitige Finden und Binden von jungen Talenten verschiebt, ist Bob Hannings Treiben im Jugendbereich vielen ein Dorn im Auge.

    2010 initiierte Bob Hanning als Vizepräsident der HBL den Rookie Cup, ein Turnier der leistungsorientieren A-Jugendmannschaften der Erstligisten. Nach Bob Hannings eigenen Aussagen "zur Qualitätssicherung im deutschen Handballsport" und "zentralen Sichtung des deutschen Nachwuchs" ... und das obwohl fast parallel dazu dieselben Mannschaften ohnehin in den Endrunden der A-Jugendmeisterschaften spielen. Austragungsort war - natürlich - Berlin. Auch wenn Mark Schober 2011, damals noch Marketing-Leiter der HBL, im Interview sagte:

    Zitat

    Trotz des Erfolges planen wir, im Folgejahr die Ausrichtung des Rookie Cup auszuschreiben und können uns durchaus auch andere Standorte vorstellen. Der Rookie Cup ist nicht zwangsläufig an Berlin gebunden. Und nach 2012 soll er im Zweijahres-Rhythmus stattfinden, da dies sichtungstechnisch am meisten Sinn macht.

    Quelle: Handball-World.com

    treten die deutschen A-Jugend-Talente weiterhin Jahr für Jahr in Berlin zur Sichtung an.

    Die Austragung des Deutschen Länderpokals ist im März diesen Jahres nach Berlin gewandert. Im Rahmen des Konzeptes "Perspektive 2020" wird der Länderpokal nun reformiert. Anstatt des langjährigen Modus mit Vor- und Endrundenturnieren werden nun an vier Tagen alle 20 Landesverbandsmannschaften an einem Ort unter dem Motto „Tag des deutschen Jugendhandballs“ den Länderpokal ausspielen. Erster Austragungsort des neuen Modus im Dezember 2015 ist ... Trommelwirbel ... wieder Berlin.

    Alle paar Monate spielen so die besten Jugendhandballer aus ganz Deutschland zur Sichtung bei Bob Hanning beim DHB vor.


    Wer - wohl zurecht - die alten Gummersbacher Seilschaften im DHB angeprangert hat, kann kaum die Augen davor verschließen, dass innerhalb von wenigen Jahren der DHB auf allen Ebenen des männlichen Leistungssports eine deutliche Fokussierung auf den Standort Berlin erfahren hat.

    @BigRick:
    Die Zahlen werden veröffentlicht ... zumindest bei den Vereinen deren ausgegliederte Profiabteilungen der Pflicht zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses unterliegt. Aber es besteht meiner Meinung nach kein dringlicher Grund für eine allgemeine Veröffentlichung von unternehmensinternen Zahlen noch vor Beginn der Saison.

    Ich sehe den Grund für die Wochentagsspiele in der HBL nicht allein in der Belegung der Arena. Sicherlich werden einige Wochenendtermine durch Eishockeyspiele, Konzerte oder ähnliche Veranstaltungen in der SAP-Arena geblockt sein, aber ich sehe nicht weshalb sich da irgendetwas gegenüber den Vorjahren verändert haben sollte als die Rhein-Neckar Löwen auch einige Heimspiele an Wochenenden austragen konnten.

    Wer sagt denn, dass die Rhein-Neckar Löwen nicht ganz bewusst ihre Bundesligaheimspiele auf Wochentage gelegt haben um die Wochenenden für CL-Heimspiele freizuhalten. Während in der HBL dank Dauerkarten auch an Wochentage eine solide Zuschauerzahl erreicht werden wird, braucht es in der Champions-League eher die Wochenendtermine. Sowohl damit sich Fans aus Mannheim auf den Weg nach Frankfurt machen als auch um Interessierte in Frankfurt selbst zu mobilisieren. Beides wäre bei einem Spiel beispielsweise gegen Pick Szeged an einem Donnerstagsabend in Frankfurt sehr schwierig. Unterm Strich erscheint mir die Aufteilung (Bundesligaspiele wochentags in Mannheim, CL-Spiele an Wochenenden in Frankfurt) wirtschaftlich sinnvoll ... obwohl ich volles Verständnis dafür habe, dass es einigen Fans nicht gefallen wird.


    Beim "finanziellem Ausgleich von der HBL" musste ich schmunzeln. Da würde ich eher an die Vereine außerhalb der Europapokalränge denken, die ihre zuschauerträchtigen Heimspiel gegen Topteams wie Kiel, Flensburg oder die Rhein-Neckar Löwen auf ungünstige Wochentage verlegen müssen, weil die Topvereine am Wochenende am Bonus Champions-League teilnehmen, Prämien kassieren und sich und ihren Sponsoren zusätzliche TV-Zeiten verschaffen. Versteht mich nicht falsch, die genannnten Teams haben sich die Teilnahme an der Champions-League sportlich verdient, aber die zusätzliche Belastung der Spieler und Spielverlegungen der HBL-Heimspiele sind einfach der Preis für die Vorzüge die die Champions-League-Teilnahme mit sich bringt.